Ich denke, du machst dir vielleicht zu viiiiele Gedanken! auch wenn ich das gut nachvollziehen kann @:)


    eine Sicherheit gibt es leider beim Kinderkriegen nicht, es kann kurz vor der Entbindung noch eine unbemerkte Nabelschnurumwicklung am Hals des Kindes geben und es wird im Geburtsvorgang stranguliert.....


    Ich bin auch eher ein mensch, der weitestgehend "Kontrolle" haben will, und eine Wahrscheinlichkeit von 1: ca160 im Vergleich von 1:10000 (was das Ergebnis nach der Nackenfaltenmessung sein kann) wäre für mich einfach beruhigender.

    Zitat

    Ich fühle mich nicht wohl mit dem Gedanken, nichts tun zu können, was


    1. ungefährlich für mein Baby ist aber dennoch


    2. Sicherheit gibt

    nicht böse sein, aber langsam nervt es ein wenig. :)_


    Du wirst NIE Sicherheit haben, denn eine 100% ige Sicherheit gibt es nicht. Punkt!


    Auch wenn das Baby da ist, wirst du niemals Sicherheit haben, dass es 100% gesund ist und bleibt. Punkt.


    Zum XXXX. male hab ich dir zum Bsp geschrieben, was eine Feindiagnostik ist. Die ist viel genauer als eine NFM und hat KEINE Risiken (oder gefahren für dein Kind).


    Wenn da dort was auffällig ist, kann immer noch eine FW-Punktion gemacht werden.

    ja das stimmt, aber wenn bei der FD eine schlimmste Behinderung rauskommt, kann man auch in dem Stadium noch abtreiben (auch hier in Deutschland). Das wäre total legal. So hat es mir mein FA damals gesagt.


    Stellen wir uns vor, bei der NFM wird was festgestellt (12.SSW). Von feststellen kann ja da eigebntlich gar keine Rede sein. Eine Wahrscheinlichkeit wird errechnet. Dann wird auch nicht gleich abgetrieben. Dann wird die Frau erstmal zur weiteren Diagnostik überwiesen.( Bei mir war es so- ich wurde dann zur FD überwiesen. Bis dahin heulte ich Rotz und Wasser!! Da war ich dann aber auch schon 19.SSW. Hätte ich also abtreiben wollen, wäre es auch erst ab der 19.SSW gewesen)


    Und mal ehrlich- würde es dir leichter fallen, ein Baby in der 13.14. oder 15. abzutreiben als in der 19.SSW?


    Mir wahrscheinlich nicht. Ich hätte es so oder so grausam gefunden.


    Wenn man sich für ein Kind entscheidet- also schwanger werden will, hat man unwillkürlich das Risikp auch ein behindertes oder krankes Kind zu bekommen. Das ist traurig, aber nun mal Realität.


    Ich habe beide SS über immer wieder gebangt und gehofft, dass meine Kinder gesund zur Welt kommen und auch heute (2 und 5 Jahre später) hoffe und bange ich, dass sie gesund bleiben.

    nochmal Emma

    Zitat

    Und wenn dann noch eine FW-Untersuchung folgen soll, wird es noch später. Wer bricht denn dann noch die Schwangerschaft ab?

    dazu möcht ich noch was ergänzen. Ja du hast recht, es wird dann immer später. Mein FA sagte mir damals, dass - WENN bei der FD was "schlimmes" rauskommen sollte, man es dann immer noch "wegmachen" kann. (er verwendete einen anderen Ausdruck). Auf jeden Fall, wäre es keine Abtreibung in dem Sinne, sondern man müsste das Baby schon "richtig" gebären.


    Tja wer bricht dann noch eine SS ab? Das ist ja genau DIE Frage, die man sich als Schwangere eben stellen sollte ( und die wenigsten tun). Wenn man solche Untersuchungen machen lässt, MUSS man auch mit den Konsequenzen klar kommen. So schlimm es ist.


    Wenn ich nicht wissen will, ob alles OK ist, brauch ich diese Untersuchungen nicht machen lassen.

    Zitat

    die FD kann ab der 19.SSW gemacht werden

    Sie ist aber in so einem frühen Stadium nicht besonders sinnvoll. Zumindest, wenn man nach Herzfehlern oder dem Risiko einer Präeklampsie suchen möchte.

    Zitat

    Und mal ehrlich- würde es dir leichter fallen, ein Baby in der 13.14. oder 15. abzutreiben als in der 19.SSW?

    Ja, in der 13. Woche würde mir das definitiv leichter fallen als in der 19. Woche.

    Zitat

    Stellen wir uns vor, bei der NFM wird was festgestellt (12.SSW). Von feststellen kann ja da eigebntlich gar keine Rede sein. Eine Wahrscheinlichkeit wird errechnet. Dann wird auch nicht gleich abgetrieben. Dann wird die Frau erstmal zur weiteren Diagnostik überwiesen.( Bei mir war es so- ich wurde dann zur FD überwiesen. Bis dahin heulte ich Rotz und Wasser!! Da war ich dann aber auch schon 19.SSW. Hätte ich also abtreiben wollen, wäre es auch erst ab der 19.SSW gewesen)

    Ich weiß. Deshalb habe ich ja u.a. auch kein Erstrimesterscreening machen lassen. Bei schlechtem Ergebnis hätte es mir zu lange gedauert, bis zum Ergebnis der anschließenden Fruchtwasseruntersuchung. Diese Untersuchung hätte ich aber (ohne vorhergehendes Screening) als 42-jährige wohl durchführen lassen.


    Für mich persönlich ist das Screening sinnlos, die FW-Untersuchung dagegen unter bestimmten Bedingungen eine Option. Den Feinultraschall kopple ich von dieser Entscheidung ab, da er bei mir erst Anfang der 23. SSW stattfand.

    Zitat

    wenn bei der FD eine schlimmste Behinderung rauskommt, kann man auch in dem Stadium noch abtreiben (auch hier in Deutschland). Das wäre total legal. So hat es mir mein FA damals gesagt.

    Legal ja, aber eine ungeheure seelische Belastung. Man muss das Kind ja zur Welt bringen. Ist es auch heute noch so, dass es bei der Geburt (oder kurz danach) stirbt, oder bekommt es vorher eine tödliche Injektion? Sorry, klingt grausam. Aber man sollte schon wissen, was auf einen zukommt :-/ .

    Risiko und Wahrscheinlichkeiten

    Wenn ich das richtig im Kopf habe, dann ist die magische Grenze "35 Jahre" dadurch zustande gekommen, dass ab diesem Alter der Schwangeren das Risiko einer Fehlgeburt bei einer FWU gleich hoch ist, wie das eines behinderten Kindes. Es ist ja nicht so, dass mit 34 keinerlei Risiko besteht, und mit 35 dann plötzlich die Wahrscheinlichkeit, ein behindertes Kind zu bekommen, bei nahezu 100 % liegt. ;-)


    Es ist schon unfair, ab diesem Alter auf einmal den Stempel "Risikoschwangere" aufgedrückt zu bekommen. Denn ehrlicherweise ist JEDE Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft: In jeder Schwangerschaft besteht das Risiko, dass irgendetwas schiefgeht (und das ist, bei Lichte betrachtet, eine ganze Menge).


    Ich hatte mit 22 als kerngesunde, schlanke Nichtraucherin tatsächlich ein sehr geringes Risiko. Aber ich war die 1 vor dem Doppelpunkt.


    Und ich bin so froh, dass wir unseren Sohn haben! x:)

    Zitat

    Ja, in der 13. Woche würde mir das definitiv leichter fallen als in der 19. Woche.

    Das sehe ich absolut genau so. Es macht durchaus einen Unterschied, ob man das Baby schon sehr deutlich spürt und über den langen Zeitraum auch eine noch intensivere Bindung aufgebaut hat als in einem Stadium, das grad mal so kuzr über die kritische Zeit hinaus ist.


    Und es ist auch ein riesen Unterschied, ob ein Kind "normal" abgetrieben oder aber still geboren wird.

    Zitat

    Zum XXXX. male hab ich dir zum Bsp geschrieben, was eine Feindiagnostik ist.

    Zur Feindiagnostik habe ICH geschrieben, dass sie für mich nicht in Frage kommt, weil sie offensichtlich über viele Dinge Auskunft geben kann, jedoch nicht über das Vorliegen von Trisomien.

    India, ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber die Entscheidung, ob Du ein behindertes Kind bekommen oder abtreiben würdest, liegt doch ganz bei Dir. Fragen kannst Du dazu nur Deinen Partner, aber die letztendliche Entscheidung ist DEINE!


    Ich bekomme mein drittes Kind. Weil wir ein Down-Syndrom in der Verwandtschaft haben, haben wir uns bei allen Schwangerschaften wahrscheinlich mehr Gedanken darüber gemacht als andere, die auch noch nicht unter die "Risikogrenze" fallen.


    Beim ersten Kind hab ich gedacht, dass ich es NIE abtreiben könnte, egal wie es ist. Beim zweiten sah es dann schon anders aus. Jetzt beim dritten (bin ja jetzt auch älter) wäre meine Entscheidung wahrscheinlich noch klarer.


    Allerdings habe ich bei keinem eine FW-Untersuchung machen lassen. WIR, also mein Mann und ich, haben entschieden, dass wir eine Nackenfaltenmessung machen lassen und (sollte diese auffällig sein) erst danach entscheiden, OB wir eine FW-Untersuchung machen lassen, bzw. OB es überhaupt Konsequenzen für uns hätte. Mein Mann hat das nämlich alles nochmal anders gesehen als ich.

    India

    Zitat

    Und als 36-jährige

    Meine Einschätzung aus der jetzigen Perspektive? Nach einer Schwangerschaft mit 29 (bei der ich keinen Meter an Trisomie 21 und Co. dachte) und einer mit 32 (bei der ich mich deutlich intensiver damit auseinandergesetzt habe) würde ich sagen: Ja, ich denke, ich würde mit 36 eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, sofern ich dann die Ergebnisse bis zur 14/15 Woche vorliegen hätte. Andernfalls würde ich mich dagegen entscheiden, weil ich einen Abbruch zu einem späteren Zeitpunkt wohl nicht gut verkraften könnte.


    Vielleicht ist diese magische Grenze wenig nachvollziehbar, aber das war immer in etwas die Zeit, zu der der Bauch merklich zu wachsen begann und ich das erste leichte Flattern spürte.


    Das Erstrimesterscreening halte ich jedenfalls aus genannten Gründen für vollkommen sinnlos. Es würde mich vermutlich nicht beruhigen, eher im Gegenteil.