• So, wo bleiben die Glückshormone?

    Jetzt hab ich also auch so ein parasitäres Alien im Bauch. Wir haben uns bewusst auf dieses Abenteuer eingelassen (ich finde es fürchterlich, von "planen" oder "wollen" zu reden). Und jetzt? Mein geliebter Mini-Busen spielt Ballon (und ich war immer so froh über null Oberweite). Mein schön trainierter Bauch zwickt und wird bald von Bindegewebsrissen…
  • 167 Antworten
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    Das mit den Glückshormonen in der Schwangerschaft halte ich für totalen Quatsch, ich war nämlich auhc nicht soo glücklich.

    Ich weiss gar nicht ob eine SS tatsächlich soviele Endorphine ausschüttet....? :-/ Also ich war nach zwei FG in der jeweils 20.SSW auch nicht euphorisch oder überglücklich, im Gegenteil war meine SS mehr von Ängsten geprägt...nicht Panik aber ich hab mich deswegen nur "verhalten" gefreut.


    Aber ja bfi da geh ich mit Dir einig, dass die Glücksgefühle mit der Geburt (bzw eher danach...) kommen können und man langsam das kleine grosse Wunder zu begreifen beginnt.


    Was ich meinte mit "die Hormone werden's schon richten" ist eher, das sich daran gewöhnen, in ANDEREN Umständen zu sein, die Veränderungen im und am Körper sowie die vielen anderen Veränderungen in der Zeit anzunehmen. Mir hat man die SS zum Glück auch bis in den 6. Monat nicht angesehen, ich wollte das aber aufgrund meiner Vorgeschichte auch bewusst so.


    Martienchen

    Zitat

    Oder es gibt endlich ein paar Frauen, die sich trauen, die Hasstiraden wie in diesem Faden auf sich zu nehmen und zu ihren negativen Gefühlen zu stehen.

    Könnte gut sein... man fühlt sich ja durch die Gesellschaft direkt dazu gedrängt, mit einem ständigen eingefrorenen Freudestrahlen (das höchstens mal für die Kotzattacken unterbrochen werden darf) durch die Gegend zu laufen.... ich hatte mich dann in der späten SS auch darüber geärgert, dass ich von allen und jedem auf meinen Bauch "reduziert" wurde, bzw man nur noch über die SS und das kommende Kind reden konnte.... %-| bis hin zu Beinahe-Ausraster meinerseits von wegen "Halloooo ich bin auch immer noch ein normaler Mensch mit dem man über anderes als Babies reden kann...!!" %-|

    ;-D Das wird viel schlimmer nach der Geburt, ich hab mein Baby ja mal auf einer Tagung dabeigehabt, bei der Postersession im Tragetuch, tja denkste da hätte einer mit mir über Wissenschaft geredet %-| ;-D

    @ denaben

    Hierzu wollte ich gerne noch etwas sagen:

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    Was mich ein wenig gestört hat: (falls ichs falsch verstanden habe, bitte korrigieren): die Aussage, dass das man unter Hormoneinflus tut, fühlt oder denkt, nicht echt ist. Was heisst stören- es ist lächerlich! Nichts was du bisher in deinem Leben getan hast oder jemals tun wirst- wird hormonfrei- nur durch den Verstand- geschehen!! Wir sind von Anfang bis Ende hormongesteuert.

    Ich kann den Gedanken schon nachvollziehen – Erklärung am Beispiel Sport: Wenn ich mehrmals die Woche intensiv und bis zur Erschöpfung Sport treibe, geht es mir konstant gut. Was grundsätzlich nichts Schlechtes ist, aus dem Grund treiben sicherlich viele Leute Sport. Bei mir schleicht sich aber oft der Gedanke ein, dass mir möglicherweise die Endorphine das Hirn vernebeln. Stress im Job oder welcher Art auch immer trifft mich nicht mehr so richtig, weil ich durch den Sport gleichbleibend zufrieden bin. Da das sportlos nicht unbedingt meine Art ist, frage ich mich, inwieweit diese Zufriedenheit "echt" ist oder nur durch den Sport induziert wird. Die Vorstellung, dass es mir vielleicht gerade nicht so gut geht, die Glückshormone aber Zufriedenheit vortäuschen, finde ich unheimlich.

    Du es geht, die meisten fragen mich nur wie's mit ihr geht, wie's ihr geht und das war's dann auch schon. Ich hab das Gefühl, seit ich meinen Körper wieder mit mir alleine teile (naja, abgesehen von der Milchbar...) fühle ich mich auch wieder als "normaler" Mensch und werde auch wieder eher so wahrgenommen. Aber klar, wenn Du das Kleine mit an ne Tagung nimmst - dann ist das bestimmt nicht alltäglich und viele Leute schätzen so ne "Ablenkung" vom Thema ;-D

    Hi Upela, ich schreibe als jemand, der dieses Gefühlschaos auch durchgemacht hat.


    Nicht nur, dass wir Frauen in der Schwangerschaft natürlich irgendwie immer "allein" sind (im Sinne von: Der Partner kann noch so verständig sein, aber richtig nachfühlen kann er es nicht), nein, wir haben gefälligst auch glücklich, strahlend und va voller Liebe für das entstehende Leben zu sein. Es ist schwer, sich gerade in dieser Situation einzugestehe, dass alles eigentlich zu viel und man sich gar nicht mehr so sicher ist.


    Mir ging es genau so!


    Gut, zugegeben-das Brustwachstum fand ich ok (bin auch nicht gerade gesegnet). Aber ich hatte auch Angst um meinen Bauch (was sich aber nicht bestätigt hat, insofern nur Mut) und habe ab dem 4. Monat eine extreme Neurodermitis im Gesicht entwickelt (die sich erst 1 Jahr nach der Geburt gegeben hat). Da habe ich mich wirklich gefragt: Warum wolltest du dir das noch Mal antun? War das eine gute Idee?


    Und ich habe das Kind in mir auch recht lange ignoriert (obwohl es ein absolutes Wunschbaby war), da ich nicht wollte, dass die schwangerschaft mich stört.


    Der Turning point war bei mir, als ich das Baby zum ersten Mal treten gefühlt habe. Ab da war es real, ab da war ich Mama und dieses Kind mein größter Schatz. Das Kind hat ab dem Zeitpunkt einfach als Teil von mir koexistiert und ich habe angefangen, mich etwas mehr um mich "als Schwangere" zu kümmern. Dadurch war die Schwangerschaft (trotz der Neurodermitis) ab dem 6 Monat dann auch richtig schön und ich konnte mich freuen.


    Wenn ich ehrlich bin, denke ich mir auch heute ab und an noch (Kind ist fast 3): War das eine gute Idee?


    Ich denke, wenn Eltern ehrlich sind müssen sie sich eingestehen, dass diese Gedanken da sind. Nur so ist es möglich, sie zu reflektieren und immer wieder aufs Neue festzustellen: Ja, es war eine verdammt gute Idee!!


    Du siehst, du bist nicht alleine @:) ! Ich wünsche dir, dass du in deiner Schwangerschaft auch den Moment findest, in welchem du mit dir und dem Kind ins Reine kommst-das passiert ganz sicher, auch ohne forcieren!


    (Ach ja, und ob man das Kind Alien, Wurm, Zwetschge oder Bauchbewohner nennt ist für mich nicht wirklich von Belang ;-))

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    Warum wolltest du dir das noch Mal antun? War das eine gute Idee?

    DAS hab ich mich vorallem während der Geburt gefragt...!! ]:D :=o ]:D

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    DAS hab ich mich vorallem während der Geburt gefragt...!!

    Da hatte ich gar keine Zeit mehr, mir darüber Gedanken zu machen ;-)

    Puh, es tut so gut, dass es anderen ähnlich geht. Ich finde schwangersein übrigens nicht "eklig" – Schnecken sind eklig. Ich finds nur seltsam, absurd, weird, freaky und beobachte mit Interesse und einem Schuss Skepsis, was mir da passiert.

    @ Hektate

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    Ich geh doch mal davon aus dass du nicht schwanger bist? Oder warst? Und genau das macht ja den Unterschied. Aber wenn man sich für ein Kind entscheidet sollte man dem doch positiv gesonnen sein. Egal wie man es nun nennt ob Fötus ,Embryo, Alien oder Parasit-es ist dein ungeborenes Kind.

    Aber die, die davon schwärmen, waren ja auch noch nie schwanger oder sind es. Muss ich denn erst schwanger werden, um mir ein Bild davon machen zu können?


    Haben andere Frauen denn nicht auch Angst vor solchen Dingen?

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    Bauchzwerg, Bauchzwergi, Würmchen usw. ...


    Genau wie Kugeln, rumkugeln, ausgekugelt, hibbeln, Herzeln.


    Kein Mensch hat mehr Sex, ne da wird geherzelt und in der Wartezeit wird gehibbelt ..

    :)^ ;-D


    Nur so nebenbei: bei manchen bleiben auch nach der Geburt die Hormone aus!!

    @ shojo

    find ich cool, dass du so eine Idealschwangere bist :)^ ich glaub bei meinem ersten Sohn hätt ich mich die meiste zeit auch so bezeichnet, aber nur, weil ich völlig unbedarft an das Thema rangegangen (oder eher worden ;-D ) bin

    Ist doch Wurscht ob jemand schwanger ist oder nicht. Jeder hat ne andere Meinung. Der eine hat eben Angst davor und denkt das es vielleicht doch nicht das richtige gewesen ist und andere rennen die ganze Zeit rum als hätten sie Smilypillen genommen oder nen Clown gefrühstückt. So war ich auch nicht. Und ich kann das bis heute nicht verstehen warum manche Mütter mit nem Dauerlächeln durch die Gegend rennen. Hab das nicht gemacht. Hab mich zwar gefreut das ich schwanger bin aber für mich war das was ganz normales. Hab ja schon mit acht Jahren mitbekommen wie es meiner Mum ging als sie schwanger war. Konnte nicht mal nen Schritt in die Küche setzten ohne das sie gleich würgen musste. Deshalb finde ich auch das man ganz normal mit so ner Schwangerschaft umgehen sollte. Allerdings ist Alien oder Parasit für mich persönlich kein schönes Wort für ein Baby.

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    @shojo


    find ich cool, dass du so eine Idealschwangere bist

    War. Ich war eine dauerstrahlende, vollkommen beglückte Bilderbuchschwangere. Und dann war ich ein von postpartalen Depressionen heimgesuchtes Wrack. Inzwischen hat sich alles halbwegs im Normalbereich eingependelt, glaub ich, immer irgendwo zwischen Glück und Elend. ;-D

    Ich war auch keine dauerstrahlende Schwangere. Für mich war die Schwangerschaft ein notwendiges Übel, um meine Kinder zu bekommen ]:D Und wer weiss, vielleicht würde ich sogar über ein drittes Kind nachdenken, wäre da nicht diese Schwangerschaft!