• So, wo bleiben die Glückshormone?

    Jetzt hab ich also auch so ein parasitäres Alien im Bauch. Wir haben uns bewusst auf dieses Abenteuer eingelassen (ich finde es fürchterlich, von "planen" oder "wollen" zu reden). Und jetzt? Mein geliebter Mini-Busen spielt Ballon (und ich war immer so froh über null Oberweite). Mein schön trainierter Bauch zwickt und wird bald von Bindegewebsrissen…
  • 167 Antworten

    Du wirfst mir (?) zweimal in einem Beitrag vor, ich würde dich nicht ernst nehmen weil du nicht schwanger bist. Das ist allerdings größter Blödsinn, da nur Unschwangere eine einigermaßen realistische bzw. unverzerrte Wahrnehmung der ganzen Chose haben können.


    Und "emotional für ein Kind da sein" äußert sich schon durch den Verzicht auf einige Dinge obwohl ein wenige Millimeter großer Klumpen noch nicht sehr viel mit einem Kind das man so aus dem Fernsehen oder dem Freundeskreis kennt zu tun hat. Und das machen die meisten, weil sie sich emotional dazu verpflichtet fühlen.

    @ TE

    Ambivalente Gefühle sind zu Beginn recht typisch und normal. Weniges ändert das bestehende Leben mehr, als die Geburt eines Kindes. Man spürt körperliche Veränderungen, die nicht immer angenehm sind, ohne schon wirklich einen Bezug zu dem Kind aufbauen zu können, weil man vom Kind selbst ja erstmal noch nichts spürt.

    Zitat

    es ist zu früh, mich emotional drauf einzulassen (könnte ja wieder abhauen, Behinderungen haben, whatnot)

    Ich denke das ist auch ein entscheidener Punkt. Ich kenne viele Frauen, die gerade in den ersten 12 Wochen sehr distanziert sind, vielleicht ist das auch ne Art Schutzmechanismus. Erst wenn die Schwangerschaft etwas sicherer erscheint, können sie sich darauf einlassen.


    Bei meinem 2. Sohn war ich sehr lange distanziert. Ich hatte unglaublich viele Ängste und bis zum Schluss Angst, dass ich ihn noch verliere. Hab mich kaum getraut mich zu freuen. Jetzt ist er da und ich bin einfach nur glücklich. Ich liebe ihn und meinen Großen einfach über alles.


    OT


    soo fürchterlich lieblos finde ich den Beitrag der TE gar nicht. Gut, das Wort degradieren (zum Brutkasten) empfinde ich auch befremdlich, aber es ist beim geschriebenen Wort auch manchmal schwierig zu erkennen, wie etwas wirklich gemeint ist. Ich kenne einen Papa, der seine Kinder (in deren Abwesenheit) als kleine Terroristen, kleine Kröten usw. betitelt. Und er würde wirklich alles für seine Kinder tun. Manche Menschen haben einfach eine etwas "oppositionelle" Art. Ich selbst habe zu Beginn der Schwangerschaft auch mal (liebevoll) von meinem kleinen Parasiten gesprochen, weil ich mich an eine Vorlesung erinnerte, wo vom parasitärem Verhalten des Embryos gesprochen wurde. Ganz einfach im biologischem Sinne, ohne (soziale) Wertung (para: neben, sitein: sich ernähren). Auch bildet der Embryo Proteine, ähnlich denen von Parasiten, um sich vor dem mütterlichen Immunsystem zu tarnen.


    Gerade am Anfang ist da neben der Freude auch so viel Unsicherheit. Jeder geht halt anders damit um. Gsd hat man viele Monate Zeit sich an die neue Rolle zu gewöhnen.

    @ Shojo

    Danke das ich humorlos bin. Das hat hier nix mit humor zu tun. Mag ja sein das es unwirklich ist das ein Kind in einem heranwächst, aber als was wird die TE es nach der Geburt betrachten? Kinder sind Kinder egal wie komisch das ist das wir Frauen sie bekommen. Aber als Alien zu bezeichenen das ist irgendwie grausam.

    Danke an all die, die meine Gedanken nachvollziehen können und mich sanft auf die guten Seiten oder andere Aspekte aufmerksam gemacht haben. Tatsächlich heisst für mich "alien" vorwiegend fremdartig, andersartig, vielleicht noch "wie aus einer anderen Welt". Und Parasit ist nun mal eine biologische Definition – es ernährt sich von mir, es lebt in mir, es ist von mir abhängig, und gleichzeitig verändert es mich und mein Leben in vielerlei Hinsicht.


    Ich habe Kinder gern (sonst würde ich keines bekommen), ich finde sie faszinierend, u.U umwerfend komisch, liebenswert, manchmal nervig, ich hab ein ganz normales Verhältnis zu Kindern.


    Ich hab ein weniger positives Verhältnis zu Geschlechterstereotypen, zum Frau-sein in einer Gesellschaft wie der unseren im allgemeinen. Und mehr "Frau" als während einer Schwangerschaft kann man wohl kaum sein. Es ist das erste Mal, dass ich so auf mein Geschlecht zurückgeworfen werde. Das spielt sicher auch noch rein.

    Ich glaube auch nicht, dass die TE ihr "Kind" lebenslänglich so bezeichnen wird. Es geht ihr ausschließlich um den jetzigen Zustand. @:)

    Also ich kann upeals Gedankengänge absolut nachvollziehen. Eine Schwangerschaft finde ich ziemlich "eklig", obwohl ich sonst keine Berührungsängste mit meinem Körper habe. Mir macht das Fremde, das "Hässliche" und Ungewohnte auch sehr große Angst, weshalb ich noch ziemich unentschlossen bin, ob ich überhaupt jemals Kinder haben möchte.


    Vorallem hab ich große Angst vor Kindsbewegungen, Diabetes, Bluthochdruck, Thrombose, ständiger Übelkeit, Dehnungsstreifen und einem Dammriss oder einem Kaiserschnitt.


    Sind solche Ängste denn merkwürdig? %:|


    Im "echten Leben" trau ich mich nie so recht, dass so auszusprechen, denn die meisten schwärmen richtig davon und haben jetzt schon, mit Anfang 20, merklichen Kinderwunsch.

    Zitat

    Im "echten Leben" trau ich mich nie so recht, dass so auszusprechen, denn die meisten schwärmen richtig davon und haben jetzt schon, mit Anfang 20, merklichen Kinderwunsch.

    Ich geh doch mal davon aus dass du nicht schwanger bist? Oder warst? Und genau das macht ja den Unterschied. Aber wenn man sich für ein Kind entscheidet sollte man dem doch positiv gesonnen sein. Egal wie man es nun nennt ob Fötus ,Embryo, Alien oder Parasit-es ist dein ungeborenes Kind.


    ich hab irgendwie das Gefühl es scheint Mode georden zu sein "anders sein " zu wollen.


    Oh je die bösen hibbelnden Mamis mit ihren "Bauchzwergen". %-| Also ich hatte auch nie nen Bauchzwerg..aber wenn die das so nennen wollen dann sollen sie doch! Scheint aber einige mittlerweile echt zu stören.


    Nu nennts einer Alien und das is auch nicht recht. Also...ok..merken..weder Bauchzwerg noch Alien schreiben. ;-)

    Also ich habe auch mal gesagt das Erdnüsschen nicht mehr wie Erdnüsschen aussieht sonder eher wie ein kleiner Alien .... aber habe dazu gesagt das ich es jetzt trotzdem schon liebe und es gibt nichts schöneres als beim Doc seinen kleinen Krümel zu sehen .... Es ist klar das man auseinander geht so ist die natur ... ich freu mich so wahnsinnig auf das baby .... ja das wollte ich nurmal loswerden und klinke mich hier wieder raus *:) *:)

    Upela

    Gib Dir einfach etwas Zeit um Dich an den neuen "Zustand" zu gewöhnen. Es ist einzigartig und anders als alles andere, das ist klar. Aber wie gesagt, die Hormone werden's schon richten, die Natur hat hier die Überhand und das ist auch gut so - das muss so sein! ;-)

    @ :)

    Noomi

    *:) Das mit den Glückshormonen in der Schwangerschaft halte ich für totalen Quatsch, ich war nämlich auhc nicht soo glücklich. noch dazu wars Kind ungeplant und der Vater hat mich schon vorm Schwangerschaftstest abserviert. Ich habs so gut wies geht ignoriert, mein normales leben weitergelebt und geschaut dass man den Bauch nicht sieht. Mir gings auch gut und der Bauch ist klein geblieben da ging das gut mit nicht so drauf achten. babyshopping und so hab ich auch nicht betrieben..


    ja aber jetzt kommts, es gibt Hoffnung, die Glückshormone kommen mit der Geburt, ganz massiv, da hat man das kleine faltige Bündel soo lieb und man findets sogar hübsch ;-D x:) :)^ .


    Also stress dich nicht mach ganz normal weiter wie bisher und freu dich auf die zeit nach der Geburt!


    ihc hab übrigens nicht viel aufgegeben..ich fahr öfter als 2 mal im Jahr in Urlaub, fahr auf Tagungen und bin einigermassen erfolgreich im Beruf..jaja das geht alles, also keine Angst.


    Ach ja und mein nicht vorhandener Busen war während der Stillzeit echt richtig süss hüsch klein und nahcher wieder komplett weg, war aber toll einen Sommer lang Kleider auszufüllen :)^

    @ Hekate

    Zitat

    Und genau das macht ja den Unterschied. Aber wenn man sich für ein Kind entscheidet sollte man dem doch positiv gesonnen sein.

    Und wenn ich nunmal die Schwangerschaft ansich unheimlich und eklig finde und TROTZDEM ein Kind möchte? Darf ich dann Deiner Meinung nach nur eines adoptieren? Oder muss ich während der Schwangerschaft dann so tun, als wäre ich "positiv gesonnen", um Leute wie Dich nicht herauszufordern?

    Zitat

    ich hab irgendwie das Gefühl es scheint Mode georden zu sein "anders sein " zu wollen.

    Oder es gibt endlich ein paar Frauen, die sich trauen, die Hasstiraden wie in diesem Faden auf sich zu nehmen und zu ihren negativen Gefühlen zu stehen.

    Zitat

    Oh je die bösen hibbelnden Mamis mit ihren "Bauchzwergen". Also ich hatte auch nie nen Bauchzwerg..aber wenn die das so nennen wollen dann sollen sie doch! Scheint aber einige mittlerweile echt zu stören

    das war auch mein Gedanke von anfang an des Fadens. Am Wort Alien stört sich jeder – aber über Bauchzwerg, Bauchzwergi, Würmchen usw. ... %-|


    Genau wie Kugeln, rumkugeln, ausgekugelt, hibbeln, Herzeln.


    Kein Mensch hat mehr Sex, ne da wird geherzelt und in der Wartezeit wird gehibbelt ... meine güte und da will mir einer sagen, das die Hormone nicht verrückt spielen. ;-D


    Ich kann die TE jedenfalls verstehen, denn ne Schwangerschaft – oder sollte ich schreiben eine SS – ist nun mal nicht immer eitel Sonnenschein. Ich glaube auch nicht, das wenn man zum zehnten mal am Tag über der Schüssel hängt, man noch freudestrahlend denkt: och wie süß – hauptsache mein Krümelchen ist gesund (Omas behaupten ja gern mal wenn man viel erbricht geht es dem Baby gut). Nee da denkt man: hoffentlich is die Kotzerei bald vorbei.


    Aber dies bezieht sich eben nur auf die Schwangerschaft – ist das Baby da ändern sich die Gefühle. Auch die TE wird ihr Baby heiß und innig lieben, auch wenn sie nicht zur "eine Schwangerschaft ist super – Fraktion " gehört.