• Aussehen Intimbereich nach Schangerschaft/ Geburt

    Ich bin zwar nicht schwanger, hatte aber vor ein paar Tagen eine interessante Diskussion. Viele meiner Freundinnen sind zur Zeit schwanger und daher machen sie sich natürlich auch Gedanken um die Entbindung. Eine Freundin meinte dann, dass sie lieber einen Kaiserschnitt möchte weil 1. der Intimbereich danach nicht mehr schön aussieht (hängende…
  • 192 Antworten

    Ich finde diesen Trend zur bewussten Sectio wirklich beängstigend.


    Die Geburt ist das erste wichtige Ereignis im Leben eines Menschen. Hierbei kämpft sich das Kind nicht nur ins Leben, sondern es wird auch schon Fruchtwasser aus der Lunge gepresst. Mütter, die per Kaiserschnitt entbinden, haben tendenziell häufiger Probleme mit der Mutter-Kindbindund. Und es ist nachgewiesen, dass Kinder, die so zur Welt kamen, ein schwächeres Immunsystem haben, zu Allergien und Asthma neigen.


    Manche Therapeuten gehen noch weiter und behaupten, ein Kaiserschntt bedeute ein lebenslanges Traume für das Kind, das nicht wieder gutzumachen ist.


    Ich kann einfach nicht verstehen, dass einige Frauen lieber einen Kaiserschnitt planen als sich auf die natürliche Geburt vorzubereiten. Wer schon so ein Angsthase ist, dass er sich vor der Geburt fürchtet, der ist meiner Auffassung nach auch nicht auf Kinder vorbereitet.

    Zitat

    Wer schon so ein Angsthase ist, dass er sich vor der Geburt fürchtet, der ist meiner Auffassung nach auch nicht auf Kinder vorbereitet.

    Arroganter gehts nicht, oder? %-|

    Das sollte bestimmt nicht überheblich klingen.


    Es widerstößt einfach gegen meine persönlichen Moralvorstellungen, aus Bequemlichkeit oder Angst das kostbaste in meinem Leben mutwillig in Gefahr zu bringen, so wie z.B. Rauchen in der Schwangerschaft oder nicht stillende Mütter mich ebenso den Kopf schütteln lassen.


    Wir sind Säugetiere. Wir haben nur überlebt, weil wir (und Millionen anderer Arten) unter Schmerzen ein Kind aus uns rausquetschen. Das ist unser Los, wenn wir eine Vagina haben. ;-) Es entzieht sich meinem Verständnis, z.B. eher eine schlecht heilende Narbe, operative Komplikationen und ein paar Tage Schwäche, gepaart mit der Unfähigkeit, sich voll und ganz um das Kind kümmern zu können, einer möglicherweise nicht mehr ganz so schicken Vagina vorzuziehen sei. Das finde ich eitel und verantwortungslos.


    Nebenbei bemerkt: Nach dreimaligem Aufsäbeln des Uterus wäre eine jede weitere Schwangerschaft eine große Gefahr für Mutter und Kind. Nicht lustig, wenn die Gebärmutter platzt. Also: Wer alle Geburten mit Sectio plant, muss nach drei Würfen aufhören.

    Wenn ich sowas immer höre :|N


    Wenn eine medizinische Indikation für einen Kaiserschnitt besteht und es eben sein muß, dann ist das eben so und nicht zu ändern, und wenn Gefahr für Mutter und Kind besteht, dann ist es super, dass es sowas gibt, aber nur weil eine spontane Geburt weh tut, eine Operation vorziehen? :-/


    Wehen sind kein Spaziergang, das stimmt, aber ich bin am nächsten Tag mit Mann und Kind schön im Frühstücksraum lecker frühstücken gewesen. Meine Bettnachbarin konnte - obwohl sie ihren Kaiserschnitt schon einen tag vorher hatte - am Tag meiner Entlassung gerade mal unter Jammern und Stöhnen alleine zur Toilette gehen. Ich hab die Narbe beim Verbinden mal kurz gesehen :-o :|N zudem hatte sie sich entzündet, sie bekam Antibiotika, mußte sich davon dauernd erbrechen und das zusätzlich zu den Schmerzen %:| aber das ist sicher ein Extremfall. Trotzdem hab ich die Kaiserschnittgeplagten über den Flur kriechen sehen, das ist nicht schön :|N sie konnten in den ersten Tagen ihre Kinder gar nicht richtig selber versorgen, das haben größtenteils der Vater und die Krankenschwestern gemacht


    Also, vorher informieren kommt immer gut ;-)


    Zu den körperlichen Veränderungen...


    ich - und auch mein Mann - habe keinerlei Veränderungen feststellen können. Meine Schamlippen sind immer noch da, wo sie vorher auch waren, auch Größe oder Länge sind noch wie vor der Geburt. Geweitet ist auch nix, alles wie vorher, nix ist weich oder fühlt sich anders an. Und wenns so gewesen wäre, dann ist das halt so ;-)


    Ob reissen lassen oder schneiden - dazu kann ich nichts sagen. Hatte beides nicht.

    Ich hatte beim ersten Kind nen KS geplant wegen Steißlage. Beim 2. hab ich normal entbunden, hatte ein rießen Kind 4425Kg und 56 cm. Bin dan 3. Grades gerissen und geschnitten, hatte einen riss bis zum After, es hingen richtig die fetzen runter. Heute nach 4 Jahren muß ich sagen, unten sieht alles aus wie vorher, aber die KS Narbe ist nach 13 Jahren immer noch zu sehen und ein Taubes gefühl hab ich auch noch, wenn man drüber greift. Also alles blödsinn, das man unten anders aussieht!


    LG *:)

    hab noch was vergessen, nach dem KS hatte ich noch min. 6 Wochen schmerzen, nach der normalen Entbindung, trotz der Nähte und riesen wunde, war ich nach 1 Woche schmerzfrei! ;-)

    Zitat

    Es widerstößt einfach gegen meine persönlichen Moralvorstellungen, aus Bequemlichkeit oder Angst das kostbaste in meinem Leben mutwillig in Gefahr zu bringen

    Soweit nachvollziehbar.


    Dennoch halte ich ein gewisses Maß an Angst vor der Geburt für natürlich und nicht für ein Zeichen von Schwäche oder Unreife.

    Hallo,


    ich hab ein Kind mit 38 (!!!) cm Kopfumfang bekommen. Auch auf natürlichem Weg. Bei mir ist nix gerissen und schon gar nicht geschnitten. Und jetzt 4 Wochen danach sieht alles so aus wie vorher. Es sah vielleicht 3-4 Tage alles etwas geschwollen aus und fühlte sich n bissel doof an, aber das hat sich ziemlich schnell gegeben.


    Ich hätte ehrlich gesagt mehr Angst davor, mir den Bauch aufschneiden zu lassen, als vor nem vergleichsweise kleinen Riss.


    Schmerzen sind schlimm, aber es ist zu schaffen und man hat etwas geleistet, auf das man stolz sein kann. Und in dem Moment, wo der Wicht da ist, sind die Schmerzen auch weg. Sie sind sicher nicht vergessen, wie das viele sagen, aber sie sind weg! Bei mir waren auch nur die letzten 2-2,5 Stunden richtig schlimm, aber mein Mann war da und hat mir immer etwas Wasser nachgeschenkt und ich hatte eine super Hebamme. Mein Tip, sucht euch eine Beleghebamme, der ihr vertraut. Die ist dann nur für euch da und ihr kennt sie schon. Das hat mir echt gut geholfen.


    Ich bin dann auch 2 h nach der Entbindung wieder nach Hause gefahren. Krankenhaus ist nicht so meins. Da alles gut ging und es auch dem Wicht gut ging, sind wir heim. Mit Kaiserschnitt wäre das nicht möglich.

    Schön das so viele Antworten gekommen sind :-)


    Kann man eigentlich schon im Bauch feststellen, wie groß und schwer das Baby ca. wird? Hängt ein Dammriss immer mit der Größe des Babys zusammen?


    Finde es übrigens beruhigend zu hören, dass man danach nicht "entstellt" ist und das Risiko für das Baby auch nicht zu groß ist (Nabelschnur um Hals)

    Zitat

    Ich finde diesen Trend zur bewussten Sectio wirklich beängstigend.

    Das kommt mir auch so vor :-/ Gerade viele Promis wollen keine Schmerzen mehr ertragen und entscheiden sich daher für einen Kaiserschnitt.

    Zitat

    Bei einem Riß weiß man ja nie, wo und woentlang entlang es reißt und wie weit, und es wird ja, bevor es zum Riß kommt, auch das umliegende Gewebe geschädigt. Ein Schnitt hält das alles unter Kontrolle und kann - wie schon geschrieben - am elegentesten wieder genäht werden.

    Das ist genau falsch. Ein natürlicher Riss heilt immer besser als ein künstlicher.


    Deshalb werden heute Dammschnitte nur noch gemacht, wenn das KIND akut in Gefahr ist.


    Ich hatte auch nen Dammriss und das ist ohne Spuren verheilt.

    Zitat

    Das ist genau falsch. Ein natürlicher Riss heilt immer besser als ein künstlicher.

    Das kann man so pauschal nicht sagen. Ein kleiner Riss heilt mit Sicherheit besser, als ein Schnitt. Da wird ja auch nicht unbedingt genäht.


    Den Dammriss teilt man in 4 Stadien ein. Wenn man dann bedenkt, dass ein Dammriss IV. Grades den kompletten Damm, Schließmuskel und Rektumschleimhaut einbezieht, ist ein vorheriger glatter Schnitt allemal besser.

    Drei Kinder in 5 Jahren, alle drei spontan, vaginal, ohne Riß, ohne Schnitt. Und die Frisur sitzt. ;-D ;-D


    Und die Schamlippen auch, der Herr sei's gepriesen.


    KS war für mich keine Option, wäre von mir nur bei akuter Lebensgefahr zugelassen worden.

    Ich habe 2 Kinder auf natürlichem Weg bekommen. Ehrlich gesagt habe ich mir da nie Gedanken drüber gemacht, wie ich nachher "unten" aussehen könnte. ":/

    Toffifee

    Eine Nabelschnurumwicklung kommt recht häufig vor, ist aber nichts Schlimmes auch wenn es sich für uns so anhört. Das Baby wird ja über die Nabelschnur mit Sauerstoff versorgt und somit kann es nicht stranguliert werden, indem man seine Luftröhre zusammendrückt. Gefährlich wird es erst, wenn die Nabelschnur abgeklemmt wird, aber das ist während der Geburt äußerst selten und kann dann auch auf dem CTG erkannt werden. Meines Erachtens kein ernstzunehmendes Risiko für einen Kaiserschnitt (der ja auch gewisse andere Risiken beinhalten).


    Was die Genitalien angeht, so kann ich dich bzw. deine Freundin auch beruhigen: Es sieht alles aus wie vorher, eher noch etwas "mädchenhafter". ;-) Ich hatte vorher tendenziell längere innere Schamlippen und irgendwie habe ich den Eindruck, diese sind kleiner (sagt auch mein Mann). ":/


    Also ausgeleiert oder größer ist da nichts bei mir. ;-)


    Ein Kaiserschnitt ist kein Spaziergang, sondern eine große Bauch-OP. Eine Blinddarm-OP ist ein Witz dagegen.


    Eine schlecht verheilende, unschöne Narbe, Gefühllosigkeit in diesem Bereich, Schmerzen... als das wird häufig verdrängt. Ich würde ihn zumindest niemals als sanfte Alternative zur natürlichen Geburt bezeichnen. @:)

    ceterum censeo

    Zitat

    Bei einem Riß weiß man ja nie, wo und woentlang entlang es reißt und wie weit

    Blödsinn. Umgekehrt wird da ein Schuh draus. ;-)


    Wenn es reißt, dann an der Stelle, wo das Gewebe am dünnsten und nachgiebigsten ist (also beispielsweise kein Muskelgewebe) - das sind physikalische Gesetze. Mit einem Schnitt entscheidet das ein Arzt und der kann unter Umständen daneben liegen mit seiner Einschätzung. Außerdem heilt ein Riss normalerweise leichter - daher wird auch beim Kaiserschnitt mittlerweile mehr gerissen als geschnitten.

    Mir hat man schon mit 14 gesagt, dass ich nie ein Kind auf normalem Weg zur Welt bringen kann. Wegen einer Augenerkrankung darf ich nicht pressen. Da bin ich heilfroh, dass es die Möglichkeit eines Kaiserschnitts gibt, denn lieber einen Kaiserschnitt, als mein Baby hinterher nicht sehen können. Und da ich gar keine Wahl habe, gehe ich davon aus, dass ich mein Baby trotzdem liebe, auch wenn mir das "Abschlußevent" fehlt.


    Abgesehen davon denke ich, dass die Entscheidung jeder Frau selbst überlassen sein sollte. Ich würde mir nicht anmaßen, über sie bzw. ihre Motive zu urteilen.


    Und ob dann "da unten" alles etwas anders aussehen wird - so what? Wenn mein Mann und ich uns für ein Kind entscheiden, dann können wir auch damit leben, wie sich der Körper eventuell danach verändert.


    Gruß