Geburtsberichte

    Hallo ins Schwangerschaftsforum! Ich bin seit 31.07. Mutter, während der Schwangerschaft habe ich oft heimlich hier gelesen. Ich lese heute noch gerne die Geburtsberichte und freue mich über jede Mama die eine tolle Geburt hatte. Ja, die gibt es wirklich. Vielleicht hat einfach die eine oder andere Mama auch ihren Bericht zu posten.


    Ich fang mal an.


    Aufgrund der Größe und Gewicht meiner Tochter, habe ich jeden Tag vor Termin mit Beginn der Geburt gerechnet, aber es tat sich nichts. Bis zur Ankunft abends in der Klinik wollte auch niemand glauben, dass ich ein 4kg Baby mit mir herum trage, da mein Bauch nicht groß war und ich auch schlank geblieben bin.


    Am ET hatte ich Termin bei meiner Gynäkologin, Muttermund war schön weich, 2 Finger breit durchlässig, CTG zeigte die ersten Wehen, aber nur ganz zaghaft.


    Am Nachmittag ging dann aber der Schleimpfropf ab, das Zeichnen begann.


    2 Tage nach ET am Abend freute ich mich, dass ich endlich Wehen habe, aber nur ganz schwach. Als ich allerdings frisches Blut bemerkte und immer das Gefühl hatte Flüssigkeit zu verlieren, wollte ich zur Untersuchung in die Klinik. Meine Hebamme war leider nicht da. Die anwesende Hebamme meinte, es sei kein Fruchtwasser, Muttermund sei auch nur minimal offen, da die Klinik so viele schon aufnehmen musste, würde man mich wieder heim schicken. Allerdings wollte die FA in der Klinik einen Test machen, ob es doch Fruchtwasser ist. Ja, den konnte sie sich dann sparen, als ich auf den Gynstuhl aufsaß, platze um 21:35 meine Fruchtblase. Ich war an dem Abend also die letzte Gebärende, die sie aufnahmen. Leider konnte Mr Voice nicht mit mir im Krankenhaus bleiben, also musste ich zunächst alleine auf Station. So, nun hieß es warten, dass endlich Wehen kommen, ich wollte bloß keine Einleitung! Meine Zimmernachbarin war super nett, sie hatte 2 Tage zuvor eine Tochter auf die Welt gebracht. Ich legte mich erst mal hin, aber kurz darauf fingen die Wehen an. Ab 1:00 Uhr habe ich nicht mehr schlafen können, bin durch den Gang getigert oder habe im Bett gelegen und Wehen veratmet. Meine Bettnachbarin hat mich immer wieder gelobt und motiviert. Ich fand es im Moment, wenn die Wehe kam schon schmerzhaft, aber es ging ganz gut mit Atmen. Sie meinte irgendwann, dass ich dann bald mal in den Kreißsaal sollte, ich hatte aber das Gefühl, die Wehen würden nur so 15 Sek dauern. Von wegen, ich habe ab 4:00 Uhr gestoppt, alle 2 Min hatte ich Wehen mit einer Dauer von 1-2 Min. Gegen 6:00 wollte ich Zähne putzen, habe mich aber direkt übergeben müssen. Also ging ich zu den Krankenschwestern, ich bräuchte was gegen Übelkeit. Die Schwester musste ehrlich schmunzeln und empfahl mir den Kreißsaal ;-D


    Dort begrüßte mich die Hebamme vom Vorabend. Muttermund war 3cm offen, Wehen weiter regelmäßig. Ich rief Mr Voice an, dass ich mich freuen würde, wenn er bald kommen würde. Das Angebot der PDA lehnte ich zunächst ab. Bekam Buscopan, meine Hebamme wurde angerufen. Ca. 45 Min später hab ich mir gedacht, dass ich doch eine PDA möchte, die ließ sich ganz schnell legen und war echt angenehm. Mr Voice ist eingetrudelt, wir haben uns unterhalten, ich hab versucht was zu essen, blieb aber leider nicht drin. Gegen 8:30 kam dann meine Hebamme, der Engel. Als sie gegen 09:30 meinte ob ich denn schon Presswehen spüre, habe ich mich doch erschreckt, dass es schon so weit sein soll. Der Muttermund war vollständig offen, Presswehen habe ich keine gespürt. Die Hebamme meinte wir sollten es versuchen, allerdings hörten wir nach 3x pressen wieder auf, weil die Herztöne meiner Kleinen nicht gut waren. Nach einem kurzen Schläfchen merkte ich aber Hallo Presswehen. Es ging los! Zunächst im Liegen 2x, 3x in der Hocke (toll war, dass mein Mann mich an einer Seite im Arm hatte), dann noch 2x im Liegen und sie war um 11:06 Uhr auf der Welt! Das Ganze wurde mit 3 Urschreien von mir begleitet, Mr Voice ist heute noch fasziniert welche Gewalt und Kraft durch den Raum ging. Der Wahnsinn, das wars schon! Und sie hatte wirklich 4050g und 56cm und 37KU! Dann wurde ich lange genäht, es war aber nur Dammriss 1.Grad und eine innere Schamlippe musste geflickt werden, der fehlt nun eine Ecke. Die Geburtsverletzungen habe ich nach 2 Tagen schon kaum mehr gespürt.


    Unterm Strich: Ja, Wehen tun weh, aber ich hab mir das viel schlimmer vorgestellt.


    Die Geburt, wie ich sie erleben durfte, kann ich nur jeder Frau wünschen. Es war ein tolles Erlebnis, meine Tochter ist gesund und einfach super. Mein Wochenbett war leider besch*, aber man kann nicht alles haben. Dafür belohnt mich die Kleine mit viel Schlaf, sie schläft seit der 4 Lebenswoche von 19:00-06:00 Uhr durch.


    Ich würde mich über weiter Berichte echt freuen. Alles Liebe und Gute für Euch. @:)

  • 192 Antworten

    Oh, meinen Bericht möchte hier niemand lesen :-X


    Aaaaber.... ich hatte eine traumhafte Schwangerschaft ;-D


    Dir und deiner kleinen Familie alles, alles Gute!

    Meinen bericht werde ich auch nicht posten, weils leider nicht glatt lief, und hier auch schwangere mitlesen... aber alles gute und viel spass mit deinem zwerg @:)


    Wenn es dich interessiert, aber gerne per PN ;-)

    Zitat

    Oh, meinen Bericht möchte hier niemand lesen :-X


    Aaaaber.... ich hatte eine traumhafte Schwangerschaft

    Das finde ich auch wichtig, die argen Sachen nicht zu schreiben. Ich fände es aber toll, wenn auch kompliziertere Geburten beschrieben werden, die aber super gemeistert wurden.


    Ich hatte das Glück, dass ich weder in der Schwangerschaft, noch Geburt Ängste oder Sorgen hatte, dafür war mein Wochenbett eine kleine Hölle, allerdings darf man Mamahormone nicht unterschätzen, die lassen so Einiges bewältigen und vergessen.

    Zitat

    Meinen bericht werde ich auch nicht posten, weils leider nicht glatt lief, und hier auch schwangere mitlesen...

    Das stimmt und ist auch sehr rücksichtsvoll und denke selbstverständlich. Man soll hier nichts schönschreiben und auslassen, wenn es arge Komplikationen gab. Jedoch Komplikationen, die bewältigt wurden, finde ich, kann man zum Mutmachen durchaus beschreiben.

    @Mrs Voice

    Bitte nicht persönlich nehmen (ist auch nicht böse gemeint), aber gerade das

    Zitat

    Ich fände es aber toll, wenn auch kompliziertere Geburten beschrieben werden, die aber super gemeistert wurden.

    lässt einige (viele?), die eine kompliziertere Geburt eben nicht (super) gemeistert haben, sich noch mehr wie ein Versager fühlen.


    Schön, dass du eine schöne Geburt hattest. @:) Wünsch ich jedem.

    Zitat

    Meinen bericht werde ich auch nicht posten, weils leider nicht glatt lief, und hier auch schwangere mitlesen

    Ich hätte vielleicht ein paar mehr Berichte lesen sollen, bei denen es nicht glatt lief... Meine Vorstellung war, ich bekomme Wehen, laufe durch die Gegend und veratme, irgendwann presse ich (stehend oder auf dem Gebärhocker), schreie notfalls alles zusammen ;-) und nach 12 Stunden habe ich ein nacktes Kind auf meiner Brust liegen. :-@


    Vielleicht sollten wir mal einen Faden aufmachen, in dem man seine Wunschgeburt beschreibt. Ich finde es interessant, was sich andere wünschen bzw. gewünscht haben. Aber keine Ahnung, ob das auch andere interessiert. ;-D

    Ich finde auch, dass es doch besser wäre, jeder würde ungeschönt seinen erlebten Geburtsbericht hier schreiben können. Ich denke nicht, dass das anderen Frauen dann noch mehr Angst einjagt oder so. Zumal jede Frau und Geburt anders verläuft und es nicht bei jeder dann schrecklich verlaufen muss oder so. Aber war nur ein Vorschlag und nicht böse gemeint, ist dein Faden :-)

    Zitat

    lässt einige (viele?), die eine kompliziertere Geburt eben nicht (super) gemeistert haben, sich noch mehr wie ein Versager fühlen.


    Schön, dass du eine schöne Geburt hattest. @:) Wünsch ich jedem.

    Okay, ich meinte: Dass auch die komplizierte Geburt gut ausging und es geschafft wurde.


    KEINE FRAU MUSS SICH WIE EIN VERSAGER FÜHLEN, WENN SIE EIN BABY *wie auch immer* AUF DIE WELT GEBRACHT HAT. So ein Käse, das sind doch die Hormone die das Frauen glauben lassen! @:)

    Zitat

    Ich finde auch, dass es doch besser wäre, jeder würde ungeschönt seinen erlebten Geburtsbericht hier schreiben können. Ich denke nicht, dass das anderen Frauen dann noch mehr Angst einjagt oder so.

    Finde ich eigentlich auch, zumal die Schwangeren bestimmt die Geburtsberichte in den Monatsfäden lesen, welche "unzensiert" niedergeschrieben werden.


    Meine Idee war einfach einen Sammelfaden zu Geburtsberichten zu haben, mich interessiert es einfach. Man kann aber auch einfach in den Monatsfäden suchen und lesen.

    Zitat

    Ich hätte vielleicht ein paar mehr Berichte lesen sollen, bei denen es nicht glatt lief... Meine Vorstellung war, ich bekomme Wehen, laufe durch die Gegend und veratme, irgendwann presse ich (stehend oder auf dem Gebärhocker), schreie notfalls alles zusammen ;-) und nach 12 Stunden habe ich ein nacktes Kind auf meiner Brust liegen. :-@

    Mmh so ging es mir auch.. Völlig naiv und ahnungslos :-/ Dieses Mal bin ich besser vorbereitet!

    Zitat

    KEINE FRAU MUSS SICH WIE EIN VERSAGER FÜHLEN, WENN SIE EIN BABY *wie auch immer* AUF DIE WELT GEBRACHT HAT. So ein Käse, das sind doch die Hormone die das Frauen glauben lassen! @:)

    Ich glaube der Verstand sagt einem das auch, aber das Gefühl ist dennoch da :-( Bei mir auch nach über 3 Jahren noch...


    Ich würde meinen Geburtsbericht dennoch hier posten, wenn es gewünscht ist. War allerdings keine Traumgeburt...

    @ mrs Voice

    Ich hatte keine PDA, deshalb habe ich mal ne Frage. Wie konntest du unter der PDA Presswehen merken? Eine Bekannte sagte mir, dass sie gar nicht richtig pressen konnte wegen der PDA... Oder wurde die dann wieder abgestellt...


    Und hat man bei einer PDA einen Katheder?

    Zitat

    KEINE FRAU MUSS SICH WIE EIN VERSAGER FÜHLEN, WENN SIE EIN BABY ***wie auch


    immer*** AUF DIE WELT GEBRACHT HAT.

    Das ist schon klar, aber wie tifosa.md schon schrieb, das Gefühl ist dennoch da. Und solange Frauen besonders beglückwünscht werden, weil sie eine komplizierte Geburt super gemeistert haben (in etwa "du hast dir das Kuscheln besonders verdient"), wird das Gefühl auch nicht weniger.


    Sorry, wollte deinen Faden nicht schrotten. @:) Also Mädels, ran an die Tastatur! Es steht erst ein Geburtsbericht hier. ??Meinen wird es aus Anonymitätsgründen definitiv nicht geben.??

    Also, ich finde die Idee schön und mache mit. Mal sehen, ob ich noch alles zusammen bekomme.


    Es war einmal der 21.12.2012 (errechneter ET 26.12.2012). Mein Freund und ich holten meine Schwiegermama vom Flughafen ab (Weihnachten und so), fuhren nach Hause, quatschten und gegen 23:00/ 23:30 Uhr (jung und unbeschwert ist man ja noch ins Bett gegangen, wann man wollte - ausschlafen is ja kein Problem) dachte ich, dass ich ja schon ganz schön müde sei. Wenige Augenblicke später merkte ich schwallartiges warmes Zeugs untenrum und sprintete auf die Toilette. Während ich gefühlte Liteeer Fruchtwasser unter mich fallen hörte (und eher unsortiertes Zeug wie "Ach du Scheiße!", "Das passiert jetzt wirklich!!!", "O-M-G" dachte), telefonierte mein Freund mit dem Krankenhaus, bei dem wir uns vorangemeldet hatten. Wir schnappten dann unsere Taschen, was zu trinken und kamen irgendwann am 22.12.2012 dort an. Nach einer kurzen Untersuchung und Ultraschall durften wir bleiben (ja, es war wirklich Fruchtwasser - normalerweise kann ich meinen Urin halten - hallo?!). Nachdem uns mitgeteilt wurde, dass hier diese Nacht eh nichts mehr passiert, durften wir zwischen Zimmer und Kreissaal wählen (Kreissaal natürlich! ICH krieg doch ein BABY!), haben uns auf die Liege gequetscht und etwas gedöst. Ich hatte immer mal eine Wehe, aber nichts Weltbewegendes. Irgendwann bekam ich einen Tropf (geplatzte Fruchtblase bietet Keimen halt nicht mehr die Stirn) und mein Freund ist ins Väterzimmer gegangen, weil da eine Couch stand.


    Am Morgen wurde meine Nachtruhe von einer freundlichen Stimme mit den Worten "Na, wenn Sie noch schlafen können, kann's ja nicht schlimm sein." beendet. Wir bekamen Frühstück, ich duschte nochmal und wir alle warteten auf Wehen (zwischendurch sind wir aufs Zimmer geschickt worden und ich sollte wehenauslösende Globuli futtern ("Doch nicht auf einen Metalllöffel!!!" Oo)). Haben nichts gebracht (wahrscheinlich wegen des Metalllöffels), kurz vor Mittag bekam ich von einem freundlichen Arzt den Finger samt Vaginal-Wehen-Zäpfchen in den Muttermund eingeführt. Die Wehen wurden mehr und heftiger und dann kam der Schichtwechsel. Die freundliche Hebamme vom Morgen verabschiedete sich mit den Worten "Morgen früh komme ich wieder. Mal sehen, ob das Kind dann schon da ist oder noch nicht." ... Als dann auch noch festgestellt wurde, dass der Muttermund grad mal so 2 bis 3 cm offen war und ich ja gelernt hatte, dass ca. ein cm pro h bei Erstgebärenden, habe ich erstmal geheult. Dann sollte ich laufen gehen. Durch das Laufen wurden diese "künstlichen" Wehen aber so übel, dass ich etwa alle zwei Schritte stehen bleiben musste und wir für 200m etwa 45 Minuten brauchten. Ich wollte wieder liegen. Und dann wollte ich Schmerzmittel.


    Das Zeug, das wir zuerst versuchten, wurde mir mit den Worten "kann aber Übelkeit auslösen" angekündigt - gebracht hat es allerdings nix. Weder weniger Schmerzen, noch Übelkeit. Also PDA. Die kamen zu zweit, waren bester Laune und redeten. Ich war eher sparsam. Nachdem das Zeug gelegt und gespritzt wurde, ging es mir direkt besser. Der ältere Herr bemerkte, dass ich die Wehen aber trotzdem noch spüre und spritzte nochmal nach. Ich liebe ihn. Auch heute noch in der Rückschau. Was für ein feiner Kerl!


    Joar, zumindest hatte ich dann mal von ca. 16 Uhr an keine Schmerzen (hab's später nachgelesen, Uhrzeit konnte zu dem Zeitpunkt mein Erinnerungsvermögen nicht mehr erreichen) und versuchte, noch etwas zu dösen und zu entspannen. Meinem Muttermund ist das sehr gut bekommen, der ploppte quasi auf, aber es ging trotzdem nicht wirklich voran. Mein Freund hat die Hebamme dann noch ein paar Mal antanzen lassen und als die PDA wieder nachließ, war sie der Meinung, das müsse dann mal voran gehen. Ich hab keine Nachspritze, sondern einen Wehentropf bekommen ("Sie müssen die Presswehen ja merken, um mitmachen zu können."). Ich sollte mal probehalber pressen, dann kam noch der Finger-Arzt und ich sollte wieder pressen. Irgendwann dann hatten sich auch die Presswehen eingestellt (die ich gar nicht so schlimm fand; das war kein spitzer Schmerz, sondern nur, als würde ich auseinandergebogen... hört sich paradox an, aber besser kann ich es nicht beschreiben). Auf einmal war dann noch eine zweite Hebamme dabei und der Arzt hatte etwas in der Hand, dass ich komischerweise sofort als Saugglocke identifizierte und ich dachte nur "Gott sei Dank, jetzt hat das Elend ein Ende!". Die eine Hebamme wickelte ein Laken um meinen Bauch und stemmte sich wrestlingmäßig darauf, während sie am Laken zog, während ich pressen sollte und mich an der Hand meines Freundes hochzog. Die andere Hebamme... öh... machte sicher auch was Sinnvolles und der Arzt zog an der platzierten Saugglocke an meinem Sternguckerkind, schnitt bisschen an mir rum, zog wieder und auf einmal merkte ich, dass der Kopf da sein musste, dann flutschte nochmal ein Brocken durch und um 21:49 Uhr landete mein leicht röchelndes und komisch riechendes Baby dann auf mir.


    Ob es eine tolle Geburt war... keine Ahnung. Ich hab sie überstanden und sie hat mir ein gesundes Baby gebracht, also ja, so gesehen war sie toll. Sie war aber auf jeden Fall eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde. (Sie könnte aber auf jeden Fall optimiert werden. Währenddessen und im Nachhinein hatte ich das Gefühl, dass ich die Hebamme nie gesehen hätte, wenn mein Freund sie nicht regelmäßig zu uns geholt hätte. Bisschen mehr Betreuung, mehr Tipps hätten mir etwas mehr Sicherheit gegeben.)

    Zitat

    Ich hatte keine PDA, deshalb habe ich mal ne Frage. Wie konntest du unter der PDA Presswehen merken? Eine Bekannte sagte mir, dass sie gar nicht richtig pressen konnte wegen der PDA... Oder wurde die dann wieder abgestellt...


    Und hat man bei einer PDA einen Katheder?

    Mein Schwägerin hatte eine PDA, die kontinuierlich abgegeben hat (ein Tropf), ich hatte, wie gesagt, zwei oder drei Ladungen per Spritze bekommen und das wirkte dann nach ein paar Stunden halt immer weniger und zum Ende hab ich alles wieder gespürt. (Du meinst einen Blasenkatheder? Einen dauerhaften hatte ich nicht, aber ich wurde zwei Mal angezapft. Das war eigentlich ganz witzig, weil mein Freund das erste Mal komisch guckte und ich so "Is was? Ich merk nix!". Den zweiten hab ich gemerkt, aber das war nicht schmerzhaft.)

    Gut, dann hier mal mein "unschöner" geburtsbericht. (An die schwangeren: bei euch muss es keinesfalls auch so laufen!!):


    Es fing an einem Freitag (20.9.13) an. Da kam meine Hebamme vorbei und hat nochmal Akupunktur bei mir gemacht, weil der ET (Sonntag) bevor stand - und es hat echt was gebracht! Wehen hatte ich ja schon seit Wochen, aber zu schwache.


    Am Samstag (21.9.13) um 1 Uhr wollte ich dann auf Toilette und schwupp kam mir ein Schwall rosa Flüssigkeit entgegen. Dann ne richtig schöne Wehe und so bin ich erstmal ins Bad, hab ein bisschen Zeit verbraten, indem ich mir die Haare gemacht habe und hab auf die nächste Wehe gewartet - 5 Minuten!


    Also Freund geweckt und husch ins Krankenhaus.


    Um 2 Uhr waren wir dann auch schon da, durften uns in dem großen Kreißsaal auf ein Doppelbett legen, Schatz hat nochmal geschlafen und ich bekam das CTG dran.


    Eine Stunde später schaute die Ärztin rein, machte einen Teststreifen ob es wirklich Fruchtwasser war, weil die Blase unten noch intakt gewesen ist - tatsächlich! Es geht also los..! In dem Moment war mir nicht ganz klar ob ich Angst haben oder mich freuen soll - ich entschied mich dann für "erstmal noch ne Runde schlafen".


    Um 6 Uhr bekam ich dann wieder ein CTG, Wehen waren leider immer noch zu schwach, der Muttermund immernoch nur 2 Finger breit offen, also gab es um 8 Uhr eine Cytotec-Tablette zum Einleiten. Die Wehen kamen da schon im 3 min-Abstand und wurden langsam echt schmerzhaft.Ich bin zu der Zeit aber noch gut gelaufen, also haben wir draußen vor dem Krankenhaus ein paar Runden gedreht.


    Jede Stunde 15 min CTG, dazwischen Flur auf und ab oder draußen eine Runde.


    13 Uhr gabs die nächste Tablette - Wehen alle Minuten und richtig zum Veratmen - der Muttermund war zu der zeit 3 Finger breit offen - also hatte sich kaum was getan


    16 Uhr die nächste Tablette ab da hatte ich dann einen sogenannten "wehensturm" - also keine pausen zwischen den wehen mehr.


    Gegen 17 Uhr hatte ich dann so schlimme Wehen, dass ich kaum mehr stehen konnte, also hab ich ne Spritze gegen die Schmerzen bekommen - die hat echt reingehauen. Ich hab gelallt, bin umher gestolpert und hab einfach nur gelacht.


    22 Uhr - Muttermund 6 cm weit offen, Fruchtblase unten immer noch intakt - also ab an den Wehentropf. Ab da hab ich nur noch geheult vor Schmerzen.


    0 Uhr, Sonntag (22.9.13) , am Muttermund hat sich NIX getan! Trotz der ganzen Wehen und Schmerzen.. Ich war einfach nur noch fertig und wollte nicht mehr.


    Beim Abtasten ist dann die Fruchtblase geplatzt (das war der schlimmste Moment für mich... Ich lag da, heulend vor Schmerzen und 2 Hebammen steckten ihre Hände in mich rein, gleichzeitig, ohne dass ich irgendetwas tun konnte... In dem Moment fühlte sich die Geburt für mich eher wie eine Vergewaltigung an und das war dann auch der Grund für meine Wochenbettdepressionen). Mir lief der ganze Schwall die Beine runter, aufs Bett. Die Schmerzen wurden dann noch stärker, was ich nicht für möglich gehalten habe.


    Ich hab echt den ganzen Kreißsaal zusammengeschrien, aber das war mir in dem Moment einfach nur egal!


    Mein Freund hat immer wieder meine Hand gedrückt und gesagt "Komm, wir schaffen das!" Ich dachte in dem Moment allerdings echt, dass ich sterben muss, so schlimme Schmerzen hatte ich noch nie in meinem Leben. 1.55 Uhr wurde ich dann ENDLICH erlöst! Da der Muttermund immer nur noch 6 cm auf war, weil ich durch die Schmerzen zu krampfen anfing, und mein Kreislauf zusammen brach, wurde entschieden: Notkaiserschnitt! Ich habe eine Spritze bekommen (Für den Kreislauf? Meine Schmerzen waren in dem Moment jedenfalls komplett weg, die Wehen hörten auf.) und wurde von meinem Freund, einer Hebamme und einer 2. Hebamme auf die OP vorbereitet (Schmuck ab, Katheter, rasieren...).


    Ich hab meinem Freund gesagt dass ich ihn liebe und es mir leid tut und dann wurde ich auch schon in den OP geschoben.


    Dort sind dann mit einem Mal 8 (oder mehr?) grüne Leute um mich rumgerannt. Was nun passiert ist, habe ich nicht mehr genau mitbekommen. Ich weiß nur, dass der Anästhesist meine Hand gehalten hatte, weil ich ihm sagte, dass ich Angst habe. Dafür war ich ihm wahnsinnig dankbar. Ich hatte mich auf der kalten Liege so einsam und allein gelassen gefühlt... Und dann war ich auch schon weg.


    Hinterher erfuhr ich, dass Jonas um 2.06 Uhr das Licht der Welt erblickte.


    Im Aufwachraum hat sich dann alles gedreht und ich hab erstmal spucken müssen. Irgendwer hat es auch weggewischt und mich sauber gemacht, aber ich hab die Augen nicht aufbekommen um zu sehen wer.


    Gefühlte 10 Sekunden später hab ich mich dann bemüht wach zu werden und alles war verschwommen. Überall helle Lichter.


    Ich hab dann als erstes gefragt wo Jonas ist, ob's ihm gut geht.


    Die eine Frau meinte "Ja alles in Ordnung, der ist beim Papa!" Also erstmal Beruhigung angesagt. Ich hab dann mal versucht meine Finger zu zählen, aber als ich immer auf eine Zahl zwischen 7 und 12 pro Hand kam, hab ich die Frau gefragt ob sie mal zählen kann. Die lachte mich dann aus, meinte "Es sind genau 5, keine Angst. Zur Not ist auch noch ein Chirurg da!". Also wieder beruhigt - ich konnte endlich zufrieden schlafen.


    Kurz nach 5 durfte ich dann wieder in den Kreißsaal, sah meinen Freund mit Jonas auf dem Schoß sitzen und musste zum ersten Mal weinen.


    Der kleine Mann kam dann gleich an meine Brust und saugte beherzt.


    Ich war so seelig!


    Mein Freund hat mir dann noch gesagt wie sehr er mich liebt und wie stolz er auf mich ist, nannte mir die Größe (52cm) und das Gewicht (4210g) von Jonas und ich schlief wieder.


    4 Tage später, also am Donnerstag (25.9.13) durfte ich dann endlich mit meiner kleinen Familie nachhause. Die Tage im Krankenhaus durfte mein Freund bei uns verbringen, auch wenn sie anfangs nicht so glatt liefen (Blutsturz weil das loch im der Gebärmutter, wo die Plazenta saß sich nicht zusammen zog, die elenden schmerzen vom KS, die Nachwirkungen der Vollnarkose...)


    Wir hatten ein kleines Zimmer mit 2 Betten und dem Babybettchen zwischen uns.


    Und auch wenn die Geburt so ziemlich das schlimmste in meinem Leben war - das Ergebnis war es Wert! Der kleine Mann ist meim ganzer stolz und ich werde (wenn es mir gegönnt ist) sicher noch einem Kind das leben schenken. Vielleicht per Kaisergeburt oder ich versuche es nochmal spontan.. mal gucken, hat ja noch n paar Jahre Zeit :-)

    Danke für den Bericht EmilieA. Das man die PDA auch so als Einmalgabe bekommen kann, wusste ich gar nicht. Das finde ich sehr interessant! Auch dass du nicht wirklich so einen dauerhaften Katheder hattest... Habe das bisher immer anders gehört und bin deshalb eher kontra PDA gewesen, wenngleich ich mir bei der jetzigen Entbindung die Möglichkeit offen halten möchte...

    Ich finde die Idee auch gut.


    Ich hab mal meinen Bericht aus dem September-Faden 2011 kopiert und ein paar Dinge noch dazu geschrieben.


    Am Donnerstag 08.09.2011 um kurz vor 4 Uhr ist die Fruchtblase geplatz und ich hab mich dann langsam fertig gemacht fürs Krankenhaus. Hab noch ein paar Kleinigkeiten aufgeschrieben die mein Freund zu erledigen hatte und hab mich noch bis kurz vor 8 Uhr zu Hause rumgedrückt, hatte ja auch noch keine richtigen Wehen.


    Um 8 im Krankenhaus angekommen haben sie erst mal ein CTG gemacht, auf dem noch keine nennenswerte Wehen zu sehen waren.


    Dann kam die Ärztin und hat einen Ultraschall gemacht, war soweit alles okay. Der Mumu war da bereits 1-2 cm offen.


    Wir bekamen dann homöopathische Tabletten die ich alle 15 Minuten nehmen musste und wir wurden Spazieren geschickt.


    Nach einer Stunde spazieren waren wir dann wieder im Krankenhaus und ich bekam ein paar Wehen die sich auch nach Wehen anfühlten.


    Da war es dann 11 Uhr und ich wurde wieder ans CTG angeschlossen.


    Die Wehen waren dann auch deutlich zu sehen aber war nichts regelmäßiges.


    Um 12 bekam ich dann Mittagessen das ich auch zur Hälfte aufgegessen habe. Nun ja um kurz vor 13 Uhr war der Kreissaal dann frei und wir wurden da hingebracht. Davor wurde ich aber noch mein Essen wieder los. :-X


    Um 13 Uhr war der Muttermund dann bei 4 cm und die Wehen wurden intensiver.


    Ich bin dann in die Wanne weil ich das irgendwie schön gefunden habe, dort war ich aber nur 4 Wehen lang, weil ich bemerkt habe, dass mein Kreislauf nicht mehr so gut mitmacht.


    Die Wehen wurden dann immer Stärker und ich weiß auch nicht mehr wie viel Uhr es war als sie das nächste mal untersucht hatten. Ich schätze so auf etwa 15 Uhr da war der Muttermund dann bei 8-9 cm und es war eine schreckliche Phase, ich hatte so das Bedürfnis zu pressen aber durfte es nicht, die Wehen waren dann auch richtig schlimm und ich hab es fast nicht mehr ausgehalten, dann hab ich nach Schmerzmittel verlangt und die Hebamme fand das gut, sie meinte sonst würde mir über kurz oder lang die Kraft ausgehen.


    Das Mittel hat gut angeschlagen und ich fühlte mich gleich besser. Das einzige Problem war, das die Kleine sich nicht richtig ins Becken gedreht hat und als ich dann Pressen durfte sie einfach nicht um die Kurve kam. Ich war im 4Füßlerstand und die Hebamme hat mein Becken geschüttelt und ich hab gepresst wie eine verrückte und es ging nichts.


    Die tiefe Hocke wäre besser gewesen, aber da haben meine Beine nicht mitgemacht, ich hatte einfach keine Kraft mehr und ich spürte wie es in den Beinen kribbelte und anfing dass sie einschliefen.


    Es ging wieder in den 4Füßler und es wurde weiter geschüttelt, aber das half alles nichts. Die Wehen wurden dann auch wieder weniger.


    Dann kam der Oberarzt dazu und er faselte irgendwas von wenn das jetzt nicht geht dann wird es ein Notkaiserschnitt. Da schrillten bei mir alle Alarmglocken, ich wollte überhaupt keinen Kaiserschnitt und hab innerlich den Arzt verflucht.


    Er meinte ich solle sagen wenn die nächste Wehe kommt, was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, er hat gewartet weil er den Dammschnitt in der Wehe gemacht hat.


    Die Saugglocke kam zum Einsatz und ich habe gepresst, der Oberarzt zog an der Saugglocke, die Assistenzärztin drückte von oben auf meinen Bauch und mit einem heftigen Ruck der durch mich fuhr, war das Köpfchen durch. Eine weitere Wehe und die Kleine war da.


    Ich wurde dann noch genäht, aber für mich war es eine tolle Geburt. Jedoch weiß ich dass ich sollte ich noch ein Kind bekommen, mit einer anderen Einstellung in die Geburt gehe.


    Ich schließe den Kaiserschnitt nicht kategorisch aus, möchte ihn zwar nicht unbedingt haben, aber sollte es erforderlich sein, ist es halt so.


    :)z

    Zitat

    Ich dachte in dem Moment allerdings echt, dass ich sterben muss, so schlimme Schmerzen hatte ich noch nie in meinem Leben.

    So ging es mir auch :-( Das hätte ich nie erwartet... Sch**ß Wehentropf :(v

    Danke für eure Berichte. Ich habe meine erste Entbindung noch vor mir und lese gerne Erfahrungsberichte durch, auch wenn sie nicht nur die heile Welt zeigen. Ich bin gerne vorbereitet auf mögliche Geschehnisse bzw. möchte mich zumindest vorbereitet fühlen. Wirklich vorbereitet ist man sicher nie.