Mutterschutz & Heimarbeit - Urlaubsanspruch?

    Hallo & Hilfe!


    Ich brauche "Beweise" gegen diese mail aus dem Personalbüro (Zuerst wg. Urlaubsanspruch in Mutterschaft - ging dieses Jahr bis Mitte Februar; und der zweite Absatz wg. Urlaub in Heimarbeit, ich arbeite 30 Stunden im Monat auf "400€"-Basis):

    Zitat

    //also aus Deinem Mutterschutz hast Du keinen Urlaubsanspruch, weil Du ja sowieso zu Hause warst, und die Zeit bezahlt bekommen hast………….wie soll das also gehen???


    Und jetzt ist es ja so, dass Du nach Stunden bezahlt wirst und auch nicht im Haus anwesend sein musst…….d.h. Du bist ja sowieso auch zu Hause. Wie sollen wir da Urlaub verrechnen?//

    Ich hab zwar theoretisch was gefunden... aber das reicht mir noch nicht:


    http://bundesrecht.juris.de/mu…JNR000690952BJNG000303308 §17


    http://www.job-pages.de/pdf-recht/5-mutterschutz.pdf Seite 2


    ICH PERSÖNLICH lege mir das alles so aus:


    1. Ich war während dem Mutterschutz, also während der gesetzlichen Schutzzeit noch beschäftigt - also Urlaubsanspruch!


    2. Kann ich ja auch mal in Urlaub fahren - und wie soll ich in der Zeit arbeiten? Klar bin ich ZU HAUSE, aber das ist ja nicht so, als ob ich immer URLAUB habe! Ich kann ja theoretisch auch mal in die Firma kommen - dann würd mir Urlaub zustehen? wie wollen die denn das berechnen? Dann würd ja jeder, der auch mal von daheim arbeitet, weniger Urlaubsanspruch haben, weil er x von y Stunden ja nicht in der Firma war!


    Hat jemand schonmal solche Probleme gehabt, oder ist vielleicht sogar "vom Fach" ???


    Danke für Eure Hilfe!!


    Viele Grüsse


    Moni+Alexander (6 Monate + 2 Tage)

  • 18 Antworten

    Hi Moni

    Ich arbeite ja in einer Anwaltskanzlei und hab mir deine beiden Links angeschaut.


    1. Urlaub im Mutterschutz:


    Du hast natürlich völlig recht, dass dir auch in der Zeit Urlaub zusteht. Du hast das Recht auf 14 Wochen Mutterschutz und genauso auf den Urlaub in dieser Zeit. D. h., wenn du zu Beginn des Mutterschutzes deinen Resturlaub noch nicht genommen hast, kannst du den nach dem Mutterschutz nehmen und zwar entweder in dem Jahr, in dem der Mutterschutz endet, oder in dem darauf folgenden Jahr.


    Die "Beweise" hierzu hast du oben selbst zitiert. Gegen das Mutterschutzgesetz kann auch euer Personalbüro nichts tun.


    Zu dem Urlaub bei Heimarbeit gucke ich gleich noch mal.

    so

    2. Urlaub bei Heimarbeit:


    Natürlich haben auch Heimarbeiter einen Urlaubsanspruch. Ich hab dir dazu 2 Links rausgesucht:


    http://infopool.wkv.at/easyLin…w.php?ID=eTYE9P59&USER=FA


    http://www.erzbistum-koeln.de/…/bilder/urlaubsgesetz.pdf (§ 12/Seite 4)


    Ich denk mal, auf der Grundlage kannst du mit euerm Personalbüro sprechen. Sollten die wider Erwarten nicht einlenken und dir deinen Urlaubsanspruch nicht gewähren, wende dich bitte an einen Anwalt, der deine Rechte durchsetzen kann. (Hier würde dann die Möglichkeit bestehen, Beratungshilfe zu beantragen, falls du dir keinen Anwalt leisten kannst.)


    Sollte das Personalbüro Probleme damit haben, wie sie den Urlaub verrechnen sollen, kann ich das echt nicht verstehen. Die Firma, für die du die Heimarbeit machst, weist dir doch die Arbeit zu (schickt sie dir per Post nach Haus oder du holst sie ab oder so, ich weiß ja nicht, was du machst), da können sie doch mit einplanen, dass du dann und dann Urlaub hast und sie dir zu der Zeit keine Arbeit geben. Den Urlaub musst du dann wohl beantragen und genau angeben, aber das macht doch jeder Arbeitnehmer.

    AnnaJoy

    Uiii da hab ich ja ne Expertin ;-D


    Danke!! @:)


    Bei dem Urlaub war das so:


    Mein Mutterschutz hat im November begonnen, ich hab alle Urlaubstage für 2005 VOR dem Mutterschutz genommen.


    Also wenn das Personalbüro sagt also aus Deinem Mutterschutz hast Du keinen Urlaubsanspruch, weil Du ja sowieso zu Hause warst, und die Zeit bezahlt bekommen hast - dann wäre mir ab November ja auch kein Urlaub mehr zugestanden, SPRICH, ich hätte da 1 (oder 2) Tag(e) für November und 2,5 Tage für Dezember NICHT bekommen dürfen - hab ich aber.


    ERGO steht mir für bis-14-Februar ja auch Urlaub zu. Nachdem sie mir ja schon den seit-November (ich weiß jetzt den Tag nicht auswendig) genehmigt haben, können sie ja nicht sagen "nene, du warst ja daheim, geht nicht".


    War das jetzt logisch ??? ;-D


    Könnte ich das dann so zitieren, also meinste das wird akzeptiert, oder kann man das auch anders auslegen:


    **§ 17


    Erholungsurlaub


    Für den Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub und dessen Dauer gelten die Ausfallzeiten wegen mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote als Beschäftigungszeiten. Hat die Frau ihren Urlaub vor Beginn der Beschäftigungsverbote nicht oder nicht vollständig erhalten, so kann sie nach Ablauf der Fristen den Resturlaub im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr beanspruchen.**


    Danke!!


    LG


    Moni

    Eine Expertin bin ich nun nicht gerade, aber ein bißchen weiß ich halt doch.


    Ich find auch deine Ausführungen völlig logisch und denke mal, dass du so gut argumentieren kannst.


    Was genau machst du denn nun eigentlich als Heimarbeit?

    AnnaJoy

    Ich bin für unser Internet und intranet zuständig.


    Bin die einzige im Haus die sich mit Frontpage auskennt ;-D


    Ausserdem mach ich so "mädchen für alles"-Jobs, also letztens hab ich Visitenkarten abgetippt.


    So richtig ist mein job nicht festgelegt, also ich hab keinen Vertrag. Theoretisch können die mir alles an Arbeit geben?


    Ich bin halt jetzt in Elternzeit und auf 400€-Basis daheim.


    Arbeit bekomme ich per email, also z.B. "Stell bitte mal das Foto ins Intranet" oder "Hier sind neue Telefonnummern, bitte ändern" etc. Was halt alles so im Intranet anfällt.


    Oder im Internet, wenn sich Kunden geändert haben etc.


    Die Arbeit an sich bekomme ich daher auch nicht vom Chef, sondern eher mal vom Personalbüro ("neue Fotos") oder von der Zentrale (Telefonnummern) oder vom Einkauf (Qualitäts-Dokumente ändern).


    Genaue Stunden geben sie mir nicht vor, also welcher Job wie lange dauert.


    ich schreibe mir die Stunden auf (danke, Excel) und teile sie zum 20. des Monats an das Personalbüro mit.


    Mich regt am Personalbüro ja so sehr auf, daß die "Tussi" Da mal meine Freundin war - und sie trotz "ich bin Personalrefentin" so unsachlich mailt!


    Sie begründet das ja gar nicht richtig, also ein plumpes "wie stellst du dir das vor" ist nicht gerade das was man da hören will!


    so, muß alex kurz "bemuttern"... alter stinkstiefel... :-/

    Also

    da können die dich doch eh nicht richtig kontrollieren. Find ich ja blöd, dass die dann wegen Urlaub da plötzlich Ärger machen. Evtl. ist das wirklich nur so eine Art "Mobbing" von deiner ehemaligen Freundin. Ich würd an deiner Stelle einfach sachlich zurückargumentieren und einfach den Urlaub beantragen. Sollte sie dann trotzdem Ärger machen, könntest du ja vielleicht mal mit dem Chef sprechen.

    also im Mutterschutz

    hast Du natürlich Urlaubsanspruch, den ganz normalen, wie wenn Du auch arbeiten würdest!!!


    Bei mir ging's ja damals so aus, dass ich ab Mitte Dezember im Mutterschutz war, d.h. ich hatte dann im neuen Jahr den Anspruch für Januar, Februar, März, weil ich diese Tage ja noch nicht im voraus, also Dezember nehmen konnte.


    Ich hab dann meinen Urlaubsanspruch, ich glaub waren dann 8 Tage gleich im Anschluß an den Mutterschutz genommen, so dass die Erziehungszeit um diese 8 Tage später dann begann.


    Also das steht außer Frage, dass Du in den 6 Wochen vor der Geburt u. 2 Monaten nach der Geburt diesen Urlaubsanspruch hast.


    Mit Heimarbeit kenn ich mich nicht so gut aus, aber soweit ich mich an meine Studienzeit u. das Fach "Arbeitsrecht" erinnern kann, steht Dir auch selbstverständlich da Urlaub zu, weil es ja völlig unrelevant ist, WO die Arbeit verrichtet wird - ob in der Firma oder daheim. Es zählt ja nur die Tatsache, DASS Du arbeitest.


    Wie das allerdings ist, wenn Du nur nach den geleisteten Stunden da bezahlt wirst.....hmmm......wie gesagt, bin ich leider überfragt, müsste ich auch erst in meinen Büchern wühlen, die schon wohlverwahrt im Karton auf dem Dachboden stehen ;-D ;-D ;-D


    Lieber Gruß


    Habiby *:) u. Patrick, heut 21 Wochen

    Danke Euch!

    Mein Mann (arbeitet in einer Tochterfirma) fragt morgen Betriebsrat und ggf. Personalchef ob das wirklich alles so rechtens ist was meine "Freundin" da so erzählt.


    Zumindest der Urlaubsanspruch aus der Mutterschutzzeit - also DEN hab ich bestimmt noch!!


    Und wegen Urlaub "auf Stundenbasis bezahlt" - mal sehen was dabei rauskommt!


    Aber über weitere Ideen und "Erlebnisse" von Euch freu ich mich - und kann ich ja auch gebrauchen :-/ Seufz ist das immer ein Theater...


    Ging ja schon so los, daß ich zuerst kein Geld bekommen hab. "Ja, wie, bezahlen, arbeitest du schon??" - wieder von derselben. Also hab ich meinen Chef angemailt, der hat ihr dann Bescheid gesagt. Sie WUSSTE daß ich arbeite. Hatte halt nur nix schwarz auf weiß. Aber anstatt daß SIE auf die Idee kommt, was zu sagen "Du, ich brauch jetzt mal nen Nachweis wann du arbeitest" - nein, alles muß man selber machen. Seufz.


    LG


    Moni

    Hallo Frau1979,


    ich bin Steuerfachwirtin und muß deshalb oft Löhne machen.


    Also du hast recht der Urlaub von der Zeit in Mutterschutz steht dir natürlich zu. Du kannst den auch nach deinem Mutterschutz bekommen.


    Wegen dem Urlaub in dem Minijob, das ist so eine Sache. Also rechtlich gesehen steht jedem Minijober natürlich Urlaub zu. Aber die Praxis handhabt das generell anders. D.h. es wird eigentlich immer nur das bezahlt, was man gearbeitet hat. Also bekommst du kein Geld für deinen Urlaub, genauso sieht es mit der Krankheit aus. ABER eben rechtlich gesehen ist diese Vorgehensweise falsch.


    LG


    Kimy

    Kimy

    Erst mal: Danke!


    Wenn du sagst, rechtlich gesehen, dann gibt's doch auch irgendwo was gesetzliches dazu?


    Hast du eine Ahnung, wo?

    Jetzt regt sie mich aber auf...

    Am 20. soll ich immer meine Stunden melden.


    1x hab ich das bisher vergessen.


    Also kam im Monat drauf schon Tage vorher eine mail "Stunden nicht vergessen!!!"


    Hab nun auf 2erlei Arten die Erinnerung ins Outlook eingebaut damit ich das ja nicht wieder verpass.


    Schrieb Montag meine Stunden an sie und hänge dort o.g. Fragen an.


    Bekomm ich heut Mittag, 12h, wieder eine email von ihr:


    Erinnerung STunden!!!!!


    Sag mal, VERARSCHT die mich???


    >:(>:(

    @moni

    Gaaaaaanz ruhig, erstmal tief durchatmen.


    Die Frau ist eine Pfeife, da kannst du nix zu, laß dich davon nicht verrückt machen.


    Urlaubsanspruch im Mutterschutz hast du 100%ig, eine Kollegin von mir hatte gerade das Problem andersrum - sie hatte noch viele Plusstunden (Gleitzeit) und Urlaub und sollte das vor dem Mutterschutz verbraten, wenn möglich. Sie hatte alles verplant, aber nicht den Anspruch im Mutterschutz bedacht. Das waren dann plötzlich nochmal ca. 5 Tage mehr Urlaub und sie mußte sehen, daß sie vorher alles fertigkriegt. Das ist also auf alle Fälle richtig.


    Was die Heimarbeit angeht, das ist ohne Vertrag vermutlich schwierig, da du ja auf Zuruf arbeitest. Aber die Diskussion überlaß ich lieber den Experten, ich kann da bloß raten und auf meinen gesunden Menschenverstand hören, aber der nützt einem bei Anwälten und Personalabteilungen leider oft nix ;-D

    Danke Mädls!

    @:)@:)

    Ich hab ihr ganz sachlich zurückgemailt daß ich ihr schon geschrieben habe...


    Sie hat halt eine seeeehr direkte Art die ja ok wäre - wenn sie SACHLICH wäre. Aber die Art und Weise, WIE sie mir geschrieben hat, DAS regt mich so sehr auf. ALso, die erste Mail.


    Anstatt sachlich zu bleiben "Nein, das und das geht nicht weil so und so" - kommt ein "Wie stellst du dir das vor...???"


    Ich glaub die kennt sich manchmal keinen SCHIMMER aus.


    Vor 3 Jahren ist mein Schwiegervater gestorben, der vor Jahren mal in der selben Firma war, damals hat er noch in eine Betriebsrente eingezahlt, die er dann mal bekommen hätte wenn er in Rente gegangen wäre. Nach seinem Tod haben wir zuerst bei ihr nachgefragt, wie das nun ist, eigentlich stehe das, oder ein Teil davon, ja meiner Schwiegermutter zu. NEIN, und wie wir auf so eine Idee kommen würden!! Nach dem Motto "Pech gehabt, der ist jetzt Tot und das Geld ist futsch". Tja, dann sind wir zum Finanzchef gegangen - und der hatte eine ganz andere Meinung dazu und prompt konnte sie DOCH das Geld überweisen.


    :-/%-|


    *:)


    LG


    MOni