• Kaiserschnitt - Tipps und Tricks

    Hoi, da ich leider um einen KS nicht rumkommen werde, in Coronazeiten mein Mann oder anderer Besuch nicht auf Station kommen darf und mir bei meinem letzten KH-Aufenthalt schon gesagt wurde, dass man total unterbesetzt ist und man das leider auch merkte bei meinem Aufenthalt, wollte ich mal nach Erfahrungen und Tipps fragen, wie man schnell unabhängig…
  • 89 Antworten
    tiramisu01 schrieb:

    Das ist so affig, dass andere meinen sich da einmischen zu wollen und die Milch verweigern.

    Es ist ein speziell stillfreundliches Spital und ich versteh schon dass man unerfahrene Mamas darauf sensibilisieren will dass Flaschennahrung halt dazu führen kann, dass das Stillen nicht klappt. Aber meine Tochter hatte einfach ein solch enormes Saugbedürfnis, dass sie nur am stillen, an meinem Finger lutschen oder am weinen war wenn beides grad nicht da war. %:| Da war ich nach 48h einfach durch ... Sie bekam auch nach 1 Woche den Schnuller und hat trotzdem wie ne Eins 20 Monate gestillt. Flasche wollte sie dann nie.

    Meine Bettnachbarin musste pumpen, was sicher auch kein Spaß war - das Kind war wohl zu klein und leicht und schlief fast nur. Meine Tochter kam mit 3kg und hing wie gesagt ständig an der Brust und nahm in den knapp 58h bis zur Entlassung nicht mehr ab als sein darf. Die Pumpe bekam ich dann weil einfach eine Vertreterin von einem Verleih durchging und alle fragte und ich mir dachte "hilfts nix, schads nix".

    Ich hate nach dem Kaiserschnitt eigentlich keine Probleme, ich habe gepennt und am nächsten Tag dann das Kind gewickelt.

    Zum Laufen habe ich das Babybettchen genommen.

    Zwei Tage nach der Geburt hatte ich selbst Geburtstag, da waren wir im Krankenhausgarten feiern und abends hat mein Mann chinesisches Essen geholt.

    Durch den Schnitt außen sind die Hautnerven durchtrennt, das ist alles taub, also keinen Schmerz, die Gebärmutter fühlt auch keinen.

    Was unangenehm ist, ist das Spannungsgefühl, aber es ist kein Schmerz in dem Sinne, nur ein immenser Druck, den man halt händeln muss.

    Wochenfluss hatte ich im Vergleich zur Spontangeburt fast gar nicht. War schon durch, als ich nach 5 oder 6 Tagen entlassen worden bin.

    Also, ich hatte ein großes Hämatom über der Narbe direkt und hätte manchmal vor Schmerz umkippen können. Daher: Schmerzmittel, wenn notwendig, einfordern. Man muss keinen Heldentod sterben oder irgendeinen Dritten beeindruckend. Bei mir wurde auch der Katheter einen Tag später gezogen, weil ich mich nicht bewegen konnte. Letztendlich hatte ich sehr lange mit meinem Kaiserschnitt zu kämpfen, doch das ist in dem Ausmaß eher die Ausnahme.


    Die Tipps an sich sind aber ganz gut, wobei man dann für sich schauen muss, was passt.

    Hatschepsut_ schrieb:

    Also, ich hatte ein großes Hämatom über der Narbe direkt und hätte manchmal vor Schmerz umkippen können. Daher: Schmerzmittel, wenn notwendig, einfordern. Man muss keinen Heldentod sterben oder irgendeinen Dritten beeindruckend. Bei mir wurde auch der Katheter einen Tag später gezogen, weil ich mich nicht bewegen konnte. Letztendlich hatte ich sehr lange mit meinem Kaiserschnitt zu kämpfen, doch das ist in dem Ausmaß eher die Ausnahme.


    Die Tipps an sich sind aber ganz gut, wobei man dann für sich schauen muss, was passt.

    Ich hatte beim ersten Kaiserschnitt auch mit einem großen Hämatom zu kämpfen. Ich konnte wirklich lange nicht auf dem Bauch liegen. Das ging nach 2-3 Monaten erst wieder. Beim zweiten Kaiserschnitt entstand kein Hämatom. Das war wirklich ein Unterschied. Allein schon das stehen war deutlich angenehmer, da der Spannungsschmerz nicht ganz so schlimm war und ich gefühlt nicht so gebückt laufen musste. Ich konnte auch schon nach 3 Wochen schmerzfrei auf dem Bauch liegen.


    Aber da hat man ja leider keine Aktien drin ...


    tiramisu01  

    Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass alles gut geht und du schnell wieder auf die Beine kommst nach dem Kaiserschnitt :)*@:)

    In unserem Krankenhaus (Uniklinik) erhalte die Wöchnerinnen mit Kaiserschnitt standartmäßig täglich folgende Schmerzmedikation:


    4 x 400mg Ibuprofen

    4 x 1g Paracetamol

    2 x 10mg Oxycodon (die ersten 2-3 Tage)


    Mit dieser Medikamenteneinstellung wirkten die Frauen mit Kaiserschnitt ganz entspannt auf mich und konnten auch recht bald die langen Wege ins Kinderzimmer mit dem Schiebebettchen selbstständig ohne Klagen zurücklegen was mich wirklich erstaunt hat. Und das Stillen hat meist auch sehr gut geklappt.

    Wochenfluss ist bei einer Sectio wohl auch weniger als bei einer normalen Geburt.


    Und die Krankenschwestern freuen sich wenn sie auch mal auf´s Baby aufpassen dürfen wenn die Mutter zum Duschen geht oder sonst Unterstützung braucht.

    Aaalso, wenn dir da jemand vom Personal sympathisch ist, hab einfach Mut und bitte um Unterstützung.....

    Okay, ich kann halt auch nur von mir sprechen @:):)*

    Na also standardmäßig oxycodon zu geben, find ich ja das völlig falsche Vorgehen. Mal ganz davon abgesehen, dass es zur Wirkung beim Baby kommen kann. Bei schlimmen Schmerzen oä ok, aber so..


    Ich habe kein Problem zu klingeln und um Hilfe zu bitten. Ich sehe eher das Problem, dass auch die Schwester mir erzählte: keine Kapazitäten. In der Woche vor Weihnachten war ich ja für drei Tage da und es waren wenig Patienten. Selbst da haben sie aufs klingeln tlw 10 min gebraucht. Klar, war kein Problem, weil ich keine Probleme hatte, aber ich war da wegen einer Blutung bei einer Plazenta praevia. Kann ja auch mal ganz schnell recht akut werden. Wie gesagt: das ist keine Kritik, aber die Realität derzeit. Stationen sind dicht, Mitarbeiter krank und Leute abgeordnet für Corona-Kranke. Und es spielt da auch keine Rolle, wenn gesagt wird, dass sie aber die Versorgung gewährleisten müssen. Was nicht geht, das geht nicht. Da braucht man sich auch nicht aufregen. Besser wäre es, wenn sie die Väter zulassen würden für Frauen die mehr Hilfe brauchen (vielleicht brauch ich ja keine, was toll wäre, gibt aber ja noch andere).


    Kürzeren, leichteren Wochenfluss fände ich spitze. Letztes mal hat es 20 Wochen oder so gedauert und dann kam sofort die Periode. Das war ein wenig nervig und auch entsprechend körperlich zerrend.


    Zimmernachbarin werde ich hoffentlich keine haben. Ich kann mich weder entspannen, noch schlafen, wenn da jemand anderes ist. Wir haben selbst daheim getrennte Schlafzimmer und noch nie eine ganze Nacht in einem Zimmer verbracht. Die ersten drei Tage stationär vor der Geburt meiner Tochter und der Tag danach im Zweibettzimmer waren die schlaflosesten Nächte meines Lebens. Das geht nicht, wenn es sich vermeiden lässt

    Hallo,


    bei mir hat die Wunde bei Beansprachung (aufrichten, laufen) schon ziemlich geschmerzt, ich konnte auch erst drei Tage danach aufstehen - hatte also den Katheter ziemlich lange.


    Außen war es auch taub, innen schmerzte es länger, und zwar heftig. Alles was Bauchmuskeln im Geringsten anspannen bedeutete war nicht erträglich.


    Mein Kind heben konnte ich nicht, aber bekam dann ein Balkonbettchen, so dass ich wenigstens streicheln konnten.


    Zum Stillen haben ihn mir die Schwestern seitlich in den Arm gelegt, gewickelt habe ich selbst erst nach dem dritten Tag selbst. Das Stillen ging super!


    Nach fünf Tagen konnte ich ihn zuhause alleine versorgen (bin ja alleinerziehend)


    Lg


    Paritu

    So unterschiedlich ist das. Bei mir in der Klinik gab es nur Paracetamol und Ibu max. alle 3-4 h im Wechsel. Stärkeres Schmerzmittel gab es gar nicht. Und bei mir war schon bei meiner ersten Geburt letztes Jahr die Personaldecke recht dünn, sodass die Schwestern nicht mal eben aufs Baby aufpassen konnten, da sie einfach zuviel zu tun hatten. Das ging vielleicht mal nachts für ne Stunde.


    Und zum Thema Nacht: Gute Oropax oder Noise Cancelling Kopfhörer wären auch gut. Mich hat das Piepen aus dem Schwesterzimmer in der Nacht wahnsinnig gemacht. Es war einfach extrem penetrant und nervig.

    Also standardmäßig Oxy finde ich auch angesichts der möglichen Nebenwirkungen nicht sinnvoll. Als 3. Stufe bei Schmerzen gerne, aber grundsätzlich?

    Ich kenne es nur, dass man Ibuprofen und bei stärkeren Schmerzen Novalgin bekommt; gerne auch als Bedarfsmedikation in Tropfenform. Ergänzend Infusionen mit Paracetamol.


    Ich habe 3 Tage ein Opioid bekommen, nachdem ich ein künstliches Knie bekommen habe. DAS waren Schmerzen, da war der Bauchschnitt ein Hautkratzer gegen. Und da brauchte ich das Opioid wirklich.


    Was man sich auch vor Augen führen sollte: Kklar merkt man etwas von einem Kaiserschnitt. Die Erwartungshaltung, nichts zu spüren, ist unrealistisch. Das geht jetzt gegen niemanden persönlich, es ist nur ein Erfahrungswert aus vielen eigenen Erfahrungen, Beoboachtungen an Mitpatienten und beruflicher Tätigkeit im Schmerzbereich. Die Menschen, die sich auf ein gewisses Maß an "Aua" einstellen und nicht erwarten, quasi NCHTS zu spüren, kommen oft viel besser mit der Situation zurecht. Heftigere Schmerzen muss und soll niemand leiden, aber dieser kleine Bereich, den man nun mal aushalten muss, erträgt man besser, wenn man sich drauf einstellt. Es wird zwicken, die Narbe wird vielleicht jucken. Das kann man bewältigen.

    Ich bekam alle 4h Ibu aber nur auf Nachfrage nach dem ersten Tag. :-/ Und ich bin ganz schlecht darin. Daheim meinte ich dann am 4. Tag ich brauch sie nie nurmehr zum schlafengehen aber ich hatte mich getäuscht. Mein Mann hat much immer erinnert und sie gebracht, denn wenn man sie erst nimmt wenn man die Schmerzen nimmer aushält (was halt mein normaler Umgang mit Schmerzmitteln ist) dauerts natürlich länger bis es wirkt. Also vielleicht nehm ich mir das auch einfach vor. ;-)

    Achso und von wegen es tut nicht weh weil die Nerven durchtrennt sind - gerade DAS finde ich tut weh. Nämlich das Geblitze der Nervenenden die wieder zueinanderfinden. Das hab ich bei meinem Schlüsselbeinbruch noch monatelang gespürt. Beim KS zumindest 6 Wochen. War aber nix gegen die Nachwehen beim Stillen. Die taten am meisten weh und es soll mit jedem Kind schlimmer werden. X-\

    Das Geheimnis ist wirklich, das Zeug regelmäßig und frühzeitig genug zu nehmen. Denn baut der Schmerz sich erstmal auf, dauert es umso länger, bis die Medikamente wirken - und oft ist die Dosis dann eher etwas nedirig für das erreichte Schmerzniveau. Während sie reichen würde, wenn man regelmäßig was nimmt und nicht wartet, bis der Schmerz sich zu sehr aufbaut.

    Daher: Sicherlich kritisch hinschauen, wie viel man braucht. Aber eben nicht zu lange warten mit der Einnahme/der Bitte um Bedarfsmedikation. Nicht zu früh mit der Einnahme aufhören. Ich muss für mich da bspw. immer die Balance finden, da ich dazu neige, zu schnell zu viel zu machen. Da kann die Ruhe aufgr. der Schmerzmittel echt fatal sein. Aber den Punkt muss jeder für sich rausfinden. Oder trotz Schmerzfreiheit konsequent erstmal weiterschonen. Auch wenn es verlockend ist, mal eben dies das jenes zu tun, weil es einem doch gut geht.

    Niemand muss tapfer sein oder dne Rekodr in Schmerzmittelverzicht brechen, wenn ihm der Bauch aufgeschnitten würde. Und wie lange man Schmerzmittel braucht, ist die ganz persönliche Entscheidung. Schmerzempfinden ist individuell; der ein kommt nach 3 Tagen ohne alles aus, der andere braucht 2 Wochen was. Ja und?

    Nala85 schrieb:

    Achso und von wegen es tut nicht weh weil die Nerven durchtrennt sind - gerade DAS finde ich tut weh. Nämlich das Geblitze der Nervenenden die wieder zueinanderfinden.

    naja, es ging ja um die zeit direkt danach im KH und da ist alles taub....


    insgesamt hatte ich nach einer spontangeburt nur noch wunschkaiserschnitte, einfach, weil ich nach diesen direkt danach das kind versorgen,laufen und sitzen konnte und eigentlich keine schmerzen hatte, was dan doch sehr angenehm war mit kleinen kindern und neugeborenem.

    criecharlie schrieb:
    Nala85 schrieb:

    Achso und von wegen es tut nicht weh weil die Nerven durchtrennt sind - gerade DAS finde ich tut weh. Nämlich das Geblitze der Nervenenden die wieder zueinanderfinden.

    naja, es ging ja um die zeit direkt danach im KH und da ist alles taub....


    insgesamt hatte ich nach einer spontangeburt nur noch wunschkaiserschnitte, einfach, weil ich nach diesen direkt danach das kind versorgen,laufen und sitzen konnte und eigentlich keine schmerzen hatte, was dan doch sehr angenehm war mit kleinen kindern und neugeborenem.

    Bei mir war definitiv nicht alles taub. Und die ersten Stunden (nach Nachlassen der Anästhesie) konnte ich mich nicht bewegen, ganz zu schweigen von Aufstehen.


    Ich würde deine Schmerzfreiheit also nicht als „normal“ ansehen ;-)