Beschäftigungsverbot bei Arbeitgeberwechsel

    Hallo Zusammen,


    ich bin Schwanger und in der 12 Woche.


    Mein aktueller Vertrag läuft zum 31.12 diesen Jahres aus und meine neuer Vertrag beginnt am 01.01.2017 450 km entfernt. Als ich mich zu dem enuen Arbeitsvertrag entschieden ahbe, wusste ich nichts von meienr scjhwangerschaft, da ich dies erst in dr 7 Woche erfahren habe.


    Ich arebite I der Hotelerie und habe bei meinem aktuellen Arbeitgeber sofort eine BV über den Betriebsarzt bekommen. Jedoch will meine neuer Arbeitgeber dies nicht anerkennen und will das ich den Job antrete. Sie würden Bedingungen schaffen, die eine BV nicht nötig erscheinen liessen.


    Nun ist es so, dass ich unetr normalen Umständen überhaupt kein Problem damit hätte. Nur war dieser neue Job eine Möglichkeit um meine karriere anzutreiben und dies hätte ich für 12 MOnate gemacht. Jetzt ist alles anders und ich müsste alleine dorthin und hätte niemanden in der Nähe den ich kenne. Vom Kindsvater lebe ich getrennt. Das belastet mich alles sehr, ich müsste 2 Mieten zahlen, kann ja nicht hier für knapp 5 Monate alles kündigen und dann wieder kommen und hochschwanger alles neu Machen. Zudem würde ich gern bei meinem FA belieben den ich kenne und mich durchgehen von einer Beleghebamme betreuen lassen, weil mir das grade als Erstgebährende sehr wichtig ist.


    Ich bin seit April diesen Jahres auch in Therapie und meine Therapeutin rät auch von dem Umzug ab, da sie befürchtet ich könnte erneut in eine depressive Episode rutschen, nur darf sie die BV nicht ausstellen und mein FA stellt sich sogar mit einer schriftlichen Empfehlung ihrerseits quer und sagt Dinge wie: Es könnte sein, dass sie in zwei Jahren das ganze Geld zurück zahlen müssen.


    Ich kann nicht mehr schlafen, weine unheimlich viel, habe einfach Ängste und komm mir hilflos vor, ich Weiss das mag sich für viele übertrieben anhören, aber das ist mein momentaner Zustand.


    Ich würde arbeiten gehen, aber bei meinem alten Arbeitgebr muss ich es nicht und er stellt mich nicht erneut ein und das andere ist mir jetzt in dieser Situation einfach viel zu weit weg und mir ist das viel zu viel.


    Welche Möglichkeiten habe ich noch?


    Ich bedanke mich jetzt schonmal für die Hilfe!

  • 14 Antworten

    BV ist BV.


    Wenn du einen psychischen Hintergrund hast warum du nicht arbeiten darfst, dann ist das eben so.


    Psychischer Stress kann der Schwangerschaft auch schaden.


    Erklär das alles deinem FA, bestehe darauf das sie das BV weiterhin ausgesprochen wird und reich das beim neuen AG ein. Das hat er dann hinzunehmen.

    Ich denk, es ist ein bisschen komplizierter. Es könnte schon sein, dass du ein anderes Beschäftigungsverbot brauchst. BV ist nicht gleich BV. Es gibt eines, dass ausgestellt wird, wenn der Arbeitgeber die Mutterschutzrichtlinien nicht erfüllen kann- so eins hast du wahrscheinlich bekommen. Wenn dein neuer Arbeitgeber das kann (mit ausreichend Pausen, nicht schwer heben und so), kann es schon sein, dass das hinfällig wird.


    Und dann gibt es noch das individuelle Beschäftigungsverbot, dass man bekommt, wenn man z.B. aufgrund von Vorerkrankungen/ Erkrankungen oder anderen individuellen Gründen nicht arbeiten kann. So eins bräuchtest du jetzt. Deine Psychologin darf das wahrscheinlich nicht ausstellen, weil sie keine Ärztin ist. Und wenn du mit ihrer Empfehlung zu einer Psychiarter gehst und den bittest? Ich glaube, ich würde erst nochmal mit deine Therapeutin bitten mit deiner Gyn zu reden. Vielleicht lässt sich da nochmal was machen.


    Ich kann gut verstehen, dass dir das zuviel ist und drück dir die Daumen @:)

    Warum kündigst du nicht bei deinem neuen Arbeitgeber? So wie ich dich verstehe wird es auch zukünftig keine Option sein, dort zu arbeiten.


    Du solltest zum Arbeitsamt gehen und deine Situation schildern. Wenn dir deine Ärzte bescheinigen, das der Umzug derzeit nicht zumutbar ist und auch ein BV vorliegt, kann das Arbeitsamt deine Kündigung nachvollziehen und sieht ggfs. von einer Sperre der ALG-Leistungen (z.B. Krankenversicherung) durch Eigenkündigung ab.

    :-o :-o Das wäre für die aber die deutlich ungünstigere Variante- mach das bloß nicht. Wenn du kündigst, kriegst du Arbeitslosengeld- das ist weniger als im BV, weil dein Gehalt über die Kasse weiter gezahlt wird. Und im Gegensatz zum BV wirkt sich das zudem gravierend auf das Elterngeld aus- nämlich so als hättest du nix verdient.

    Der einzige Weg, im BV zu bleiben, ist dass dein Frauenarzt dir eines ausstellt. Ob er das macht, wird hier keiner einschätzen können.


    An sich wäre der korrekte Weg, zu kündigen und den Job nicht anzutreten. Dass dir der neue AG kein BV gewährt, ist ja richtig - wenn er die Richtlinien einhalten kann, warum sollte er dir dann verbieten zu arbeiten? Dein bisheriges BV hattest du ja auch nicht aufgrund deiner psychischen Probleme sondern weil dein alter AG offensichtlich nicht in der Lage ist, dich so einzusetzen, dass die Mutterschutzrichtlinien eingehalten werden können.

    Zitat

    BV ist BV.


    Wenn du einen psychischen Hintergrund hast warum du nicht arbeiten darfst, dann ist das eben so.

    Der bisherige AG hat doch das BV ausgesprochen. Also aus betrieblichen Gründen, nicht aus gesundheitlichen Gründen.


    Warum sollte das beim neuen Bestand haben? ":/

    Zitat

    Und im Gegensatz zum BV wirkt sich das zudem gravierend auf das Elterngeld aus- nämlich so als hättest du nix verdient.

    Wenn ALG I gezahlt wird, müsste dies doch mit einberechnet werden bei der Ermittlung des Elterngeldes, oder?

    bv ist nicht bv.


    wenn der betriebsarzt das auf den aktuellen arbeitgeber ausgesprochen hat, dann gilt es auch nur für da.


    wenn der neue ag in der lage ist, einen geeigneten arbeitsplatz zur verfügung zu stellen, gibt es keinen grund für ein bv durch den neuen arbeitgeber.


    es mögen sich in den letzten jahren dinge geändert haben, allerdings erinnere ich mich gut daran, dass meine fä mir deutlich erklärt hat, dass ein bv dann angezeigt ist, wenn durch den job/arbeitgeber bedingt gesundheitliche probleme in meiner schwangerschaft zu erwarten sind oder da sind, die es ohne schwangerschaft nicht gäbe. und dass sie die dumme ist, wenn sie ein bv ausstellt, der arbeitgeber dies anzweifelt und eine prüfung mit negativem ergebnis erfolgt.


    für alle anderen arbeitsunfähigkeiten wird eine schwangere krank geschrieben, wie jeder andere auch.


    wenn du arbeitsunfähig bist, wird dich der arzt, der dies feststellt also entsprechend krank schreiben, wenn er keinen grund für ein bv sieht. das bedeutet 6 wochen lohnfortzahlung, danach krankengeld.


    die option, dass der neue ag dich kündigt, ist durch deine schwangerschaft nicht gegeben. es bliebe also nur die eigene kündigung oder solange suchen, bis ein arzt ein bv ausstellt und dann mit dem risiko leben, welches dir deine fä schon erklärt hat.

    Warum sollte man an einem Arbeitsvertrag festhalten, wenn man niemals dort arbeiten möchte? Das kann ja nur schief gehen.


    Wichtig ist: nicht einfach kündigen sondern VORHER mit dem Arbeitsamt reden. Das ist wichtig wegen der Sperrzeit!!!


    Wenn du durch deine Schwangerschaft nicht Arbeitsunfähig bist (zumindest hast du das nicht geschrieben) wäre das in meinen Augen der richtige Weg. Sonst pack schonmal die Koffer.


    Du bist noch in der Probezeit, vielleicht hast du die üblichen 2 Wochen Kündigungsfrist. NOCH kannst du alles ordentlich regeln, je weiter du das Problem verschleppst desto größer werden die Sorgen.

    das ist ein finanzieller aspekt.


    bekommt frau ein bv, gibts volle fortzahlung des gehaltes bis zum mutterschutz. wird frau krank geschrieben, fällt sie nach 6 wochen auf 67% des gehaltes, kündigt sie (und bekommt die sperre erlassen), gibts ebenfalls nur 60-67%.


    und das einkommen der letzten 12 monate ist relevant für die berechnung der höhe des elterngeldes.

    Ok. Verstanden. Und eine Schwangere bekommt so ein BV nur weil der Arbeitgeber zu weit weg ist? Dann: viel Erfolg :)*

    Nein, aber wenn sie stärkere, mit dem Wechsel der Arbeit zusammenhängende, psychische Probleme bekommt, die sich wiederrum auf die Schwangerschaft negativ auswirken (z.B. Bluthochdruck oder Krämpfe oder so), dann kann sie ein (individuelles) Berufsverbot bekommen- auch wenn die Mutterschutzrichtlinien eingehalten werden können.


    Und bei der Elterngeldberechnung zählt der Lohn (und nicht die Lohnersatzleistungen) der letzten Monate. Also auch wenn sie ins Krankengeld rutscht wirkt sich das deutlich negativ auf das Eltergeld aus- nämlich so, als hätte man in dieser Zeit gar nichts verdient (was man ja eigentlich auch nicht hat). Es gibt nur eine Ausnahme- rutscht man schwangerschaftsbedingt ins Krankengeld, weil man z.B. Blutungen hat- dann wirkt es sich nicht auf Elterngeld aus. Das muss man dann aber bei Antragstellung extra mit Bescheinigung vom Arzt abgeben.

    Und eine Freundin von mir mir ist gerade im BV, weil sie länger Blutungen hatte und sehr schwach durch das viele Brechen war- auch wenn der Arbeitsplatz mutterschutzmäßig gepasst hat- eben ein individuelles BV.

    Zitat

    Nein, aber wenn sie stärkere, mit dem Wechsel der Arbeit zusammenhängende, psychische Probleme bekommt, die sich wiederrum auf die Schwangerschaft negativ auswirken (z.B. Bluthochdruck oder Krämpfe oder so), dann kann sie ein (individuelles) Berufsverbot bekommen- auch wenn die Mutterschutzrichtlinien eingehalten werden können.

    Aber nicht wie beim derzeitigen BV über den Arbeitgeber sondern vom Frauenarzt.


    Und der will das nicht, siehe oben:

    Zitat

    nur darf sie die BV nicht ausstellen und mein FA stellt sich sogar mit einer schriftlichen Empfehlung ihrerseits quer und sagt Dinge wie: Es könnte sein, dass sie in zwei Jahren das ganze Geld zurück zahlen müssen.

    Vermutlich weil die psychischen Beschwerden nicht durch die Schwangerschaft kommen, sondern bereits vorher vorhanden waren. Da wäre dann halt eine Krankschreibung der offiziell richtige Weg.