Berufsverbot

    Guten Morgen,


    Ich befindet mich zurzeit in der 15. Ssw und bin als Angestellte bei der Bundeswehr tätig. Meine Tätigkeit bezieht sich ausschlieslich auf arbeiten im Büro.


    Ich habe diesen Job immer geliebt, bis ich einen militärischen Kollegen vor ca. 9 Monaten an meine Seite bekommen habe, der nicht gut auf ziviles Personal zusprechen ist, und meine Kollegin so krass gemobbt und schikaniert hat, dass sie nun den Bereich wechselt und bis dahin Krankgeschrieben ist. Seitdem ich mich eingemischt habe, bin ich nun auch das Opfer des Kollegen geworden und das Verhältnis ist so schlecht, dass wir kein Wort miteinander wechseln können, ohne das einer explodiert. Vor einigen Wochen habe ich mich mit der Kollegin beim Personalrat beschwert, den der Zustand hat mich so krank gemacht, dass Ich deshalb öfters krankgeschrieben wurde. Leider haben die Vorgesetzen hier nichts weiteres unternommen.


    Als bei mir die ss festgestellt wurde, wurde ich sechs wochen Krankgeschrieben, Dank beschwerden. Als ich wiederkam hatte mein chef entschieden, dass Ich meinen Verantwortungsbereich an den Kollegen abgeben muss, da ich ja nun schwanger sei und eh nicht mehr kommen würde. Worte meines Chefs. Seitdem kann ich mir hin und wieder solche Sprüche anhören. Sobald der kollege nicht da ist, bin ich wieder gut genug um alle Aufgaben zu erledigen. Hinzu kommt die schwierige Situation als Pendlerin für mich: Täglich fahre ich 180 Km und muss bereits um 4 Uhr aufstehen, damit ich um 6 Uhr da bin. Ich bin so ubermüdet das mir oft die Augen während der Autofahrt zu fallen und ich panisch werde. Meist schlafe ich nach der Arbeit sofort ein, da ich so ubermüdet bin aber werde dann abends wach und kann nicht mehr einschlafen oder ich schlafe nicht ein, weil ich Angst vor der Arbeit habe.


    Ich weiss nicht mehr weiter und eigentlich habe ich es den Job geliebt und wollte dje letzten Monate genießen aber ich kann nicht mehr. Ich wollte meine Gyn. Jetzt auf ein Berufsverbot absprechen, aber ich denke sie wird mir diesen nicht geben können oder?

  • 20 Antworten

    ich habe die Erfahrung gemacht, dass BVs relativ willkürlich vergeben werden... Also frag deinen FA einfach, schildere die Situation und dann kannst du immer noch weitersehen.

    Empfindest du das so? Ich denke eher das bei mir die Begründung fehlen wird, da man sagen wird dass meine Tätigkeit natürlich nicht meine ss gefährdet. Ich jeden falls sehe das anders: Wenn mich die Situation so stark belastet dass Ich Angst habe und bei der letzten Auseinandersetzung heulend zusammengebrochen bin, dann finde ich das nicht gerade gut für meine Ss. Aber ich weiss natürlich wie das ist mit recht haben und recht kriegen.


    Am schlimmsten finde ich es aber, dass Ich so ubermüdet Aurofahren muss. Der Personalrat hat mir empfohlen von zuhause aus zu arbeiten, denn diese ist bei uns möglich und die sehen das wie ich aber mein chef kommt mir hier kein wenig entgegen.

    Es kommt sehr auf den Arzt an. Ich habe schon alles gehört von: Betteln für jeden Krankheitstag und bereitswilligem Ausstellen des Beschäftigungsverbots. Du solltest aber sehr genau überlegen, welche (körperlichen und psychischen) Symptome bei Dir hervorgerufen werden. Ein Beschäftigungsverbot soll ja verhindern, dass Mutter und/oder Kind erkranken oder Schlimmeres.

    Eine Freundin von mir hatte einen Job, der ihr Spaß gemacht hat ohne jegliche Gefahr in einem Büro. Nette Kollegen usw.. Einziger Nachteil 1h Fahrt pro Strecke. Sie hat beim ersten Kind etwa bis zur 30 SSW gearbeitet, dann ist sie ins Beschäftigungsverbot gegangen. Die FA wollte sie aber schon viel früher "zuhause" haben, nur wegen der Fahrt. Und die FA ist eigentlich nicht dafür bekannt, dass sie alle direkt ins BV schickt. Die Freundin hat die FA dann quasi überredet sie noch ein bisschen arbeiten zu lassen ;-D


    Wenn du deiner Ärztin alle sachlich schilderst, bekommst du bestimmt ein BV. Den Fokus würde ich dabei auf die Müdigkeit und den langen Weg setzen. Am Steuer einzuschlafen ist definitiv gefährlich für Mutter und Kind

    Ich empfand es als sehr schwer an ein BV zu kommen, irgendwann hat mein AG es dann ausgesprochen, da ich trotz Beschwerden und langer Krankschreibung von den Ärzten keines bekommen habe und er einen Ersatz brauchte. (Und nicht mehr für meine Abwesenheit zahlen wollte.)


    Ich würde es versuchen, ggf. an den Hausarzt wenden oder den Gyn wechseln. Auf jeden Fall würde ich so ein Arbeitsumfeld meiden.


    Das mit der Müdigkeit... Nun ja, das wird kein Grund sein. (Musst du um 6 Uhr da sein oder hast du Gleitzeit? Bevor ich im Graben lande, würde ich dann lieber später losfahren und später von der Arbeit kommen.) Aber das andere kannst du mit Mobbing begründen, da reagiert wohl jeder Gyn anders.

    Ich habe Gleitzeit aber das bringt mir leider gar nichts, da ich durch Köln muss und da seit Jahren die Rheinbrücke gesperrt ist. Ich habe es mal versucht im 7 Uhr anzufangen aber dann habe ich Probleme um 09 Uhr pünktlich im Dienst zu sein. Die Stausituation wird sich da leider nicht entstannen. Mit der Bahn würde ich nicht ankommmen, da unsere Kaserne natürlich nicht ganz zentral liegt. Aber natürlich kann da der AG nichts für aber es macht die Sache für mjch auch nicht leichter.

    Du siehst ja anhand der Reaktionen, wie unterschiedlich es ist mit den BVs. Ich habe damals keins bekommen, obwohl ich durchaus einen Grund dafür gehabt hätte, meine komische FÄ stellt generell keine aus. Andere gehen hin, weil ihnen in ihrem Bürojob der Stuhl zu hart ist (übertrieben natürlich ;-) ) und bekommen ab der 7. Woche ein BV bis zum Ende. Deswegen wirklich einfach versuchen. Die Fahrerei gepaart mit Müdigkeit ist ja z.B. keine besonders segensreiche Kombi.

    Ich werde es nächste Woche bei der Untersuchung mal ansprechen. Ich finde den es nur so schade das mein Chef nicht einlenkt, denn er muss ja sehen dass Ich arbeiten will,sonst würde ich meine Arbeitskraft ja nicht noch von zuhause anbieten.

    Ich sehe das tägliche Mobbing als noch viel größeres Problem an als das Fahren. Schichtarbeiter gehen auch um 8 schlafen. Doch wenn du auch in der Freizeit belastet bist, weil du noch unter Stress stehst, halte ich ein Bv für absolut notwendig.

    Eine Freundin von mir hat aufgrund von Schikanen bzw. Mobbing ein BV von Ihrem Frauenarzt erhalten. Sie hat Ihren Job ebenfalls geliebt. Einige Monate vor der Schwangerschaft gab es einen neuen Kollegen (nicht neu im Unternehmen , sondern versetzt) der gut mit dem Chef konnte und anfing ihr immer mehr das Leben schwer zu machen. Den Punkt würde ich auf jeden Fall nicht unerwähnt lassen und den Arzt auf ein BV ansprechen

    Ich kann bestätigen, dass es sehr auf den Arzt ankommt, wann ein BV ausgestellt wird. Ich hatte auch ein Problem mit meinem Chef, sass irgendwann jeden Tag auf Toilette und heulte, weil ich so verzweifelt war. Obwohl ich mich mit meiner FA sehr gut verstanden hab, wollte sie mir kein BV geben. Sie meinte in den letzten Jahren wird das wohl bei ihnen sehr streng kontrolliert, deswegen muss ein BV sehr gut begründet sein. Wenn es psychisch ist, soll ich zu meinem Hausarzt gehen. Krankgeschrieben hat sich mich aber ohne zu zögern.


    Ich kann dir nur raten, bereite dich mit ein paar guten Argumenten auf ein Gespräch beim Arzt vor und frage dann einfach. Aber musst du nicht sowieso zum Amtsarzt? Kannst du nicht über den ein BV oder zumindest HomeOffice durchsetzen? Ich würde auch überlegen, welche Wege du gehen kannst, ohne dass der Chef viel dazu sagen kann.

    Hallo,


    Ich habe erst nächste Woche einen Termin bei meiner Gyn. Aber ich habe halt totale Angst, dass Sie es Ablehnen wird oder vielleicht denkt dass Ich nur keine Lust zu arbeiten habe.


    Ich hatte ja bereits den Vorschlag mit dem Homeoffice gemacht aber er will einfach nicht.


    Zum Amtsarzt werde ich da denke ich nicht mehr hin müssen, weik wir zivilen bisher nie mit dem zutun hatten.

    Morgen zusammen,


    Ich habe das individuelle Beschäftigungsverbot erhalten.


    Auf dem Attest steht nicht viel, keine Begründung nur das es absofort gilt. Habe es nun der Personalabteilung per Post geschickt, da diese telefonisch gestern nicht erreichbar waren und meinem Chef gemeldet.


    Gibt es hier noch was zu beachten?