Warum ist bei so vielen eine natürliche Geburt nicht möglich?

    Hallo Ihr Lieben *:)


    So bevor hier jemand böse auf mich wird, erkläre ich das gleich – mir persönlich ist es egal ob frauen einen geplanten Kaißerschnitt machen, oder sonstiges.


    Meine Frage meine ich anders – es geht darum, das ich 5 Frauen in meinem Freundeskreis habe die alle Babys bekommen, aber nicht eine davon bekommt es natürlich?!


    Als Beispiel nenne ich mal eine bestimmte – ist jetzt mit dem zweiten Kind schwanger 36 ssw momentan das Baby wiegt 3490 gramm und der kopfumfang beträgt momentan 34 cm – sie sagt mir "meine Frauenärztin sagt ich darf das Kind nicht normal zur Welt bringen, es passt nicht durch mein Becken, deswegen habe ich am bla bla bla (termin) einen Kaißerschnitt. (Erstes Kind war auch schon ein Kaißerschnitt – erst sagte sie sie will einen geplanten, dann erzählte sie danach dass sie es erst doch normal versuchen wollte aber das Kind nicht durchgepasst hatte und der Kopf schon total verformt war – hatte auch so an die 3500 gramm und 35 cm ku)


    Ich möchte sie nicht schlecht machen und ich will ihr nichts anhängen, es interessiert mich nur.


    Weil ich es logisch mit meiner ersten Geburt vergleiche, nehmen wir unsere figuren


    sie ist knapp 170 groß und wiegt an die 75-80 kilo, ist im becken relativ breit gebaut.


    ich bin 1,65 und wiege 45 kilogramm – ich bin sehr gerade, also kaum hüften kaum po kaum brust.


    ihr kind jetzt wiegt 3490, KU 34 cm und sie sagt sie kann nicht, das passt nicht


    mein kind hatte 4360 gramm, einen Ku von 35,5 cm und war noch dazu ein Sternengucker.


    Wo ich mich Frage, ich und tausend andere Muttis die noch weit schwerere Kinder zur Welt gebracht haben machen es natürlich – aber bei Ihr geht das nicht.


    Auch damals bei – ich weiß nicht ob Ihr euch noch erinnert, Jana Ina mit Ihrem Giovanni, wo die Kameras die beiden begleitet haben bis zur geburt -Kaißerschnitt da das kind zu groß für ihr becken war (die frau hat in meinen augen doch ausreichend becken? ":/ ) das kind hatte so an die 3800 gramm ...


    nochmal versteht mich nicht falsch, ich möchte mich nicht in den himmel loben weil ich ja so toll bin!


    ich möchte einfach nur wissen ob das wirklich möglich sein kann.


    Ich kenne eine Frau – meine Frauenärztin die hat natürlich ein 5200 gramm kind auf die welt gebracht! mir sind fast die augen rausgefallen ;-D ;-D


    Vor allem stellt sich mir da die Gewichtfrage – ich dachte immer 3000 – 3800 wäre so der durschnitt?!

  • 198 Antworten

    Eine megakurzantwort: Es geht ob ein Kind durchs Becken paßt um den INNENdurchmesser des Kleinen Beckens, nicht wie ausladend die Hüfte ist oder wie viel Fett man hat. Die "Enge" des Geburtskanals ist vollkommen unabhängig von der Figur und von außen nicht sichtbar. :)*

    Bei den meisten Frauen ist in meinen Augen eine natürliche Geburt durchaus möglich, viele von inen werden durch Ärzte aber "pathologisiert".


    So ist eine Beckenendlage zB eine normale Geburtslage beim Kind. Da sie aber schwieriger zu entwickeln ist und das nur noch wenig Ärzte können, macht man leiber einen Kaiserschnitt. DIeser ist zwar nach wie vor risikoreicher als eine BEL Geburt unter fachgerechter Anleitung-aber das sagt einem natürlich keiner.


    Außerdem werden die Kinder (bedingt durch die verbesserte Ernährung und laut meiner Hebamme womöglich auch durch unnötige Einnahme von "Schwangerschaftsvitaminen", wird jedenfalls unter Hebammen so diskutiert) immer schwerer und größer, was viele Ärzte natürlich auch vorsichtig macht.


    Inwiefern man ein 5 kg Kind problemlos entbinden kann-keine Ahnung. Aber das oft bei normal gebauten Frauen ein knappes 4kg Kind per Kaiserschnitt geholt wird halte ich für Geldmache.


    Womit wir beim nächsten Punkt sind: Kaiserschnitte sind lukrativer!


    Zum Vergleich: Eine Hausgeburt kostet ca 800 Euro-ein Kaiserschnitt so um das Zehnfache. Die normale Klinikentbindung liegt bei ein paar tausend Euro.

    Zitat

    Eine megakurzantwort: Es geht ob ein Kind durchs Becken paßt um den INNENdurchmesser des Kleinen Beckens, nicht wie ausladend die Hüfte ist oder wie viel Fett man hat. Die "Enge" des Geburtskanals ist vollkommen unabhängig von der Figur und von außen nicht sichtbar.

    genau das wollte ich wissen, das wäre meine nächste frage gewesen. Dann sind Sprüche wie "Geburtfreudiges Becken" wohl totaler schwachsinn.

    Meine Vermutung: Früher gab es eine Auslese. Wer nicht natürlich gebären konnte, starb. Es gab weder weitere Geburten dieser Frauen noch wurde der Körperbau vererbt.


    Seit Jahrzehnten werden unnatürliche Geburten durchgeführt mit Chance, dass sich ein enger Geburtskanal vererbt. Ausserdem werden wir und die ungeborenen Kinder über die Schlachttiere, die selbst Mast-Hilfsmittel bekommen mitgemästet.

    Zitat

    Dann sind Sprüche wie "Geburtfreudiges Becken" wohl totaler schwachsinn.

    Naja nicht ganz: Der Innendurchmesser kann ja schon "geburtsfreudig" sein, wenn groß genug. (Wobei ich es dennoch seltsam finde, warum in deinem Beispiel knapp 3500gr zu groß sein sollen-aber na gut, Ausnahmen gibt es immer wieder).

    Zitat

    Ich kenne eine Frau – meine Frauenärztin die hat natürlich ein 5200 gramm kind auf die welt gebracht! mir sind fast die augen rausgefallen


    Vor allem stellt sich mir da die Gewichtfrage – ich dachte immer 3000 – 3800 wäre so der durschnitt?!

    Hui, das ist ein Brummer ;-D


    Das Gewicht ist für den Moment wahrscheinlich auch normal, aber die rechnen ja immer hoch wieviel es zum Zeitpunkt der Geburt haben wird.


    Mein Kind sollte 41cm Kopfumfang haben....man was hatte ich ne Angst ;-) Es waren dann 37, auch nicht so wenig aber absolut ok.


    Ich denke auch nicht dass diese ganzen "Kind ist zu schwer, Kopf ist zu groß, Becken ist zu klein"- Kaiserschnitte unbedingt notwendig sind.


    Wenn die ganzen Frauen ihr Kind auf natürliche Weise wirklich nicht lebendig zur Welt bringen könnten, wäre die Menscheit wahrscheinlich schon ausgestorben.


    Den Kaiserschnitt gibts nämlich glaube ich noch nicht solange... :=o


    Ich glaube es ist eher so, dass die Ärzte einen Kaiserschnitt viel zu häufig "anbieten" und die Frauen sich dann denken "Besser direkt einen Kaiserschnitt, bevor es auf natürlichem Wege nicht klappt und eine Not-Op notwendig wird".


    Ausserdem hört man soviel von Kaiserschnitten...da kann man sich als Schwangere ja schon fast gar nicht mehr vorstellen dass es bei einem auch ohne funktionieren kann.


    Also in meinen Augen ist das meistens Schwachsinn...die Natur hat das schon alles im Griff. Das Becken dehnt sich, der Kopf des Babys kann sich unter der Geburt anpassen und der Rest flutscht auch so mit durch...egal ob nun 200 Gramm mehr oder weniger Fleisch dransitzen ;-)


    Wenns nun um andere Gründe geht, wie zB Nabelschnur um den Hals oder sowas würde ich aber wahrscheinlich auch nicht nein sagen.


    Ich sehe das so – KS werden viel öfter angeboten, manche wollen es ja shcon aus Prinzip ('Direkt ausgeschabt danach, keine Nachgeburt bla') und denken es wäre einfacher danach.


    Meine Beobachtung deckt sich nicht ganz. Ich habe auf der Geburststation viele Frauen mit Kaiserschnitt gesehen, für die war jede Bewegung eine Qual, jeder Gang zur Toilette ebenso, weil die Narbe und die Wunden so weh taten. DIe Frau die ihre Kind natürlich gebärte, ist im Vergleich dazu wie ein junger Hund rumgehupft – sie war von Anfang an viel mobiler. Mir persönlich wäre das auch lieber.


    Außer, ein KS ist indiziert, das versteht sich danna ber von selbst.

    Das natürlich nicht, Not-OP das ist eine ganz andere Geschichte, wenn es muss dann muss es, die sicherheit des Kindes und der Mutter sollte immer im Vordergrund stehen.


    Aber mir fällt auf das immer weniger Mamas ihre Kinder normal auf die Welt bringen möchten.


    Viele sagen schon mit dem Schwangerschaftstest in der Hand "das lass ich rausschneiden"


    In Amerika gibt es ja den Spruch "save your love channel".


    Ich muss ehrlich sagen, ich hatte schon damals vor der normalen Geburt gehörig respekt – aber vor einem Kaißerschnitt hätte ich Panik! Eine OP in der mir mein Bauch aufgeschnitten wird, macht mir mehr angst als ein Kind aus mir herrauszupressen!


    Trotz der ganzen schmerzen und meinem Mann der ständig beschimpft wurde von mir ]:D ]:D würde ich jederzeit es erst wieder spontan versuchen.

    Mir gehts auch so dass ich viel zuviel Angst davor hätte. Freiwillig gibts bei mir keinen Kaiserschnitt :-|


    Ja, viele sehen die Geburt einfach als notwendiges Übel und denken es ginge so schneller und schmerzfreier.


    Aber so ne Narbe wird auch nicht das Wahre sein.


    Schlimm finde ich auch Frauen die gar nicht erst versuchen zu stillen, nur weil sie Angst um ihre Brüste haben.


    Das ist auch so ne Sache bei der viel zu früh gesagt wird "Ich gebe Flasche".


    Alles was natürlich ist scheint irgendwie aus der Mode zu sein.

    ich find es lustig, ich kann sagen meine brüste sehen viel besser aus (ich habe 1 jahr gestillt) als die meiner bekannte die sich von anfang an dagegen entschieden haben. Zumal ich gehört habe das es nicht das stillen ist, das die brüste zerstört – sondern die vergrößerung während der schwangerschaft (ich habe auch alle schwangerschaftsstreifen an der brust in der schwangerschaft bekommen, nicht in der stillzeit).


    Ich finde es schade... wirklich schade, eine normale Geburt ist ein wahnsinns erlebniss!

    Also bei mir siehts schon schlimmer aus als vorher bzw ist weniger und hängt mehr. Aber spätestens in der nächsten Schwangerschaft bzw beim nächsten Milcheinschuss erledigt sich das wieder von selbst ;-)


    Ja, ich würde das Erlebnis auch nicht missen wollen. Ausserdem kommen die Babies soweit ich weiss nach einer natürlichen Geburt auch viel besser zurecht.


    In meinem Umfeld sind es größtenteils ältere, eher karriereorientierte Frauen. Vielleicht liegts auch daran dass sie alles geregelt und geplant haben wollen.


    Viele von denen sind auch sehr schnell wieder arbeiten gegangen...für die war das einfach nur "Ich krieg jetzt mal ein Kind weil ich schon 35 bin, es wird am xx.xx geholt und am xx.xx gehe ich wieder arbeiten..."


    Also so sind die Mütter mit freiwilligem KS die ich in meinem Umfeld habe.

    Zu der geschichtlichen Entwicklung: seit mind. 1.500 Jahren sind Kaiserschnitte belegt, es wird sogar angedacht ob dies schon früher praktiziert wurde.


    es gibt diverse Ureinwohner (die vom wissenschaftlichen Stand deutlich unter dem der Römer oder Juden vor 2.000 Jahren liegen) die ebenfalls Kaiserschnitte durchführen.


    Vor 500 Jahren ereignete sich der erste belegte Fall in dem die Mutter überlebte.


    Da die medizinische Versorgung/das medizinische Wissen in der Antike wesentlich umfangreicher war (Stichwort Hippokrates) und andererseits die "Bücher" der medizinischen Autoritäten ziemlich unvollständig überliefert sind, würde ich glatt mal davon ausgehen, dass man sowas mit überlebender Mutter schon vor + 2.000 Jahren konnte.

    Ok, dann doch schon etwas länger als ich dachte. Hatte da mal irgendetwas aufgeschnappt aber anscheinend nicht richtig behalten.


    Aber damals wurden sie wahrscheinlich nicht so leichtfertig gemacht, weil die Risiken viel größer waren als heute.

    Eine Operation ist immer ein Risiko, früher noch etwas mehr als heute.


    Die Risiken eines Kaiserschnitts kann man schlecht vergleichen: er war früher immer die zweite Wahl, nicht mehr wie heute eine potentielle erste Wahl.