• So, wo bleiben die Glückshormone?

    Jetzt hab ich also auch so ein parasitäres Alien im Bauch. Wir haben uns bewusst auf dieses Abenteuer eingelassen (ich finde es fürchterlich, von "planen" oder "wollen" zu reden). Und jetzt? Mein geliebter Mini-Busen spielt Ballon (und ich war immer so froh über null Oberweite). Mein schön trainierter Bauch zwickt und wird bald von Bindegewebsrissen…
  • 167 Antworten
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    Gegen Trauer wirst du mich nie was sagen hören/schreiben sehen. Ich heule ne Woche wie ein Schlosshund wenn eine meiner Rennmäuse stirbt und finde das ganz und gar gerechtfertigt! Aber mir ging es um dieses "Abgang in der 5.SSW – Sternenkind – nicht damit abfinden können" uvm., eigentlich nicht um die Trauer.

    Verstehe ich ehrlich gesagt jetzt nicht....


    Ich versuche mal zu interpretieren, bitte nicht böse sein wenn ich Dich falsch verstehe...


    Du gestehst Trauer zu aber andererseits auch nur zu dem Maße wie Du selbst auch trauerst?


    Alles andere, darüber hinaus, ist dann eine Art von übertriebenes Theater, weil einem der Verstand sagen sollte, dass Frühaborte doch normal sind?


    Und dann hat man doch eben seine Trauer "abzuschalten" und möglichst schnell drüber wegzukommen???


    Ehrlich, ich hätte nach einem Frühabort höchstwahrscheinlich *niemals* wieder ein Kind bekommen können!!!!


    Und daher ist dieses Kind eben schon früh so ein Schatz gewesen, eben auch in dieser ersten Frühschwangerschaft....


    Wenn es hätte gehen müssen, wäre ich damit nur schwer klargekommen, ich würde darüber jetzt noch trauern.....


    Und es geht jeder Menge Frauen so wie mir, auch wenn nicht jede so offen damit umgeht wie ich.

    Zitat

    Ich weiß ja noch nichtmal mehr, in welchem Zeitraum ich den Abgang hatte, schade fand ich es ja schon.

    Wenn ich mir überlege, wie meine Freundin reagieren würde, wenn sie nach 17 Jahren ungewollter Kinderlosigkeit dann eine frühe Fehlgeburt hätte.... au weia, da wäre schon mehr Trauer als nur "och ist ein bisschen schade"...

    Zitat

    Du gestehst Trauer zu aber andererseits auch nur zu dem Maße wie Du selbst auch trauerst?


    Alles andere, darüber hinaus, ist dann eine Art von übertriebenes Theater, weil einem der Verstand sagen sollte, dass Frühaborte doch normal sind?

    Naja, so wie ich es merkwürdig finde bei Liebeskummer von einer Brücke springen zu wollen finde ich eben 5.SSW-Sternenkinder too much. Das darf man ja wohl auch, oder? ;-)

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    Naja, so wie ich es merkwürdig finde bei Liebeskummer von einer Brücke springen zu wollen finde ich eben 5.SSW-Sternenkinder too much. Das darf man ja wohl auch, oder?

    Dürfen tut man sehr viel :)z


    Aber genausowenig wie ich mir anmaßen würde die Gefühle eines Menschen der von einer Brücke springt als Theater zu bezeichnen, würde ich mir dasselbe in Bezug auf 5.SSW-Sternenkinder erdreisten.


    Etwas für sich selbst nicht nachvollziehen zu können bedeutet keine Berechtigung zur Geringschätzung.


    Nicht "verstehen" bedeutet nicht, dass man nicht achten sollte, das andere eben anders fühlen und handeln... Und die Gefühle eines anderen – für die der andere ja rein gar nichts kann! – als Theater zu bezeichnen ist für mich einfach schlimm.


    Seltsam finden, merkwürdig finden – alles ok.


    Aber als Theater bezeichnen – absolutes No-Go....

    Das hast du jetzt schon mehrfach betont, dass du dich am Wort "Theater" aufhängst ;-) Ich werde es dennoch nicht zurücknehmen.

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    Das hast du jetzt schon mehrfach betont, dass du dich am Wort "Theater" aufhängst Ich werde es dennoch nicht zurücknehmen.

    Ich hänge mich nicht daran auf sondern ich reagiere auf Deine Weigerung einzugestehen, dass das einfach eine Respektlosigkeit gegenüber denen ist die anders fühlen als Du....


    Und ich erwarte auch nicht mehr, dass Du einsiehst, was daran so falsch ist... Insofern: vielleicht finden wir uns ja demnächst bei einem anderen Thema wieder mit einer Meinung wieder ;-)

    Shojo hat es vielleicht treffender & vorallem eloquenter ausgedrückt:

    Zitat

    Und ja, da liegen auch meine Sympathien und mein Verständnis nicht bei jemandem, der sich einen Sternenkindaltar baut und für die nächsten zehn Jahre in den Wochen vor jenem bestimmten Tag von nichts anderem mehr redet und außerdem allen Leuten, die abtreiben, bittere Vorwürfe macht. s so zu zelebrieren empfinde ich auch als "Theater" – und das ziemlich wortwörtlich, weil ich dann nämlich glaube, dass andere Probleme darunterliegen und das, was man sieht, tatsächlich nur "Theater" ist in dem Sinne, dass die Wurzel des Übels gar nicht hier liegt und die eigentliche Baustelle woanders.

    Zitat

    Du gestehst Trauer zu aber andererseits auch nur zu dem Maße wie Du selbst auch trauerst?

    Das ging zwar an Caoimhe, aber ich schreib dazu trotzdem was (sie hat ja nicht ;-D ) – ich habe den Eindruck, die Gefühle an sich gesteht sie durchaus anderen Leuten zu, auch wenn sie es nicht in jedem Fall persönlich nachvollziehen kann. Der Umgang damit ist es, wo das Glashaus in der Grube liegt ... ich stelle mir jedenfalls ihre Reaktion ganz anders vor, wenn jemand statt "In der 3. Woche hat sie uns verlassen – die Reise meines Sternenkindes zu seinen kleinen Freunden im Sternenkinderhimmel" einfach schreibt: "Frühe Fehlgeburt – ich weiß nicht, wie ich damit fertigwerden soll".


    Ich würde auch stumm werden, wenn mir jemand mit so pathetischen Worten käme, ich hätte keine Ahnung, wie reagieren (spöttisch läge mir, das ist aber nicht angebracht, mitfühlend, ja – aber ich wäre so befremdet und hätte halt auch nichts aus der Liga anzubieten, das wäre, als ob der andere Japanisch spricht und ich Suaheli). "Es tut mir sehr leid" – das täte es wirklich. Um das Ungeborene, um die Hoffnungen, um das, was hätte sein können, wegen des Schmerzes, den ich vor mir sehe. Aber – hm. Ich mag es klar und direkt und unverkitscht. Mir kommt es nicht intensiver vor, wenn jemand von Sternenkindern spricht und sich ganz einem ungeheuren Schmerz ergibt (statt einfach "nur" sehr traurig zu sein), sondern einfach nur selbstreferenzieller. Vielleicht ist es das, was Caoimhe mit "Theater" meint. Für mich liegt aber auch wirklich gar kein Trost in diesem Sternenkinder-Gedanken, im Gegenteil, es würde für mich alles unwirklicher machen, verfremden, weiter fortrücken.

    Mir geht es darum, dass ich beim Begriff "Theater" einfach sofort das ganz dringliche Gefühl habe, dass jemand den anderen überhaupt nicht ernst nimmt – in diesem Fall einfach nicht ernstnimmt, das diejenige dann tatsächlich *so stark* leidet und sich eben nicht einfach so dagegen entscheiden kann...


    Aber vielleicht steckt mir da die Angst in den ersten Wochen meiner Schwangerschaft einfch noch zu sehr in den Knochen – in denen ich eben immer wieder wirklich panische Angst hatte dass ich dieses *einzige Kind, das sich wahrscheinlich je haben werde* durch so eine frühe Frühgeburt verlieren könnte....


    Theater? Ist für mich etwas, vorgegebenes, Gespieltes. Bei dem das Leid eben nicht wirklich so heftig ist.


    Und egal wo die "Baustellen" dann vielleicht noch im Hintergrund sind: Das Leiden ist dann vielleicht eben wirklich heftiger, weil diese Baustellen da sind.


    Was daran dann "Theater" (also vorgespielt und nicht echt) ist, verstehe ich nicht....


    Aber ich glaube, Theater besagt für Euch etwas anderes als für mich – Theater ist für mich, wenn jemand dann gar nicht so fühlt wie er vorgibt sich zu fühlen- vor allem,nicht so heftig. Und das ist für mich daneben – jemandem abzusprechen, dass er sich wirklich so tief traurig fühlt wie er es zeigt...


    Und dass das manche eben mit einem "Sternenkinderaltar" machen und manche mit einem simplen: ich bin so traurig, ich verwinde die FG nicht... ist für mich einfach eine Typfrage und kein Ausdruck eines besseren oder schlechteren Umgangs mit der Situation...


    Aber: Echt empfundene Gefühle sind für mich niemals *Theater*.

    Ob nun jemand sein Kind sternenkind nennt oder nicht ist doch nicht so wichtig. Hauptsache derjenige kann mit der Trauer fertig werden. Manche sind danach so fertig das sie kaum noch aus dem Haus gehen können und andere stecken das einfach weg. Von Theater würde ich hier nicht schreiben. Weil Theater das ist nur schaupielerei. Das ist in meinen Augen jemand der ständig aus ner Kleinigkeit ein riesen Aufstand macht. Damit sind allerdings nur einfache Alltägliche Sachen gemeint. Eine FG ist keine Alltägliche Sache und egal in welchen Trimester man sich befindet ist es immer schrecklich. Upela geht eben mit der Sache anders um und versucht aus dieser Situation das beste zu machen.

    Zitat

    Von Theater würde ich hier nicht schreiben. Weil Theater das ist nur schaupielerei. Das ist in meinen Augen jemand der ständig aus ner Kleinigkeit ein riesen Aufstand macht. Damit sind allerdings nur einfache Alltägliche Sachen gemeint. Eine FG ist keine Alltägliche Sache und egal in welchen Trimester man sich befindet ist es immer schrecklich.

    :)^ :)= Du sprichst mir aus der Seele!!!!

    Zitat

    Upela geht eben mit der Sache anders um und versucht aus dieser Situation das beste zu machen.

    Und das ist auch genauso ok!!!!

    Hallo Upela,


    endlich jemand der ähnlich denkt wie ich. Ich bin bisher noch nicht schwanger aber Kinder sind in naher Zukunft mit meinem Mann geplant. Ich liebe Kinder wirklich sehr und wünsche mir auch selber welche. Doch der Gedanke als, wie Du so treffend sagtest, "Brutkasten" zu dienen missfällt mir außerordentlich. Ich kenne mich selber wirklich gut und ich weiß, dass ich mich während der Schwangerschaft, insbesondere wenn sich das Kind anfangen wird zu bewegen, äußerst unwohl fühlen werde und es wahrscheinlich als ekelerregend empfinden werde. Um klarzustellen: Nicht das Kind an sich sondern nur das Gefühl dieser unkontrollierten Bewegung im eigenen Innern. Auch werd ich definitiv nicht stillen, denn ich möchte auf keinen Fall, dass ich als Futtergrippe dienen muss. Ich sehe es zudem auch als praktikabler an, das Kind mit der Flasche zu füttern. Da kann denn auch mal mein Mann nachts raus und füttern. Ich werde auch so schnell wie möglich nach der Geburt des Kindes wieder anfangen halbtags zu arbeiten. Beide Großelternteile möchten sich unbedingt kümmern (Glück gehabt). Um es zu sammenzufassen: Ich habe einen über die Maßen ausgeprägten Stolz. Wahrscheinlich rührt daher diese Abneigung. Ich fühle mich als Mensch degradiert zu einem Etwas tierischer Natur, welches zur Zucht von Nachkömmlingen abgestempelt wird. Es ist wahrscheinlich die Angst als Mutter abgestempelt zu sein und als nichts anderes mehr wahrgenommen zu werden.


    Die andere Seite, wie gesagt, ich wünsche mir von ganzen Herzen Kinder. Es ist verrückt!


    "Schöne neue Welt" -an dieses Buch erinnert mich mein eigenes Fühlen und Verhalten.

    wenn ich sowas schon lesen

    Zitat

    Ich werde auch so schnell wie möglich nach der Geburt des Kindes wieder anfangen halbtags zu arbeiten. Beide Großelternteile möchten sich unbedingt kümmern (Glück gehabt).

    Wofür bekommt man ein Kind????Um es schnellstmöglichst abzuschieben?Und wenn es aus finanzieller Sicht ist also dann würde ich mir erst recht überlegen ein Kind zu bekommen!!!


    Wenn die Großeltern nicht wären würde das Kind anders untergebracht werden,sehr toll,diese fremden Personen brauch das Kind auch in den ersten Lebenswochen/Monaten oder 2 Jahren.

    @ Danny0409

    Ja, wofür bekommt man ein Kind? Hast Du Kinder? Möchtest Du welche? Und ja, warum? Um Dein Leben lebenswerter zu machen? Um Deinen Partner Glücklich zu machen? Weil jetzt alle aus Deinem Umkreis Kinder haben? Als Altersvorsorge?...


    Vielleicht weil Du einfach eins haben möchtest/wolltest? Es aufwachsen sehen, ihm Dinge beibringen, es lieben?


    Ja, aus fast all den egoistischen Gründen möchten WIR jedenfalls ein Kind. Nur weil ich schnell wieder arbeiten gehen möchte, heißt das nicht, dass ich keine liebende Mutter sein werde (wurde mir hier jetzt natürlich nicht wörtlich unterstellt).


    Zitat." Wenn die Großeltern nicht wären würde das Kind anders untergebracht werden,sehr toll,diese fremden Personen brauch das Kind auch in den ersten Lebenswochen/Monaten oder 2 Jahren."


    Genau richtig. Wenn die Großeltern nicht wären... Sie sind aber da und es wird im Moment so geplant. Hätte, wäre, wenn... Gäbe es die Großeltern nicht, hätte ich mich und auch mein Mann (also wir uns) wohl beide die Elternzeit geteilt. Das war zumindest die Alternativoption.


    Jeder darf sein Kind behüten oder behüten lassen von wem er will. Hauptsache dem Kind geht es dabei gut. Und jeder hat seine Meinung hierüber. Da gibt es bestimmt einen anderen Threat in den verschiedenen Foren welche sich mit de Thema beschäftigen.