Schwanger Klavierkonzert geben

    Hallo, ich bin professionelle Pianistin und mache mir Gedanken darüber, welche Auswirkungen ein anspruchsvolles Klavierkonzert (Beethoven, Chopin, Ravel...) von ca. einer Stunde Dauer auf das Baby im Bauch hat, und möchte Eure Meinungen oder wissenschaftliches Wissen dazu hören. Macht es einen Unterschied für das Baby, zB. In der 4. oder in der 24. Sw aufzutreten? Wegen der Lautstärke des Konzertflügels und der rein körperlichen Anstrengung (Bauchmuskeln, Arme...) würde ich mir eher weniger Gedanken machen, aber meine Sorgen sind folgende, ob mein mentaler Zustand wie dass mein Puls in die Höhe schlagen kann, die grosse Aufregung, viel Adrenalin und vlt Herzrasen dem Baby schaden könnte!? Ich leide seit Jahren unter Migräne und bin vlt deshalb sehr sensibel. Auch wenn während des Spielens schöne freudige Momente hochkommen, und keine Angst besteht, möchte ich wissen, ob ein Baby im Bach für diese Emotionsflutung gewappnet ist. Nicht dass sich quasi mein Körper wie in einer Notsituation ausgeliefert fühlt wegen den körperlichen Stresssymptomen ( die ich entwickeln könnte, und deshalb überfodert ist im Zustand der Schwangerschaft und dem Baby mit Ausfallen von wichtigen Funktionen schadet. Danke im Voraus für Antworten! :-)

  • 9 Antworten

    Ist das nicht vergleichbar mit Sex? ich würd mir da keine Gedanken machen, solange es dir damit gut geht. Irgendwann mal in der Schwangerschaft mag man es selber ruhiger angehen lassen, aber im Grunde ist es grundsätzlich so, dass Babys im Bauch so geschützt sind, dass die Mutter viel viel früher körperlich schlapp macht, als dass das Baby was mitbekommt.

    Das ist doch toll!!!! x:) Ich wäre liebend gern Berufsmusikerin geworden - leider bin ich viel zu spät darauf gekommen - und Kinder hab ich leider auch keine (hätte gern welche gehabt) - aber ich weiß, dass Ungeborene Musik LIEBEN - und zwar vor allem die, die die Mutter selbst spielt! - Es ist sogar erwiesen, dass diese Babies später die vorher gehörten Musikstücke auswendig spielen können bzw. sich von diesen in den ersten Lebenswochen besonders gut beruhigen lassen.


    Und ich denke, dass die Aufregung die Du zwar natürlicherweise hast im Rahmen eines Konzertes - dem Baby weniger ausmacht als Du jetzt denkst. - Ich selbst musiziere auch und habe vor Auftritten immer ziemlich großes Lampenfieber - und wenn es vorüber ist, dann denke ich - ach, das war doch schön gewesen! - Sieh es als positiven (anspornenden) Stress, nicht als negativen - dann können für das Baby gar keine negativen Empfindungen entstehen - im Gegenteil: Es freut sich, eine so begabte Mutter zu haben und wird Dir sicherlich später gern nacheifern! :)z :)^


    Hier noch ein Link dazu:


    http://www.baby-und-familie.de…eborene-lieben-57190.html


    Kleine Frage: Könntest Du vielleicht statt Ravel lieber Mozart spielen?


    Ansonsten: Mach Dir keine Sorgen und spiele viel und oft - und für Dein Konzert wünsch ich Dir gutes Gelingen! - Dein Baby wird Dir mit Freude zuhören!!! x:) :-x :-@

    Ich glaube nicht, dass das negative Auswirkungen auf das Baby haben wird. Es ist völlig normal, dass Babys im Bauch der Mutter unterschiedliche Emotionen mitkriegen, dazu gehören auch mal Stress, Aufregung und Adrenalin. Man kann sich ja nicht 9 Monate von allem fernhalten. Als professionelle Pianistin spielst du ja sowieso sehr viel, insofern dürfte dein Baby sich schnell daran gewöhnen.


    Wirklich schädlich sind nur extrem traumatische Erlebnisse (Tod, Krieg etc.).

    Ich könnte mir vorstellen, dass viele Frauen, die z.B. auf Bauernhöfen leben und arbeiten (und schwanger sind), diese Anfrage eher für überzogen halten würden. Ich denke auch,

    Zitat

    dass die Mutter viel viel früher körperlich schlapp macht, als dass das Baby was mitbekommt.

    Ich spiele in einem Orchester und meine Kollegin hat zwei Wochen vor der Geburt ihrer Zwillinge noch bei einem 2-stündigem Konzert mitgewirkt. Alles ohne Probleme, also viel Spass und Erfolg beim Konzert.

    Da würde ich mir auch keine Gedanken machen... Ich habe in einem Revuetheater gearbeitet und da hat die Solistin noch während der Schwangerschaft ihre Hauptrolle gesungen und wir hatten bis zu 8 Vorstellungen in der Woche ;-D


    Und ob du nun täglich übst oder ein Konzert gibst, ist vielleicht ein Unterschied vom Stresslevel, aber andere Frauen stehen ja auch anspruchsvolle Jobs durch, obwohl sie schwanger sind...

    Ich bin nur Hobbymusikerin (Blasinstrument) und spiele in einem Orchester mit. Ich habe zwei Schwangerschaften hinter mir und solange mit der Schwangerschaft alles in Ordnung ist, kannst du sicherlich auch Konzerte geben. Ich weiß, dass man im örtlichen Symhonieorchester (also auch Profis) bei Bekanntwerden der Schwangerschaft sofort ins Beschäftigungsverbot muss - es geht da aber wohl eher um die Lautstärke, was bei einem (reinen) Klavierkonzert wohl nicht so ins Gewicht fällt.


    Aber: Mir war in beiden Schwangerschaften die ersten gut 16 Wochen so übel, mein Kreislauf war im Arsch und ich war hundemüde, dass ich nur selten wirklich Lust hatte zu spielen, ich war da auch zu keinen Höchstleistungen fähig. Im zweiten Drittel ging es mir bestens, und ab der 30.SSW wurde es dann beschwerlich, wobei es da eben vor Allem auf die Ausdauer ging. Das sind Dinge, die dir passieren können, aber nicht müssen. Jede Schwangerschaft ist anders.

    Zitat

    Ich spiele in einem Orchester und meine Kollegin hat zwei Wochen vor der Geburt ihrer Zwillinge noch bei einem 2-stündigem Konzert mitgewirkt. Alles ohne Probleme, also viel Spass und Erfolg beim Konzert.

    In einem Orchester "mitzuwirken", wahrscheinlich als Hobbymusiker, ist doch noch etwas anderes, als als Solist ein einstündiges Konzert zu geben. Es geht weniger darum, es irgendwie durchzuhalten, sondern sie muss als Profi ja eben auch was Vernünftiges abliefern.

    "In einem Orchester "mitzuwirken", wahrscheinlich als Hobbymusiker, ist doch noch etwas anderes, als als Solist ein einstündiges Konzert zu geben. Es geht weniger darum, es irgendwie durchzuhalten, sondern sie muss als Profi ja eben auch was Vernünftiges abliefern."


    Bla bla...


    Orchester ist um einiges Lauter wie nur Soloklavier.


    Wer spicht von Hobby? Wenn das meine Kollegin lesen würde, sorry....

    Zitat

    Bla bla...


    Orchester ist um einiges Lauter wie nur Soloklavier.


    Wer spicht von Hobby? Wenn das meine Kollegin lesen würde, sorry....

    Und hättest du meinen Beitrag ganz gelesen, dann hättest du vielleicht auch gelesen, dass ich genau das geschrieben habe: Ein Orchester ist lauter als "nur" Soloklavier, und deshalb wahrscheinlich machbar. Im Profibereich darf man als Schwangere zumindest im hiesigen (Profi-)Symphonieorchester nicht weiter spielen, man muss ins Beschäftigungsverbot gehen.


    Profimusiker sind für mich Musiker, die ihren Lebensunterhalt ausschließlich durch ihre Musik bestreiten. Alles andere läuft für mich unter Hobbymusiker, wenn es hier und da Einkünfte durch das Musizieren gibt, dann unter semiprofessionelle Musiker.