Starke Gebärmutterhalsverkürzung in der Schwangerschaft

    Hallo zusammen,

    ich bin aktuell ein wenig verzweifelt und wollte hier fragen, ob es vielleicht Gleichgesinnte gibt oder jemand der ähnliche Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht hat.


    Ich bin aktuell in der 21. Ssw schwanger mit meinem zweiten Kind und habe leider schon wieder eine recht ausgeprägte Cervixinsuffizienz. Bei mir ist das vermutlich Veranlagung, da es bei meiner ersten Schwangerschaft sehr ähnlich war und ich von Natur aus auch nur einen sehr kurzen Gebärmutterhals habe.


    Zu Beginn der Schwangerschaft hatte ich maximal 3.5cm und gestern wurde ein Wert von 2 cm bis maximal 2.5

    5cm gemessen wobei das wohl eher optimistisch ist laut meinem Arzt.


    Mein Arzt meint damit könne man noch weit kommen aber entspannt sieht er die Lage definitiv nicht. Trotzdem reicht ihm aktuell eine zweiwöchige Kontrolle.

    Wenn ich ehrlich bin fühle ich mich aktuell mit dem Befund und nur zweiwöchigen Terminen nicht wohl.


    Wie ist denn eure Erfahrung mit dem Thema? Besonders interessieren würden mich Fälle bei denen es auch um die 20. SSW begonnen hat.


    Wie seid ihr damit umgegangen? Wie war der Verlauf bei Euch und wie viel habt ihr Euch geschont und wie oft musstet ihr zur Kontrolle?


    Freue mich auf den Austausch.

    Danke

  • 24 Antworten

    Meine Geschichte kennst du ja bereits, aber noch zur Ergänzung wegen der Kontrolltermine: als ich im KH war, dachte ich am Anfang auch, dass sie jetzt ständig nachschauen, aber es tat keiner. Ich fragte dann mal nach ersten Kontrolle nach der Aufnahme (war auch ca 14 Tage später) und die Begründung war, dass man nichts einschleppen will und es auch nix bringt ständig nach zu schauen. Manche kriegen vom nachschauen dann auch wieder Probleme etc, deswegen schaut man so wenig wie möglich vaginal nach.

    tiramisu01 schrieb:

    Meine Geschichte kennst du ja bereits, aber noch zur Ergänzung wegen der Kontrolltermine: als ich im KH war, dachte ich am Anfang auch, dass sie jetzt ständig nachschauen, aber es tat keiner. Ich fragte dann mal nach ersten Kontrolle nach der Aufnahme (war auch ca 14 Tage später) und die Begründung war, dass man nichts einschleppen will und es auch nix bringt ständig nach zu schauen. Manche kriegen vom nachschauen dann auch wieder Probleme etc, deswegen schaut man so wenig wie möglich vaginal nach.

    Das ist auf jeden Fall ein gutes Argument. Als ich bei meiner Tochter im KH war, wurde etwa alle 4 Tage geschaut. Einmal wöchentlich fände ich im Moment okay, ehrlich gesagt aber 2 Wochen sind für mein Empfinden aktuell schon lange. Insbesondere wenn der Arzt meint dass er nicht entspannt ist und dann klingen 2 Wochen aber jetzt doch nicht so dramatisch.


    Wie sah denn dein Alltag aus als du diese massive Verkürzung hattest ?

    Meine Geschichte kennst du ja auch. Ich wollte mich Tiramisu anschließen. Bei mir wurde auch noch alle 14 Tage geschaut eben aus den Gründen die bereits von tiramisu genannt wurden. Wenn du dich damit so gar nicht anfreunden kannst, sprech ruhig nochmal mit deinem Gyn oder auch mit deiner Hebamme? Denn die Angst jetzt unausgesprochen mit zu schleppen ist auch nicht gut.

    KleinerPiepmatzx4 schrieb:

    Meine Geschichte kennst du ja auch. Ich wollte mich Tiramisu anschließen. Bei mir wurde auch noch alle 14 Tage geschaut eben aus den Gründen die bereits von tiramisu genannt wurden. Wenn du dich damit so gar nicht anfreunden kannst, sprech ruhig nochmal mit deinem Gyn oder auch mit deiner Hebamme? Denn die Angst jetzt unausgesprochen mit zu schleppen ist auch nicht gut.

    Ok, ich hätte nicht gedacht dass 14 Tage ein normales Intervall ist. Wenn man so ein bisschen rumliest im Internet hab ich das Gefühl bekommen, dass wesentlich häufiger normal kontrolliert wird.


    Ja mit meiner Hebamme hab ich schon geredet, die ruft mich nachher nochmal an.

    Naja was ist ein normales Intervall.?? Ich denke da bekommt man auch vermutlich bei 100 Befragten 100 unterschiedliche Antworten. Es ist einfach von so vielem abhängig. Der Arzt, die Vorgeschichte, die Woche, der aktuelle Befund... Pauschalisieren würde ich es vermutlich nicht. Aber vielleicht kann dir deine Hebamme nochmal etwas helfen.

    Naja, der Alltag fand ja 5 Wochen nur im Krankenhaus statt.. aufstehen, Duschen, Fieber messen, Blutdruck messen, mieserables essen genießen, Steuererklärung machen, Filme schauen und wenn mein Mann kam: Brettspiele, mit Rollstuhl rausfahren etc. Wieder daheim hab ich mich normal bewegt, aber auch nicht wahnsinnig viel. Man muss aber auch sagen, dass ich die ersten Wochen auch in der Klinik spazieren war und meine Yogamatte für Übungen dabei hatte etc. Einen Dämpfer gab es dann aber, als ein Fruchtblasenprolaps festgestellt wurde. Da war auch ich dann disziplinierter... allerdings war der dann auf wundersame Weise bei der Entlassung verschwunden. Wir haben es im übrigen auch die letzten Tage im Kh herausgefordert. Ich sollte mich zwar schonen, aber schon auch laufen etc, damit man sieht, ob die Belastung was verschlechtert.

    filosofia schrieb:

    Ich kam ins Krankenhaus und mir wurde u.a. ein Pessar gelegt. Außerdem Beschäftigungsverbot.

    Und was waren deine Befunde ? Wie weit warst du?

    Leni_ schrieb:

    Mein Arzt meint damit könne man noch weit kommen aber entspannt sieht er die Lage definitiv nicht.

    Hm, hattest du nicht erst vor Kurzem geschrieben, dass du auch bei einer anderen Ärztin warst, die die ganze Situation recht entspannt gesehen hat? Vielleicht magst du dir nochmal eine Drittmeinung einholen, nach

    (Keine Ahnung, warum es jetzt schon gesendet hat..)


    ..nachdem ein Arzt es recht entspannt sieht und der andere definitiv nicht entspannt?

    Graógramán schrieb:

    (Keine Ahnung, warum es jetzt schon gesendet hat..)


    ..nachdem ein Arzt es recht entspannt sieht und der andere definitiv nicht entspannt?

    Ja genau das war im KH. Dort hatte ich aber stabile 2.5cm und nicht nur 2cm, so wie gestern. Die Ärztin war tatsächlich sehr entspannt. Glaube aber dass sie das bei der Verschlechterung jetzt auch nicht mehr unbedingt wäre.

    Ich hatte in der 18. Woche 1,8CM und sollte mich einfach schonen. Eine Cerclage wäre veraltet. 3 Tage später hatte ich einen Blasensprung.

    7 Jahre später war es die gleiche Situation. 18. Woche, GHlänge unter 2cm.

    Es wurde sofort eine Cerclage durchgeführt. Bis zur 32. Woche haben wir es geschafft, dann musste sie geholt werden. Im Sommer hat sie Abitur gemacht.

    Ich werde ewig dankbar für diese Cerclage sein.

    Bei der Feindiagnostik irgendwann um die 20./21. SSW war der GBH bei 2,5 cm, fünf Wochen später dann bei 1,5 mit Trichter. Also meine Aussage von vorhin war etwas ungenau, ins Krankenhaus kam ich erst in der 26. SSW. Ich habe erst später auf dem Bericht der Feindiagnostikerin gesehen, dass er so früh also schon ziemlich kurz war, sie hatte dazu aber gar nichts gesagt.

    ms92 schrieb:

    Ich hatte in der 18. Woche 1,8CM und sollte mich einfach schonen. Eine Cerclage wäre veraltet. 3 Tage später hatte ich einen Blasensprung.

    7 Jahre später war es die gleiche Situation. 18. Woche, GHlänge unter 2cm.

    Es wurde sofort eine Cerclage durchgeführt. Bis zur 32. Woche haben wir es geschafft, dann musste sie geholt werden. Im Sommer hat sie Abitur gemacht.

    Ich werde ewig dankbar für diese Cerclage sein.

    Ich war ja letzte Woche auch im KH und habe mich bezüglich Cerclage beraten lassen. Die meinten dass da eben auch gewisse Risiken dabei sind und dass bei mir alles noch nicht so dramatisch wäre, als das sie die Risiken gerne eingehen würden. Ist aber sicher nicht vom Tisch sollte es jetzt nicht stabil bleiben.