Bonding in Zeiten von Corona

    Hallo zusammen,


    ich habe heute erfahren, dass mein Mann beim Kaiserschnitt in vier Wochen nicht dabei sein darf und dass er das Baby nur dann in Empfang nehmen darf, sollte ein Kreißsaal frei sein. Die Klinik ist klein, die Wahrscheinlichkeit damit nicht groß. Jetzt mache ich mir Gedanken, wie das Bonding ablaufen soll? Werde ja ca. 1,5 Stunden nicht bei der Kleinen sein können... Danke für eure Gedanken dazu!


    Viele Grüße!

  • 18 Antworten

    Wie kommst Du auf anderthalb Stunden ? Wenn das Kind da ist, wird es von den Kinderärzten untersucht, bekommt die U1 und geht dann zur Mutter in den Aufwachraum..... das sind ca. 20-25 Minuten bis man das Kind bekommt und keine anderthalb Stunden.

    und auch, dass wird dein Baby verkraften.


    Meiner war 5 Tage auf Intensivstation und die Zeit wo man wirklich dort war und gekuschelt hat sehr gering.


    Jetzt isr er 7 Monate und ich finde bisher nicht, dass es ihm geschadet hat, so wenig Körperkontakt am Anfang gehabt zu haben.

    Ich habe 2 meiner Kinder gekriegt, ohne dass der Vater dabei war. Ich war mit meiner beste Freundin dort. Es war ein Geburtshaus. Er hat eine meiner Kinder erst 8 Stunden später gesehen (er hat ja geschlafen). Neugeborenen kommen, werden gewogen usw. gestillt. Danach schlafen sie meistens stundenlang. Bonding passiert eher danach über Zeit. Es ist nicht eine sofortige Sache.

    Bei meiner ersten Tochter hat es 1,5 Stunden gedauert, bis ich zu ihr konnte. Nähen, Aufwachraum - in der Zeit war das Baby dann beim Papa.

    Alias 972556 schrieb:

    Bei meiner ersten Tochter hat es 1,5 Stunden gedauert, bis ich zu ihr konnte. Nähen, Aufwachraum - in der Zeit war das Baby dann beim Papa.

    Nur weil es da so war heisst es nicht, dass es wieder so sein wird.... aber wie die anderen schon gesagt haben, es wird dem Kind nichts ausmachen.

    Ich habe extreme Frühchen im Freundeskreis, die durften die erste Woche so gar nicht zu meiner Freundin und dem Papa. Und glaub mir, da hat das Bonding funktioniert, obwohl sie sie die ersten drei Monate gar nicht heimnehmen durften. Jetzt sind sie wilde Grundschulkinder und haben nicht weniger Verbindung zu ihren Eltern als andere

    Im Prinzip ist das eine Anfrage an Eltern im Alter von 70+


    Damals durften Väter nicht bei der Geburt dabei sein, oft bekamen sie die Kinder ca eine Woche lang -. bis die Mutter entlassen wurde - nur durch die Glasscheibe zu Gesicht und die Mütter bekamen die Kinder nur zu den Fütterungszeiten.


    Wie sich die Mütter und auch Väter GEFÜHLT haben können nur die beantworten, die es erlebt haben. Aber ich denke auch da entwickelte sich ein Bonding.


    Natürlich ist es besser, wie es heute läuft !

    Alias 972556 schrieb:

    Bei meiner ersten Tochter hat es 1,5 Stunden gedauert, bis ich zu ihr konnte. Nähen, Aufwachraum - in der Zeit war das Baby dann beim Papa.

    Das war dann aber offensichtlich ein Notkaiserschnitt? Bei einem geplanten Kaiserschnitt sollte dein Baby deutlich früher zu dir dürfen.

    Ich halte das für übertrieben. Welche Bindung Väter zu ihren Kindern haben, wird durch die ganze Kindheit beeinflusst, nicht nur die ersten Stunden nach der Geburt. Wenn er nicht dabei sein kann, soll er Zuhause viel kuscheln. Mama kann in der Zeit Schlaf nachholen.


    In den USA hat ein Vater verschwiegen, dass er mit Corona infiziert ist um bei der Geburt dabei zu sein. Insofern rechne ich fast damit, dass Väter bald in vielen Kliniken nicht dabei sein dürfen.

    mein Mann ist beim großen gleich nach der Geburt heim und erst Stunden später wieder gekommen. Hatte ihn vielleicht 5 Minuten auf dem Arm und trotzdem liebt er seinen vater gerade mehr als mich :=o

    Nein, war kein Notkaiserschnitt, sondern ein geplanter. Naja, es ist auch nur noch eine Stunde Besuch pro Tag erlaubt. Und wer weiß, was in vier Wochen ist... Ist ja aktuell vielleicht sogar Luxus 🙈

    gato Mir gings allgemein ums Bonding zu den Eltern, weil ich die Vorstellung halt nicht so schön finde, dass mein Kind dann mit ner Hebamme oder sonst wem kuschelt statt mit den Eltern.

    Alias 972556 schrieb:

    gato Mir gings allgemein ums Bonding zu den Eltern, weil ich die Vorstellung halt nicht so schön finde, dass mein Kind dann mit ner Hebamme oder sonst wem kuschelt statt mit den

    ich glaube nicht, dass da jemand mit deinem Kind kuschelt. Das wird in ein Bettchen gelegt und dann bist du damit dran, sobald du fertig bist.

    Platypus schrieb:
    Alias 972556 schrieb:

    Bei meiner ersten Tochter hat es 1,5 Stunden gedauert, bis ich zu ihr konnte. Nähen, Aufwachraum - in der Zeit war das Baby dann beim Papa.

    Das war dann aber offensichtlich ein Notkaiserschnitt? Bei einem geplanten Kaiserschnitt sollte dein Baby deutlich früher zu dir dürfen.

    ich hatte 2 geplante Kaiserschnitte und meine Kinder waren beide nicht innerhalb 1,5h bei mir. Die Große damals konnte ihre Temperatur nicht halten und musste in so ein Wärmebett und unter ständiger Kontrolle. Da waren bestimmt 8h zwischen Geburt und Sehen und die Kleine musste auf die Neo, weil ich Schwangerschaftsdiabetes hatte. Die sah ich die ersten 3 Tage immer nur kurz, weil sie unter ständiger Kontrolle sein musste.

    Einen Schaden haben beide nicht davon getragen.

    Klar ist es unschön, aber es gibt noch zig andere Gründe als Corona, warum man das Kind nicht gleich sehen kann. Ich würde erstmal abwarten,die werden schon alles dafür tun,um schnellstmöglich alles zu vereinen. Viel Glück:)*@:)