Zitat

    Zur Feindiagnostik habe ICH geschrieben, dass sie für mich nicht in Frage kommt, weil sie offensichtlich über viele Dinge Auskunft geben kann, jedoch nicht über das Vorliegen von Trisomien.

    dann bist du nicht richtig informiert. ;-) Trisomien machen sich durch bestimmte Dinge bemerkbar. Zum Bsp. Trisomie 21 oft durch Herzfehler, Nierenfehler, kurzer Nasenrücken, Nackenfalte und und und. Und GENAU DAS sieht man bei der FD sehr gut.


    Sieht der FA also zum Bsp einen Herzfehler, wird er genauer schauen. Ob es denn Trisomie 21 ist, wird man in der FW-Punktion klären (eventuell!!!!) und 100% wirst du es wissen, wenn das Baby da ist.


    Bei der NFM sieht der Doc nur die Nackenfalte und hat Blutwerte und rechnet dir einen Wert aus. Was sagt das aus? Wieviel gibt dir das Sicherheit?

    Zitat

    Bleib dem Faden fern, wenn es dich nervt. Sorry, aber die Einlassung hättest du dir in der Formulierung sparen können.

    naja es ist ein Diskussionsforum, da darf glaub ich, jeder seine Meinung sagen :-/ und ich habe es nicht schroff oder beleidigend getan.Wie hätte ich´s denn anders (netter) ausdrücken sollen? Ich finds halt übertrieben.....nach 7 Seiten Erfahrungen, Infos und Tipps....


    . Das Internet ist voll mit Infos über die NFM und dein FA sollte dich eigentlich auch gut beraten können (OK meiner hats auch nicht getan)


    Du bist 36 und keine 16. Da sollte man nach reichlichen Fakten und Erfahrungen andere schon eine Entscheidung treffen können.


    Ich war beim 1.Kind 26, habe die NFM machen lassen (meine Erfahrung hab ich dir geschrieben).


    Ich habe mich NACH der NFM (als das Kind in den Brunnen gefallen war und ich heulend wochenlang auf die FD gewartet hab) über diese Untersuchung informiert und wusste bereits da, dass ich sie beim 2.Kind nicht wieder machen lassen würde.


    Die Entscheidung musst alleine DU treffen- dann aber mit allen Konsequenzen.


    Was magst du denn nach den 7 Seiten noch lesen?


    Du würdest in der 12. SSW noch abtreiben, wenn das Kind was hätte (du würdest allerdings niemals in der 12.SSW durch die NFM erfahren, dass es was hat- du würdest zu weiteren Untersuchungen geschuckt werden). Wenn du "Glück" hast, könntest du vielleicht in der 14. oder folgenden Wochen später "abtreiben".


    Du würdest also im Notfall abtreiben? Dann lass die NFM machen.


    Würdest du es nicht? Dann lass es!


    Was soll man da noch groß lamentieren?


    Versteh mich nicht falsch, das ist nicht böse gemeint (war das besser ausgedrückt ":/ ) aber nach 7 Seiten für 2 Fragen......kann der Ein oder Andere schon mal genervt sein :)*


    PS: ich wünsche dir von Herzen, dass dein Baby gesund ist (und in den allermeisten Fällen ist es das ja zum Glück auch).


    und nochmal PS:


    eine Bekannte war 22 jahre und hatte keine derartigen Untersuchungen. Ihr Kind hat Trisomie 21. Keine Risikofaktoren....junges Alter der Mutter, keine Vorerkrankungen in der Familie. Einfach Schicksal und ein großer Schock nach der Geburt (trotzdem hat sie danach noch 2 gesunde Mädels bekommen und die Große mit dem Down Syndrom ist inzwischen 8 jahre).


    Eine Freundin, 32 Jahre: FD---Auffälligkeiten---FW Punktion----Verdacht auf Trisomie 13 ----dann Verdacht auf Mukoviszidose------am Ende Frühgeburt durch ne Infektion in der 32.SSW und das Kind (inzwischen 2 Jahre) ist pumperl Gesund!!!!!


    Was ich sagen will: du steckst nicht drin! Schicksal und man kann einfach nicht alles abchecken.

    Insbesondere Herzfehler lassen sich erst später sicher diagnostizieren - ein Grund, der gegen die FD zu einem früheren Zeitpunkt spricht. Und auch hier: alles nur Softmarker. Sicher ist ausschließlich eine genetische Analyse kindlicher Zellen und das leistet die Feindiagnostik eben auch nicht. Insofern hat India schon Recht: die FD bringt nicht viel mehr als das Screening, es findet nur noch später statt. Eine wirkliche Alternative ist sie also nicht.

    Ich hatte hierzu auch ein paar Seiten vorher einen Link geschickt, indem stand, dass dies eben wenig Aufschluss über das Vorliegen von Trisomien gibt.


    Emma_Peel


    Den Wert 1:187 habe ich dem Infoblatt meiner Gynäkologin zum ETS entnommen. Aber ich könnte mich bei dem Wert, den du genannt hast wesentlich mehr entspannen


    Flami 79


    Du schreibst etwas von 7 Seiten Tipps und Infos. Nur sind die Erfahrungen eben sehr unterschiedlich. Damit einhergehend auch die Tipps. Somit ergibt sich aus den Erfahrungsberichten und Tipps eben keine klare Linie.


    Klar, in einem Forum kann selbstverstaendlich jeder seine Meinung aeussern. Ich wundere mich nur darüber, dass hier die Worte "es nervt langsam" gefallen sind. Das hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen. Ebenso die Aussage "was soll man da lamentieren" Aber es war ja sicher nicht bös gemeint.


    Dennoch zur meiner Erklärung:


    Die Frage, ob ich im Falle eines Falles abtreiben kann oder nicht, kann ich eben nicht klar beantworten. Deshalb fällt es mir auch schwer zu entscheiden, ob ich Praenataldiagnostik will oder nicht. Es ist eben leider nicht schwarz oder weiß und folglich mit klarer Idee zu einer Kosequenz verbunden.


    Ich habe eine scheiß Angst, dass etwas nicht okay ist.


    Und sorry.... Auch zum ausheulen und "etwas loswerden" ist ein Forum da. Wen das nervt, soll den Faden doch bitte einfach ignorieren

    India

    Ich denke, das hängt auch nochmal ganz stark davon ab, welchen Zeitpunkt der Schwangerschaft man betrachtet. Ich sprach ja die natürlichen Abgänge bei starken Behinderungen an und möglicherweise ist die Zahl deiner Ärztin die Zahl bezogen auf eintretende Schwangerschaften. Da viele geschädigte Embryonen aber nicht überleben, sinkt die Wahrscheinlichkeit, wirklich ein Kind mit einer Trisomie lebend zur Welt zu bringen, bis zum Ende nochmals deutlich ab.


    Und nenn es jetzt böse, aber die Ärztin verdient mit der Untersuchung gutes Geld. Eine Wahrscheinlichkeit von 1:150 kommen ihr sicher gelegener als 1:300, also ist es ja klar, was sie auswählt. Stimmen tun wohl alle Zahlen auf ihre Art und Weise, nur wenn man sie deutet, relativiert sich manches im Nachhinein.


    Hier ist noch ein recht interessanter Link, da wird dieses Thema auch angerissen:


    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=wahrscheinlichkeit%20trisomie%2021%20alter%20frau&source=web&cd=5&ved=0CEoQFjAE&url=http%3A%2F%2Fwww.praenatalsono.de%2Frisikoermittlung.pdf&ei=mTGPT8TqI4HGtAaVwOXwCQ&usg=AFQjCNGv__0rD0yIGOH-94aQDh69AROPAw

    Zitat

    Ich habe eine scheiß Angst, dass etwas nicht okay ist.

    das glaub ich dir gern, hatte ich auch und dennoch: du wirst auch nach all den Untersuchungen keine Sicherheit haben und ich finde, du du solltest einfach auf deinen Körper und dein Baby vertrauen.

    Zitat

    Die Frage, ob ich im Falle eines Falles abtreiben kann oder nicht, kann ich eben nicht klar beantworten.

    Selbst wenn du es klar beantworten könntest, bevor du WEISST, dass das Kind behindert ist, wenn es tatsächlich so ist, kann eine Entscheidung sich noch verändern oder plötzlich ganz klar sein. Verlang nicht zu viel von dir.

    Guten Morgen,


    Emma Peel


    Stimmt, das war die Zahl, die bei der 12. SSW angegeben war. Der Wert der bei der Geburt angegeben war so um die 270.


    Danke für die Links


    Flami79


    Ich wünschte, das wäre so einfach. Vor zwei Wochen war meine "innere Stimme", die mir sagte "lass es" wesentlich lautet. Eigentlich fühle ich mich nicht als Spätgebärende. Ich fühle mich vital und gesund, habe keine familaeren Vorbelastungen etc. So gesehen.... Alles bestens


    DieKruemi


    Ich dachte immer, wenn ich ein behindertes Kind (schwer beh) bekommen sollte, treibe ich ab. Aber das sagte ich zu einem Zeitpunkt, in dem ich eben kein schlagendes Herz und ein kleines Wesen auf dem US Bild gesehen habe.


    Ich weiß nicht, ob sich das Gefühl dazu nach einer knallharten Diagnose noch ändert und ich dann wieder klarer mit der Vorstellung zu Konsequenzen (eben die Entscheidung abzutreiben) wäre.


    Das kann man tatsächlich kaum prognostizieren.

    Guten Morgen,


    Ich habe nun eine Entscheidung getroffen:


    Ich werde nun doch das ETS machen lassen und sehr darauf hoffen, dass das Ergebnis genau so eindeutig ausfällt wie bei zwei Freundinnen von mir, die das machen lassen haben. Die eine war zum Zeitpunkt der Schwangerschaft 35, die andere erst 29.


    An die FWU traue ich mich wegen des Fehlgeburtenrisikos einfach nicht ran. Obwohl diese sicher wesentlich genauer wäre. Aber zu invasiv.


    Da die Nackenfalte im normalen Ultraschall sehr unauffällig war, hoffe ich wie gesagt auf ein eindeutiges Ergebnis.


    Bitte Daumen drücken. Ich werde dann weiter berichten.

    Wenn ich gar nichts tue, finde ich vermutlich die nächsten 6 Monate keine Ruhe. Da ich ab heute in der 13. SSW bin bleiben mir auch nur noch 6 Tage für die Untersuchung. Noch länger nachdenken ist also nicht.

    @ India

    Ich beziehe mich nochmal auf den Eingangsbeitrag.

    Zitat

    Im letzten Ultraschall war die Nackenfalte, so weit erkennbar, total unauffällig.

    Das sollte dir doch genung Beruhigung geben. Beim ETS wird auch nur die Nackenfalte gemessen und zusätzlich aus dem Blut noch zwei Hormone bestimmt. Daraus errechnet sich dann eine Wahrscheinlichkeit, in die auch das Alter der Mutter eingeht.


    Wenn die Nackenfalte unauffällig ist, wird auch eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit für ein behindertes Kind herauskommen. Ob die Wahrscheinlichkeit 1:1000 oder 1:10000 ist, wird dich wahrscheinlich nicht weiter beruhigen oder beunruhigen. Also wirst du genau so schlau sein wie bisher.


    Ist jetzt Off-Topic, aber ich habe mal einen interessanten Bericht über die Mammographie gesehen. Durch die Mammographie wurde von 1000 Frauen bei 10 Frauen ein sonst unerkannter Tumor in der Brust gefunden. Gleichzeitig wurde aber bei 50 gesunden Frauen ein Tumor fehldiagnostiziert; diese 50 Frauen mussten sich einer nervenaufreibenden Gewebebiopsie unterziehen. Von den 10 Frauen ist 1 nicht gestorben, weil man den Tumor rechtzeitig erkannt hat. Die anderen 9 Frauen sind entweder an dem Krebs gestorben oder der Krebs wäre auch noch so rechtzeitig erkannt worden.


    Ich sehe hier eine Parallele zum ETS. Es werden daduch so viele Mütter beunruhigt, die ein gesundes Kind erwarten, aber durch eine Falschdiagnose weitere nervenaufreibende Untersuchungen über sich ergehen lassen müssen.

    jens lover

    ich find deinen Beitrag sehr toll :)^ :)^


    Bei mir war allerdings die Nackenfaltung auch völlig OK, nur das Blut hat dann eine Wahrscheinlichkeit errechnet, die meinen FA gereicht hat, um mich verrückt zu machen und mich zur FD (3 Wochen später!!!!!) zu überweisen.


    Ich dachte nämlich auch "aja, NF ist OK, dann ist ja alles OK" und war echt geschockt, als mich mein FA dann wenige Tage später anrief und mir sagte, dass aufgrund der Blutwerte nun eine FD nötig wäre.


    Im Grunde hast du aber recht- ich habe 3 Wochen geheult, Angst gehabt und alle Welt verrückt gemacht und am Ende war NIX!!! (außer nervenaufreibende Wochen)

    Zitat

    Da die Nackenfalte im normalen Ultraschall sehr unauffällig war, hoffe ich wie gesagt auf ein eindeutiges Ergebnis.

    da du diese Angabe ja bereits hast, verstehe ich ehrlich gesagt den Entschluss zum ETS auch nicht so ganz. Die Nackenfalte ist unauffällig, dein Alter bekannt - so hängt alles an den Blutwerten, obwohl die ja allein nur eine ganz schlechte Aussagekraft haben.


    Und das mit den restlichen sechs Monaten Unruhe kann ich nicht bestätigen. In der 20. Woche sagte mir die Frauenärztin, unsere Tochter hätte ein wunderschönes Nasenbein, lange Beine und vorbildliche Füße. Natürlich auch alles nur Indizien, aber damit war auch das letzte kleine bisschen Unbehagen verschwunden. ;-)


    Ich wünsche dir aber natürlich trotzdem ein Ergebnis, das in der Lage ist, dich zu beruhigen. @:)