• geplant schwanger und ich kann mich nicht freuen

    ich vermute schon seit einigen Tagen, dass ich schwanger bin. meine temperaturkurve ist schon seit 17 tagen in der hochlage, normalerweise komme ich auf 11 tage. die ersten paar tage habe ich mich bei dem gedanken, schwanger zu sein, gefreut. wir wollten kinder, es ist geplant, wir haben bewusst die verhütung weggelassen. aber seit gestern ist mir nur…
  • 48 Antworten

    oh mann leute, danke für eure antworten. ich hab mir jede antwort durchgelesen, hab gerade aber keine kraft ausführlich zu antworten. ich hab dann gestern gegen abend tatsächlich aufgehört zu weinen. ich freue mich aber weiterhin nicht und hab zweifel, ob wir das richtige getan haben :-(

    Alias 972847 schrieb:

    oh mann leute, danke für eure antworten. ich hab mir jede antwort durchgelesen, hab gerade aber keine kraft ausführlich zu antworten. ich hab dann gestern gegen abend tatsächlich aufgehört zu weinen. ich freue mich aber weiterhin nicht und hab zweifel, ob wir das richtige getan haben :-(


    Du hast das richtige getan, warte einfach ab gib dir selbst noch etwas Zeit, du wirst sehen das alles wird sich legen.


    Der Ratschlag mit der Adoption, vergiss das mal schnell, ein Kind braucht seine leibliche Mutter und keine Ziehmutter.


    Wenn du das Kind nach der Geburt in der Hand hältst, wirst du all deine Bedenken über Board werfen.

    Siemens07 schrieb:

    Der Ratschlag mit der Adoption, vergiss das mal schnell, ein Kind braucht seine leibliche Mutter und keine Ziehmutter.

    Ein Kind braucht verlässliche und liebevoll zugewandte Bezugspersonen. Optimalerweise sind das die leiblichen Eltern, aber das lässt sich nicht immer verwirklichen. Das sehe ich hier auch nicht mal am Horizont, aber es gibt durchaus Fälle, wo eine Adoption die bessere Entscheidung ist und adoptierte Kinder ein glücklicheres Leben führen, als ihnen in der Ursprungsfamilie möglich gewesen wäre.

    Siemens07 schrieb:

    Wenn du das Kind nach der Geburt in der Hand hältst, wirst du all deine Bedenken über Board werfen.

    Das ist Quatsch. Das kann, muss aber nicht so sein.

    Weißt Du - mit solchen pauschalen Äußerungen richtet man mitunter viel Scheißdreck und Leid an. Wenn es dann nämlich nicht so ist (und laut meiner Hebamme damals ist es bei mindestens einem Drittel der frischen Mütter NICHT so), führt das bisweilen zu tiefer Verunsicherung, wenn einem solche pauschalen Behauptungen zu tief in Hirn und Knochen stecken. So wie ja jetzt auch Alias noch stärker leidet und zweifelt, weil sie eine idealisierte Vorstellung von ihrer Schwangerschafts-Gefühlslage hat und diese Diskrepanz zwischen dem vermeintlichen Soll- und dem Ist-Zustand wehtut und Selbstzweifel auf den Plan ruft.

    So ein unnötiger Scheiß, echt. Dieser ganze Mütter-Idealisierungskotzdreck gehört ganz zackig abgeschafft.

    Siemens, sorry, Du meinst es ja bestimmt gut. Aber das, was Du schreibst, ist halt ein doppelbödiger, billiger Trost mit einem hohen Preis.

    Wir haben 3 Kinder ... 2 geplante und 1 Überraschung. Bei jedem Test hat es mich von den Socken gehauen (ok.. bei Nr 3 am meisten ;) )...

    "Will ich das wirklich.. es läuft gerade so gut .. usw usw" .. es waren einfach 1000 Fragen und Ängste vor der Zukunft.. wieder ein neuer Abschnitt... Ich denke dass ist völlig normal was du schilderst ... die Freude kommt schon noch .. und Zweifel kommen auch... immer wieder mal. Aber ich bin froh und dankbar, dass ich diese 3 tollen Menschen um mich habe.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    War bei mir genauso. Bei dem zweiten Test (erste Schwangerschaft endete nach neun Wochen) waren wir sogar sehr zurückhaltend. Und da ich gesundheitlich leider absolut nicht fit war, hatte ich nie das große Glücksrauschen wie andere.


    Versuche von dir keine Gefühle zu erwarten, sondern die anzunehmen, die du gerade hast. Ansonsten baut das einen furchtbaren Druck, der mitnichten zum großen Glück führt.

    Shojo

    :)z:)^:)=

    Genau so. Es mag echt lieb gemeint sein, aber es ergeht eben nicht jeder Mutter so. Von anfänglichen Höhen und Tiefen bis hin zur echten postpartalen Depression gibt es so einiges, wo es sich NICHT nach tiefer Liebe anfühlt.

    Darum schrieb ich anfangs neben dem provokativen "Adoption" (was eher provokativ-plakativ der Entlastung dienen sollte und anders gemeint war als das, was von der Wurzel kam) auch was von "professioneller Hilfe". Es MUSS nicht immer toll sein, es wird nicht immer toll sein. Aber wenn die Probleme über das normale Maß hinaus gehen, gibt es Hilfe. Die man annehmen darf und sollte. Auch DAS Wissen kann entlasten.

    Ich glaub der Schaden der mit dem verklärten Mutterbild kommt ist für uns alle spürbar. Da soll man glücklich sein und strahlen, während einen das kalte Grausen packt vor der Verantwortung und dem komischen Zustand, der schwanger sein ist. Und das muss öfter laut gesagt werden: Schwangerschaft ist komisch. Da ernährt sich wer von dir, liegt in deinem Becken rum, manchen is kotzeübel, bei der nächsten schlägt die Hormonbombe ein und man erkennt sich selbst nicht wieder. Und man fühlt sich wie der dümmste Trottel. War man nicht noch vor drei Wochen eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben stand? Ist man unreifer als man dachte?

    All das kann an einem nagen. Und das muss mit der Geburt nicht weggehen. Manchen wird überhaupt erst mit der Geburt Angst und Bange. Eine Bekannte von mir war komplett geflasht nach der Geburt. Plötzlich wurde ihr klar, dass sie nun für Jahre absolute Verantwortung hat und die Größe davon kann einen erschlagen. Inzwischen geht es ihr gut und sie haben auch ein Geschwister dazu. Aber wichtig war, dass sie ausdrücken konnte, wie es ihr geht.

    Und das sollst du, liebe TE, auch können. Sei offen über dein Empfinden. Der Weg zur Elternschaft ist keine Milupa-Werbung und Zweifel zeigt doch, dass du das ernst nimmst. Du wirst dir bewusster über das was auf euch zukommt. Und sei gnädig mit dir selbst@:) Du bist nicht böse, dumm oder irgendwas. Eltern werden ist für jeden einzelnen eine Herausforderung, bei der alle andern vorhergehenden Eltern wurscht sind. Du bist schwanger und findest DEINEN Weg damit.

    Mir hat auch mein Mann sehr geholfen. Ich konnte mit ihm über jeden noch so verdrehten Gedankenknoten reden und er hatte immer eine passende Antwort parat von seriös bis lustig. Er hat mir manchmal alleine mit seinem Gesichtsausdruck zu verstehen gegeben, dass ich mir viel zusammenspinne. Das hat mir geholfen ab und zu etwas klarer zu sehen.


    Und glücklich bei der Geburt? Nope. Dieses Glück als Entschädigung für die Geburt hatte ich nicht. Lass dir das bloss nicht einreden, sonst steigst du nämlich in das nächste Gedankenkarussell von "Ist das normal? Mache ich was falsch?"

    Alias 972847 schrieb:

    oh mann leute, danke für eure antworten. ich hab mir jede antwort durchgelesen, hab gerade aber keine kraft ausführlich zu antworten. ich hab dann gestern gegen abend tatsächlich aufgehört zu weinen. ich freue mich aber weiterhin nicht und hab zweifel, ob wir das richtige getan haben :-(

    Hallo, dass dir die Worte hier gut getan haben, freut mich. Mach dir keinen Stress mit dem Antworten :)_ Sei wirklich geduldig mit dir. Du musst dich noch nicht freuen. Die Zweifel gehören denke ich auch dazu. Ich glaube, es ist einfach ein Unterschied, wenn man sich vorstellt, ein Kind zu bekommen und es dann wirklich so ist. Es ist etwas Großes und es geschieht „einfach so“ in einem. Ohne, dass man dann etwas dazutun braucht - nachdem es entstanden ist ;-) Ist es nicht so, dass es heutzutage schier schon ungewöhnlich ist, dass man etwas nicht steuert - aus den Händen gibt - vertraut, dass es gut wird.

    Du darfst dich jetzt drin üben. Ihr hattet ja einen guten Grund dafür, dass ihr euch ein Kind wünscht. Es spricht für euer Miteinander, dass ihr es gewagt habt. Das ist was Schönes in diesen Zeiten. Dass das Leben weitergeht. Wie geht es deinem Partner/Mann damit, dass er Papa wird?

    Nimm’ einen Tag nach den anderen. Je nachdem, wie dich das Thema Corona betrifft, ist jetzt vieles ungewöhnlich und schwieriger. Das darfst du auch in deine Gefühlslage mit einbeziehen. Du kannst hoffentlich trotzdem Beziehungen pflegen. Zum Glück darf man sich noch draußen treffen.

    Einen ganz guten Tag dir heute und liebe Grüße!

    Hallo,

    jetzt sind wieder ein paar Tage seit deinem letzten Beitrag hier vergangen. Wie waren sie für dich? Falls du noch hier liest, schreib’ doch gerne nochmal, wie es dir weiter geht.

    Alles Liebe in jedem Fall und dass du ganz bald wieder festen Boden unter den Füßen spürst *:)

    da das forum ja leider nicht weitergeführt wird, möchte ich diesen thread noch beenden.


    mittlerweile ist mein baby auf der welt und ich bin wahnsinnig verliebt. das erste trimester war sehr hart für mich, ich hatte viele zweifel, viel geweint und auch öfters ernsthaft darüber nachgedacht, die schwangerschaft abzubrechen. ich bin sehr froh, es nicht getan zu haben. ich weiß, dass ich diesen schritt für den rest meines lebens bereut hätte.


    das zweite trimester habe ich dann sogar sehr genossen, babykleidung gekauft und alles nötige und unnötige vorbereitet. gegen ende der schwangerschaft kamen dann wieder zweifel, da wurde mir dann wohl bewusst, dass es kein zurück mehr gibt.


    die geburt selbst war leider nicht sehr schön. als alles vorbei war und mein baby im krankenhausbett zwischen meinen beinen lag, kamen nochmals zweifel auf. aber als die hebamme mir dann mein baby überreicht hat und ich ihm zum ersten mal in die augen sah, war es um mich geschehen. ich habe in meinem ganzen leben kein wunderschöneres baby gesehen. ich habe in diesem augenblick gewusst, dass ich diesen kleinen menschen immer lieben werde.


    ich bin sehr froh über meine gefühle, ich weiß nämlich durchaus, dass diese liebe auf den ersten blick nicht selbstverständlich ist und habe mich während meiner schwangerschaft damit beschäftigt, dass es eben auch sein kann, dass ich zu beginn keine muttergefühle habe.


    ich habe noch niemals in meinem leben solch eine liebe für einen menschen empfunden, nicht einmal für meinen mann. ich bin sehr froh, dass ich mich für diesen kleinen menschen entschieden habe und freue mich sehr, ihn auf seinem lebensweg begleiten zu dürfen.

    Alles Gute für dich und dein Kleines:)_ Ich freue mich sehr!!!

    Wie schön geschrieben. Ein richtiger Herzenstext. Diese Gefühle, die du beschreibst, lernt man erst als Mutter kennen, diese Bindung ist etwas ganz besonderes.

    Ich wünsche dir viel Freude mit deinem kleinen Schatz!

    Zitat

    aber als die hebamme mir dann mein baby überreicht hat und ich ihm zum ersten mal in die augen sah, war es um mich geschehen. ich habe in meinem ganzen leben kein wunderschöneres baby gesehen. ich habe in diesem augenblick gewusst, dass ich diesen kleinen menschen immer lieben werde.


    ich bin sehr froh über meine gefühle, ich weiß nämlich durchaus, dass diese liebe auf den ersten blick nicht selbstverständlich ist und habe mich während meiner schwangerschaft damit beschäftigt, dass es eben auch sein kann, dass ich zu beginn keine muttergefühle habe.


    ich habe noch niemals in meinem leben solch eine liebe für einen menschen empfunden, nicht einmal für meinen mann. ich bin sehr froh, dass ich mich für diesen kleinen menschen entschieden habe und freue mich sehr, ihn auf seinem lebensweg begleiten zu dürfen.

    Das hast Du so unendlich schön beschrieben x:)

    Ich hatte genau dieselben Gefühle, als ich meinem Sohn das erste Mal in die Augen geschaut habe. Das war so überwältigend, das werde ich niemals in meinem Leben vergessen.

    Auch ich hatte vor und während der Schwangerschaft Angst, dass ich nicht in der Lage sein würde, diesen kleinen Menschen zu lieben. Und ja, die Liebe auf den ersten Blick ist keine Selbstverständlichkeit, es ist ein Geschenk, für das ich unfassbar dankbar bin.


    Wünsche Dir und Deiner Familie auch alles Gute und dass Ihr diese Liebe immer im Herzen tragen werdet :)*