• Kaiserschnitt - Tipps und Tricks

    Hoi, da ich leider um einen KS nicht rumkommen werde, in Coronazeiten mein Mann oder anderer Besuch nicht auf Station kommen darf und mir bei meinem letzten KH-Aufenthalt schon gesagt wurde, dass man total unterbesetzt ist und man das leider auch merkte bei meinem Aufenthalt, wollte ich mal nach Erfahrungen und Tipps fragen, wie man schnell unabhängig…
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    Mir hat die Krankenschwester den Tipp gegeben, eine Pezi-Vorlagen zwischen Narbe und Netzhöschen zu klemmen. Das hat tatsächlich geholfen.


    Schmerzmittelfrei war ich nach 3-4 Tagen.


    Nach 7-9 Tagen war ich schon wieder ziemlich fit, sodass ich nicht mehr wie auf rohen Eiern laufen musste.

    Also ich muss zugeben, mir hat in der Tat es sehr gut getan ein Handtuch um die Narbe/Bauch zu schnallen. Dann hat der überschüssige Bauch die Narbe nicht so nach unten gezogen. Die Netzhosen aus dem KH fand ich auch am angenehmsten und habe sie auch zu Hause weitergetragen.

    Bzgl Weg zur Kinderklinik. Ich habe damals eine Gehhilfe wie für ältere Personen bekommen. Da konnte ich mich abstützen und habe den Weg alleine geschafft.

    Ach ja und was noch hilfreich war, Essen und Trinken mitnehmen was den Kreislauf fit macht. Bei mir hat der typische KH Tee mich eher schlapper gemacht und zuckerhaltiges hat dann besser geholfen. Das ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich :)z

    Um sich untenrum immer wieder frisch machen zu können, empfehle ich, sich ein HappyPo anzuschaffen.

    Ich hatte gerade eine OP, wo die alte Narbe komplett neu geöffnet wurde. Nachdem der Drain gezogen wurde, kam ein Duschpflaster drauf. Habe ich mir nach der Entlassung selbst gekauft. Teuer, aber sehr gut. Leukomed T plus, 10 x 25 cm.

    Und ich hatte mir schließlich ein langes Baumwollband 3,50 x 20 cm genäht, was ich mir als Stütze umgelegt habe. War ganz angenehm. Zusammengehalten mit mehreren Sicherheitsnadeln.

    Die happypo hab ich vor ein paar Tagen bestellt 😁. In der alten Wohnung hatten wir ein Bidet, hier leider nicht, aber für Periode und Wochenfluss fand ich das äußerst praktisch.


    EINE GEHHILFE! Stimmt, das ist natürlich auch eine Möglichkeit!

    BenitaB. schrieb:

    Ich empfehle für die Zeit nach der Geburt für untenrum auch, sich Einmalhandtücher von dm oder so zu besorgen.

    Ich hab im Krankenhaus so eine Art Messbecher zum Spülen bekommen und mich mit den Pezi-Einlagen untenrum abgetupft.

    Na ja, man ist dann ja bald zu Hause. Und will sich da auch abtrocknen. HappyPo und Einmalhandtücher sind da genial.

    Was ich dieses Mal auf jeden Fall mitnehm (hat nicht alles mit Kaiserschnitt zu tun):


    - eigene Schmerzmittel

    - eigenes Essen und Trinken (bin durch dauerweinendes Baby nie zum Essen gekommen wenn es serviert wurde)

    - Sportflasche zum liegend trinken

    - eigene Multimam Kompressen (hatte ich letztes Mal schon)
    - kl. Flasche fertige Pre

    - USB Verlängerung zum handyladen und tippen

    - Oropax

    - vielleicht ein kleines Wickelset damit ich im Bett wickeln kann


    Mein Notkaiserschnitt war um 2 Uhr morgens. Um 5 waren wir im Zimmer. Gegen Mittag kam eine sehr liebe Schwester die mir den Katheter zog und mir beim Aufstehen half. Ich konnte mich mit aller Kraftaufwendung allein abbrausen (duschen wär zuviel gesagt, aber eben untenrum säubern) aber für die Haltestangen überall im Bad war ich sehr dankbar. Die Schmerzen waren schlimm ja, aber dieses Gefühl sich nicht aufrichten zu können oder gar nach vorne zu kippen war mir echt zu unsicher um mein Baby selbst zu halten.

    Als ich mich endlich traute eine Hebamme zu fragen ob sie mein Kind wickeln kann hab ich auch sone alte Trampel erwischt die meinte "na ihr habts auch nur die Drecksarbeit für mich" >:( Ich hab mich eh dazugestellt (allein hätt ich ihr wohl nicht mein Kind überlassen nach dem blöden Kommentar) aber musste mich mit dem Oberkörper fast auf den Wickeltisch legen um nicht nach vorne zu kippen. Die restliche Zeit hab ich mich nichtmehr getraut irgendwen um irgendwas zu bitten obwohl das restliche Personal wirklich sehr nett war.


    Das Babybett hab ich als Gehhilfe verwendet und sie reingelegt wenn ich nachts mit ihr ins Stillzimmer bin um niemandem im Zimmer zu stören. Meine Tochter hat wirklich sehr sehr viel geweint :°( und ich bekam in den 2,5 Tagen nur 2h Schlaf insgesamt. Dann hab ich mich vorzeitig entlassen und mein Mann und die Hebamme daheim übernahmen. Daheim wurde ich dann wirklich unterstützt. Mein Mann übernahm jedes Wickeln und Hochnehmen und wechselte sogar nachts immer die Stillseiten für mich.


    Als die Narbe noch krustig war haben wir metallbeschichtete Kompressen verwendet damit das Höschen nicht reibt. Mit Öl hab ich erst begonnen als die Krusten abwaren und nixmehr rot.


    Wirklich gut und stabil mit Baby im Arm gehen konnte ich etwa nach 7 Tagen.

    Hab mal alle Tipps und co zusammengefasst:


    - über die Seite aufstehen

    - bei Anstrengung ausatmen

    - beim Niesen/Husten und co, Hand leicht auf die Narbe legen

    - Narbe trocken halten und Luft ran lassen

    - so früh wie möglich aufstehen und bewegen
    - Badelatschen aus Gummi

    - eigene Schmerzmittel

    - atmungsaktive Kompresse/Pezi Vorlage oä für die Narbe

    - Bauchband oä

    - Essen, Trinken

    - Sportflasche zum liegend trinken

    - eigene Multimam Kompressen

    - kl. Flasche fertige Pre

    - USB Verlängerung zum handyladen und tippen

    - Oropax

    - vielleicht ein kleines Wickelset damit ich im Bett wickeln kann

    - Happypo für Wochenfluss und co

    - Einmalhandtücher für daheim


    Ich persönlich würde generell bei einem KH-Aufenthalt noch mitnehmen:
    - Kopfkissen

    - Bettbezug (ich bin da super eigen 😅 und reagiere auf deren Waschmittel)

    - eigene Seife

    - Müllbeutel oä für dreckige Wäsche (kann ja keiner zwischendurch kommen)

    - Taschentücher


    Für lange Aufenthalte (und jetzt nicht lachen)

    - anständiges Toilettenpapier


    Nala, warum würdest du Pre mitnehmen?


    Wegen der Erzählungen, dass man dann rumgelaufen ist: ich bin mir gar nicht sicher, ob man auf den Fluren schleichen darf 😅. Ich hab letzte Woche kaum Patienten gesehen, aber gut... ich war auch nicht unterwegs,‘weil ich nur ins Bad durfte und sonst das Bett hüten musste.

    Mein wichtigster Tipp ist bei starken Schmerzen energisch ein wirksames Schmerzmittel einzufordern (also was auf Opiod-Basis). Ich hatte heftige Schmerzen und Paracetamol und Ibuprofen haben dagegen nur wenig geholfen. Was stärkeres rücken die aber bei uns nur raus wenn man Zeter und Mordio schreit, ‚freiwillig‘ nicht. Aber Aufstehen ohne ging einfach nicht und das ist super wichtig. Beim nächsten Mal würde ich da schon früher drauf bestehen was besseres als Ibu und Para zu bekommen.


    Ansonsten gibt es man nach wenig was man tun kann um schneller fit zu werden, der Körper braucht nach so einer großen OP einfach seine Zeit und das kann man nicht erzwingen. Das ist halt individuell total verschieden. Manche Frauen sind nach 2 Tagen wieder ziemlich fit, ich konnte nach einer Woche noch kam laufen, geschweige denn das Baby tragen.


    Mir hat übrigens die ersten 2 Tage meistens die Bettnachbarin geholfen dass Baby aus dem Bett zu nehmen zum stillen und kuscheln um das Personal zu entlasten, das ist vielleicht noch ein Tipp. Wickeln mussten mein Mann und die Schwestern.

    In den meisten KH darf man derzeit nur mit Maske aus dem Zimmer. Ich schlich halt abends rum weil sie sonst nur geweint hat und meine Zimmerkolleginnen hatten totale Schlafbabys die man zum Stillen wecken musste.

    Pre würde ich mitnehmen weil meine Tochter nur an der Brust hing und trotzdem ständig brüllte und ich mir sicher bin dass sie Hunger hatte. Es dauerte 72h bis Milch kam. Meine Schwester brachte mir dann Pre ins KH weil mir keiner was geben wollte ("dann können sie nichtmehr stillen" %-| Bullshit wenn sie immernoch 20h vom Tag an der Brust hängt) und das gab ich ihr dann mit einer Einwegspritze.

    Diesmal werde ich noch zusätzlich Kolostrum sammeln (Diabetes, Kaiserschnitt) damit für eine mögliche Unterzuckerung vorgesorgt ist.

    Das ist so affig, dass andere meinen sich da einmischen zu wollen und die Milch verweigern.
    Ich bin gespannt, ob wir diesmal stillen können. Wenn das nicht klappt und man eine Pumpe verlangt, kriegt man dann eine? Bei meiner Tochter war das total normal aber sie hatte ja auch eine Sonde am Anfang und da war klar, dass man zufüttert und abpumpt

    Ich hatte keinen Kaiserschnitt, aber 3 Bauch-OP's (1x offener Schnitt, alles GYN-Sachen). Und insgesamt 23 OP's.


    Meine Empfehlung:

    Über die Seite abrollen hilft. Ebenso mit der Hand Gegendruck ausüben beim Niesen etc. Immer wieder kurz aufstehen, und wenn es nur wenige Schritte im Zimmer sind (kurbeln den Kreislauf an).

    Bzgl. Narbe: Mit spezieller Narbenpflege darf erst nach einer best. Zeit begonnen werden. Das dürfte in Deiner Krankenhaus-Zeit noch gar nicht relevant werden. Ich habe Erfahrungen mit Contractubex und dem Silikon-Gelroller von bepanthen. Fand letzteren aufgr. des Massagerollers hilfreich, gerade wenn Narben anfangen zu verkleben, sich einzuziehen etc. Für die reine Wundheilung hat bei mir aber Bepanthen-Salbe letztlich immer am meisten gebracht. WENN alles soweit zu ist, Fäden raus und man eben was drauf schmieren darf.

    Bzgl. Bauchform muss ich passen, da keine Schwangerschaft. Allerdings war mein Bauch nach den OP's immer ziemlich aufgebläht.


    Rollstuhlfahren kannst Du vergessen. Das ist mit den nicht angepassten, eher unhandlichen Krankenhausrollstühlen schon ohne Bauch-OP echt schwierig (ich hatte 14 Knie-OP's und war einige Male auf den Rolli angewiesen danach).


    ABER (Personalmangel hin oder her): Man wird sich um die wesentlichen Dinge schon kümmern. Aktuell werden viele nicht notwendige OP's abgesagt und die Stationen sind gar nicht so voll. Im Notfall einfach auch keine falsche Zurückhaltung, sondern klingeln und freundlich um Hilfe bitten. Pflegepersonal merkt schon, ob man sich alleine bemüht hat und Hilfe braucht oder wegen jedem Bisschen klingelt, weil es bequem ist.


    Und allgemein:

    Nimm' Dir was zu Essen und Trinken mit. Saft, Cola, Müsliriegel, Schokolade, Studentenfutter, Obst,... Alles, was man gerne mag und was ohne Kühlung auskommt. Und was sonst der Besuch gerne mitbringt.