Äußere Wendung bei Vorderwandplazenta und vorangegangenem Kaiserschnitt? Erfahrungen?

    Hallo zusammen,


    ich bin in der 35. SSW (34 + 6) und beim Geburtsplanungstermin in der Klinik stellte sich heraus, dass sich meine Kleine aus der SL wieder in die Querlage gedreht hat. Sie lag vor einigen Wochen auch schon häufiger quer und gefühlt liegt sie häufiger quer als in SL ;-)


    Mir wurde jetzt angeraten, einen Termin zur äußeren Wendung zu vereinbaren. Ich habe bei dem Termin leider vergessen zu fragen, ob mein vorangegangener Kaiserschnitt und meine Vorderwandplazenta ein zusätzliches Risiko für die äußere Wendung darstellt. Über Google findet man verschiedene Meinungen dazu.


    Die äußere Wendung würde in der Praxis eines Pränataldiagnostikers durchgeführt werden, der Erfahrung damit hat. Da werde ich natürlich auch noch nachfragen. Meinen Gyn wollte ich ebenfalls noch um seine Meinung bitten. Die nächste Vorsorge ist kommende Woche. Die Wendung würde auch erst Anfang Oktober durchgeführt werden, sodass es noch nicht eilt.


    Vielleicht gibt es hier jemanden, der seine Erfahrung und sein Wissen zur äußeren Wendung mit mir vorab teilen will, sodass ich mich schon ein wenig sortieren kann *:)

  • 12 Antworten

    Hi Platypus,

    wenn Dein Baby sich gerade noch ständig hin und her dreht, ist es ja gut möglich, dass Du gar keine Wendung brauchst, zumal es ja bei Dir das zweite Kind ist. Mach Dir mal noch nicht so viel Kopf. @:) Lass Dich vom Profi beraten und entscheide dann.

    Ich hatte bei Kind 1 eine äußere Wendung (in einer darauf spezialisierten Klinik), aber eben ohne Vorderwandplazenta und logischerweise ohne vorangegangenen Kaiserschnitt.

    Ich wünsch Dir alles Gute! :)_

    Die zweiten drehen sich wohl gern bis zum Schluss hin und her. Ich hatte damals Dienstag Vormittag die letzte Untersuchung vorm Termin (ohne Wehen) im Krankenhaus und da saß Sohnemann schön aufrecht...]:D

    Am nächsten Morgen um 5 war er dann da...ganz brav in perfekter Kopflage.

    Keine Ahnung wann er sich wieder gedreht hat. Ich habs nicht gemerkt!

    Die Hebamme meinte aber dass das bei Zweitgebärenden oft so ist...

    Was hatte ich in dieser Nacht Schiss wegen BEL...und dann fahren wir ins KH und alles gut. ;-D

    Ich persönlich bin der Meinung, dass es einen Sinn hat, wenn das Kind in BEL liegt, ich würde mich nie trauen, da "reinzupfuschen"... Fundiertes Wissen habe ich aber nicht;-)@:)

    Nullachtfuenfzehn schrieb:

    Ich persönlich bin der Meinung, dass es einen Sinn hat, wenn das Kind in BEL liegt, ich würde mich nie trauen, da "reinzupfuschen"... Fundiertes Wissen habe ich aber nicht;-)@:)

    Das ist eigentlich auch meine Meinung. Die Kleine wird ihre Gründe haben, warum sie so liegt, wie sie liegt.


    Aktuell turnt sie aber rum. Heute Mittag war ich mir ziemlich sicher, dass sie sich aus der Querlage in BEL gedreht hat, da ich ziemlich heftige Tritte Richtung Muttermund/Ausgang kassiert habe. Mittlerweile liegt sie aber glaube ich wieder in SL (wie auch bei den letzten Vorsorgeuntersuchungen). Der Po liegt leicht links und die Tritte gehen gegen die Rippen.


    Es bleibt also spannend :_D

    Zitat

    Ich persönlich bin der Meinung, dass es einen Sinn hat, wenn das Kind in BEL liegt

    Das haben mir damals auch alle möglichen Leute gesagt - ich kann nur berichten, dass es bei mir nicht so war, dass die BEL einen tieferen Sinn hatte (außer dass meine Tochter es anscheinend so bequemer fand im Bauch), ich hatte dann später eine ganz normale Spontangeburt aus SL und bin da sehr froh drüber.


    Wenn es so ist, dass die BEL einen medizinischen Grund hat, lässt das Kind sich normalerweise auch gar nicht wenden.

    Ich hab heute den Termin für die äußere Wendung vereinbart (für in 2 1/2 Wochen). Ich hab vorab einige Fragen per Telefon klären können. Der vorangegangene Kaiserschnitt und die Vorderwandplazenta sind nicht grundsätzlich ein Ausschlussgrund.


    Es wird vorab genau geschallt und individuell entschieden, ob die Wendung durchgeführt werden kann oder eben nicht. Klang alles soweit ganz gut.

    Nur mein persönlicher, laienhafter Gedanke: Macht denn eine äußere Wendung überhaupt Sinn, wenn sich das Kind danach sowieso wieder selbstständig in Quer- oder Schädellage dreht? Oder hoffst du, dass es das dann in 2 1/2 Wochen nicht mehr selbst kann? Mir persönlich wäre das Risiko, dass du die äußere Wendung, die ja auch nicht angenehm sein soll, ganz umsonst durchführen lässt, abgesehen davon, dass ich ebenfalls glaube, dass die BEL/QL schon ihren Sinn haben wird.

    Wäre bei dir eine BEL-Spontangeburt ggf. eine Alternative?

    Mysla

    Es kann natürlich passieren, dass die Kleine sich nach der Wendung wieder zurück dreht. Die Erfolgsquote liegt je nach Quelle zwischen 50-60%.

    Wenn die Kleine in BEL liegen bleibt, würde ich mich erstmal beraten lassen. Die Klinik in der ich aktuell angemeldet bin, entbindet auch in BEL, wenn nichts dagegen spricht.

    Ich stelle mir eine Drehung von BEL in SL auch deutlich schwieriger vor, als aus der Querlage.
    Den Termin, den ich für die Wendung vereinbart habe, kann im Falle von BEL aber auch für die Einschätzung, ob eine BEL-Geburt in Frage kommt genutzt werden.

    Das klingt doch gut. Aber wenn die Erfolgsquote „nur“ bei 50-60% liegt, würde ich persönlich mich fragen, ob es mir das wirklich wert wäre. Aber das ist natürlich eine ganz individuelle Entscheidung.

    Es gibt ja durchaus auch „harmlose“ Alternativen wie Moxen.

    Mysla schrieb:

    Das klingt doch gut. Aber wenn die Erfolgsquote „nur“ bei 50-60% liegt, würde ich persönlich mich fragen, ob es mir das wirklich wert wäre. Aber das ist natürlich eine ganz individuelle Entscheidung.

    Es gibt ja durchaus auch „harmlose“ Alternativen wie Moxen.

    Meine Hebamme steht mir auch bei. Ich habe Montag wieder reguläre Vorsorge und je nach Lage der Kleinen werde ich dann mit Unterstützung der Hebamme versuchen, der Kleinen den richtigen Impuls zum Drehen zu geben.


    Ich bin gefühlt also in guten und kompetenten Händen.

    Montag war ich wieder beim Gyn zur Vorsorge. Die Kleine lag in BEL, aber sie ist weiterhin noch nicht ins Becken gerutscht.


    Heute (37 + 2) hatte ich das Geburtsplanungsgespräch in meiner eigentlichen Wunschklinik. Da lag die Kleine schräg und die Nabelschnur um den Hals. Das spricht lt. Ärztin definitiv gegen eine äußere Wendung. Sie persönlich würde die Wendung schon allein wegen der vorangegangenen Sectio nicht durchführen.


    Ansonsten hat die Kleine wohl noch ausreichend Fruchtwasser und somit ausreichend Platz um sich noch eine Weile zu drehen, falls die Nabelschnurlänge das hergibt.


    Ihre Empfehlung lautet abzuwarten und wenn die Kleine den Startschuss gibt, wird sowieso nochmal geschaut wie sie liegt. Bei SL könnte es dann auf natürlichem Wege weitergehen und bei BEL würde ein Kaiserschnitt durchgeführt werden, da die Klinik nur BEL-Geburten begleitet, wenn noch keine Sectio stattgefunden hat bzw. mind. 1 Kind vorher vaginal entbunden wurde.