Frauenarzt hat Problem mit Hebamme

    Hallo Zusammen,


    mich belastet momentan ein Thema, wozu ich gerne ein paar Meinungen hätte.


    Ich bin seit über 10 Jahren bei meinem Frauenarzt und war immer zufrieden.

    Ich wurde im August 2018 schwanger und suchte mir auch direkt eine Hebamme, die auch die Vorsorge mit macht.

    Die ersten Untersuchungen waren noch beim Arzt (alle 4 Wochen), ab der 20. SSW im Wechsel mit der Hebamme. Und da fing alles an...


    Der Arzt kam damit überhaupt nicht klar. Ich teilte ihm mit, dass ich den Glukosetoleranztest über die Hebamme machen lassen will, da auch gleich Schilddrüse und Eisenspeicher überprüft werden. Da wurde er schon etwas patzig.


    Als die normale Ultraschall-Untersuchung vorbei war, ist er mit meinem Mutterpass und seiner Sprechstundenhilfe in ein kleines Zimmer verschwunden und haben wohl über mich geredet.

    Der Arzt ist wieder ins Behandlungszimmer verschwunden, wir sind zum Empfang und die Sprechstundenhilfe war sehr komisch zu uns. Sie meinte dann nur: "ja, Sie rufen bitte in SSW 30 an und vereinbaren einen Termin für 3 Wochen später für das 3. Screening und das 1. CTG".

    So, und das war sage und schreibe 10 Wochen später!


    (Ich muss dazu sagen, dass eine Freundin von mir in der Schwangerschaft auch beim selben Arzt war (vor ca. 1 Jahr) und sie alle 4 Wochen bei ihm war. Da wurden die nächsten Folge-Termine auch immer gleich nach den Untersuchungen gemacht und sie musste nie anrufen).


    Ok, jetzt war dieser Termin 10 Wochen später (an diesem Montag) und es herrschte die gleiche Stimmung.

    Bei der Begrüßung am Empfang sagte die Sprechstundenhilfe noch: "ok, erst Urin abgeben und Blutdruck messen, dann Ultraschall und zum Schluss CTG." Soweit so gut.


    Die Sprechstundenhilfe ist daraufhin mit meinem Mutterpass zum Arzt rein, Türe zu und wir musste noch einen Moment warten.

    Das 3. Screening war dann ziemlich schnell erledigt. Das Gespräch mit dem Arzt war kurz und knapp. Er zeigte keinerlei Interesse mehr an mir.

    Und als die Sprechstundenhilfe reinkam und fragte "Muss CTG geschrieben werden?", antwortete der Arzt: "Nein, nicht nötig".

    Mein Mann und ich waren total perplex und konnten in dem Moment gar nichts mehr sagen.


    Bei meiner Freundin wurde schon ab SSW 28 alle 2 Wochen CTG geschrieben.

    Der Arzt fragte noch, ob der Hepatitis B Test auch durch die Hebamme gemacht wird und ich bejahte.

    Nun ja, der Arzt hat uns dann zum Abschied die Hand geschüttelt und nur noch gesagt: "wenn Sie mich brauchen, melden Sie sich"..

    Die Sprechstundenhilfe gab mir meinen Mutterpass zurück und sagte: "Alles Gute".

    Und wir gingen...


    Wo ist das Problem? Dass der Arzt kein Geld mehr mit mir verdient? Sieht er die Hebamme als Konkurrentin?


    Ich bin sehr frustriert und enttäuscht. Dass ich als langjährige Patientin und hochschwanger so behandelt werde.. Ich kann absolut nicht verstehen, weshalb hier das Kindeswohl nicht an 1. Stelle steht. Da ist es ja wohl egal, wer die Vorsorge macht. Das entscheide ja immer noch Ich bzw. mein Mann und Ich.


    Meiner Freundin wurde auch schon früher (also frühere SSW) gesagt, dass Sie sich im Krankenhaus, in dem Sie entbinden will, vorstellen muss und bekam eine Überweisung. Zu mir wurde kein Ton gesagt.


    Und jetzt ist die Frage: Soll ich mir die Überweisung noch holen? Eigentlich sträubt sich alles in mir, da noch einen Fuß reinzusetzen. Soll ich mir vor der Geburt noch einen neuen Arzt suchen oder die Vorsorge nur noch von der Hebamme machen lassen? Die Überweisung könnte ich mir auch evtl. vom Hausarzt geben lassen. Aber das Krankenhaus fragt sich dann auch, warum ich die nicht vom Frauenarzt habe.


    Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Und falls ja, wie gelöst?

  • 69 Antworten

    Wir waren mit der Situation ziemlich überfordert, weil wir mit so einem Verhalten nicht gerechnet haben.

    Zudem glaube ich nicht, dass er es offen zugegeben hätte..


    Im Nachhinein sagen wir schon, wir hätten was sagen sollen.


    Was sollten wir denn die Krankenkasse fragen?

    In vielen ländern, machen die leute große augen, wenn man als schwangere zum frauenarzt geht.

    Bei einer normal verlaufenden schwangerschaft muss man als nicht zwingend zum arzt:-)


    Hat bei uns wohl was mit dem krankenversicherubgssystem zu tun und dem einfluss der ärzteschaft.


    Ich würd mich davon nicht da nicht kirre machen lassen. Du hast doch noch eure hebamme.


    Auch wenn ich nicht konkret helfen konnte. Wende dich wie gesagt an eure hebamme:-)


    Alkes gute für euch

    Hm ich war natürlich nicht dabei aber rein inhaltlich erkenn ich da keine wirkliche Schikane. In Ö sind ebenfalls nur 3 Ultraschalluntersuchen vorgesehen und CTG gibts sogar erst ab Entbindungstermin ausser zuvor gibt es Auffälligkeiten (bei mir ab der 30. Woche wegen Diabetes und schlechter Nabelschnurversorgung). Beim FA war ich insgesamt nur 5 mal. Klar hätt ich öfter gehen können, aber vorgesehen ist es nicht und ich würd es nicht als unfreundlich werten wenn der Arzt einfach sagt "in 10 Wochen, ausser es treten vorher Auffälligkeiten auf". Wenn alles gut ist, braucht man doch nicht 2 wöchentlich zum CTG ":/ Ja wird oft gemacht aber das wiederrum würd ich als KK Abzocke werten.

    naja in Deutschland ist es aber Standard ab der 30. Ssw alle 2 Wochen zum Frauenarzt zu gehen inkl. Ctg. Und vorher alle 4 Wochen. Müssen tust du klar nicht.


    Du hättest ja aber sowieso frühestens nach 8 Wochen wieder zum Frauenarzt gehen müssen. Warst ja zwischendrin bei der Hebamme. Daher sind 10 Wochen ja nicht so dramatisch.



    Manche Ärzte sind da halt irgendwie angefressen und sind quasi eingeschnappt, dass sie nur für die großen Ultraschalle gut sind und wenn was ist und für den Rest der Schwangerschaft gehen sie zur Hebamme AUSSERDEM uns des wird des wichtigste sein, verdienen sie an schwangeren recht gut.

    Das CTG hat sich aber einfach nur eingebürgert sozusagen. Eigentlich ist das nur bei Indikation vorgesehen, also bei bestimmten Risiken. Bei einer normalen Schwangerschaft gehört es nicht zur normalen Vorsorge.

    naja wenn sie es aber machen und auch bezahlt bekommen, dann ja schon irgendwie. Mich nervt diese ewige ctg Schreiberei aber irgendwie auch, wird bei uns aber auch vor dem ultraschall gemacht und ich wusste wenigsten schon ob das Herz noch schlägt. ( bin da ein gebranntes Kind)

    Ja weil beschissen wird. Es wird eine Indikation erfunden ganz einfach und geht auf Kosten aller. Mittlerweile sind die Kassen da vielleicht auch strenger.

    ach die armen Krankenkassen, die ansonsten so gut wie nix bezahlen und ewig viel Überschuss jedes Jahr haben. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.


    Ich komm jetzt erst wieder dazu, da noch recht frisch schwanger. Bin aber mal gespannt ob sich das mit dem ctg geändert hat. Denn im Vergleich zur letzten Schwangerschaft von vor 3 Jahren hat sich arg viel geändert.

    Darum, ob die Krankenkassen beschissen werden, geht es hier doch gar nicht. Sondern darum, dass die TE das Gefühl hat, dass ihr Arzt sich nicht richtig um sie kümmert.


    Eben weil das ständige CTG schreiben inzwischen als normal angesehen wird, bekommen anscheinend manche Schwangeren das Gefühl, dass sie schlechter behandelt werden, wenn sie kein CTG bekommen. Auch wenn der CTG in ihrem Fall nüchtern betrachtet wahrscheinlich so und so unnötig gewesen wäre.

    Zitat



    Wieso fragst du den Arzt nicht direkt? Alternativ deine Krankenkasse. Die bezahlen ihn ja schließlich!

    ja, für 40.- auf drei Monate kann man auch was verlangen.


    Ernsthaft:

    1. nur, weil Deine Freundin eine andere Behandlung hat, heißt das nichts, jede Schwangerschaft ist anders

    2. warum sollen zwei Leute einen Tanz um Dich machen, Du wolltest die Hebamme, nun hast Du sie. Es geht bestimmt nicht um: ich mag Dich nicht, sondern um:

    sie wird von jemandem versorgt, alles gut. Und er hat doch Recht, oder?

    Ich schliesse mich klar der Mehrheit an. Ohne Indikation gibt es keinen Grund fuer staendige Ultraschalluntersuchungen und/oder CTGs. Schwangerschaft ist keine Krankheit!


    Ich lese in Deinem Beitrag nichts, dass auf eine Verstimmung des Arztes hinweist. Aus meiner Sicht verhaelt er sich normal.


    Ich lese dort hingegen unbegruendete Eifersucht. Jede Schwangerschaft ist anders und erfordert mehr oder weniger haeufige Untersuchungen.


    Nimm es doch positiv - offensichtlich ist alles mit Dir und Deiner Schwangerschaft in Ordnung. Wenn es irgend ein anderes Anzeichen gaebe, wuerde er sicher anders reagieren - zu Deinem und dem Wohl des Kindes und um seinen eigenen Arsch in trockenen Tuechern zu haben.

    Wo liegt denn jetzt Dein Problem?

    In der noch fehlenden Überweisung? Dem Krankenhaus wird es ziemlich egal sein, von welchem Arzt die Überweisung stammt.

    In den nicht vom FA durchgeführten Untersuchungen? Da hattest Du Dich doch selbst entschieden, dafür eine Hebamme zu nehmen. Dass der Arzt nicht "Hurra" schreit, wenn Du Dir eine Hebamme nimmst, ist ja auch klar. Da geht ihm Honorar verloren bzw. könnte er es auch so deuten, dass Du ihm nicht 100% vertraust.