Arzt ablehnen bei Kaiserschnitt

    Hallöle,


    wegen einer Plazenta praevia oder vasa praevia (da sind sich die Ärzte uneins) wird es wohl leider auf einen Kaiserschnitt hinaus laufen.


    Ich habe mit der Klinik und dem ein oder anderen Arzt dort keine so prickelnde Erfahrung gemacht. Ich bin zB an eine hochnäsige Assistenzärztin geraten, die in ihrer unendlichen Überheblichkeit meinte mir nicht zuhören zu müssen. Ich hab allerdings ein paar „Extras“, die für sowas wie einen KS und die Schwangerschaft an sich relevant sind. Meine mehrwöchige KH-Erfahrung vom ersten Kind, zeigt mir leider aber auch, dass viele die Akte auch nicht lesen und diese auch nicht richtig gepflegt wird.
    Sei‘s drum.. ich möchte nicht von zB dieser Assistenzärztin behandelt werden.

    Weiß man denn vorher, wer einen operiert? Mir ist schon klar, dass dann noch ein OA dabei ist, aber trotzdem. Die Nuss kommt nicht in meine nähe.

  • 26 Antworten

    Schwierig. Kann dich aber total verstehen, eine Geburt ist etwas sehr Intimes, da will man keinen mit dabei haben, den man überhaupt nicht mag.

    Ich habe meinen Sohn natürlich entbunden. Im GVK wird einem ja immer ans Herz gelegt, dass man im Kreißsaal auf jeden Fall sagen soll, wenn die Chemie mit einer Hebamme nicht stimmt und dass man dann sicherlich eine andere bekommt. In der Praxis hat es bei mir überhaupt nicht funktioniert, es können nicht einfach andere Hebammen von anderen Geburten „abgezogen“ werden. Daher denke ich mal, dass das bei KS ähnlich sein wird, wobei ich bei der Geburtsanmeldung einfach explizit darauf hinweisen würde, dass du gerne nicht xy als Operateur hättest. Aber das wird dir sicherlich niemand garantieren.

    Ansonsten bleibt wohl nur die Wahl eines anderen KH.

    Glaube nicht dass du da einen Einfluss geltend machen kannst denn man wird jetzt nicht unbedingt für dich einen Dienstplan umwerfen.

    Ist jetzt auch nicht unbedingt so dass sich zig verfügbare Assistenzärzte auf Abruf finden lassen welche sofort problemlos einspringen können.


    Du kannst sicherlich vorab die Klinik kontaktierten und erfragen ob eine Möglichkeit besteht, solltest aber nicht zu enttäuscht sein wenn man deiner Bitte nicht entsprechen kann oder man dir anbietet eine alternative Klinik zu suchen.

    Wird es denn ein geplanter Kaiserschnitt?

    Selbst dann dürfte es schwierig werden mit den Wünschen. Es hängt vom Dienstplan ab, weiteren OP's, Notfällen,...

    Wenn du die Chefarztbehandlung in Anspruch nimmst, wird dich der Chefarzt operieren, sofern er nicht gerade in Urlaub oder krank ist.


    War bei mir dann leider so: Chefärztin krank und so musste ich mit dem leitenden Oberarzt, also der Vertretung der Chefärztin vorlieb nehmen. Menschlich konnte ich mit ihm nicht viel anfangen, aber letztendlich hat er seinen Job gut gemacht und den menschlichen Part haben dann Hebamme, Anästhesist und der Kinderarzt, der ja auch beim Kaiserschnitt dabei ist, übernommen. In Summe war der letzte Kaiserschnitt also eine recht gute Erfahrung.

    Achso: Bei mir hat die Chefärztin vorab im Geburtsplanungstermin gemeint, dass sie sich ins Auto setzt, wenn es bei mir losgehen sollte, da sie das Kind entscheiden lassen wollte, wann es los geht. Es war also kein geplanter Kaiserschnitt (Baby lag in BEL und drehte sich bis kurz vorm Schluss).

    Platypus schrieb:

    Wenn du die Chefarztbehandlung in Anspruch nimmst, wird dich der Chefarzt operieren, sofern er nicht gerade in Urlaub oder krank ist.

    Das muss jeder für dich selbst entscheiden, aber ich persönlich würde mich bei einem KS hundertmal lieber in die Hände eines Ober-oder Assistenzarztes begeben (die jeden Tag x KS durchführen) als in die Hände des Chefarztes. Ein Chefarzt kümmert sich in der Regel nur selten bis gar nicht um 0815-Operationen, außer „natürlich“ bei Privatpatienten. Ich bin selbst privat versichert und wurde bei der Geburtsanmeldung darauf hingewiesen, dass ich „natürlich“ nur vom Chef persönlich operiert werden würde, sollte es zu einem KS kommen. Das hab ich dankend abgelehnt, musste sogar unterschreiben, dass mich ein OA operieren „dürfte“.
    Das ist jetzt ein Stück weit offtopic, ich wollte damit nur sagen, dass man sich mit einer Chefarzt-Leistung bei einem Standard-KS eventuell nicht unbedingt einen Gefallen tut.

    Es gab eine bestimmte Assistenzärztin, die ich auch nicht mehr an mich ran gelassen hätte. Habe im zweiten (anderen) Kreißsaal-Bereich der Klinik entbunden und das vorher angesprochen. Eine Garantie hätte es nicht gegeben, aber auf Grund meiner Erfahrungen hätten sie es zumindest versucht.

    Meistens kommt es bei einem geplanten KS ja nicht auf einen Tag an und wenn man freundlich fragt, ob sie es irgendwie berücksichtigen können in ihrer Planung? Ansonsten kannst du immer noch versuchen ein anderes KH dafür zu finden.

    Chefarzt-Behandlung bekomme ich zwar auch, man hatte mich aber bei beiden Geburten darauf hingewiesen, dass dieser nicht im Haus sei. War mir ganz recht, die beiden OÄ waren spitze (einmal Anästhesie, einmal Gyn). Nur abrechnen dürfen sie es wohl trotzdem, weil es dann die Vertretung vom Chefarzt ist oder so. Hab da auch irgendetwas unterschrieben, also für die Abrechnung und die Erlaubnis für den Oberarzt.

    Zwergenfrau schrieb:

    Chefarzt-Behandlung bekomme ich zwar auch, man hatte mich aber bei beiden Geburten darauf hingewiesen, dass dieser nicht im Haus sei. War mir ganz recht, die beiden OÄ waren spitze (einmal Anästhesie, einmal Gyn). Nur abrechnen dürfen sie es wohl trotzdem, weil es dann die Vertretung vom Chefarzt ist oder so. Hab da auch irgendetwas unterschrieben, also für die Abrechnung und die Erlaubnis für den Oberarzt.

    Dito.
    Am lustigsten fand ich, dass am Tag (am Wochenende!) nach der Geburt der Chefarzt der Anästhesie zu mir kam und mich fragte, wie mir die PDA „gefallen hätte“.🤣🤣 Die wohlbemerkt eine junge Assistenzärztin gelegt hatte. Und auf der Rechnung stand dann: „Eingehende Beratung des Chefarztes, die über das normale Maß hinausgeht“.😂


    Sorry fürs OT!!

    Ja, es ist ein geplanter Kaiserschnitt und man wartet da auch nicht, bis es los geht. Zu hohes Risiko für vorzeitige Plazentaablösung etc.

    Chefarzt brauch ich auch nicht 😅. Ich kenne zumindest den Chefarzt von denen, der auch der Klinikleiter ist und ehm.. Neee danke. Muss jetzt auch nicht sein.


    Mir geht es nicht um das persönliche, mir geht es darum, dass sie nicht zuhört und das im Ernstfall einfach doof laufen kann, wenn man dem Patienten nicht zuhören will und ständig ins Wort fällt. Das letzte mal, als sie behandelt hat, war das Ergebnis, dass ich am nächsten Tag nochmal die Klinik aufgesucht habe und ein Kollege mir dann helfen konnte und auch richtig gehandelt hat. Beim kürzlich letzten Besuch in der Klinik stellte dann ein anderer Arzt fest, dass nur die Hälfte der Sachen (es fehlten wirklich wichtige medizinische Informationen) in der Akte standen. Die hatte ich ihr aber genannt und wollte ihr auch die Berichte aus der anderen Klinik zeigen. Hat sie nicht interessiert. Ich hatte auch noch zwei/drei mal am Telefon mit ihr zu tun, weil noch Ergebnisse ausstanden und da war es auch so.


    Andere Klinik ist keine Option. Die nächste Level 1 Klinik ist 45 Minuten entfernt. Ich hatte mir das zwar überlegt, aber das ist logistisch einfach doof und da lag ich ja wegen Komplikationen in der ersten SS zig Wochen rum (wir wohnten da in der Nähe) und hatte dann, trotz guter Stationärer Erfahrungen mit den Hebammen und Ärzten, mega Pech mit dem Dienstplan und es endete in einer nicht wirklich schönen Geburt. Deswegen ist wechseln albern. Auch da kann man an Leute geraten, die gerade keinen so guten Tag haben.


    Ich werde in der Klinik nachfragen, ob man vorher erfährt, wer da mit im OP ist. Letztlich bleibt ja immer noch die Möglichkeit einfach am OP-Tag wieder zu gehen.

    Bei dem Personalmangel, der gegenwärtig herrscht, stell ich es mir schwierig vor, Personal zu wechseln. Bei der Geburt meines letzten Kindes war genau eine Hebamme im Dienst (kleines Krankenhaus) und eine Gynäkologin. Wenn du da wirklich auf Nummer sicher gehen willst, gehst du in ein anderes Krankenhaus. Und da kann dir auch keiner garantieren, dass es nicht andere schwierige Gestalten gibt.

    Mir hatte der Leiter der Frauenklinik gesagt, ich müsse mich für die Entfernung eines Fibroadenoms dann auch ein paar Tage auf die Station legen. Ambulant macht er das nicht, denn „wissen Sie wie viel so ein OP und das Personal kostet?“... da kommt man sich echt vor, als wäre man ein Geldbeutel, der geplündert werden soll 😅. Belegarzt bei einer anderen Klinik: „klar, sowas machen wir immer ambulant“...

    Du tust dir aber auch grundsätzlich nicht so arg leicht mit medizinischem Personal, kann das sein? Also mit dem Chaos drumherum, der Tatsache, dass es eben auch nur Menschen mit Fehlern und ohne allumfassende Übersichten und eben keine minutiös und akribisch arbeitenden Wissenschaftler in Laborumgebung sind, kann das sein? Kein Vorwurf, aber wenn man sich sowieso schon nicht so arg gern einfach so in die Hände von Ärzten begibt, ohne alles selbst noch mal überprüft und selbstständig entschieden zu haben, bleiben solche vulnerablen Situationen wie Geburten etc. eben heikel. Dann ist es sehr sehr schnell geschehen, dass Dinge passieren, die einem nicht gefallen, die einen verletzten oder verunsichern, wütend machen oder hilflos zurücklassen.

    Selbstverständlich passiert das auch, wenn man gelassener rangeht. Aber ich glaube, es hilft echt manchmal nur ein "dickeres Fell" mitzunehmen und sich zu sagen, dass man grundsätzlich halt versucht, nicht zu viel auf das alles zu geben, was um einen rum passiert.

    Ufff, ne ich kann mich schon gut in die Hände von Ärzten oä begeben, wenn diese ihren Job richtig machen. Ich bin medizinisch von Berufswegen her nicht ganz unbedarft und kann deswegen auch einfach bei manchen Sachen mitreden. Ich werde auch regelmäßig gefragt, ob ich eine Kollegin wäre oder zumindest aus dem medizinischen Bereich komme. Das kann ich nicht einfach abstellen und mir ein dickeres Fell zulegen. Wenn ich weiß, dass der

    Vorschlag von zB dem Endo Schwachsinn ist und falsch, weil er sich die Werte nicht richtig angesehen hat, dann ist das so.

    Die Verantwortung für mich hab immer noch ich und deswegen kontrolliere ich da auch die Dinge, denn genau das ist es: mir ist durchaus bewusste, dass Ärzte auch nur Menschen sind und Menschen Fehler machen.
    Und damit bin ich bislang gut gefahren.

    Ein kleines Beispiel: meine Tochter wäre in der 8 Woche ausgeschabt worden und später bei definitiv 28+0 zur Welt gekommen, wenn ich auf die Ärzte (und zwar mehrere) gehört hätte. Ich weiß das, ich weiß warum das so war... die in dem anderen Krankenhaus nicht.
    Deswegen ist zuhören wichtig.


    Ich komm im übrigen mit Chaos sehr gut zurecht 😅. In meinem Freiberuflerprofil steht sogar „Herrscherin des Chaos“ drin und das sind auch die Projekte zu denen ich gerufen werde 😂. Alles versagt, nichts geht mehr, aber man braucht qualitativ gut Ergebnisse in kurzer Zeit. Vielleicht stört mich das auch deshalb so. Ich weiß einfach, wie wichtig es ist Informationen zu sammeln/erhalten, um damit arbeiten zu können und keinen Mist zu bauen.


    Wwie wäre es dann, der blöden Ärztin mal selber ins Wort zu fallen und klar zu sagen "Könnten Sie mich bitte mal ausreden lassen?". Ich lasse mir doch nicht mehrfach ins Wort fallen, so dass wichtige Infos untergehen...


    Und ansonsten (OT): Die DRGs sind eine Katastrophe und manche Kliniken wählen halt den Weg, manche Dinge aus Kostengründen nur stationär zu machen. Das entscheiden teilweise nicht mal die Ärzte, sondern die verdammt gut bezahlten BWL'er.