Einleitung. Ja oder nein?

    Hallo ihr Lieben!


    Ich bin momentan in der 41 SSW. Ab morgen in der 42 SSW. Das heißt heute bin ich 40+6, also 6 Tage über dem vET. Da fängt man natürlich an sich Gedanken zu machen.. man hat ja genug Zeit :-
    Das Thema Einleitung steht so langsam im Raum und ich bin etwas überfragt. Einerseits liest man ständig (im Internet) das ein Baby das schon entscheidet, wann es soweit ist. Alle "Übermuttis" plädieren dafür das Kind so lang es will im Bauch zu lassen und solang es medizinisch unbedenklich ist nicht einzuleiten. Eigentlich ja richtig. Aber was ist mit mir? Ich habe einfach keine Lust mehr. Seit Wochen habe ich Schmerzen. Nachts kann ich mich kaum drehen. Oft laufe ich wie eine alte Oma, weil alles nach unten drückt und schmerzhaft auf die Blase und weil der Bauch sich so unfassbar schwer anfühlt. Außerdem als ob er jeden Moment platzen würde. Viele kennen das ja.


    Außerdem ständig das Achten auf jedes Zeichen des Körpers. Die ständige Hoffnung es möge sich was tun. Und dann das ewige Warten zu Hause, weil man zu träge ist und alles schmerzt, wenn man kurze Zeit etwas laufen geht. Aber nur weil ich diese Zipperlein habe das Baby holen? Obwohl sie vielleicht doch noch Zeit braucht? Da kommt dann wieder das schlechte Gewissen.


    Nach 10 Tagen wird in etwa durchschnittlich eingeleitet. Bis dahin sind es noch 4 Tage die abgewartet werden können. Da kann sich natürlich was tun, aber es fühlt sich einfach nicht so an als würde bald mal was passieren. Ich weiß bisher nicht mal wie sich Wehen anfühlen. CTG ist auch immer in Ordnung, genügend Fruchtwasser ist noch da. Sie liegt seit 3-4 Wochen tief im Becken. Alles was ich höre ist, dass sie in Startposition ist. Nur die Wehen fehlen. Sie wurde vor fast 3 Wochen auf 52 cm und ca 3040 Gramm geschätzt.


    Und wenn man von anderen gefragt wird wie weit man drüber ist, kommt immer nur ein Grinsen und "Ach das ist doch nicht lang" oder "Ist ja noch keins drin geblieben" oder ganz klassisch "Genieß noch die Ruhe". Puhh.. ich hab seit Anfang Juli Ruhe und bin zu Hause. Hab echt die Schnauze voll. Mein Mann steht auch die ganze Zeit unter Anspannung und ist auf dem Sprung. Der geht ja noch arbeiten. Und diese Sprüche kann ich echt nicht mehr hören :|N


    Ich werde bestimmt auch mal zurückdenken und dann ist eigentlich alles halb so wild. Gerade ist es für mich aber einfach nur noch blöd alles. Ich trinke viel Himbeerblättertee und gehe warm baden. Treppensteigen wird ja zum Teil nicht mehr empfohlen heute, aber mach ich zwangsläufig täglich (wohnen im obersten Stockwerk ohne Aufzug). Und nichts tut sich.


    Andererseits habe ich Angst vor der Einleitung. Viele beschreiben es als besonders schmerzhafte Prozedur und schlimmer als der "natürliche" Weg. Und natürlich wäre es mir viel lieber, dass es doch noch von alleine losgeht.


    Tja was möchte ich nun? Keine Ahnung. Meinungen, Erfahrungen, Gedanken...


    Hab nun wieder meinen Himbeerblättertee getrunken und mach mich wieder auf den Weg gleich zum nächsten Arzttermin.


    Bis dahin,


    Loreley *:)

  • 75 Antworten

    Ich hatte 2 Einleitungen. Die erste mit pda. Nach 12 std war das Baby da


    Bei Nummer 2 war keine zeit mehr für die pda. 12.45 wehentropf 15.14 war die kleine da.


    Ich hatte mir die schmerzen schlimmer vorgestellt.


    Alles gute für dich @:)

    Hallo!


    Ja die letzte Zeit vor der Geburt ist echt nicht mehr schön! Ich hab vollstes Verständnis dafür, dass du dich danach sehnst endlich die ganzen Beschwerden los zu werden und dein Kind im Arm zu halten. Bei mir stand ein Einleitung zum Termin im Raum, wegen dem geschätzten Gewicht. Hatte richtig Panik davor, dass es soweit kommt. Zum Glück hat er sich drei Tage vorm Termin aufn Weg gemacht. Da ich dir zu nichts raten möchte, sag ich nur wie meine Meinung zu dem Thema sind.


    Ich denke, dass man warten sollte, solange es keinen medizinischen Grund für die Einleitung gibt. Als meine Freundin mit dem zweiten Kind wieder über dem Termin war, hatte sie auch echt Bammel davor, dass wieder eingeleitet werden muss. Sie sagte, dass es echt heftig war als die Wehen dann kamen. Von 0 auf 100 so zusagen. Jetzt beim zweiten ging es dann doch von alleine los und es wahr alles wohl viel entspannter.


    Aber, dass du überhaupt keine Lust mehr hast, ist ja ein gutes Zeichen. Es wird bestimmt bald losgehen. Geh doch nochmal entspannt irgendwo essen/frühstücken mit Mutter, Mann oder Freunden . Das in Ruhe essen ist nämlich bald vorbei. Ich weiß, du kannst es nicht mehr hören ;-) ist aber so.

    Hallo Loreley,


    das kann ich sehr gut nachfühlen, gegen Ende war ich auch einfach nur noch genervt und es ging mir sehr schlecht. Fühl Dich mal gedrückt!


    Ich persönlich würde die Zeit noch ausreizen, die man warten kann. Es kann ja jederzeit doch von selbst losgehen. Wie sich Wehen anfühlen wirst Du dann schon merken. ;-)

    Zitat

    Außerdem ständig das Achten auf jedes Zeichen des Körpers.

    Na jedes braucht man nicht zu beachten. Was eindeutig ist zum Beispiel ist die so genannte Zeichnungsblutung... jedenfalls hat mir meine Hebamme grinsend erklärt, dass sie mich schon erwartet hätte, als ich sie morgens wegen der Blutung angerufen hatte und abends dann erschienen bin. ;-D Es kann auch sein, dass Du merkst, wie der Schleimpropf abgeht (was leider nicht zwangsweise bedeutet, dass es losgeht, aber ein gutes Indiz ist).

    Zitat

    Andererseits habe ich Angst vor der Einleitung. Viele beschreiben es als besonders schmerzhafte Prozedur und schlimmer als der "natürliche" Weg.

    Da wurde sich neulich schon drüber gestritten, eine Universalantwort gibt es darauf nicht. Einleitung kann scheiße sein, Spontangeburt kann scheiße sein. Kann aber auch klappen. Mach Dir keine Sorgen, es kommt wie es kommt. @:)

    Ich habe denke ich persönlich würde einleiten lassen,


    da ich davor weniger Angst hätte (oder es als weniger risikoreich betrachte), als dass es durch das Übertragen zu Problemen für die Gesundheit des Kindes kommen könnte.

    @ :)

    Ich wurde letztes Jahr an ET eingeleitet wegen einem Schwangerschaftsdiabetes. Und es war nicht schlimm. Bei mir fing es Samstags um 12 Uhr an. Sie haben ein Gel vor den MuMu gelegt. Da hat erstmal gar nichts weh getan. Am Nachmittag fingen dann die Wehen an. 18 Uhr sollte nochmal Gel gelegt werden, das brauchte man dann gar nicht machen. Gegen 23 Uhr gabs dann die Pda weil sich der Muttermund nicht so richtig öffnen wollte und einen Wehentropf. Morgens um 5 Uhr ist die Blase geplatzt und 8.31 Uhr war unsere Maus dann da.


    Ich hatte auch große Angst vor der Einleitung, aber es war halb so schlimm wie erwartet. @:)

    Danke erstmal für eure Antworten @:)

    schnupfen

    Wie weit warst Du bei den beiden über Termin?

    Jennsch

    Ich werde ja frühestens nach 10 Tagen eingeleitet. Also vorher würde ich den Wunsch auch nicht äußern, obwohl ich so rumjammer. ;-)


    Das von 0 auf 100 habe ich von anderen auch schon gehört. Wenn es dann "schnell" geht habe ich kein Problem damit. Schlimmer wäre für mich wohl viele Stunden diese Wehen ohne Pausen zu haben.


    Meine Familie ist leider weiter weg und Freunde habe ich hier noch nicht viele, da ich "erst" seit etwas über einem Jahr hier wohne. Eine Bekannte die ich mal zum Kaffee treffe, aber die muss auch arbeiten. Ehrlich gesagt mag ich eh kaum noch rausgehen oder was unternehmen großartig. Kann nicht mal sagen wieso |-o

    Springchild

    Dankeschön :)_ Wie ich bereits schrieb warte ich auf jeden Fall die 10 Tage ab. Mir ging es ja auch eher um danach. Bisher jedenfalls habe ich wohl noch überhaupt keine Wehen gehabt .. keine Ahnung wie mein Kind ins Becken gerutscht ist. Fühlbar war aber die ganze Schwangerschaft bei mir nichts. Und auf dem CTG wurden auch noch nie welche gezeichnet. ;-D


    Ich weiß das es viele Dinge gibt die passieren können. Leider ist davon bisher bei mir nichts eingetreten. ":/

    Sheilagh

    Danke auch für deine Meinung. Es tut gut von anderen sowas zu hören. @:)

    Lischenswelt

    Wow. Hat ja trotzdem ganz schön gedauert. Andererseits klingt es super, dass Du es nicht so schlimm empfunden hast. Hast Du dann zwischendurch auch mal schlafen können oder warst Du permanent wach und unter Anspannung? :-)




    Ich muss nun jeden Tag zum Arzt ab morgen. Also erstmal nur CTG, Blutdruck messen und Urin abgeben morgen. Übermorgen dann wohl Untersuchung. Heute hat sie auch nicht nach dem Fruchtwasser gesehen, da sie meinte solang ich Kindsbewegungen habe, der Blutdruck stimmt und Urin gut aussieht, brauch sie da nicht nachsehn ":/ Die Ärztin im KH meinte hingegen das nun alle zwei Tage da nachgesehen werden sollte :-X Naja... wird schon irgendwie passen.


    Die Ärztin heute (Vertretungsärztin meines FAs) meinte auch, dass sie mich dann am Freitag in die Klinik schicken würde zur Einleitung. Also Tag 10 wäre dann. Sie sagte, dass es ja oft tatsächlich noch dauert bis es anschlägt. Und manche brauchen wirklich nur einen Schubs. Statistisch gesehen soll es für Babys besser sein nach 10 Tagen außerhalb des Bauches als innerhalb des Bauches bzw ungefährlicher.


    Ich möchte meinem Baby natürlich nicht schaden und ich denke, da sie ja ordentliche Maße hat, soweit entwickelt scheint, dass sie vielleicht wirklich nur einen Schubs braucht zum rauskommen?


    Vielleicht macht sie sich bis Freitag auch noch alleine auf den Weg. Schön wäre es. Aber danach anfühlen tut es sich bisher nicht. :-@

    Also ich konnte zwischendurch schlafen und mein Mann auch. Es war bis auf die Hitze im August 2015 wirklich alles nicht schlimm. Keine Angst. Bei mir war es auch gut, dass eingeleitet wurde, da sie bereits 4020 g wog....


    Also wenn du keine weiteren Kinder zu Hause hast und dich irgendwie unwohl fühlst, finde ich, dass du ruhig schon ins Kh gehen kannst um einleiten zu lassen. Wenn man keine Kinder daheim hat, ist es doch fast egal wie lange es dauert. So empfand ich es jedenfalls.


    Wie ist denn dein Befund vom Muttermund momentan? Hat sich da was getan bisher.... tja und sonst, warm baden, spazieren gehen etc.

    Lischenswelt

    Das klingt beruhigend. Mal sehen was auf mich wartet. :-)


    Nee hab sonst keine Kinder daheim. Klar ist es fast egal, aber ist leider alles mit der Arbeit bei meinem Mann nicht so einfach und ich will mich ja auch nicht ewig rumquälen. Man hat oft den Gedanken das es nach der Einleitung direkt losgeht und man quasi dann bis zu mehreren Tagen leidet. Aber das stimmt ja bisher wohl nicht, so wie ich aus mehreren Berichten gehört habe. ;-D


    Muttermund wurde nur einmal kontrolliert und das war letzte Woche Dienstag. Da war er bei 1,5 cm. Fingerdurchlässig. Seit dem keine Kontrolle mehr (wohl auch weil ich keine Wehen hatte?) ":/


    Warm baden war ich nun schon sehr oft. Leider auch ohne Erfolg. ;-D

    KleineHexe21

    Ich habe leider keine Hebamme. :-/

    ich würde es nicht machen, solange die ärzte nicht dazu raten. ich hatte aus ungeduld um eine einleitung gebeten und die schmerzen waren viel schlimmer als bei den natürlichen wehen. ich bin aber auch sehr empfindlich.

    Du solltest dich schnellstmöglich um eine Hebamme kümmern! Sie machen in die ersten 2 Wochen die Nachsorge, helfen bei Probleme und haben gute Tricks am Start.


    Die Hebamme Cocktail habe ich 2 mal durch. Hat super geklappt und die Geburten waren extrem schnell (unter 3 und 2 Stunden) Mein erstes Kind wurde eingeleitet da ich 13 Tage drüber war. Spaß hat 25 Stunden gedauert. Das wollte ich vermeiden.


    Was auch beschleunigen kann: man nimmt eine mittelgroße Ingwerwürzel. In Scheiben schneiden und kochen. Wasser über 24 Stunden trinken. Es regt Wehen an.

    Ich würde - so schwer es fällt - abwarten, ich denke engmaschig kontrolliert wirst du ja sowieso. Ich sag dir auch warum ich nicht "früher" einleiten würde: Mich macht stutzig, dass du keinerlei Wehentätigkeit erwähnst. Das war bei mir ganz genauso, und es wurde bei mir 6 Tage über ET eingeleitet (weil es so schön in den Klinikalltag passte). Ich hatte zwei Einleitungen ohne nennenswerten Erfolg, weiterhin keine Wehen, aber anschließend einen Notkaiserschnitt aufgrund zu viel Streß fürs Kind. Damit will ich dir keine Angst machen, sondern einfach dafür plädieren, dem Kind die zusätzlichen Tage zu lassen, so lange man dich lässt. Mein Kind war definitiv nicht übertragen, als es geboren wurde.

    Solange es geht würde ich keine Einleitung zulassen. Ich hatte Einleitung bei der ersten Geburt. Wehen ohne Pausen fand ich grausam, und Kind war es dann auch irgendwann zu viel. Beim zweiten hab mich bis zum Schluss dagegen gewehrt, und es ging dann auch ohne.