Wer interessiert sich für historische Moden?

    Hallo zusammen,


    Ist hier auch jemand, der sich für Modegeschichte interessiert? Mich interessiert vor allem die Frauenkleidung (klar, ich bin ja eine) von Bronzezeit bis zum 19. Jahrhundert.


    Meine Lieblingsmode ist die aus der Zeit von Napoleon, vor 200 Jahren also. Diese hohen Taillen und die eng geschnittenen aber trotzdem bequemen Kleider, dazu zwanglos aufgestecktes Haar mit etwas Locken sollte an die Antike erinnern. Außerdem waren dünne, fast schon unanständig durchsichtige Stoffe beliebt. Der Nachteil:die meisten Kleider waren für unser Klima zu dünn, und mollige Frauen sahen auch nicht so toll darin aus! Auch im Mittelalter gab es schöne Moden, z.B. Diese Rechteck-Mäntel aus der Ottonenzeit, die Frauen in der Mitte, Männer auf der Schulter geschlossen trugen, hätte ich auch gerne mal getragen. ;-)


    Und welche ist eure Lieblings-Modezeit?

  • 10 Antworten
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    Ja, Cleo, die Königin Luise war auch eine schöne Frau. Sie war der Typ, der auch in Lumpen noch schön ausgesehen hätte! x:)


    Die häßlichste Mode ever war meiner Ansicht die aus der Zeit der Gegenreformation, also um 1600 oder etwas früher. Da war nix mehr so schön bunt und verspielt wie im Spätmittelalter und Renaissance, sondern alles schwarz. Die Stoffe waren auch eher dick und steif, lange Ärmel, alles hochgeschlossen. Aber das Schlimmste waren diese riesigen weißen Spitzenkragen, Mühlstein genannt. So sahen sie auch aus.


    Ich denke, in so einem Outfit würde selbst die schönste Frau häßlich aussehen! Vielleicht war das ja so gewollt? Immerhin war es eine Zeit des religiösen Fanatismus. ]:D o:)

    Also mich interessiert das Thema sehr. Vor allem, wenn man sich immer die genauen Entwicklungen im Detail angeguckt.


    Ihr meint glaube ich die Empire-Taille, die unterhalb der Brust verläuft. Das gefällt mir auch, zumal es die Figur betont, aber ein Bäuchlein gut kaschieren kann. Leider sind solche Teile nicht mehr so oft zu finden wie noch vor ein paar Jahren. Die Mode in den 1910 und 20ern gefällt mir auch.


    Die Kleider um 1550 sind auf jeden Fall eindrucksvoll, also, was so der Adel getragen hat. Aber mehr als unpraktisch. Ich denke da an die Serie "Die Tudors".

    Aedgiva


    Aber wirklich auskennen ist nicht der Fall. Ich hab mich nur mal kurz damit befasst was Wirklichkeit und irgendwelche Fantasiekleider sind in Film und Co. Und das ist auch schon länger her.


    So allgemein: Ich mag schicke Uniformen.


    Wenn es nicht gerade die Schweizergarde ist, das ist nämlich so eine Narrenkleidung, dass man dafür allein schon einen deftigen Aufschlag geben müsste so etwas zu tragen. Ähm, ja, ach wen interessiert denn die Männermode, krieg ich nur Herpes bei dem Gedanken so ein Mannsbild in den Stinkfetzen, Alkoholfahne und kaputten vergammelten Mundraum anzufassen. Igitt.


    Ich bin immer etwas hin und her gerissen, von dem was ich lieber tragen würde wenn ich es müsste hätte ich lieber einfachste Bauernkleidung wo nix dran ist als irgendein opulentes Kleid wie aus dem Rokoko. Allein schon der Gedanke. Oh Gott.


    Ja diese Kragen sieht man ja häufig auf Gemälden, fürchterlich.


    Kannst gar nix machen, nicht trinken, nicht essen. Reinstes Aggressionspotenzial.

    Das finde ich auch unglaublich spannend! Mich interessiert dabei aber vielmehr der soziologische Aspekt als der ästhetische. Wer hat das so getragen, und warum? In dem Sinne fällt auch die Unterscheidung zwischen "historisch" und "modern" weg, es könnte sich genauso gut um Mode aus einem anderen Land handeln, wie aus einer anderen Zeit.


    Es ist die Kleidung einer bestimmten Gesellschaft, die nicht (mehr) unsere eigene ist. Aber trotzdem, das späte Mittelalter hat es mir irgendwie besonders angetan. ;-D

    Zitat

    Ich bin immer etwas hin und her gerissen, von dem was ich lieber tragen würde wenn ich es müsste hätte ich lieber einfachste Bauernkleidung wo nix dran ist als irgendein opulentes Kleid wie aus dem Rokoko. Allein schon der Gedanke. Oh Gott.

    Deswegen sag ich ja: Im Film angucken, nicht tragen. ;-D

    Zitat

    Die Kleider um 1550 sind auf jeden Fall eindrucksvoll, also, was so der Adel getragen hat. Aber mehr als unpraktisch.

    Echt? Mir tut die arme Elisabeth I. ja immer total leid. Die Männer sahen auch bescheuert aus mit den komischen Kragen.


    Die Serie kenn ich nicht muss ich dazu sagen...

    Cleo, was die Uniformen angeht, gefallen mir auch die von Waterloo am besten. Irgendwie schneidig. Nur diese viel zu engen weißen Hosen bei den Franzosen sahen ziemlich albern aus. Weiß in einer Schlacht zu tragen.....da waren die Preußen praktischer, deren Uniformen waren schwarz.


    Waterfly, das Mittelalter interessiert mich auch sehr, allerdings eher das frühere. Und die Kleidung von damals würde ich gerne mal tragen. Schlicht und noch halbwegs bequem, verglichen mit späteren Zeiten, und trotzdem geschmackvoll. Die Trägerkleider der Wikingerfrauen, die über einer Art Unterkleid aus Leinen getragen wurde, finde ich besonders hübsch. Damals war das "ständische" der Kleidung auch noch nicht so ausgeprägt, Edelfrauen trugen die gleiche Art Kleider wie Bäuerinnen oder unfreie, bloß feiner gearbeitet. Den Stand der Leute erkannte man an ihrem Schmuck, vor allem goldene Armreifen, Gürtelschnallen und Mantelschließen. Und bei den Männern natürlich an ihren Waffen....


    Schaaade, daß meine Zeitmaschine gerade kaputt ist! ":/