Praena Test - Ja oder Nein?

    Hallo ihr lieben Mitglieder,

    ich benötige aktuell einige Sichtweisen von Betroffenen, Gegnern, Ärzten,...?

    Es soll um den angebotenen Praena Test gehen.

    Meine FA teilte mir vor einigen Tagen mit, dass sie mich über die Möglichkeit von Trisomie und dem besagten Test aufklären MÜSSE. Das heißt, es wurde beim Ultraschall nichts auffälliges gefunden.

    Der Test dient dazu Trisomie 21, 13 und 18 beim ungeborenen Baby festzustellen (mittlerweile durch Blutentnahme). Dann entscheiden Eltern ob sie das Baby behalten wollen oder nicht. Er wird insbesondere Frauen im hohen Alter sowie risikoschwangeren empfohlen.

    Also, für meinen Partner und mich ist klar: Egal ob behindert oder nicht, das ist unser Baby! Eine Abtreibung ist für uns nicht denkbar. Auch wenn es dauerhafte Pflege, Förderung und viel Zeit in Anspruch nehmen wird.

    Der Test soll übrigens stolze 200 Euro kosten "nur" damit man weiß was einem erwartet. Die KK übernimmt natürlich nichts.

    Ich bin hin und her gerissen. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass so ein Test wirklich beruhigend wirkt. Zumal ja auch dort Fehler passieren könnten und das Ergebnis beeinflusst wäre. Und egal was dort getestet werden würde, unsere Entscheidung steht!!

    Wie denkt ihr drüber?

    Ich freue mich über eure Denkanstöße.

  • 18 Antworten

    Wenn eure Entscheidung feststeht ist die Sache doch klar. Dann würde ich keine 200 Euro ausgeben. Dolche Tests machen nur Sinn wenn man auch weiss wie man mit einem Ergebnis umgeht.

    Die Nackentransparenzmessung haben wir auch nicht machen lassen weil bei Trisomie 13 bis 18 die Schwangerschaft meist eh nie gut verläuft und Trisomie 21 für mich kein Abtreibungsgrund war.

    Ich kann mich Nala nur anschließen. Wozu das Geld ausgeben? Ich finde übrigens Deine Ansicht toll! Ich hab es auch so gesehen und habe Tests dieser Art auch nicht gemacht.

    Ich denke, mit wenigen Ausnahmen stellt man in der Schwangerschaft schon fest, ob es Anzeichen für Trisomien gibt (Herz, Nasenbein, Nackenfalte, etc.). Mit großer Wahrscheinlichkeit würdet ihr also ohnehin erfahren, ob etwas nicht in Ordnung ist (oder potenziell sein kann). Das ist natürlich nicht hundertprozentig sicher - aber bei eurer Einstellung zu der Sache würde ich wie gesagt auf diesen Test absolut verzichten. Alles Gute!

    Wir haben den Test zweimal machen lassen. Und ich fand das jeweils unauffällige Ergebnis schon beruhigend, denn die Tests sind sehr zuverlässig.


    Aber wenn ihr schon wisst, dass Abtreibung nicht in Frage kommt, dann ist die Entscheidung doch klar, ihr braucht den Test nicht.

    Ich hab mich genauso entschieden!

    Für mich ist das alles nur Wahrscheinlichkeitsrechnung.

    Und eine Abtreibung kam eh nicht in frage. Ich nehme was kommt und genieße x:)

    Ist das der Test, der früher Triple-Test hieß? Ich habe das eben gegoogelt, das hörte sich genauso an?

    Wenn ja: den habe ich schon anno 1994 abgelehnt, aus den hier bereits genannten Gründen. Dabei hätte den damals tatsächlich noch die Krankenkasse bezahlt. Schon zwei Jahre später übrigens nicht mehr, weil die Ergebnisse einfach zu unsicher und viel zu häufig falsch positiv waren.

    clairet schrieb:

    Aber wenn ihr schon wisst, dass Abtreibung nicht in Frage kommt, dann ist die Entscheidung doch klar, ihr braucht den Test nicht.


    So ist es. Diese Tests dienen meistens nur dazu, sich zu entscheiden, falls das Kind krank ist. Wenn eure Entscheidung feststeht, dann braucht ihr ihn nicht.


    Falls ein Kind Auffälligkeiten hat, wird das häufig beim 2. grossen Ultraschall entdeckt. Dann hat man immer noch Zeit sich darauf vorzubereiten und u.U. andere Möglichkeiten.

    gauloise


    Nein, das ist ein anderer, neuer Test. Dabei wird nach Schnipseln von fötaler DNA im Blut der Mutter gesucht und man kann Chromosomenauffälligkeiten mit sehr großer Zuverlässigkeit entdecken.


    Der Triple-Test untersucht mütterliche Hormone und wird eigentlich gar nicht mehr gemacht, weil nicht besonders zuverlässig.


    Der Präna-Test ist auch eine gute Alternative zu Fruchtwasseruntersuchung falls beim Ultraschall Auffälligkeiten entdeckt wurden und man Genaueres wissen will ohne das Kind zu gefährden. Dann kann man nämlich die passende Geburtsklinik wählen und sich besser vorbereiten. Aber wenn nichts auffällig war braucht man das nicht.

    Ich hab mich damit auch die letzten Tage ein wenig beschäftigt. Für mich war bis heute völlig klar, dass ich ein Kind aufgrund einer Behinderung nicht abtreiben würde und deshalb der Test überflüssig ist. Ich habe mich heute allerdings ein wenig mit Trisomie 13 und 18 beschäftigt und bin mir zumindest nicht mehr so sicher, ob nicht doch einen Schwangerschaftsabbruch bei 13 und 18 in Frage käme. Das hat nichts damit zu tun, dass ich den Aufwand eines behinderten Kindes scheue oder nicht alles dafür geben würde, damit das Kind ein schönes Leben hat, aber es ist viel mehr als die Entscheidung für oder gegen ein behindertes Kind. Es sind ja leider Störungen, die teilweise nicht mit dem Leben vereinbar sind und ich persönlich möchte die Entscheidung Abbruch oder nicht so früh und mit sovielen Informationen wie möglich treffen. Der PraenaTest kann - glaube ich - ab der 9 SSW stattfinden, der zweite US erst ca in der SSW 19. Bei einem so späten Abbruch muss man ja das Kind dann, zumindest hab ich das so gelesen, auf natürlichem Wege auf die Welt bringen. Ich kann mir das gerade überhaupt nicht vorstellen. Ein Kind, dass eigentlich lebt auf die Welt bringen, um es zu sterben zu lassen. Da zieht sich in mir alles zusammen.


    Ich werde den Test, wenn ich überhaupt in die SSW 10 komme, machen lassen. Ob wir bei einem schlechten Ergebnis die Konsequenzen ziehen, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Ich wollte so einen DNA-Test unbedingt machen, da für meinen Partner und mich feststand, dass wir kein behindertes Kind wollen und wenn es schon früh festgestellt werden würde, eine Abtreibung für uns in Frage kommen würde.


    Nach den Ergebnissen des Erst-Trimester-Screenings sank die Wahrscheinlichkeit, dass unser Kleiner Trisomie 21 hat, jedoch extrem und selbst der Pränataldiagnostiker meinte, dass der Test bei den Ergebnissen Geldverschwendung wäre. Also ließen wir es.


    Natürlich kann auch noch bei der Geburt etwas schiefgehen, aber davor schützt so ein DNA-Test letztendlich auch nicht.

    Bei mir hätte dieser Test noch 1200 € kosten sollen (2017) und wurde auch nicht aktiv vom Arzt angeboten. Auch bei uns war beim 2. Großen Ultraschall die Wahrscheinlichkeit für Unregelmäßigkeiten sehr gering, weshalb wir es nicht gemacht haben.


    Für 200 € würde ich den Test sehr wahrscheinlich machen, da es mich einfach mehr beruhigen würde. Auch könnte ich nicht ausschließen, dass ich einen Schwangerschaftsabbruch bei einer schweren Störung in Erwägung ziehen würde.

    Eine sehr individuelle Entscheidung.

    Kommt mir jetzt schon im Nachhinein auch viel vor. Die Ärzte hatten aber auch wirklich kein Interesse uns das zu „verkaufen“

    Hallo,


    darf ich fragen, wie alt du bist? Der Hintergrund für meine Frage ist, dass ab einem Alter von etwa 35 Jahren eine Schwangerschaft automatisch als Risikoschwangerschaft eingestuft wird und das Risiko für bspw. Trisomie 21 im Vergleich zu jüngeren werdenden Mamis erhöht ist. In solchen Situationen wird von der FA dann häufig zu diesen Tests geraten. Generell sollte man immer abwägen, ob man Fruchtwasseruntersuchung & Co. durchführen lassen will. Die Risiken wurden ja schon erwähnt. Die Kosten sind der nächste Punkt. Die Doppler-Sonografie wird ja bspw. bei Frauen Ü35 i.d.R. von der Krankenkasse getragen (Quelle: https://www.mami-ratgeber.de/schwangerschaft/untersuchungen/).


    Wenn du ohnehin schreibst, dass für dich das Ergebnis irrelevant ist und du das Kind auch behindert gebären und annehmen willst, wäre der Test ja wirklich nur dazu da, sich besser darauf vorzubereiten. Ob du dann dafür tatsächlich die potenziellen Risiken in Kauf nehmen willst, musst du wirklich für dich selbst entscheiden.


    Viele Grüße!

    Es geht hier NICHT um eine Fruchtwasseruntersuchung, sondern eine simple Blutabnahme, die keine besonderen Risiken für Mutter und Kind bedeutet.