Hämatom in der Frühschwangerschaft - eure Erfahrungen?

    Hallo zusammen,


    ich bin jetzt in der 6./7. SSW und hatte gestern starke Blutungen. Mein Gyn entdeckte heute beim Schallen ein großes Hämatom in der Gebärmutter. Er ist optimistisch, dass mein Körper das Hämatom abbaut und dann einer normalen Schwangerschaft nichts im Wege steht. Ich hab zwar schon von Hämatomen in der Schwangerschaft gelesen, aber so richtig viel, weiß ich dazu nicht.


    Habt ihr Erfahrungen mit Hämatomen in der Schwangerschaft? Wie war das bei euch?

    Ich würde mich freuen, wenn ihr eure (positiven wie auch negativen) Erfahrungen mit mir teilen würdet! @:)

  • 7 Antworten

    Guten Morgen :-)

    Ich möchte dir Mut machen. Bei mir war es dasselbe... Durfte zwei Wochen viel ruhen und Utrogest nehmen und danach war das Hämatom verschwunden. Ich drücke dir die Daumen :)_

    Julikäfer

    Das ist wirklich aufbauend! Was bedeutete „viel ruhen“? Mein Gyn meinte, dass Bettruhe nicht notwendig sei und ich nur einen Gang runter schalten soll, kein Stress, keine Hektik und wenn es geht meinen Kleinen häufiger zu Oma und Opa geben. Es klang für mich so, als wenn das Hämatom bis zur nächsten Kontrolle in einer Woche im besten Falle wieder verschwunden ist.


    Jetzt habe ich aber gegoogelt und die meisten Schwangeren haben tatsächlich strickte Bettruhe verordnet bekommen und es brauchte Wochen bis Monate bis das Hämatom komplett weg war.


    Ich wurde vom Gyn für eine Woche krankgeschrieben, da ich aber diese Woche nur stundenweise in die Arbeit gehen und quasi erst nächste Woche nach der Elternzeit wieder richtig anfange, bin ich nun unschlüssig, was ich tun soll. Mein Gyn meinte, es wäre absolut meine Entscheidung, da es im Bürojob ja durchaus weniger anstrengend sein kann, als mit einem 1-jährigen zu Hause ;-)


    Wenn ich die AU jetzt einreiche, müsste ich die Schwangerschaft auch mitteilen. Wenn ich diese Woche stundenweise anfange und beim nächsten US am Montag kommt heraus, dass das Hämatom immer noch da ist, und ich mich weiter schonen sollte, würde die AU ja verlängert und die paar Stunden, die ich bisher da war, wären eh für die Katz und ich würde mir ggf. Gedanken machen, dass die paar Stunden Arbeit zuviel waren (wobei ich nur einen Bürojob habe).

    So oder so wären meine Kollegen nicht begeistert.
    Oder ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass das Hämatom in einer Woche weg ist und ich dann beruhigt Vollzeit starten kann und ich mache mir umsonst Gedanken? ":/

    Vielleicht noch als Info, warum ich meinem Gyn nicht einfach vertraue: Beim Schallen entwich ihm mehrfach ein „Wahnsinn!“. Er sagte natürlich noch mehr, es wirkte auf mich aber so, dass er selbst überrascht war, dass alles zeitgerecht entwickelt ist und das Herzchen blubberte ":/ Er hat zwar keine Größe genannt, aber das Hämatom sitzt direkt neben der Fruchthöhle und ist ca. 5-6 Mal so groß wie die Fruchthöhle. Das sieht in Summe jedenfalls schon irgendwie bedrohlich auf dem US-Bild aus :-|

    Platypus schrieb:

    Vielleicht noch als Info, warum ich meinem Gyn nicht einfach vertraue: Beim Schallen entwich ihm mehrfach ein „Wahnsinn!“. Er sagte natürlich noch mehr, es wirkte auf mich aber so, dass er selbst überrascht war, dass alles zeitgerecht entwickelt ist und das Herzchen blubberte ":/ Er hat zwar keine Größe genannt, aber das Hämatom sitzt direkt neben der Fruchthöhle und ist ca. 5-6 Mal so groß wie die Fruchthöhle. Das sieht in Summe jedenfalls schon irgendwie bedrohlich auf dem US-Bild aus :-|

    Sein Verhalten klingt total daneben, hast du über einen Arztwechsel nachgedacht? Mir geht es meist nicht um besonders nette Ärzte, sondern Kompetenz und Ehrlichkeit - dass ihm solche Ausrufe überhaupt entfahren und er dich dann mit der Unsicherheit allein lässt, finde ich richtig mies. Allerdings denke ich, wenn etwas mit deinem Kind nicht in Ordnung wäre, würde das auch ein unempathischer Arzt nicht als "Wahnsinn" bezeichnen. Hämatome erledigen sich wirklich oft ohne weitere Probleme! Wenn du dich sehr sorgst, hol dir eine Zweitmeinung.

    Bisher habe ich mich bei meinem Gyn sehr gut aufgehoben gefühlt. Meine erste Schwangerschaft war ja auch ein wenig turbulent und da hat er wirklich immer sehr beruhigend reagiert und mich nie durch seine Art verunsichert.


    Heute war das erste Mal, dass ich im Nachhinein bisschen am Grübeln bin. Aber eben auch nur weil andere Berichte im Netz von Bettruhe und mehreren Wochen bis zur Auflösung des Hämatoms erzählen, häufig dazu mit 50:50 Chance, dass der Embryo es überlebt und nicht zusammen mit dem Hämatom abgeht.


    Zweitmeinung wird schwierig. Hier gibt es wenig Frauenärzte, die neue Patienten aufnehmen. Ich bin noch bei meiner alten Ärztin in der Kartei, aber da bin ich bewusst nicht mehr hingegangen, weil sie eine totale Pillen-Verfechterin war und sie mir diese immer zur "Zyklusregulierung" aufschwatzen wollte.


    Ich warte wohl erstmal ab, bin aber natürlich über weitere Erfahrungsberichte sehr dankbar! @:)

    Nach der Schwangerschaft brauchte ich auch mal eine Zweitmeinung. Die Praxis, die ich aufsuchte hatte auch Aufnahmestopp für neue Patientinnen.. aber ein Termin für eine zweitmeinung war kein Problem.
    vielleicht einfach mal anrufen und nachfragen, wenn du noch einen anderen gyn draufschauen lassen möchtest

    Platypus schrieb:

    , häufig dazu mit 50:50 Chance, dass der Embryo es überlebt und nicht zusammen mit dem Hämatom abgeht.

    Im Netz liest man wahnsinnig viel. Zum Beispiel auch, dass Schwangere ohne Übelkeit ein 70% höheres Risiko für eine Fehlgeburt haben, als Schwangere mit Übelkeit. Oder dass das Risiko für eine Fehlgeburt bei einem werdenden Vater über 40 um 60% erhöht ist. Trifft bei mir übrigens beides zu. ;-D

    Blutungen in der Frühschwangerschaft sind häufig. Und Statistiken erlauben keine zuverlässigen Rückschlüsse auf individuelle Situationen. Und gerade im ersten Trimester IST einfach nichts sicher. Bei allen Schwangeren. Da kann man nun natürlich den Teufel an die Wand malen und sich 3 oder 4 Monate lang fürchten. Oder man hofft auf's Beste und wenn es doch anders kommt, ist es eben so. Dann geht es halt anders weiter. Beeinflussen kann man es ja eh praktisch nicht, wie es dann wirklich kommt.

    Bei dir schlägt das Herz des Embryos, was doch eine feine Sache ist! Falls es dich beruhigt: Ab nachgewiesenem Herzschlag gilt es nicht mehr als biochemische, sondern als klinische Schwangerschaft und das Risiko für einen Abort ist schon deutlich gesunken. Kopf hoch :)*:)_