Schwanger, wer noch und wie geht ihr mit Corona um?

    Hallo,


    ich bin aktuell in der 10. SSW und war bisher recht entspannt in Bezug auf Corona. Gestern beim Frauenarzt sprach ich das Thema trotzdem an und mein Frauenarzt erzählte mir, dass die Beobachtungen in China aktuell keine besondere Gefährdung für Schwangere bzw. die Ungeborenen ergaben, die Fallzahlen jedoch zu gering sind, um das sicher beurteilen zu können. Zudem waren die beobachteten Fällen auch alle schon in fortgeschrittenem Stadium der Schwanger als sich die Schwangeren infizierten.


    Aktuell sitze ich noch zu Hause, da unsere Kinderbetreuung wegen Corona ausfiel. Nun bekommt mein Mann Zwangsurlaub wegen Corona aufgebrummt und ich werde aller Voraussicht nach ab kommender Woche wieder regulär Vollzeit arbeiten können. Das bedeutet für mich, 30 min pro Strecke zur Rush Hour mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und dann 8 h am Tag arbeiten, natürlich mit kollegialem Austausch und auch mit größeren Besprechungen (5-15 Personen mit wechselnder Zusammensetzung).


    Mittlerweile ist mir das Thema Corona nicht mehr so geheuer und ich habe einfach Sorge, dass das Virus eventuell doch dem Kind in meinem Bauch schaden könnte und ich überlege, die Schwangerschaft meinem AG früher als geplant mitzuteilen und um dauerhaftes Home Office zu bitten. Ich selbst leide unter diversen Allergien und damit verbunden unter allergischen Asthma. Meine Lunge und meine Bronchien haben bei normalen Erkältungen häufig Probleme sich zu erholen.

    Zudem gehören enge Familienmitglieder von mir zur Risikogruppe (mein Vater und mein Stiefvater haben Herzprobleme und mittlerweile mehrere Stents, mein Opa hat Diabetes sowie COPD, alle ü60, mein Opa ü80).


    Wie steht ihr zu Corona? Geht ihr noch regulär arbeiten? Macht ihr euch Sorgen ums Baby? Könnt ihr meine Bedenken verstehen? Wie würdet ihr vorgehen?

  • 10 Antworten

    Nein, ich mache mir keine Sorgen - bin jetzt in der 14. Woche und mein AG weiß noch nicht Bescheid.


    Sorgen und Ängste sind das Letzte, was in der Schwangerschaft förderlich sind.


    Warte doch erst mal ab, welche Maßnahmen Dein AG vielleicht schon aufgrund der Ausnahmesituation getroffen hat.


    Bei uns sind alle zum homeoffice angehalten, Besprechungen und Fortbildungen wurden abgesagt, Pausen in größeren Gruppen und die Nutzung der Kantine sind untersagt.


    Ich würde mir also keine (größeren) Sorgen machen, auch deutsche Virologen haben bestätigt, dass es keine Gefahr fürs Kind gibt und Schwangere nicht zur Risikogruppe gehören. Wenn man also etwas selbst auf sich achtet im Kontakt und Umgang mit anderen sollte nichts passieren.


    Lediglich aufs Fahren von öffentlichen Verkehrsmitteln würde ich verzichten - hier gibt es mMn einfach zu viele rücksichtslose Gestalten, welche einem auch den Selbstschutz erschweren.


    Alles Gute und eine schöne Schwangerschaft :)

    Mein AG hat keine Maßnahmen getroffen. Lediglich der Kundenkontakt wurde eingeschränkt. Besprechungen finden weiterhin statt. Home Office Anfragen von „Risiko-Beschäftigten“ werden zwar teilweise bewilligt, aber auch belächelt von wegen es wäre Panik mache. Viele meiner Kollegen rühmen sich immer noch damit, dass sie keine Angst vor Corona haben, obwohl sie ü60 sind oder sogar eine Vorerkrankung haben 8-(

    Solche Arbeitgeber gibt es momentan noch? Ich bin sprachlos.

    Bei uns sind alle im Homeoffice oder Gleitzeit, Besprechungen nur noch per Skype, in der Kantine 1.5 m Abstand

    Ich würde mir allerdings jetzt wegen dem Baby keine Sorgen machen. Da passiert sicher nichts. Weiß Dein Arbeitgeber schon von der Schwangerschaft?

    Andrejka schrieb:

    Solche Arbeitgeber gibt es momentan noch? Ich bin sprachlos.

    Bei uns sind alle im Homeoffice oder Gleitzeit, Besprechungen nur noch per Skype, in der Kantine 1.5 m Abstand

    Ich würde mir allerdings jetzt wegen dem Baby keine Sorgen machen. Da passiert sicher nichts. Weiß Dein Arbeitgeber schon von der Schwangerschaft?

    Nein, noch nicht. Deshalb meine Überlegung ihm die Schwangerschaft früher mitzuteilen, aber ob das wirklich was ändert, weiß ich nicht.

    Bin auch gerade schwanger, in der 20. Woche.


    Na ja, wirklich Angst hab ich nicht, aber ich könnte auch durchaus drauf verzichten, mich anzustecken. Die Meinung ist zurzeit ja, dass Schwangere kein besonderes Risiko haben und auch die Krankheit nicht im Mutterleib übertragen wird. Wobei ich etwas skeptisch bin, da es einfach noch keine bzw. sehr wenig Erfahrungswerte gibt. Und dass mein Neugeborenes dann Corona bekommt ist auch kein sehr prickelnder Gedanke X-\


    Aber was soll man machen, ich bin jung und gesund, wenn es mich erwischt (oder meinen Partner) dann werden wir es aller Wahrscheinlichkeit nach gut überstehen. Finde alle Maßnahmen trotzdem sinnvoll, selbst wenn wir uns früher oder später ohnehin vielleicht anstecken, damit es hier nicht zu so dramatischen Zuständen in den Krankenhäusern kommt.


    Ist bei mir eher so, dass alle anderen mir ständig sagen, dass ich aber besonders aufpassen soll. Meine Kolleginnen haben auch schon dafür gesorgt, dass ich keine Kundentermine mehr wahrnehme, sowas halt. Ich selbst bin relativ entspannt. Sozialkontakte so gut es geht meiden und Hygienemaßnahmen einhalten, mehr kann man eh nicht tun. Wobei ich auch nicht auf die Öffis angewiesen bin und wir den Kontakt untereinander hier im Büro sehr reduziert haben.


    Ich würde die Schwangerschaft an deiner Stelle mitteilen. Ist immerhin eine Chance auf Homeoffice, vielleicht klappt es ja. Der Arbeitgeber meines Partners ist auch recht sorglos wie es scheint. Die einzige Anweisung ist, bitte 2 m Abstand zu halten (was in einigen Büros gar nicht möglich ist), aber ins Homeoffice geschickt oder ähnliches wurde noch niemand. Es gibt also durchaus noch einige Arbeitgeber, die keine Notwendigkeit sehen zu handeln.


    Kann aber deine Bedenken verstehen und ich kann mich auch nicht ganz davon frei machen. Vielleicht ist man ja doch etwas besorgter aufgrund der Schwangerschaft. Aber Ängste oder gar Panik helfen nun auch keinem weiter, ich harre relativ entspannt der Dinge die da kommen. Wenn beispielsweise meine Mutter (65) sich anstecken würde, würde ich mir mehr Gedanken machen, weil ihr Risiko höher ist.

    Die Arbeitskollegin meines Mannes hat nun wegen Corona ein Beschäftigungsverbot bekommen ":/ Der Tätigkeitsbereich ist mit meinem vergleichbar 8-(

    Ich habe gehört, dass manche Krankenhäuser untersagen, dass der Partner mit zur Entbindung kommen darf und auch viele Geburtsvorbereitungskurse würden aufgrund von Corona abgesagt.

    Ich bin in der 11. Woche und mache mir weniger Sorgen, dass mir oder dem Baby was passiert, sondern eher, dass die Frauenarztpraxis schließen muss... Oder das es irgendwann Komplikationen gibt und die Krankenhäuser überlastet sind... :-(

    Ich weiß nicht, ob mein Mann beim Kaiserschnitt dabei sein darf. Natürlich schaff ichs auch allein, aber... Wenigstens keine Spontangeburt.

    Ich lebe im Ausland, meine Nachbarin bekommt in 4 Wochen einen Kaiserschnitt. Sie arbeitet immer noch: Nachtschicht im Krankenhaus. Personalmangel.


    Ihre Sorgen: Das sie Corona bekommt und ihre Familie ansteckt.