War es die richtige Entscheidung, schon das 2. Baby zu bekommen?

    (Urspr. Titel: "verzweifelt!")




    Hallo ihr Lieben!


    Ich muss mir etwas von der Seele schreiben.


    Ich bin aktuell in der 18. SSW und spüre das Baby auch schon hin und wieder. So richtige Freude kommt trotzdem irgendwie nicht auf. :-( Eher frage ich mich, fast, jeden Tag, ob es eine gute Entscheidung war jetzt schon ein 2. Kind zu bekommen. :-( Mein Mann ist die letzten Tage nur noch genervt und schlecht drauf und unsere Tochter (21 Monate) bringt mich auch ständig auf die Palme.

  • 48 Antworten

    Hallo!


    Ich weiß nicht, ob ich dir wirklich weiterhelfen kann, weil ich ja deine Hintergründe auch gar nicht kenne (vielleicht magst du ja etwas mehr darüber schreiben?). Aber ich bin gerade selbst schwanger, Ende 12. Woche - und das ungeplant. Und ich kenne die Stimmungsschwankungen. Dass einem alles zu viel ist, dass man nicht weiß, wie man alles hinkriegen soll.


    Ich denke, du solltest keine zu großen Erwartungen an dich stellen, um keinen Druck aufzubauen. Wenn du dir einredest, du müsstest glücklich und ständig am Lächeln sein, dann fühlst du dich ja noch schlechter, wenn es dir mal weniger gut geht.


    Hast du denn Hilfe von deinem Mann oder Familie/Freunden? Könntest du mit deinem Mann nicht mal in Ruhe reden? Gibt es wirklich ernsthafte Schwierigkeiten, was eure Ehe und materielle Situation und Kindeserziehung angeht, oder kommt dir das vielleicht situationsbedingt nur so vor?


    Nimm dir doch mal in Ruhe Zeit, um so objektiv wie möglich darüber nachzudenken.


    Ich bin zum ersten Mal schwanger und kann mir deshalb nur ansatzweise vorstellen, was es heißt, ein 21-monatiges Kind zuhause zu haben... ;-) Aber dass dich das manchmal überfordert, können alle Mamis hier bestimmt seeehr gut verstehen...


    Alles Liebe!

    @ Nadzieja2016: Welche Hintergründe möchtest du denn wissen? Mit meinem Mann habe ich noch nicht über meine Gefühle bzw. Gedanken gesprochen, weil ich mich dafür schäme und es mir unangenehm ist. |-o Ich werde heute Abend mit meinem Mann einmal darüber reden. Ich hoffe, dass es etwas bringt.

    Naja, es ging mir darum, dass dein Post recht kurz ist und es schwer ist, herauszulesen, ob du ernsthafte Probleme hast (in der BEziehung, bei der Erziehung, materiell itd.), die es zu lösen gilt, oder ob es eine Art Verstimmung ist die vorübergeht.


    Ist ja auch etwas anderes, ob jemand z.b. psychisch schon mal krank war (Depressionen o.ä.) und sich hat behandeln lassen, oder ob so etwas zum ersten mal vorkommt...


    Überleg dir doch für das Gespräch mit deinem Mann, ob du dir von ihm etwas konkretes wünscht. Mit Männern, so meine Erfahrung, redet es sich ma besten konkret :D. Also z.B. Entlastung im Haushalt, oder dass er mal mit dir schön essen oder ins Kino geht, usw. Was könnte er tun, damit es dir etwas besser geht?

    Ich bin momentan in der 8.ssw schwanger und unsere Tochter ist gerade 14 Monate alt. Sie wird bei der Geburt 21 Monate alt sein. Es wird bestimmt nicht leicht, aber ich denke, wenn das Baby erstmal da ist, wird das alles schon :)^ und Männer sind eben nicht ganz so belastbar....

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    Bin in der 13. ssw und hab manchmal ähnliche Gedanken. Der große ist 3 und mitten im trotzalter.


    Dazu muss ich sagen dass das Kind ein absoluter wunsch war, mit kiwu Klinik und allem drum und dran.


    Dann gibt es Tage wo ich mich wahnsinnig auf das Kind freue und denke "schaffst du locker" und Tage wo alles schief geht (Partner mies drauf, Kind hat einen teotzanfall nach dem anderen, mir geht es gesundheitlich nicht so prall) und ich denke "Gott wie bekloppt bist du eigentlich?!!!"


    Ich denke die ambivalenten Gefühle sind vollkommen normal :-)


    Ich werde den kleinen Erdenbürger lieben - das tu ich jetzt schon - und irgendwie wird schon alles werden. Es kommen auch wieder gute Tage. Das halte ich mir immer vor Augen - und das solltest du auch :-)


    Grade die ersten Wochen waren schwer. Ich hing zwischen Klo und Couch, gleichzeitig brauchte mich mein Kind und mein mann wollte dass der Haushalt ordentlich war bzw ich Erledigungen machte weil er sehr viel Stress auf Arbeit hatte und erst spät heim kam.


    Das war mir in dem Moment alles zu viel, ich hab mich gefragt wie das alles werden soll etc.


    REDEN hilft zumindest einige Probleme aus der Welt zu schaffen - so hab ich Dinge wie zB Spülmaschine was meine Übelkeit anstachelte meinem Mann überlassen.


    Ich bin dann häufiger mal zur Oma damit das Kind bespasst wurde und ich mich zurück lehnen konnte etc.


    Vielleicht gibt es auch für deine Bedenken Lösungen?

    Zitat

    und Männer sind eben nicht ganz so belastbar....

    Stimmt. Heute Nacht wieder erlebt. Statt dem Großen bei der Hustenattacke zu bemuttern, schimpft er mit ihm %-| Dann bin ich selbst gegangen. Er meint es in dem Moment nicht so, aber es ist total unpassend. Ich denke das ist sein Ausdruck von akuter Überforderung, weil er in dem Moment einfach nicht weiß, was er machen soll. Er kann da irgendwie nicht intuitiv handeln. Wenn es aber um Erbrechen bei den Kindern geht, kann er verdammt schnell sein. Da steh ich immer etwas neben mir ;-D

    Du solltest versuchen, die Entscheidung nicht in Frage zu stellen. Sie ist gefallen, Du bist schwanger und das Baby wird zur Welt kommen. Du kannst nur versuchen, Dich so gut wie möglich damit zu arrangieren.


    Ein Gespräch mit Deinem Mann ist sicher der erste Schritt. Wobei Männer erfahrungsgemäß keine Klagen und kein "Gejammer" etc. hören wollen, sondern was genau man von ihnen will. ;-D Wenn Du also was siehst, wo er Dich unterstützen sollte, dann sag genau das.


    Der Abstand ist sicher nicht soo groß, bei meinen Kindern liegen knapp 3 Jahre dazwischen. Aber jeder Altersabstand hat Vor- und Nachteile. Du wirst es schaffen, auch wenn es sicher manches Mal hart wird (und das unabhängig davon, wie Dein Mann sich einbringt - es ist alleine und zu zweit manchmal hart).


    Aber die Entscheidung jetzt in Frage zu stellen bringt Dich leider keinen Schritt weiter. :)_ @:)

    So früh finde ich das jetzt nicht, aber das empfindet jeder anders.. ":/


    Mein Sohn ist 14 Monate alt und ich bin auch in der 18. Woche ;-) mein Sohn war ein Frühchen und ich stelle mich jetzt mal auch auf ein Frühchen ein, das heißt die zwei sind max. 19 Monate auseinander.


    Es war für uns beide ein absolutes Wunschkind, allerdings frag ich mich auch manchmal wie ich das alleine schaffe. Alleine deshalb weil mein Mann sehr, sehr viel arbeitet und da wir im Ausland (Japan) wohnen, hab ich absolut keine Familie hier die mich unterstützen kann. Seine Familie wohnt 2h mit dem Auto entfernt, ist also auch keine Option. Und Freunde in der Gegend, da sind nur zwei, die eine hat noch keine Kinder und arbeitet Vollzeit und die andere ist in der selben Situation wie ich, bekommt das Baby sogar drei Monate früher.


    Meinen Sohn hab ich noch NIE bei irgendwem gelassen/lassen können außer meinem Mann und das noch keine 4h am Stück :=o


    Aber hey, ich denke mir, ich habs bis hier her geschafft, da geht das auch noch. Und es war ja unsere Entscheidung, ich wollte beide Kinder schnell hintereinander haben um sie dann beide schnell aus dem Haus zu haben :-p dann geht das Windeln wechseln in einem, die Erziehung in einem, der ganze Käse eben. Ich könnte mir noch weniger vorstellen ein Kind zu haben das schon aus dem gröbsten raus ist und dann noch einen Nachzügler mit dem man sich wieder einschränken muss (am Abend aus dem Haus gehen, verreisen usw).


    Wie gesagt, ich hab auch Tage wo ich mir denke "Ohje, was hast du dir dabei gedacht?", aber es wird bestimmt. Muss es ja auch. Klar, ein Zuckerschlecken wird das die ersten Jahre wohl nicht, aber dann ists rum.


    Wenn es irgendetwas gibt, dass dir Sorgen bereitet (Finanzen, Platz, Hilfe usw), dann sprich am Besten so schnell wie möglich mit deinem Mann darüber. Solche Dinge können in Angriff genommen werden und je früher desto besser!


    Und wie die anderen schon sagen, die Hormone spielen da auch ordentlich rein. Wenn es dann mal da ist, wirst du es dir anders gar nicht mehr vorstellen können :)*

    Zitat

    allerdings frag ich mich auch manchmal wie ich das alleine schaffe. Alleine deshalb weil mein Mann sehr, sehr viel arbeitet und da wir im Ausland (Japan) wohnen, hab ich absolut keine Familie hier die mich unterstützen kann.

    Wieso nimmt sich dein Mann nicht die Zeit, dir zu helfen? Ich würde dem was erzählen! Sowas würde es bei mir nicht geben. Baby heißt für mich, jeder bringt sich zu 50% ein. Ich erwarte von meinem Mann, dass er auch 1,5 Jahre Elternzeit nimmt und wir beide weniger arbeiten. So ein Modell würde auch helfen, die Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt zu mildern.


    Denn: wenn auch Männer ausfallen und Teilzeit arbeiten, gibt es keinen Grund mehr, Frauen zu diskriminieren.


    Für mich ist ganz klar, dass ich vllt ein Jahr stille und danach sich mein Mann ums Kind kümmert, während ich wieder arbeiten gehe. Kommt das Kind in die Krippe, arbeiten wir beide 30 Stunden, um uns beide ums Kind und den Haushalt zu kümmern. Dann stellt sich nicht die Frage, wie man das alleine schaffen muss. Schließlich ist man nicht alleine Eltern, sondern immer zu zweit! :)_

    Zitat

    Ich erwarte von meinem Mann, dass er auch 1,5 Jahre Elternzeit nimmt und wir beide weniger arbeiten.

    Ich bin mir nicht so sicher, dass einem Mann in Japan 1,5 Jahre Elternzeit bewilligt werden. ":/

    Zumal es sich nicht jeder leisten kann.


    Mein Mann wird 4-8 Wochen Elternzeit direkt nach der Geburt nehmen falls ich wieder einen Kaiserschnitt brauche, damit unser großer in die Kita gehen kann und ich nicht Auto fahren muss in der Zeit wo es am meisten schmerzt.


    Mehr würde ich aber nie verlangen.

    Aber haben eure Männer denn gar kein Interesse, euch zu unterstützen bzw. auch Teil am Kleinkindalter zu sein?


    Ich muss in dem Sinne nichts "verlangen". Mein Mann bietet es mir freiwillig an, weil er Teil sein möchte. Er will keine Randfigur bleiben und aktiv mitwirken.


    Ich hab von den bükrokratischen Dingen keine Ahnung und weiß auch nicht, wie lange Elternzeit geht. Aber meines Wissens nach dürfen Männer bei der Bewilligung aufgrund ihres Geschlechts nicht diskriminiert werden. Deshalb: wenn die Dauer nicht stimmt - Asche über mein Haupt. Aber Männern muss genauso Elternzeit gewährt werden wie Frauen auch - ansonsten ist das Diskriminierung und dagegen kann man rechtlich vorgehen.


    Habe gerade gelesen, dass es max. 14 Monate sein können. Dann eben beide a 7 Monate! ;-D