• So, wo bleiben die Glückshormone?

    Jetzt hab ich also auch so ein parasitäres Alien im Bauch. Wir haben uns bewusst auf dieses Abenteuer eingelassen (ich finde es fürchterlich, von "planen" oder "wollen" zu reden). Und jetzt? Mein geliebter Mini-Busen spielt Ballon (und ich war immer so froh über null Oberweite). Mein schön trainierter Bauch zwickt und wird bald von Bindegewebsrissen…
  • 167 Antworten

    Also – ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass upela sich nicht freut oder ihr Kind nicht will, ich finde, hier wird ganz schön übertrieben.

    Das Gefühl hab ich auch nicht. Aber mir stellt sich dann einfach die Frage, wie es für sie am besten weitergehen könnte. Im Sinne von: Was für eine Mutter will ich sein, wie hab ich mir das vorgestellt, was geht gar nicht für mich...


    Darüber hat man ja vorher vielleicht nachgedacht, aber es verändert sich dann doch noch mal. Kann man ja auch echt schlecht planen :)

    Hmmm, es tut mir leid, das du meinen Beitrag als umpassend empfindest. Ich will dir auch keine Gehirnwäsche verpassen, weil jeder seinen eigenen Weg finden muss, mit der Schwangerschaft und den Veränderungen umzugehen. Ich möchte mir auch nicht anmaßen, deine Meinung zu verurteilen, weil sie mich als Person nicht betrifft.


    Ich möchte mir nur erlauben zu sagen, das du dir selbst etwas nimmst und zwar etwas schönes.


    Zum Thema Sprache: Auf mich wirkt dein Beitrag nicht sanft ironisch und distanziert, sondern erschreckend abwertend dem Kind gegenüber. Das mag so gemeint sein oder nicht und das beurteilt auch nicht deine zukünftigen Mamiqualitäten (und sollte es auch niemandem erlauben, hier Therapievorschläge zu machen, die absolut fehl am Platze hier sind). Aber du sagst selbst, du versuchst dich vom Kind abzugrenzen. Nun, derzeit seid ihr, ob du willst oder nicht, eine Einheit.


    Ich empfinde es als Gewinn zur Identität, du als Verlust von deiner Identität, ist vermutlich beides richtig, aber abgrenzen geht zur Zeit nicht. Du hast ein von dir geschaffenes Baby im Bauch und dieses Baby ist auf dich angewiesen, nicht nur auf deinen Körper.


    wenn du das als Gehirnwäsche verstehst, so ist es nicht gemeint, du könntest meine abweichende Meinung auch einfach als Bereicherung verstehen.


    Und nur zur Info: Ich vermisse Sport, ich vermisse Alkohol, ich hab ausgesprochen gerne geraucht, ich fluche jeden Tag, weil ich mich nicht mehr so bewegen kann wie ich will und zu allem Übel hab ich schlechte Zuckerwerte, muss jeden Tag 6mal Zucker messen, regelmäßig und mit vielen Einschränkungen essen, ich hab 20 Wochen gekotzt wie ein Ochse... nein, ich habe keine Bilderbuchschwangerschaft, es ging mir die meiste Zeit schlechter als den meisten Schwangeren die ich kenne. Aber man muss es eh annehmen. Das Baby ist drin, und wird sofern alles gut geht, erst im 10 monaten den Bauch wieder verlassen.


    So, ich vermute, während ich hier geschrieben hab, st die Stimmung übergekocht und ich als Happymom;-D bin somit auch draußen.

  • Anzeige

    Vielleicht liegts echt an mir aber ich sehe nicht ein freudiges oder dem Kond zugeneigtes Wort. Nur Distanz, Abgrenzung & Abwertung. ":/


    Und wie gesagt, schon ich war eher distanziert und relativ ironisch. Vielleicht bin ich bloß verwundert, dass andere da noch übler drauf sind?

    @ avanti

    ich glaube eigentlich, dass die TE und Du ganz ähnliche Gedanken habt. Vielleicht ist es bei ihr einfach noch zu "neu".

    Wenn ich mal indiskret nachfragen darf, war die Schwangerschaft geplant ? Ich frage nur weil ich eine kenne, der es ähnlich geht und die sich momentan nur als "dicke häßliche Kuh" fühlt, mit ganz ähnlichen Gedanken wie du sie hast.


    Und dennoch bin ich mir sicher dass sie eine ganz tolle Mutter wird.

  • Anzeige

    *:)


    Ich hab viel aufgegeben wegen der SS bzw der kleinen Windelprinzessin. Zum Beispiel meine langjährige Führungsposition als Abteilungsleiterin, den damit verbundenen Kadervertrag und das Gehalt... meine Freiheit, Spontaneität und das mehrmals pro Jahr Verreisen... am Anfang hatte ich daran recht zu beissen, man glaubt, man gebe nur auf. Schlussendlich irgendwann während der SS übernehmen diese fiesen Hormone ganz das Steuer und solche Sachen spielen plötzlich nicht mehr sooo ne grosse Rolle, bis hin zum völligen "mir-wurscht". ]:D frau gibt den Kampf gegen die Hormone auf und lässt sich im neuen fremden Bewusstsein treiben...


    Jetzt, 3 Wochen nach der Geburt merke ich, dass ich eigentlich nichts wirklich wichtiges aufgegeben habe, dafür umso mehr gewonnen! Flexibel bin ich immer noch, spontan auch, bin froh hab ich die berufliche Verantwortung abgegeben und hab seit einer Woche meinen alten Körper zu 90% zurück! :)z der Bauch schwabbelt noch n bisschen (oh wunder "mir-wurscht") aber das ist das Einzige! Alles eine Frage der Einstellung und innerer Haltung!


    Wünsche Dir eine SS, die Du geniessen kannst! ;-)


    *:)

    Hallo zusammen*:),


    ich geistere hier schon länger durchs Forum und nachdem was ich bisher hier gelesen hab muss ich mich jetzt auch mal zu Wort melden.


    Ich finde es teilweise schon recht anmaßend, was einige hier vom Stapel lassen. Der TE nahezulegen sich mal behandeln zu lassen und daran zu zweifeln ob sie je eine Bindung zu ihrem Kind aufbauen wird, in Frage zu stellen, ob sie sich überhaupt für das Kind hätte entscheiden sollen:|N . Ich persönlich habe noch keine Kinder, kenne aber eine Frau, deren Aussagen über ihre Schwangerschaft mit denen der TE ziemlich deckungsgleich sind. Obwohl ihre Schwangerschaft schon über 20 Jahre zurückliegt, sagt diese Frau heute noch, dass ihre (eigentlich völlig normale, komplikationslose) Schwangerschaft einfach nur schrecklich und "die Abart" war und dass sie es kaum erwarten konnte, diesen Parasit (ja, diesen Begriff verwendet sie auch) endlich aus sich raus zu haben. Sie fand es z.B. auch fürchterlich, das Baby zu spüren und hat nach eigener Aussage während der Schwangerschaft keinerlei Bindung zu dem Baby aufgebaut. Dieser Parasit, der war übrigens ich und auch wenn meine Mutter es gehasst hat schwanger zu sein und ich aus diesem Grund Einzelkind bin, habe und hatte ich mein ganzes Leben lang eine wundervolle und liebende Mutter und unsere Bindung ist so stark, dass wir es kaum aushalten uns mal einen Tag nicht zu sehen oder zumindest zu hören. Von daher, liebe upela, du bist mit Sicherheit nicht allein, es gibt nunmal einfach Frauen, bei denen sich die Muttergefühle erst nach der Geburt einstellen.

    Zitat

    Jetzt hab ich also auch so ein parasitäres Alien im Bauch

    Wenn Du Dein Kind schon so bezeichnest, dann werden die Glückshormone bestimmt nur so spriessen :-X :-o ":/ :(v

  • Anzeige

    Bis jetzt sind es eben nur Bauchschmerzen und Brustkribbeln, es ist zu früh, mich emotional drauf einzulassen (könnte ja wieder abhauen, Behinderungen haben, whatnot), und der ganze Vorgang an sich ist alienesk, da könnt ihr Kopfstehen *g*. Ich freu mich, sobald dann der dritte Monat vorbei ist.


    Ich habe übrigens, da musste ich schmunzeln, natürlich keine Modelfigur. Es geht mir auch vor allem darum,

    Zitat

    dass da jetzt etwas anderes das Steuer übernimmt

    Ihr könnt mir nicht erzählen, dass das nicht unheimlich ist. Und dass man sich fragt, was sich an jahr(zehnte)lang sorgsam gehüteten Wertvorstellungen noch alles ändern wird.

    Ob du es glaubst oder nicht gibt es sehr wohl Schwangere die sich darauf total freuen und das kein bißchen alienhaft finden, Denn das was sich im Bauch bewegt ist ein Baby. Ihr Baby. Kein Alien. Das ist doch nicht unheimlich.


    Wobei ich den Gedanken absolut nachvollziehen kann aber dukannst ja nicht allen unterstellen dass sie auch so denken.


    Und gerad wenn sich das Kind dann bewegt wird das noch viel mehr "alienlike" Da ist die Phase in der du jetzt bist ja noch gar nix dagegen.Wenn man plötzlich nen Fußabdruck am Bauch hat vom Wesen darin. :=o

    Zitat

    Bis jetzt sind es eben nur Bauchschmerzen und Brustkribbeln, es ist zu früh, mich emotional drauf einzulassen (könnte ja wieder abhauen, Behinderungen haben, whatnot), und der ganze Vorgang an sich ist alienesk, da könnt ihr Kopfstehen *g*. Ich freu mich, sobald dann der dritte Monat vorbei ist.

    Vergiss es, wirste nicht. Die größten Zweifel hatte ich um die 17. SSW und nach der 30. SSW (anhaltend bis jetzt, Ende 37. SSW). Gegen Ende wird's nochmal deftig gefährlich und die Geburt sowieso. Das wird nicht besser und das bleibt scheiß unrealistisch. Zumindest für mich und ich war nicht einmal halb so krass wie du.

    Zitat
    Zitat

    dass da jetzt etwas anderes das Steuer übernimmt

    Ihr könnt mir nicht erzählen, dass das nicht unheimlich ist.

    Doch, sehr. Warte mal auf den ersten Kick. Du denkst du stehst im Wald. Ich kann die nur raten: Versuch dich ganz schnell daran zu gewöhnen!

  • Anzeige

    Ich hab doch nie bezweifelt, dass es Frauen gibt, die da überhaupt keine Vorbehalte haben. Dieses Forum ist sogar voll davon. Genau deshalb hab ich diesen Faden aufgemacht – um Frauen zu finden, die das ähnlich sehen, damit wir uns vielleicht gemeinsam an die Vorstellung "Mensch" –> "Mutter" herantasten. Wenn mir jemand erzählt, dass ich nicht richtig ticke, hilft mir das relativ wenig dabei *g*.

    Du hast geschrieben" Ihr könnt mir nicht erzählen, dass das nicht unheimlich ist. Und dass man sich fragt, " und hast also schon unterstellt dass es generell unheimlich ist. ":/ Egal.

    Hallo Upela


    habe den faden jetzt mitverfolgt. meine aussage, dass du dich behandeln lassen sollst haben einige falsch verstanden. konnten sie auch nicht anders, da ich diese nicht oder zuwenig ausformuliert habe. es gibt x frauen nach der geburt die an depressionen leiden, babyblues, postnatale depr. , etc... es gibt sicherlich auch frauen die das

    nicht einordnen können. spreche mal mit einer hebamme. die hat sicherlich ein wahnsinniges spektrum an erfahrung/meinungen/ev. unterstützungsadressen (je nach schweregrades des leidens der frau). stillberaterinnen können auch sehr helfen, auch wenn du noch weit davon entfernt bist.


    und rede mit deinem partner. es ist wichtig, dass er weiss wie du empfindest. vielleicht hilft dir das gespräch auch. es heisst ja nicht, dass du die nächsten monate friede, freude, eierkuchen vorspielen musst wenn du das nicht so empfindest. ich hoffe, du findest einen weg für dich und kannst dich über dein kleines schon bald freuen. und das wirst du bestimmt. @:)

  • Anzeige