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    Aber ob man sich jetzt eine H&M Jacke für 50€ oder eine Jacke von Hilfiger für 250€ kauft, macht für die Näherin in Bangladesch im Endeffekt wohl finanziell keinen Unterschied. Schön wäre es.

    Genauso ist es leider in den meisten Fällen. Die wenigsten Kleidungsstücke sind fair hergestellt, und da bringt auch ein teurerer Endverbrauchspreis nichts wenn kein fairtrade-Label da ist.

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    Aber ein Problem ist eben auch, dass zum einen die Menschen, die die Kleidung produzieren, anständig entlohnt werden müssten, zum anderen die Menschen in den Industrieländern auch nicht immer so viel Geld zur Verfügung haben, um sich dann teure Kleidung zu kaufen.

    Ich glaube, das müssen wir alle sehr lernen umzudenken. Einerseits nicht mehr so einfach immer alles neu kaufen - sondern eben gute Secondhandkleidung kaufen - und seltener kaufen, Kleidung auch wirklich verbrauchen und nicht ständig neu einkleiden nur weil die Kleidung nicht mehr total modern ist.


    Und ich denke, auf lange Sicht wird es sowieso drauf hinaus laufen das wieder viel mehr selbst hergestellt wird. Das heißt: meine eigene Mutter hat noch sehr viel für uns genäht, teilweise auch andere Familienmitglieder - und ich würde genau das ansetzen: man kann viel Geld sparen indem man Sachen ändert statt immer alles neu zu kaufen.

    Ich hatte auch schon mal eine Winterjacke von H&M, die rd. 5 Jahre gehalten hat. Auch so ein klassischer Tweed-Verschnitt. Man muss halt genau auf die Materialien achten. Bei meiner musste ich alle Knöpfe nachnähen, die fielen ziemlich direkt ab. Ansonsten war die Jacke gut. Kostete aber auch schon 79€, was für H&M ja nicht so billig ist. Habe sowas in der Qualität aber schon länger nicht mehr dort gesehen.


    (Wobei ich eh finde, dass bei steigenden oder gleichbleibenden Preisen auch die Qualität von Marken wie Esprit nachlässt. Meine alten "Gammelshirts & -pullis", arg strapaziert und oft zu heiß7intensiv gewaschen, sind teilweise noch besser in Form als Shirts nach einem Jahr.

    Normalerweise nicht mehr als 70-100 €


    Ich hab nen richtig tollen Mantel vom C&A für 60€ gekauft, den trage ich jetzt schon den 2. Winter und der sieht immernoch suuuuper aus.


    Allerdings hab ich von meinem Freund letztes Jahr nen wuuuunderschönen Parka von Khujo bekommen x:) Hat auch 200€ gekostet |-o Aber der ist sooo schön leicht und hält richtig warm.


    Selber kaufen würde ich mir das allerdings niemals. ;-)


    Hab auch eine Sommerjacke von Khujo, schlappe 130 ;-) € und die ist der totale Schrott. >:(


    Da lob ich mir die "billige" H&M Sommerjacke die ich schon 3 Jahre habe, da is nichts!!! dran.


    Es muss doch nicht immer alles wahnsinnig teuer sein.


    Hast du mal bei ebay oder Kleiderkreisel geguckt?

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    Aber ob man sich jetzt eine H&M Jacke für 50€ oder eine Jacke von Hilfiger für 250€ kauft, macht für die Näherin in Bangladesch im Endeffekt wohl finanziell keinen Unterschied. Schön wäre es.

    Das ist halt das Blöde. Ganz schlimm finde ich aber diesen Primark-Hype. Ist ja schon ätzend, dass Leute so ausgebeutet werden, aber dieses Superbillig dann dermaßen zum Geschäft zu machen, finde ich grausam. Weiß auch nicht, was ich da schlimmer finde: Den Konzern oder die Konsumenten, die mit YouTube-Videos noch gratis Werbung machen und offensichtlich ihr Hirn (oder nur Verantwortungsbewusstsein?) nicht einschalten.

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    Ich glaube, das müssen wir alle sehr lernen umzudenken. Einerseits nicht mehr so einfach immer alles neu kaufen – sondern eben gute Secondhandkleidung kaufen – und seltener kaufen, Kleidung auch wirklich verbrauchen und nicht ständig neu einkleiden nur weil die Kleidung nicht mehr total modern ist.

    Sehe ich auch so. Man kann auch mit soliden Basics zum passablen Preis modisch aussehen, wenn man die Sachen mal mit Tuch, Kette etc. aufpeppt.

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    Und ich denke, auf lange Sicht wird es sowieso drauf hinaus laufen das wieder viel mehr selbst hergestellt wird.

    Mich erschreckt da z.T. aber, wie teuer die Materialien (wenn's vernünftige Qualität ist) geworden sind. Pulli stricken ist ja teuer, als Marke der gehobenen Preisklasse zu kaufen!

    Huhu.


    Also habe mir vor zwei Jahren einen Parka von Jack Wolfskin gekauft, der hat auch an die 300€ gekostet und ich muss sagen, nie wieder eine andere jacke. Bin voll zufrieden.


    Für 30-40 wirst du denke ich nix gescheites bekommen. Außer 2. Hand.

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    Mich erschreckt da z.T. aber, wie teuer die Materialien (wenn's vernünftige Qualität ist) geworden sind. Pulli stricken ist ja teuer, als Marke der gehobenen Preisklasse zu kaufen!

    Stimmt - meine Mutter hat damals tatsächlich sogar alte Pullis aufgetrennt um daraus was Neues zu stricken.


    Und aus Secondhandkleidung - vor allem Stoffen zum Nähen - kann man ja auch was "Neues" zaubern.


    Hach, irgendwie habe ich jetzt direkt total Lust wieder mal zu nähen ;-) Sollte ich mal tun. Macht ja auch Spaß bei Secondhandläden auf die Suche zu gehen.


    Ach ja: und zumindest bei uns gibt es im ganz normalen Stoffladen immer Stoffreste aus wunderbaren Stoffen, die man auch so zusammenstückeln kann das man dann wieder was Schönes dabei rausbekommt.

    Meine Mutter hat soeben ihre Nähmaschine (alte, richtig gute & schwere Maschine, die auch Jeansstoff vertrug) verkauft... Als Kind mit dem einen oder anderen selbstgenähten Kleidungsstück hätte ich das gut gefunden, jetzt finde ich es schade. Wobei ich nicht weiß, ob ich genug Nähgeduld hätte.

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    Ich meinte damit auch eher, dass mich insgesamt diese Einstellung ankotzt, alles billig haben zu müssen.

    Irgendwie ist man aber in der heutigen Zeit daran gewöhnt, dass es alles irgendwie irgendwo noch günstiger gibt.


    Außerdem gibt es bei uns leider eben auch genug Leute, die kaum Geld zur Verfügung haben. Wenn meinetwegen eine alleinerziehende Mutter als Verkäuferin im Supermarkt arbeitet, wie soll da Geld für Wintermäntel für sich und die Kinder für je 150€ drin sein?


    Ganz ehrlich, sofern das finanziell drin wäre, würde ich auch etwas mehr für Kleidung etc. ausgeben, wenn ich wüsste, dass das, was ich mehr zahle, an den richtigen Stellen landet.

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    Ich glaube, das müssen wir alle sehr lernen umzudenken. Einerseits nicht mehr so einfach immer alles neu kaufen – sondern eben gute Secondhandkleidung kaufen – und seltener kaufen, Kleidung auch wirklich verbrauchen und nicht ständig neu einkleiden nur weil die Kleidung nicht mehr total modern ist.

    Da hast du natürlich Recht. Von meinen Eltern und Großeltern weiß ich auch noch so Dinge, dass dann meinetwegen der Opa einen Mantel hatte und wenn der ausgedient hatte, wurde nochmal ein Mäntelchen für ein Kind draus gemacht. Oder dass die Pullover nochmal aufgetrennt wurden und was Neues daraus gemacht wurde, haben sie mir auch erzählt.

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    Außerdem gibt es bei uns leider eben auch genug Leute, die kaum Geld zur Verfügung haben. Wenn meinetwegen eine alleinerziehende Mutter als Verkäuferin im Supermarkt arbeitet, wie soll da Geld für Wintermäntel für sich und die Kinder für je 150€ drin sein?

    Eben, zumal da ja nicht nur die Wintermäntel reinhauen. Wenn man nicht mehr Geld ausgeben kann, dann kann man es nicht, auch wenn man gerne würde. Und ja, dann wird nach "billig" geguckt.


    Allerdings finde ich dann, dass es gut ist wenn man nicht nur neu und billig sucht sondern eben auch gebraucht. Gebrauchtes kann man mit gutem Gewissen auch billig kaufen ;-)

    Ich habe gute Erfahrungen mit Textilfarben gemacht. Meistens ist es so, dass der Stoff an beanspruchten Stellen ausbleicht und das ganze dann gammelig aussieht. Hab letztes Jahr einen abgetragenen XXL-Teppich dunkelblau eingefärbt und der sieht jetzt wieder suuuuper aus. Grade, wenn man viel schwarze Kleidung trägt, dann lohnt sich nachfärben allemal.

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    Außerdem gibt es bei uns leider eben auch genug Leute, die kaum Geld zur Verfügung haben. Wenn meinetwegen eine alleinerziehende Mutter als Verkäuferin im Supermarkt arbeitet, wie soll da Geld für Wintermäntel für sich und die Kinder für je 150€ drin sein?

    Ich hab' ja selber auch nicht viel Geld, aber langfristig spart man schon, wenn man vernünftige Sachen kauft. Ich muss halt längere Zeit was auf Seite legen, dann ist alle x Jahre eine teure Jacke drin. Spannend finde ich auch immer wieder, wie viel Geld ich selbst noch für meine "alten" Sachen bekomme, wenn ich die im 2nd-Hand-Laden abgebe. Dabei ist davon nix neuer als 5-6 Jahre. Aber halt solide Qualität.


    Bei wenig Geld würde ich Kinderklamotten vom Qualitätskauf durchaus ausklammern, die die Kids rauswachsen und ja oft beim Spielen Sachen auch kaputt gehen. Da muss es echt nicht so teuer sein. Aber erwachsene Menschen können schon bewusster konsumieren. Jeder in seinem Rahmen halt.


    Und ohne es böse zu meinen:


    Die Lebensdauer eines weißen oder rosafarbenen Wintermantels für unter 50€ dürfte allein schon wg. des Reinigungsaufwandes sehr begrenzt sein. Das ist so ein Punkt, wo ich (mir ganz persönlich!) die Frage stelle, ob ich da nicht langweiliger aber eben dauerhafter kaufe. Allein schon dadurch, dass das Material bei einer unempfindlichen Farbe länger hält, weil es seltener gewaschen/gereinigt wird.

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    Grade, wenn man viel schwarze Kleidung trägt, dann lohnt sich nachfärben allemal.

    Definitiv. Hab's länger nicht mehr gemacht, weil mich beim letzten Mal total geärgert hat, dass die Sachen nach dem Nachfärben so einen komischen Rotstich bekamen, als die Farbe langsam rausging. Da ist mir der Graustich lieber als dieser komische Rotstich.

    So 150-200 € gebe ich im Schnitt für gute Winterjacken aus. Ich habe mir vor 2 Jahren eine Funktionsjacke gekauft mit Fleeceinnenjacke und Fan eben Atmungsakriv, Wasserdicht und Windicht. Die v Tage ich auch noch. Nächstes Jahr dann vielleicht mal eine neue.


    Die hat glaube ich um due 150 € gekostet