Ich weiß grad nicht wie das Verhältnis zum Risiko einer Fehlgeburt zum Risiko eines Gendefektes in meinem Alter ist. Ich meine aber etwas von einem gleich hohen Risiko gelesen zu haben. Bin aber grad nicht sicher und sehe auch bei all den Infos " den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr"

    India


    ich bin auch 36, mein erstes Kind, noch aus der Kinderwunschklinik nach laaaangen Bemühen auf normalen Weg...


    Vor der SS stand für uns fest, dass ich eine Fruchtwasserun.machen lasse, wir wollten auch kein Kind mit Behinderung...


    Als ich schwanger wurde habe ich Nackenfaltenmessung gemacht, total unauffällig, aber ich kam trotzdem nicht zu Ruhe :-( ich genoss die SS wie eine FAhrt mit angezogener Bremse, freute micht und freute micht nicht


    Aber auf einmal konnte ich nicht so leicht wie vor der SS sagen, OK ich gehe und mache Fruchtwa-Unt. , so einfach war das nicht mehr...also habe ich 2 Wochen lang intensiv überlegt, das noch im Urlaub :-/


    und habe mich für diese Untersuchung entschieden....


    Ich hatte solche, solche grosse Angst, angst davor das BAby zu verlieren....Von der Anspannung bekam ich 2 Tage vor dem Eingriff enorme Kopfschmerzen usw.


    und dann die kritischen 2 Tage nach der Untersuchung wo ich bei jedem Toilletengang Angst hatte


    Keine schöne Zeit war das, aber wir habe es geschafft und unser Sohn ist kerngesund auf die Welt gekommen x:) x:)


    Ich kann dir zu kiner Entscheidung verhelfen, wollte dir nur meine ERfahrung mitteilen.


    wünsche dir alles Gute! :)*

    Zitat

    Ich bin absolut sicher, dass ich auchein behindertes Kind lieben werde. Dennoch habe ich Angst, dass sich unser aller Leben verändern wird.

    Ja, ich weiß, das hattest du schon geschrieben. Deswegen habe ich auch nichts über die Liebe gesagt, sondern über die Veränderung. Ein behindertes Kind bedeutet NICHT zwangsläufig, daß die Familie unglücklich wird, dafür hatte ich ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis beschrieben.


    Und wie stark die Behinderung ist, kann eine FW-Untersuchung dir nicht sagen.


    Das Risiko einer Fehlgeburt durch die FW-Untersuchung ist erheblich höher als die Wahrscheinlichkeit,d aß das Kind behindert ist.


    Das bedeutet: Die Untersuchung bietet dir nur (!) dann einen Vorteil, wenn du ein behindertes Kind auf jeden Fall abtreiben würdest und wenn das Austragen eines behinderten Kindes für dich so schlimm wäre, daß du zur Vermeidung dieses Risikos auch das Leben eines gesunden Kindes aufs Spiel setzen würdest.


    Genau danach klingt es aber nicht.


    UND es scheint für dich eine Rolle zu spielen, daß die Abtreibung dann eine Spätabtreibung wäre (da ist nichts mehr mit "Zellhaufen").

    Deine Angst kann ich allerdings sehr gut verstehen. Ich habe mir in der Schwangerschaft auch Sorgen über eine mögliche Behinderung gemacht und hatte manchmal üble Träume deswegen. Klar, es würde das Leben nicht einfacher machen und natürlich wünscht man sich, daß das Kind gesund ist!


    Nur: Eine FW-Untersuchung ändert ja nichts an den Tatsachen. Du würdest wahrscheinlich die Bestätigung bekommen, daß du ein gesundes Kind erwartest – aber 100% sicher kannst du auch dann nicht sein. Und umgekehrt wäre das Ergebnis "das Kind ist wahrscheinlich behindert" auch nicht 100% sicher und würde dich in weitere Schwierigkeiten stürzen.

    Zitat

    Aber ich kann nicht mein Leben, das Leben meines Mannes und das meiner Tochter einem behinderten Kind "unterordnen", d.h. unser aller Leben/Alltag nach einem behinderten Kind auszurichten. Möglicherweise müsste ich meinen Beruf aufgeben. Zu all dem wäre ich definitiv nicht bereit, obwohl ich weiß, dass ich das Kind lieben könnte. Aber das allein reicht manchmal eben nicht.

    Das wird jetzt hart klingen: Dann ist ein Kind zu bekommen aber eine falsche Entscheidung! Nur weil ein Kind gesund zur Welt kommt heißt es leider noch lange nicht, dass es dabei bleibt. Des weiteren können auch alle Vorsorgeuntersuchungen die es gibt das Risiko nur minimieren-nie ausschließen. Niemand hat einen Anspruch auf ein gesundes Kind. Wie sagte dieser Rollstuhlfahrer, der" Googlemaps" für Rollifahrer initiiert hat: Gesunde Menschen sind nicht "gesund", sondern nur momentan nicht behindert-sehr wahr gesprochen!


    Um auf die Frage zurück zu kommen: Ich habe keine NFM machen lassen, da dieser Test einem eine falsche Sicherheit gibt und meine Wahrscheinlichkeit ein Trisomie-Kind zu bekommen sehr gering war. (Wobei ich mittlerweile einer NFM auch bei erhöhtem Risiko nicht mehr zustimmen würde, da ich das Kind dennoch bekommen würde, siehe oben). Insgesamt habe ich sowieso nur die notwendigsten Vorsorgeuntersuchungen wie zB den Feinultraschall machen lassen, das CTG habe ich abgelehnt, da es selbst laut der Leitlinien der Gynäkologischen Gesellschaft bei gesunden Schwangeren ohne Risikofakrtoren keinen Sinn macht.


    Solange es keine Auffälligkeiten in den normalen Vorsorgeuntersuchungen gibt finde ich die Zusatzuntersuchungen nur Stress für Mutter und Kind.

    Zitat

    Bei einer 36-jährigen soll das Fehlgeburtrisiko allerdings bei nur 0,5 - 1 % liegen, sagt meine Gynäkologin.

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    Hast Du Dir mal klar gemacht, was diese Prozentzahlen bedeuten? - Sie bedeuten nämlich, dass jede 100ertste bis 200ertste Schwangere ihr Baby dabei verliert.


    Findest Du, dass das ein "nur" ist? - Ich nicht. Ich finde das ist verflixt viel - und habe daher damals auf Grund meiner Vorgeschichte (Medikamenteneinnahme wegen chronischer Krankheit die zu Fehlbildungen führen kann) nur einen feindiagnostischen Ultraschalll machen lassen - und das nicht um zu erfahren ob mein Kind das DS hat sondern um festzustellen ob da eventuell direkt nach der Geburt eine Op nötig sein könnte zur Behebung irgendwelcher Fehlbildungen wie etwa der Spina bifida.


    Aber eine FU... würde ich nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen machen lassen.Auf keinen Fall einfach so nur weil ich über 35 bin... da ist mir das Risiko die 100ertste zu sein viel zu hoch.

    Ach ja- die Nackenfaltenmessung wollte ich nicht machen lassen... aber mein Frauenarzt hat die ohne mein Wissen und gegen meinen Willen gemacht. Ich wurden nicht gefragt... Ein DS-Kind hätte ich auf jeden Fall immer bekommen, es machte also keinen Unterschied für mich.

    India

    Die Feindiagnostik ist nix anderes als ein Ultraschall, nur viiiiiiiel genauer.


    Das machen auch nicht alle FÄ´s. Ich bin beide male 60km weit gefahren. Der FA war total lieb. Er misst wirklich alles aus, schallt alle Organe, schaut sogar die Gefäße und Adern an.


    In diesem US kann man schon sehr viele Anomalien feststellen.


    Dennoch eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht.


    Mich hats aber beide Male unheimlich beruhigt.


    Es ist eben im Gegensatz zur NFM keine Wahrscheinlichkeitsrechnung, sondern es wird ja DAS Baby geschallt.

    Wie hier schon geschrieben wurde, würde ich aufgrund des Fehlgeburtsrisikos (0,5-1%) ohne konkrete Hinweise vermutlich keine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen.


    Das Ersttrimesterscreening kann dir kein klares "Ja" oder "Nein" liefern, das ist richtig. Bei mir wurde eine Risikowahrscheinlichkeit von 1:über 15.000 berechnet, was ich mehr als deutlich finde. Ein klares "Nein" brauche ich da nicht mehr. Ob ich ein behindertes Kind behalten würde oder nicht, könnte ich erst entscheiden, wenn ich mich wirklich in der Situation befinden würde. Dann würde ich mich konkret mit dem Thema 'Behinderung und mögliche Auswirkungen auf meinen Alltag' auseinandersetzen und gemeinsam mit meinem Mann eine Entscheidung treffen.


    Natürlich kann auch ein gesundes Kind durch Krankheit oder Unfall zum behinderten Kind werden. Das ist für mich allerdings etwas vollkommen anderes als die bewusste Entscheidung ein behindertes Kind aufzuziehen.


    Ich persönlich war froh, die NFM gemacht zu haben. Ohne das Ergebnis wäre ich sehr viel beunruhigter gewesen. Bei einem auffälligem Befund hätte ich eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen.


    Alles Gute! *:)

    bei einem auffälligen Befund wird aber nicht immer gleich eine FWUntersuchung gemacht. Ich hatte ja auch ein auffälliges Ergebnis und bin dann erstmal zur Feindiagnostik überwiesen wurde. Wäre DA dann auch was auffälliges gewesen,erst DANN hätte man eine FW-Untersuchung gemacht. So wars jedenfalls bei mir.


    Deshalb rate ICH ja auch zur FD. Denn da sieht man die Auffälligkeiten wenigstens und bekommt nicht - wie bei der NFM ein Computerergebnis vorgelegt. Anhand der Wahrscheinlichkeit kann man gar nix erkennen. Es berechnet nur die Wahrscheinlichkeit und selbst bei 50:50 oder 1:2 weiß man nicht, ob man ein behindertes Kind bekommt.


    Die FD rechnet gar nix aus. Sie schallt einfach nur seeehr genau alle Knochen und Organe. Da gehts ums Baby und nicht um eine Falte und Blutwerte.


    Ich versthe immer gar nicht, warum manche FÄ da sehr drauf schwören (meiner incl. der chaute echt bedeppert, als ich in der 2.SS sagte, ich verzichte auf die NFM und will zur Feindiagnostik)


    Und nochmal Feindiagnostik ist NICHT Fruchtwasserpunktion. Die hätte ich auch nur im Notfall machen lassen.

    Danke für eure Antworten.

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    Aber auf einmal konnte ich nicht so leicht wie vor der SS sagen, OK ich gehe und mache Fruchtwa-Unt. , so einfach war das nicht mehr...

    Ja, an diesem Punkt bin ich auch gerade. So ganz einfach fällt mir das ja eben nicht und ich bin verunsichert, weil 2 Untersuchungen angeboten werden. Eine mit Risiko und die andere ist unsicher.

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    Dann ist ein Kind zu bekommen aber eine falsche Entscheidung! Nur weil ein Kind gesund zur Welt kommt heißt es leider noch lange nicht, dass es dabei bleibt. Des weiteren können auch alle Vorsorgeuntersuchungen die es gibt das Risiko nur minimieren-nie ausschließen. Niemand hat einen Anspruch auf ein gesundes Kind.

    Na klar, das weiß ich doch auch alles. Aber..... Es ist ein Unterschied, ob man im Vorfeld versucht, alle möglichen Untersuchungen zur Minimierung der Möglichkeit, ein Kind mit Gendefekt zu bekommen, durchführt oder ob das Schicksal durch einen Unfall, schwere Krankheit zuschlägt. Sorry, ich sehe da einfach einen Unterschied. Vielleicht "hinkt" der Vergleich etwas aber das ist wie nicht rauchen um kein Lungenkrebs zu bekommen (wohlwissend, dass man Lungenkrebs auch ohne Rauchen bekommen kann). Ich möchte eben nur meine Möglichkeiten nutzen (also in meinem Beispiel eben nicht rauchen um nicht krank zu werden) Wenn das dann trotzdem passiert, weil das Schicksal es nicht gut mit mir meint, dann ist das eben so.

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    Das Risiko einer Fehlgeburt durch die FW-Untersuchung ist erheblich höher als die Wahrscheinlichkeit,d aß das Kind behindert ist.

    Das kann man so pauschal nicht sagen, weil das vom Alter der Mutter abhängt. Und wie das bei mir als 36-jährige ist, weiß ich grad nicht. Wie oben schon geschrieben, ich glaube gelesen zu haben, dass das Risiko gleich hoch ist. Aber da muss ich nochmal genau recherchieren.


    Bei der Freundin meiner Kollegin (40 Jahre) war es so, dass das Risiko ein behindertes Kind zu bekommen größer war als das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden. Bei steigendem Alter der Mutter wird das Risiko ein Kind mit Gendefekt zu bekommen größer als das einer Fehlgeburt. Auch wenn es bei der Freundin meiner Kollegin traurig ausging.




    Ich bin einfach unsicher, weil ich das bestmögliche für mein ungebornes Kind und den Rest meiner Familie möchte. Dadurch, dass mich meine Aerztin nicht wirklich berät, sonder einfach nur aufklärt (klar, die Entscheidung kann sie mir auch nicht abnehmen), weiß ich einfach nicht,w as ich tun soll. Mein Mann ist da leider auch keine Hilfe. Er sagt, warum sollten ausgerechnet wir ein behindertes Kind bekommen?? Super! Große Hilfe!