Kurz vor der Geburt

    Mich würde mal interessieren, wie ihr euch kurz vor der Geburt gefühlt habt. Ich habe zur Zeit extreme Stimmungsschwankungen und bin knapp zwei Wochen vor dem errechneten Termin. Ich bin ein dauergereiztes und weinendes Nervenbündel, habe Angst vor der Geburt und will am liebsten niemanden sehen. Ich fühle mich fett, unansehnlich, unattraktiv und könnte bei jeder Kleinigkeit ausflippen. Das einzige was mir hilft ist Ruhe und das Genießen der letzten paar Tage bevor es erst richtig losgeht und das Baby da ist. Wie war das bei euch?

  • 53 Antworten

    Mir gings bis zum Schluß super gut, hatte keine Wassereinlagerungen oder sonstige Beschwerden. Fett und unattraktiv hab ich mich auch nie gefühlt, hab auch nur 14 Kilo zugenommen.


    Stimmuungsschwankungen und ausflippen kam bei mir erst nach der Geburt. Die Umstellung von Berufsleben auf Kind war für mich zum kotzen.


    Das Warten bis zum ET ist ätzend, aber da muss leider jeder durch.


    Ich wünsch Dir alles Gute @:)

    ich habe mich - mal abgesehen vom Fettfühlen ;-) und von den ganzen anderen Beschwerden (Sodbrennen, ständig Pipi müssen...) eigentlich gut gefühlt. Ich war voller Vorfreude und wollte, dass ich mein Mäuschen endlich im Arm halten kann.

    Zitat

    Ich fühle mich fett, unansehnlich, unattraktiv

    Ja, ja, genauso hab ich mich auch gefühlt. War 4 Tage vor der Geburt noch auf einer Hochzeit eingeladen und bekam da so viel Wasser, das war so schrecklich, ich hatte ein Kleid und schöne Pumps an und meine Füße waren total eingeengt, die Haut stand über die Schuhe drüber. Die Unterschenkel sahen aus als wären sie von einem Elefanten.


    Allerdings hatte ich keine Angst vor der Geburt, ich wollte lieber sofort als später entbinden und endlich wieder liegen, stehen und sitzen können ohne vor Kreuzschmerzen umzukommen. Meine Gebete wurden dann auch erhört, ich hab bei 38+1 entbunden.


    Stimmungsschwankungen hatte ich auch keine, mein größtes Problem war wohl, dass alles so beschwerlich war und jeder zu mir gesagt hat: 'Ruh dich aus, schlaf dich noch schön aus.' War ja ein gut gemeinter Rat, aber wie soll man sich ausruhen, wenn man bei wirklich ALLEM Kreuzschmerzen ohne Ende hat?

    Mir ging's auch bis zum Schluß richtig gut. Ich meine, das rumlaufen war die letzten zehn Tage oder so ne echte Qual (hab ne Woche übertragen und nen echten Brocken zu schleppen gehabt), das ständige pinkeln und die Unfähigkeit, sich vernünftig zu bewegen, haben Schlaf fast unmöglich gemacht. Aber eigentlich war es schön. So kugelrund.


    Angst vor der Geburt hatte ich auch. Wollte am liebsten gar nicht entbinden. Hab mir total nen Kopf darum gemacht, das aber vor keinem zugegeben. Pokerface, ne. Quatsch eigentlich. Die Geburt war dann aber nicht so schlimm wie ich sie mir vorgestellt habe.


    Schlimm waren die ersten Tage und Wochen nach der Entbindung. Fand ich stimmungsmäßig ne echte Herausforderung. Hab wegen jedem Scheiß geheult, täglich mehrmals daran gezweifelt, ob ich das alles jemals schaffen werde. Aber es wird leichter. Man merkt es nicht gleich, aber sobald das hormonelle Chaos nach der Geburt vorbei ist, wird es besser. War zumindest bei mir so.

    Also fett habe ich mich auch nie gefühlt. Hatte 12 Kilo zugenommen und das meiste schon wieder weg, als ich dann ausm KH kam.


    Mich hat jedoch ziemlich angenervt, dass ich wirklich alle 20 Minuten Pipi musste, dass ich kaum in der Lage war, mich zu Fuß zu bewegen. Und eben diese Warterei, dieses Gedanken machen, wie die Geburt nun wird.


    Und eines schönen Tages, genaug genommen 5 Tage vor Termin, gings dann los mit Wehen. Und an diesem Tag habe ich das Ganze erstmal gar nicht so ernst genommen. Also ich hätte nicht gedacht, dass es nun wirklich soweit ist und ich in ein paar Stunden meinen Kleinen im Arm halte...

    Zitat

    Die Geburt war dann aber nicht so schlimm wie ich sie mir vorgestellt habe.

    Das ist es eben auch. Man bekommt von allen Seiten nur die schlimmen Horrorgeschichten rund um die Geburt erzählt. Etwas schönes hat mir noch niemand dazu gesagt. Es ist von "höllischen Schmerzen" die Rede oder "es fühlt sich an als würdest du am lebendigen Leibe zerreißen". Was soll diese Panikmacherei von Frauen die schon entbunden haben, gegenüber denen die kurz davor stehen? Ist es nicht deren Aufgabe zu erzählen, wie toll eine Geburt ist? Wollen die nur damit prahlen weil sie es schon geschafft haben? Selbst die Hebamme im Geburtsvorbereitungskurs hat solche Geschichten auf Lager: Man würde vor Schmerzen nach Schmerzmedikamenten betteln und vor lauter Schwäche während des Geburtsvorgangs kaum noch in der Lage sein aus eigener Kraft sein Kind zu gebähren. :|N


    Glücklicherweise habe ich bei all dem unschönen Geschichten auch immerhin drei Frauen gehört, die gesagt haben, sie hätten sich das alles viel viel schlimmer vorgestellt als erwartet. Wenn alles so der Horror ist, warum bekommen denn dann andere freiwillig zwei oder mehr Kinder?

    horrorgeschichten finde ich auch :(v . es tut weh, ja, aber man überlebt es und wird riesig dafür belohnt. ich bin zum 4.mal schwange...

    Ja sicher überlebt man es und sicher tut sowas weh aber es geht vorbei und der Moment, an dem man sein Kind das erst Mal im Arm hält ist sicher der absolute Wahnsinn.


    Mittlerweile bin ich auch wieder etwas gelassener als an dem Tag als ich hier diesen Faden eröffnet habe. Ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt einen Kaiserschnitt machen zu lassen wegen der ganzen Horrorgeschichten. Das mache ich natürlich nicht, weil ich wissen will, wie sich die Geburt meines eigenen Kindes anfühlt.

    matig

    Glückwunsch zur vierten Schwangerschaft @:) Da komm ich nicht mehr hin.

    ach ich denk sowieso das die geplanten ks mit mehr schmerzen verbunden sind und mit höherem risiko. dann doch mal ne weile schmerzen die vergessen sind sobald das kind auf der welt ist. wünsch dir alles gute @:)

    Zitat

    Man bekommt von allen Seiten nur die schlimmen Horrorgeschichten rund um die Geburt erzählt.

    Von mir sicher nicht. Bei mir hat die Geburt nur 2 Stunden und 14 Minuten gedauert, natürlich hatte ich Schmerzen und es war nicht angenehm, aber man vergisst es tatsächlich. Vor allem wird man danach von einem Glücksgefühl belohnt.

    Zitat

    Selbst die Hebamme im Geburtsvorbereitungskurs hat solche Geschichten auf Lager: Man würde vor Schmerzen nach Schmerzmedikamenten betteln und vor lauter Schwäche während des Geburtsvorgangs kaum noch in der Lage sein aus eigener Kraft sein Kind zu gebähren. :|N

    Also, die Hebamme sollte wohl besser keinen Geburtsvorbereitungskurs leiten. Mal ehrlich, die hat wohl den Beruf verfehlt. :(v Zu 2. Aussage, wenn es so wäre, wie hätten die Frauen früher das denn getan? Ich meine, zu einer Zeit als es noch keine Schmerzmittel gab, aber die Frauen meist mehrere Kinder bekommen haben.

    Zitat

    Ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt einen Kaiserschnitt machen zu lassen wegen der ganzen Horrorgeschichten.

    Ich wollte ursprünglich eigentlich auch einen KS, eben wegen der Horrorgeschichten, war dann schon überglücklich, als sich der Kleine lange nicht gedreht hat. Dann hab ich allerdings solche Brustschmerzen bekommen, weil der Kleine ja immer mit seinem Kopf gegen den Brustkorb gedrückt hat (so 30. SSW) und war dann doch glücklich, als er endlich die richtige Position eingenommen hat. Dann war klar, entweder ich zieh das auf normalem Wege durch oder ich renne 100 Mal zu diversen Ärzten um eine Bescheinigung zu bekommen, dass ich psychisch nicht in der Lage bin ein Kind auf normalem Wege zu bekommen und deshalb einen KS benötige. Zweiteres hat mich nicht interessiert, dann hab ich mir nur gedacht: Das Baby ist drinnen, es muss raus und weh tut es so oder so.

    Zitat

    ach ich denk sowieso das die geplanten ks mit mehr schmerzen verbunden sind und mit höherem risiko.

    Vor allem ist mir aufgefallen, dass Frauen mit KS eher zu Wochenbettdepression oder Babyblues neigen als andere. Da ist mir dann doch eine normale Geburt, die man wieder vergisst, lieber als eine, wo ich Wochen nachher noch seelisch komplett fertig bin.

    davorka

    Zitat

    Mich würde mal interessieren, wie ihr euch kurz vor der Geburt gefühlt habt. Ich habe zur Zeit extreme Stimmungsschwankungen und bin knapp zwei Wochen vor dem errechneten Termin. Ich bin ein dauergereiztes und weinendes Nervenbündel, habe Angst vor der Geburt und will am liebsten niemanden sehen. Ich fühle mich fett, unansehnlich, unattraktiv und könnte bei jeder Kleinigkeit ausflippen. Das einzige was mir hilft ist Ruhe und das Genießen der letzten paar Tage bevor es erst richtig losgeht und das Baby da ist. Wie war das bei euch?

    *:) also so richtig angenehm war es nicht, aber ich habe mich darauf gefreut. Weil ich es spannend fand, und weil ich echt kein Bock mehr hatte auf den Bauch! Ich wollte wieder auf dem Bauch schlafen!


    Die letzten Tage vor der Geburt hab ich auch nur noch gejammert |-o


    Bin dann fleissig Treppen gestiegen und sie kam dann in der 36+5 ten Woche als Wonneproppen raus. Der Geburtsvorgang selber war aufregend, ich war auf 180. Es war Wochenende und die Hebamme pendelte zwischen 2 Kreissälen. Ich sagte nur immer "Gehn sie nicht weg". Ich wollte weder auf der Seite liegen, noch auf dem Hocker oder sonstwas, hab ne PDA verlangt (die hat aber nicht gewirkt), Zeitgefühl hatte ich keins. Dann kamen Presswehen, Dammschnitt war nicht so schön, führte aber dazu dass das KIndchen rauskam. Und schwupp-Schmerz vobei :)^


    Wollte sie sofort haben, die Kleine :-)


    Dammschnitt wurde mit örtlicher Betäubung vom supersexy Oberarzt genäht x:)


    habe mich mit ihm während des Nähens darüber unterhalten, dass Medizinstudeten an Orangenschalen oder halben Hähnchen das Nähen üben :=o


    Ich war die coolness in Person! Die Geburt selbst ist das abgefahrendste Erlebnis was ich je hatte! Ich kann mich immer noch genau daran erinnert wie es sich angefühlt hat! Eher als wenn man... ähem einen rieeesen Haufen macht |-o , - nur mit schönerem Ergebnis!


    Falls du ne PDA willst, sage es gleich am Anfang, sonst wirkts vielleicht nicht mehr!


    Denk dran: Die Suppe wird nie so heiss gegessen, wie sie gekocht wird!


    Eine Bekannte von mir hat 4 Kinder! Eine Geburt ist kein Spaziergang, aber sie dauert ja nicht so lange und der Gewinn ist enorm!!


    lg

    Ich kann auch nur sagen, es war der schönste Tag in meinem Leben.


    Die Geburt ist mit Schmerzen verbunden und du wirst sicher auch einen Moment haben, wo du sagst ich kann nicht mehr. Aber das geht. Und wenn die oder der Kleine bis da sind ..... dann sind die Schmerzen weg und alles ist schön. ;-D


    Jede Geburt ist anders. Und das beste ist, du läßt dich einfach drauf ein. Höre auf die Hebamme und das geht von selbst.


    Glaub mir ich hatte auch Angst. Auch allein schon wegen diesen Horrorgeschichten und ich bin auch noch Phobikerin. Aber ich habe das gemacht ... mit links ;-D ;-) Ohne PDA.


    Ich wünsche dir viel Glück für deine Geburt und daß es ein wunderbares Erlebnis wird.

    Vielen lieben Dank für eure Unterstützung. Fühle mich gleich besser. Heute geht es mir das erste Mal nicht so richtig gut. Hatte ja die ganze Schwangerschaft überhaupt keine Probleme. Heute Morgen beim Frühstück bekam ich urplötzlich Rückenschmerzen, so dass ich nicht mehr auf dem Stuhl sitzen konnte und mich gleich wieder ins Bett legen musste. Ich habe sonst nie Rückenschmerzen und diese zogen vom Schulterblattbereich in den mittleren Rücken. Im Liegen ist es nicht wirklich besser geworden. Dazu das Gefühl wie starke Regelschmerzen und Abgeschlagenheit den ganzen Tag lang. Bauch drückt und wird öfters hart, Beine sind schwer wie Blei. Obs denn tatsächlich bald losgeht? Wie gesagt mein Gefühl ist die erste Maiwoche...