Alleinerziehend: Angst vor dem Leben mit einem 2. Kind berechtigt?

    Hallo!


    Ich bin neu hier und erhoffe mir ein paar aufbauende Worte von euch. Zu meiner Situation:

    ich bin 35 Jahre alt und habe eine 3jährige Tochter, bin aber seit der Schwangerschaft damals alleinerziehend, da der Kindsvater der Verantwortung damals nicht gewachsen war und sich bis dato auch weigert seine Tochter überhaupt mal zu sehen. Ironischerweise hat er in der Zwischenzeit geheiratet und Zwillinge bekommen und macht einen auf tollen Papa und Familienmenschen. Ich habe akzeptiert, dass er mit seiner Tochter keinen Kontakt wünscht und die Kleine scheint ein Vater aktuell noch nicht zu fehlen. Aber das ist eigentlich nicht das Problem… Aktuell bin ich nämlich wieder schwanger und leider stehe ich WIEDER ohne Mann da! Bald werde ich also alleinerziehend mit 2 Kindern sein und ganz ehrlich: das macht mir eine riesen Angst!


    Schon die erste Schwangerschaft musste ich alleine durchmachen und war damals alleine mit dem Gedanken an ein kleines Baby schon überfordert. Das Jugendamt war da keine Hilfe – vielleicht hatte ich da eine schlechte Beraterin erwischt, aber anstatt mir Unterstützung und Hilfe anzubieten, hat sie mir mehrmals angeboten das Kind von einer Pflegefamilie aufnehmen zu lassen oder gleich ganz zur Adoption freizugeben. Als ich sagte, dass ich mich durchaus selber um mein Kind kümmern möchte kam nur ein „und was wollen sie dann von mir?“. Meine Frage nach Hilfsangeboten oder Beratungen wurde dann abgelehnt („gibt es nicht“). Von einer sog. Familienhilfe kam kein Wort… Deshalb ist eine Beratung beim Jugendamt auch jetzt nicht gerade etwas, worauf ich so scharf bin. Das Gespräch damals war der Horror!


    Ich hatte damals wirklich keine Erfahrung mit Kindern und fing komplett bei null an – trotzdem habe ich es geschafft. Dank zig Ratgebern, dem Internet und den Erfahrungen der anderen Mütter aus der Krabbelgruppe. Ich bin auch sehr stolz auf meine Tochter und liebe sie über alles! Auch in der Krippe gab es nie ein negatives Wort zu ihr, sondern mir wurde sogar schon mehrmals - sogar von anderen Eltern - gesagt wie nett und vorallem höflich meine Kleine wäre J Aber mit 2 Kindern ist wieder alles anders und es heißt ja auch immer, dass die Umstellung von 1 auf 2 Kinder schwieriger ist als von 0 auf 1! Ich überlege praktisch den ganzen Tag wie ich das Leben mit 2 Kindern organisieren soll – das fängt schon mit der Frage an, wie lange ich Elternzeit nehmen soll! Bei meiner Tochter habe ich damals 1 Jahr Elternzeit genommen und habe dann Teilzeit mit 75% gemacht. Seit meine Tochter 3 ist arbeite ich wieder Vollzeit. Da ich verbeamtet bin und viel HomeOffice machen darf, klappt das alles auch sehr gut mit dem Vollzeit arbeiten, dem Einhalten der Bring- und Abholzeiten in der Krippe, der Organisation sonstiger Termine usw. Die Feierabende und Wochenenden verbringe ich praktisch nur mit meiner Tochter – nur ca. 1 x im Monat gehe ich abends mal ins Kino, was trinken und mit jemandem essen. Das macht mir auch nichts aus, denn ich bin echt gerne mit meiner Kleinen zusammen und „vermisse“ jetzt das Rumhängen mit Erwachsenen auch nicht besonders.


    Aber klappt so eine Organisation mit 2 Kindern dann genauso gut? Wäre es vielleicht besser diesmal länger als nur 1 Jahr Elternzeit zu machen (könnte anschließend noch ca. 6 Monate mit Ersparnissen überbrücken)? Worin bestehen die Herausforderungen bei einem Leben mit 2 Kindern? Habe ich begründet so eine Angst vor dem „neuen Leben“ mit 2 Kindern? Ich muss dazu sagen, dass ich ein Talent dafür habe mir Sorgen zu machen und mich richtig in diese reinzusteigern… Deshalb wollte ich einfach hier mal nachfragen wie ihr das einschätzt und erhoffe mir eine objektive Betrachtungsweise. Und gerne natürlich auch Tipps, Tricks und sonstige Ratschläge!

  • 3 Antworten

    Hallo Butterblume @:)

    Glückwunsch zur Schwangerschaft!

    Ich kann deine Ängste verstehen und möchte auch nix schön malen, aber der Sprung von 1 auf 2 ist lange nicht so gross wie der von 0 auf 1.

    Du hast jobmäßig tolle Voraussetzungen und hast das schon mal toll gemeistert. Ja, es wird dich an deine Grenzen bringen - aber es lohnt sich - zwei Geschwisterkinder - das hat nochmal einen besonderen Zauber (sagt die, deren zwei sich momentan permanent in den Haaren liegen... Und trotzdem würde ich es immer wieder so machen).

    Butterblume35 schrieb:

    Habe ich begründet so eine Angst vor dem „neuen Leben“ mit 2 Kindern?

    Ganz bestimmt nicht! Du hast das einmal gemeistert - offensichtlich gut, erfolgreich und das obwohl Dein Umfeld keine Hilfe war - Du hast alles in Dir, um auch weitere Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, egal was da kommt! @:)

    Hallo

    Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber warum ein zweites Kind,wenn man alleine ist?

    Wie ist es dazu gekommen ? Hat dein jetziger Partner dich auch schon alleine gelassen ?


    Ich finde,ein Kind braucht auch den Vater und finde es traurig das der Vater keinen Kontakt hat.

    Natürlich wird es schwieriger ,aber du hast es schon mal geschafft .


    Was ist mit dem Eltern, können die dich unterstützen ?

    Was machst du beruflich .?


    Alles gute

    Gruß rubyfee