Gibts da jemand der einen W K S hatte?

    ..bin in meinem Freundeskreis in den letzten Tagen eifrig am Diskutieren über dieses Thema. Ich hab eine Freundin die ließ sich auf Wunsch einen Kaiserschnitt machen...und möchte das auch bei ihrem 2.Kind wieder so machen lassen! Wenn ich aber mit meinen anderen Freundinnen drüber diskutiere, dann bekommt man schon sehr abfällige und teilweise auch etwas abstrakte Meinungen zu hören! Mich würden daher WIRKLICHE ERFAHRUNGSBERICHTE interessieren und keine PRO/CONTRA-Diskussion!!!


    Ich bin immer der Meinung man soll jeden Menschen für sich selber entscheiden lassen, ihn leben lassen und auch akzeptieren dass es eben mal andere Meinungen gibt, als die eigene!!!!!


    Wäre für ein paar Erfahrungsberichte dankbar...


    Liebe Grüße!

    @ :)

  • 71 Antworten

    Hallo *:)


    Also eine Freundin von mir hat auch einen WKS machen lassen. Sie sagt für sie war das wohl das beste so und sie würde es immer wieder machen lassen. ABER für die Kleine ist es leider nicht unbedingt das beste. Denn ein WKS wird ja immer etwas "zu früh" gemacht. Also 2-3 Wochen vor ET. Und dadurch ist das Verdauungssystem manchmal noch nicht richtig darauf vorbereitet jetzt "von außen" gefüttert zu werden und die arme Maus hat ganz ganz schlimme Koliken. Koliken kann ein spontan entbundenes Kind zwar auch bekommen, aber diese Koliken, die die Kleine hat sind wohl noch viel schlimmer. Ich glaube ich würde das für mein Kind nicht riskieren.


    Zusätzlich gibt es bei jedem Kaiserschnitt die Gefahr, dass das Kind das sogenannte KISS Syndrom (http://de.wikipedia.org/wiki/KiSS-Syndrom) bekommt. Wenn es ein Notkaiserschnitt ist hat man ja nicht die Wahl, aber beim WKS muss man sich schon überlegen, ob man diese Risiken wirklich nur der Bequemlichkeit wegen eingehen möchte. Ich finde, das Wohl des Kindes geht vor :)*

    @ christinaO,

    ich glaube nicht das es tatsächlich Frauen gibt, die einen WKS aus BEQUEMLICHKEIT durchführen lassen, denn ein bauch-Op als Bequem zu betrachten, wäre äußerst naiv. Ich denke eher, Frauen die sich für einen WKS entscheiden, sind eher mit Ängsten konfrontiert, inwiefern sie sich zutrauen ein Kind spontan zu entbinden. Wenn dann auch noch das Kind relativ groß ist, können dann schon zweifel entstehen, ein Kind auf normalen wege zu entbinden. Ich denke es spielen viele Faktoren eine Rolle, aber bequemlichkeit, ist hoffentlich der kleinste Faktor:-/

    Bequemlichkeit? Beim KS?

    Darüber lässt sich wirklich streiten.


    Also unsere Kleine kam vor 16 Tagen per KS auf die Welt, weil ich aus gesundheitlichen Gründen leider nicht spontan entbinden durfte. Im Gespräch mit anderen Müttern kam auch der WKS zur Sprache, weil auf der Entbindungsstation zwei Frauen lagen, die sich für einen WKS und gegen eine Spontangeburt entschieden hatten.


    Generell war Bequemlichkeit kein Grund. Außerdem kann man von Bequemlichkeit bei einem KS absolut nicht sprechen. Es ist ein operativer Eingriff, der sowohl mit Komplikationen als auch mit Schmerzen verbunden sein kann. Ich bin überglücklich, den KS und auch die Folgezeit schmerzfrei und ohne Komplikationen überstanden zu haben. Das geht aber nicht allen Frauen so, denn jede Frau reagiert auf eine Operation anders und muss dementsprechend nach der Operation behandelt werden. Ein KS ist also genauso wenig ein "Spaziergang" wie eine Spontangeburt. Eine Frau, die Spontan entbindet und z. B. einen Dammschnitt hatte und anschl. genäht wurde, kann evtl. mehr Schmerzen haben, als eine Frau nach einem KS. Meine Bettnachbarin hat z. B. ihre Naht im Intimbereich so schmerzhaft empfunden, dass sie mehr Schmerzmittel brauchte, als ich mit meiner Bauchnaht nach dem KS. Ich konnte mich zwar nach dem KS nicht so "frei" bewegen, wie eine Frau nach einer Spontangeburt, aber ich hatte keine störenden/nervenden Fäden im Intimbereich, wo man bei jeder Bewegung im Bett aufpassen musste, dass die Naht nicht reißt.


    Zurück zum WKS: Bei einer Frau waren z. B. massive Ängste und Sorgen Grund für den WKS. Sie hatte während der Schwangerschaft sehr viele Bücher und Baby-Zeitschriften gelesen, so dass sie z. B. große Bedenken bzgl. einem Dammschnitt hatte. Sie hat sich in den letzten Wochen der Schwangerschaft so sehr in mögliche Komplikationen bei einer Spontangeburt reingesteigert, dass sie teilweise extrem depressiv war. Sie entschied sich für einen WKS und ihr Arzt stimmte diesem zu - auch um dem Kind zusätzlichen Stress zu ersparen.


    Die andere der beiden Frauen sprach nicht so sehr über ihre Gründe, weshalb sie sich für den WKS entschieden hat, machte im Gespräch jedoch klar, dass jede Frau sich für einen WKS entscheiden könne, wenn sie für sich darin die bessere Lösung sieht. So ein wenig war aus dem Gespräch heraus zu filtern, dass sie wohl große Angst vor einer lange dauernden und schmerzhaften Spontangeburt gehabt hatte. Und eine PDA wollte sie auf keinen Fall haben, da sie große Angst vor Spritzen hat. Klar - dass Kinder nicht so schmerzfrei geboren werden, wie sie gezeugt wurden ;-), aber das weiß man doch von Anfang an.


    Grundsätzlich sollte man aber jeder Frau selbst die Entscheidung überlassen, für welchen Geburtsweg sie sich entscheidet. Letztendlich ist z. B. ein WKS stressfreier für Mutter und Kind als eine "erzwungene" Spontangeburt, bei der beide sich evtl. so sehr unter Stress setzen, dass die Situation später mit einem Not-KS endet.


    Ich selbst hätte mir eine Spontangeburt bei unserer Kleinen gewünscht - alleine schon aus dem Grund, dass sie dadurch ihren Geburtstag selbst ausgesucht hätte. So haben wir mit den Ärzten den Entbindungstermin festgelegt. War anfangs ein komischer Gedanke, der meinen Mann und mich für ein paar Tage zunächst sehr belastet hat, aber ich hatte leider keine andere Wahl. Und sollten wir uns für ein weiteres Kind entscheiden, weiß ich heute schon, dass auch dieses Kind per KS zur Welt kommen muss.


    Eine PRO-/CONTRA-Diskussion kann und braucht man hier wirklich nicht zu beginnen, da jede Frau in dieser Situation für sich und das Kind entscheiden muss. Wenn ein WKS für die betreffende Frau "die Lösung/der Geburtsweg" ist und der Arzt diesem zustimmt, so soll dies auch so geschehen. Vielleicht versteht man eine solche Entscheidung nicht immer, aber ehrlich gesagt: ich hab mich und meine Reaktionen in der Schwangerschaft auch nicht immer verstanden. Wie sollen es dann erst die anderen verstehen :-) Ich denke, man muss erst in dieser Situation stecken, um wirklich mitreden zu können, für welche Art der Geburt man sich entscheidet.


    Ganz liebe Grüße

    Ich finde man sollte froh sein wenn man das Kind normal zur Welt bringen kann!


    Die Frauen die es machen aus Nasgt vor den Wehenschmerzen oder aus Angst unten weiter zu werden(Lacht net das gibt es alles)diese Frauen verurteil ich muss ich ehrlich sagen!


    Aber daher wird der KS doch auch ungern gemacht wenn nix medizinisches vorliegt dachte ich immer!


    Ich habe mein Tochter unter sauschmerzen normal entbunden und bin stolz drauf und will es nun wieder veruchen!


    Hanna 9+5

    Hallo! Also bin jetzt 36+4 also 37 SSW und habe mich letzten Donnerstag in der Klinik angemeldet zum WKS denn unser kleiner liegt noch in BEL, leider! Wollte nie einen Kaiserschnitt und den bekomme ich jetzt wahrscheinlich am 23.8 aber das ist für mich ein Grund einen Kaiserschnitt durchzuführen! Ich könnte zwar in eine andere Klinik gehen die BEL spontan entbinden aber da ist das Risiko so groß das der Kleine wenn er mit dem Po zuerst kommt die Nabelschnur um den Hals hat oder zum SChluß der Kopf nicht durch den Geburtskanal passt da er Kopf ja der härteste und größte Teil ist! Also ist mir das Risiko einer Spontangeburt höher als beim Kaiserschnitt! Der Kleine wird dann 10 Tage vor ET geholt!


    LG

    *:) hallo,


    ich kann mich größtenteils Silke anschliessen. Ich hatte auch weder einen WKS noch einen NKS und trotzdem hatte ich eigentlich keine andere Wahl als den mir vorgeschlagenen KS zu akzeptieren.


    So kam es dann auch dass ich meinen Sohn per KS zur Welt brachte. Bei mir war es allerdings nicht so easy und hätte ich im nachhinein die wahl würde ich lieber spontan entbinden. Ich habe die ersten 2 Monate


    praktisch beim arzt verbracht (somit habe ich eine schöne anfangszeit mit meinem sohn verpasst). auch danach hatte ich noch lange damit zu tun.


    ich bin jetzt wieder schwanger und auch diesmal geht kein weg an dem


    KS vorbei, wobei ich diesmal den vorteil sehe "dann können die ja die verpfuschte narbe vom ersten mal gleich mit korrigieren."


    Einen richtigen Vergleich denke ich kann aber nur der haben, der schon beides hatte.


    Liebe grüße

    Zitat

    ich glaube nicht das es tatsächlich Frauen gibt, die einen WKS aus BEQUEMLICHKEIT durchführen lassen,

    Ich kenne leider Frauen, die genau das so gesagt und gemacht haben. Wollte damit aber keinesfalls sagen, dass alle Frauen, die einen WKS bekommen den gleichen Grund haben. Wenn es eine medizinische Indikation für den Kaiserschnitt gibt, dann sollte er auch durchgeführt werden. Die Eröffnerin dieses Fadens fragte aber nach den Vor- und Nachteilen und deshalb habe ich von den Erfahrungen meiner Freundin erzählt. Außerdem ist mein Bruder ein KISS-Kind gewesen, deshalb wollte ich nur darauf aufmerksam machen, dass ein KS auch in erster Linie für das Kind einen Unterschied macht. Viele sehen immer nur die Mutter, deshalb wollte ich einfach mal diesen Aspekt einbringen @:)

    *:) nochmal hallo,

    @ apfelwein

    bei meiner freundin war es zum beispiel so: eine normale geburt stand ausser frage eigentlich. sie hatte eine höllenangst davor. aber sie hat gedacht "da muss ich durch". nun es kam der tag, die wehen setzten ein und die angst wurde als größer. das ging soweit das sie vor angst nicht mehr atmete und ohnmächtig geworden ist. es endete in einem Not-KS.


    Allgemein gesagt finde ich jede mutter die ihr kind auf die welt gebracht hat - was sich im allgemeinen nicht vermeiden lässt - kann stolz sein egal wie sie entbindet.

    @ christinaO

    ich verstehe schon was du meinst, nur denke ich die frauen die es bequemer finden per KS zu entbinden manchmal ein blaues wunder erleben werden. was ich um gottes willen niemanden wünsche.


    und nebenbei: mein sohn hatte keine probleme mit koliken, der sohn meiner freundin (die normal entbunden hatte) dagegen schon.


    Lieben gruß

    Zitat

    Die Frauen die es machen aus Nasgt vor den Wehenschmerzen oder aus Angst unten weiter zu werden (Lacht net das gibt es alles) diese Frauen verurteil ich muss ich ehrlich sagen!

    Und was bringt es diesen Frauen, sich trotz ihrer Angst auf ne natürliche Entbindung einzulassen, wenn sie dann außer lauter Panik innerlich so gegen die Geburt arbeiten, dass nachher trotzdem noch n Not-KS nötig ist? Ich könnte rein theoretisch das nächste Mal auch normal entbinden. Sollte ich aber einige Wochen vor der Entbindung immer noch solche Angst vor Komplikationen haben, werd ich einen KS machen lassen.

    Ich persönlich glaube auch nicht, dass es "bequem" ist sich den Bauch aufschneiden zu lassen. Und wenn ein KS sich vermeiden lässt, möchte ich unbedingt spontan entbinden. Wenn es nicht anders geht schätze ich mal wird sowieso auch niemand zu einem KS "nein" sagen. @:)


    Klar kommen Koliken auch bei "normal" entbundenen Kindern vor. Aber wie gesagt, die sind bei dem Kind meiner Freundin laut KiA viel schlimmer als die normalen. Ich kann das ehrlich gesagt nicht beurteilen. |-o


    Wenn ein Kind per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen ist, würde ich es allerdings auf jeden Fall auf Kiss hin untersuchen lassen. Denn häufig lässt sich das wieder einrenken. Bei meinem Bruder haben sie das erst festgestellt als er bereits 21 Jahre alt war. (er war also nur minimal schief, so dass das dem normalen Arzt nie aufgefallen war) Aber er hätte sich vieles ersparen können, wenn das schon als Kind passiert wäre. Deshalb einfach: bei KS bitte vermehrt darauf achten, ob das Kind vielleicht irgendwie "schief" ist bzw. zum Orthopäden gehen. Denn schließlich ziehen die das Kind ja am Kopf drehend aus dem Bauch, da passiert sowas ganz schnell.

    Naja ersteinmal sprach ich nicht vonden Frauen die da richtige Panik haben vor der Geburt!Ih spreche von den Frauen die sichsagenach so Wehenn nee da will ich es bequemer haben und schneller!


    Klar gibt es ausnahmen aber mansollte es versuchen!

    1ck: Du siehst, es ist etwas schwierig bei so einem Thema KEINE pro und contra Diskussion anzufangen. Schätze, das Thema ist einfach zu umstritten. Sorry @:)

    Und woher weißt Du, wenn sie nach außen vernünftig über Wehen sprechen, dass sie innen drinnen nicht die totale Panik haben? Denn ganz ehrlich, ich hab mit dem KS wirklich keine guten Erfahrungen gemacht, aber momentan erwäge ich trotzdem einen erneuten Kaiserschnitt.


    Und letzten Endes wird kein guter Arzt einen WKS machen, wenn die Frauen das halt nur so mal wollen. Sondern nur, wenn sie es begründen können. Und wenn das für die Ärzte reicht müsste das für uns doch auch reichen. Natürlich, in manchen Situationen kann ich auch nicht nachvollziehen, warum sich manche Frauen letzten Endes dafür entscheiden. Aber es ist ihr Körper und ihre Entscheidung. Und ich denke nicht, dass sie dafür verurteilt werden sollten. Ist halt meine Meinung.*:)

    Ja ich sage auch Sorry!


    Und ich wollte auch niemand angreifen echt nicht!


    Nur ichkenn Frauen die einfach null Bock haben auf den Stress den Schmerz und sich daher ein KS machen lassen!Ich wusste nicht das es Frauen gibt die echt panik bis Luftnot vor der GEburt haben!Sorry!Dies ist dann natürlich ne Ausnahme!


    Also ich wünsche allen egal wie sie entbinden eine Gute Geburt!


    Alles Liebe


    Hanna@:)