Hämorriden in der Schwangerschaft lindern/in Schach halten?

    Hallo zusammen *:)


    Ich bin mittlerweile Anfang der 29. SSW und habe jetzt schon Probleme mit Hämorriden. Mein Gyn hat mir nur eine schmerzlindernde Salbe verschrieben und meinte, dass man da nicht viel tun kann. So ganz kann ich mich damit nicht abfinden und möchte zumindest versuchen den Ist-Zustand zu erhalten, sodass es nicht viel schlimmer wird.


    Ich nehme mittlerweile Flohsamenschalen und getrocknete Aprikosen zu mir, um eine gute Stuhlkonsistenz zu erhalten (was durch einen niedrigen Hb-Wert und damit verbunden die Einnahme von Eisentabletten, gar nicht so einfach ist). Ansonsten will ich versuchen mehr zu trinken, da ich das gerne vergesse.


    Habt ihr sonst noch Tipps für mich?

  • 12 Antworten

    Hallo! Ich kann dir regelmäßige Sitzbäder mit Tannosynth empfehlen, völlig unschädlich und effektiv. Für Sitzbäder gibt es spezielle Einsätze für die Toilette. Die Bäder sind portionsweise abgepackt und in der Apotheke rezeptfrei erhältlich. Ich wünsche dir für dich und dein Baby alles Gute! P.s.starkes pressen beim Stuhlgang vermeiden.

    Bist du denn mit den Resultaten der Flohsamenschalen etc. zufrieden? Hier ist wirklich wichtig, dass du ganz viel trinkst, sonst machst du die Sache dadurch leider noch schlimmer...

    Mir hilft es, wenn ein großes Glas Wasser immer in der Nähe steht, da trinke ich viel mehr, als wenn ich erst ans Einschenken denken muss. Und wenn ich z.B. weiß, dass ich unterwegs bin und evtl. nicht ans Trinken denke, nehme ich die Flohsamen lieber nicht oder später. (Ich nehme auch die ganzen Flohsamen statt der Schalen, funktioniert bei mir irgendwie besser.)

    Bei mir ist es auch so, dass viel Schokolade (siehe unseren anderen Thread :-)) und größere Fleischmengen zu festerem Stuhl führen.


    Ich habe auch gehört, dass ein Toilettenhocker beim Stuhlgang hilfreich sein soll. Habe es selbst noch nicht probiert, werde ich aber tun, falls da Probleme kommen.


    So einen Aufsatz für Sitzbäder könnte ich mir eigentlich auch schon mal besorgen. Werde ich nach der Geburt bestimmt brauchen können.

    Wenn ihr trotz viel trinken mit dem Stuhlgang Schwierigkeiten habt, gibt es noch eine andere Möglichkeit. Movicol! Das ist kein Abführmittel, es regt den Darm zur Tätigkeit an und hält den Stuhl weich, damit man nicht pressen muß. Movicol darf in der Schwangerschaft genommen werden. Die Dosierung für Schwangere habe ich nicht um Kopf. Ob dieses Mittel für Euch und in welcher Dosierung, geeignet ist, bitte den Gynäkologen fragen. Das Pulver wird in Wasser aufgelöst, daher individuell dosierbar. Viele Grüße.

    Wie ist es denn mit Magnesium bei Dir? Ich nehme auch Magnesium und das sorgt bei mir eigentlich dafür dass ich gar keine Probleme mit dem Toilettengang habe. Und Magnesium ist ja eh nicht schlecht in der Schwangerschaft.

    Quercus Zäpfchen und Quercus Salbe, beides von Wala und darf in der Schwangerschaft genommen werden.

    Quercus Essenz als Zugabe fürs Wasser, wenn du wie oben beschrieben, einen Bidet-Einsatz für die Toilette kaufst, ist auch nach der Geburt ideal für Waschungen.


    Lindert unten rum sehr gut.

    Ich nehme schon Magnesium (siehe meinen Thread zum Thema Krämpfe), aber da hat sich mein Körper wohl sdran gewöhnt. Auf die Verdauung wirkt sich das nicht mehr großartig aus. Wobei ich hier die Dosis noch aufstocken wollte, vielleicht hilft das dann doch wieder ein wenig.


    Ich nehme gemahlene Flohsamenschalen, da ich die ganzen Schalen nicht so gern trinke/esse. Ich mische mir einen TL davon in eine Saftschorle aus stillem Wasser und Saft und lasse es erstmal quellen. Ich misch auch noch Hagebuttenpulver gegen meine Gelenkschmerzen drunter. Das Gemisch trinke ich auch nur bis mittags, damit ich hinterher noch genug Zeit zum trinken habe.


    Wie sind denn die ganzen Samen so? Ist das vergleichbar mit Chia-Samen?


    Wenn ich das Zeug jeden oder zumindest jeden zweiten Tag trinke, merke ich durchaus einen positiven Effekt. Aber sobald ich es mal wieder paar Tage schleifen lasse, bekomme ich wieder Verstopfung.

    Eigentlich kenne ich es so, dass man die Flohsamenschalen in 200 ml Wasser rührt, meinetwegen auch Schorle, diese sofort trinkt und direkt danach nochmal zwei mal 200 ml Wasser. Also nicht über den Vormittag verteilt, sondern zügig hintereinanderweg, weil es sonst eher stopft als abführt.

    BeataM schrieb:

    Eigentlich kenne ich es so, dass man die Flohsamenschalen in 200 ml Wasser rührt, meinetwegen auch Schorle, diese sofort trinkt und direkt danach nochmal zwei mal 200 ml Wasser. Also nicht über den Vormittag verteilt, sondern zügig hintereinanderweg, weil es sonst eher stopft als abführt.

    Ich lasse sie nicht stundenlang quellen, nur ca. 10 Minuten. Wenn ich das nicht mache, habe ich so ein komisches Gefühl/Druck im Magen, als würde alles verkleben.

    Ich mache es mit den Samen eigentlich genauso wie du mit den Schalen, mindestens 10 min quellen lassen und dann trinken (die Körner schlucke ich dabei unzerkaut runter). Ist zwar auch etwas seltsam, aber die Pampe aus Schalen finde ich persönlich unangenehmer und irgendwie wirken die ganzen Körner bei mir auch besser. Ist sicher individuell verschieden.

    ...Wobei ich noch dazusagen sollte, dass ich sie aktuell nicht nehme. In ersten Trimester habe ich sie wegen der Übelkeit nicht ertragen (oder besser gesagt, die große Trinkmenge und den vollen Magen dadurch) und daher aufgehört. Bisher habe ich sie noch nicht wieder gebraucht, überraschenderweise. Sobald ich aber eine trägere Verdauung bemerken sollte, werde ich wieder anfangen.

    Flohsamenschalen sollten gemahlen eingenommen werden.


    Es reicht eigentlich schon ein halber Teelöffel voll, den man in einen Joghurt einrührt, dem man noch ein Tasse Wasser, roten Tee oder Saft, nach Belieben, zufügt.


    Ebenso könnte man das Pulver in sein Müsli geben, dem man die gleiche Menge Flüssigkeit s. o. zufügt. Kann dann 5 Minuten später gegessen werden.


    Nimmt man das Zeugs in Wasser eingerührt, ist es eine unangenehme Pampe. IN Joghurt eingerührt oder in Quarkspeise mit entsprechender Flüssigkeit merkt man das Zeugs fast gar nicht.

    Sind die Hämorrhoiden nur innerlich oder auch äußerlich? Ich finde den Hamamelis-Myrte-Balsam der Bahnhof-Apotheke am Besten. Dazu Jelliproct (verschreibungspflichtig). So wenig ToiPa wie irgendwie möglich - wenn kein Bidet vorhanden, bspw. ein HappyPo.


    Zum Kühlen nach der Entbindung kann ich Tofu empfehlen. Aus dem Kühlschrank, Scheibe abschneiden und in die Binde mit rein (wie Quark auf die Brust). Tannolact-Sitzbäder sind auch gut. Dazu liegen, liegen und noch mehr liegen. Dann auch wieder auf dem Bauch, über einen Berg Kissen sodass der Popo am Höchsten ist (Luft dabei dran lassen, was saugfähiges wegen dem Wochenfluss darunter).


    Ich hatte die Probleme in beiden Schwangerschaften und Geburten extrem nach den Geburten durch das Pressen. Ich habe mir die OP für jetzt nach der zweiten Geburt aufgespart und in Kürze bin ich beim Proktologen zur Vorbesprechung der OP (Grad 3-4). Es geht zwar von gefühlt Tischtennisball-Größe zurück, aber es ging auch die drei Jahre dazwischen nie ganz weg. Im Krankenhaus hat schon eine Chirurgin drauf geschaut, aber es war zu früh im Wochenbett (Tag 1 nach der Entbindung) um da schon etwas zu machen. Hätte mich sofort in den OP begeben, die erste Woche war extrem schmerzhaft und ich konnte nicht sitzen. Und durfte es auch nicht deswegen. Stillen nur im Liegen... naja, heißt ja eh Wochenbett.


    Kein Sitzring, sagt die Hebamme. Damit ist es zwar erstmal angenehm, aber man sitzt zu lange und es entsteht viel zu viel Druck nach unten dadurch.