Warum konsumieren intelligente Menschen Alkohol und Nikotin?

    S.g. Damen und Herren,


    mir sind in meinem privaten Umfeld mehrere Universitätsprofessoren und auch Ärzte bekannt, die ein eklatantes Alkoholproblem haben. Auch zwei Ingenieure, die Kettenraucher sind.


    Sollten nicht gerade intelligente Menschen wissen, welch schädliche Folgen der Missbrauch von Alkohol und Nikotin nach sich zieht? Weswegen rauchen und trinken sie dann?


    MfG,


    Andrea

  • 58 Antworten
    Zitat

    Sollten nicht gerade intelligente Menschen wissen, welch schädliche Folgen der Missbrauch von Alkohol und Nikotin nach sich zieht?

    Ich denke das wissen sogar RTL Zuschauer. Sie werden aus den selben Gründen rauchen und trinken wie wenige intelligente Menschen auch.


    Gibt ja auch genug intelligente Menschen die keinen Sport machen, sich ungesund ernähren oder mit 40 noch Kinder bekommen, obwohl sie wissen, dass das nicht gesund ist. Kuck dir doch nur mal unsere Politiker an, egal ob Gabriel, Merkel, Seehofer oder wer auch immer: Machen die einen körperlich fitten Eindruck?

    Zitat

    Weswegen rauchen und trinken sie dann?

    Weil sie süchtig danach sind. Sich von einer Sucht zu lösen ist sehr schwer. Viele Rauchen und zerstören ihren Körper, aber die sucht danach ist stärker als die Vernunft.

    Weil es fast unmöglich Ist, mit Rauchen aufzuhören. Ich stand immer hinter dem Krankenhaus mit meiner Kollegen und auch Krankenschwestern waren dabei.


    Alkoholiker gab es keine, aber Benzodiazepinabhängiger schon.

    Allgemein was ist eine sucht?


    Alles was ich immer wieder mache. Wenn tag täglich x-liter cola trinke dann bin ich abhängig und hab das verlangen darauf.


    Für unser körper ist die sucht wie eine belohnung für manche eine entspannung. Es ist bewiesen das menschen die sich entspannen oder belohnen erfolgreicher sind als jene menschen die sich nicht belohnen. Fazit: die Menschen sind nicht erfolgreicher weil nikotin- oder alkoholkonsum gut für unser körper ist bzw. Einem gescheiter macht, sonder weil sie daran denken, dass sie dadurch entspannter sind. oder sich mit einem Glas whisly mit einer zigarre nach der arbeit belohnen.

    Mir liegt es absolut fern mich als intelligent zu bezeichnen. Gelegentlich wurde mir das aber attestiert. Und ich kann dazu natürlich auch nur eine subjektive Sichtweise darstellen ...


    Intelligente Menschen neigen dazu auch komplexe Zusammenhänge zu erfassen bzw. "über den Tellerrand" zu blicken. Das gelingt ja in der Regel wenigen Menschen und viele kreisen so in ihrem Hamsterrad. Intelligenz verleitet aber dazu aus dieser Denkweise auszubrechen um übergeordnete Zusammenhänge zu finden. Nur wird man irgendwann feststellen, dass es da keine gibt. Die Physiker schaffen es nach und nach die Kräfte zu vereinen ... nur gesellschaftlich wird da kein Schuh draus.


    Kurzum: Weder das Leben hat einen Sein, noch irgendwas anderes. Das kann man hundert Mal von rechts nach links wenden und wird wieder vorn ankommen. Es gibt keinen tieferen Sinn. Sinnstiftung liegt immer in der Hand jedes einzelnen. Und an der Stelle bricht für mich persönlich auch jedweder Glaube in sich zusammen, denn im Grunde ist dann Freude und Glück lediglich ein Zustand, der durch Hormone hervorgerufen wird ... und Alkohol oder auch andere Drogen sind durchaus in Maßen ein probates Mittel, um sich eben von dieser nüchternen Sichtweise etwas zu entkoppeln.


    Morgen ist das wieder da, aber für die Konsumzeit fällt der Fokus dann vielleicht auch auf andere Dinge. Die Gedankenschleife wird ausgebremst, wird gedämpft ... so empfinde ich das und Alkoholkonsum heißt für mich eben ein Stück weit dem nüchternen No-Sense-Loop zeitweise zu entkommen.

    Ich glaube der Fehler liegt darin, menschliches Verhalten allein unter dem Aspekt "Intelligenz" zu beurteilen.


    Dazu müsste man sich erst mal sicher sein, was man unter Intelligenz versteht. Anders rum könnte man ja auch fragen, wie dumm muss man sein, dass man Alkohol und Nikotin konsumiert, obwohl jedes Kind weiß, dass dies schädliche Folgen haben kann.


    Ich denke, die Lösung ist in der Funktionsweise des menschlichen Gehirns zu suchen und zu finden. Einem Motor ist es egal, ob der Fahrer seinen Geschwindigkeitsrausch auf der Autobahn erlebt, oder in einer geschlossenen Ortschaft. Dem Gehirn ist es ebenso egal woher das Feeling kommt. Die moralische/vernünftige/"intelligente" Instanz ist eine intellektuelle Leistung, dass Feeling ist reine Gehirnbiologie.

    Sucht hat nunmal nichts mit Intelligenz zu tun... liebe TE... vielleicht solltest Du mal in eine Suchtklinik gehen, Du würdest staunen, wen Du dort alles antriffst.


    In so einer Klinik triffst Du alle Schichten der Gesellschaft.. vom Manager über Arbeitslose bis hin zum Rentner, jung, alt, Mann, Frau, Modellmaße oder ein wenig aus der Form geraten, vom 6stelligen Monatsgehalt bis hin zum Hartz IV Empfänger.


    Und als kleiner Tip : Anführer in der Suchtstatistik .. Pfarrer, Priester, Feuerwehrleute, Polizisten, Ärzte .. also alles Leute mit Schulabschluss, Studium, Berufsausbildung.

    weil sich auch intelligente Menschen irrational verhalten können. Sie können zwar besser reflektieren, warum sie sich schädigen, aber verhindern können sie es nicht. Da müsste so etwas wie der freie Wille existieren, was ich bezweifele.


    Uneinsichtig würde ich das nennen, nicht unintelligent.