rein rechtlich ist es übrigens so, dass es nicht verboten ist, sein kind selbst zu entbinden, es aber für den fall, dass es schief geht, strafbar ist.


    schon allein deswegen wäre eine hebamme anzuraten ;-)

    es gibt inzwischen soo viele ausschluss-kriterien für eine natürliche entbindung, das ich mich ernsthaft frage, ob wir in den letzten 30 jahren so komplett verkorkst sind oder ob die ärzteschaft immer bequemer wird.


    unser sohnemann kam mit 38,5 cm ku zur welt. da er schon seit wochen ganz tief am mumu lag, konnte vorher keiner mehr nachmessen. der bengel brauchte 4,5 stunden und das nur, weil ich einen geburtsstillstand hatte,nachdem die hebamme rumgepfuscht hat und mir wegen wehensturz wehenhemmer gegeben hat. die ungewünschte nebenwirkung wurde dann durch einen wehentropf behoben... :[] :[]


    nach der entbindung wurd emir dann von der nähenden ärztin erklärt, dass man mich eigentlich garnicht zur spontanen geburt hätte zulassen dürfen wegen des kopfumfanges vom baby.....ich meine schön wars nun nicht, aber es hat geklappt und ein kaiserschnitt wäre völlig sinnfrei gewesen.


    emma: na da will ich aber hinterher eine extra erwähnung der verdutzten sanitäter sehen, wenn sie spitzkriegen, dass sie vor ort ran müssen :)= :)=

    Das Problem ist, dass es hier definitiv keine Hebamme gibt, die Hausgeburten macht. Meine Hebamme hat es mal gemacht, kann es sich aber nicht mehr leisten. Offiziell geht es also auch mit ihr nicht. Natürlich würde ich sie anrufen, aber was, wenn sie gerade im Kurzurlaub ist oder ihr Handy nicht hört?


    Ich würde es wohl auch nicht planen und melde mich ganz regulär im Krankenhaus an. Aber man kann ja durchaus überlegen, was passieren würde, wenn ich es nicht mehr ins Krankenhaus schaffen würde... Ist ja schließlich 35 Minuten entfernt... Wenn ich hier zu lange warte oder es schneller geht als erwartet... :=o ;-)

    Zitat

    emma: na da will ich aber hinterher eine extra erwähnung der verdutzten sanitäter sehen, wenn sie spitzkriegen, dass sie vor ort ran müssen

    Am besten wäre es natürlich, wenn meine Freundin bei mir wäre und ihr Mann Dienst hätte... ??der arbeitet nämlich auch im Rettungsdienst?? ;-D

    Zitat

    es gibt inzwischen soo viele ausschluss-kriterien für eine natürliche entbindung

    Ist ja bei Hausgeburten und Geburtshäusern nichts anderes, wen nehmen die schon noch an? Da darf in der Schwangerschaft & mit dem Baby rein gar nichts sein. Klar bekommt man dann Angst – auch wenn das sehr natürlich sehr begründet ist.

    nur zur vervollständigung: mich hat die hausgeburt übrigens 400 euro gekostet irgendwie muß die hebamme ja an ihre wahnsinnigen versicherungssummen kommen.


    aber mit dem "gar nichts sein" - eigentlich ist bei fast allen, die ich kenne, gar nichts. ich denke, die pathologisierung von schwangerschaften ist auch immer sehr stark von der region und dem behandelnden arzt abhängig. für mich noch ein argument mehr für hebammen.

    Zitat

    nur zur vervollständigung: mich hat die hausgeburt übrigens 400 euro gekostet irgendwie muß die hebamme ja an ihre wahnsinnigen versicherungssummen kommen

    Hier wird es gar nicht mehr angeboten. Weder Beleg- noch Hausgeburten. Daher reichen auch keine 400 Euro, sondern ich könnte allenfalls einer Hebamme den Versicherungsbeitrag bezahlen und sie würde sich dann für einen Zeitraum von sechs Monaten versichern. Das sind aber weitaus mehr als 400 Euro :-(

    Zitat

    aber mit dem "gar nichts sein" – eigentlich ist bei fast allen, die ich kenne, gar nichts.

    Sehr kleines Kind, sehr großes Kind, HELLP, hoher Blutdruck, (insulinpflichtiger) Gestationsdiabetes uvm. Ich sag's dir aber ehrlich: Bescheuert ist das. Ich habe während der ganzen Geburt außer 2 Anästhesisten keinen Arzt gesehen obwohl ich "Multiple Risk Patientin" war – ich hätte genauso gut im Geburtshaus sein können, das nervt.

    Da genau das bei mir passiert ist, muss ich jetzt auch mal meinen Senf dazu geben. Vor 8 Monaten ist mein Sohn zur Welt gekommen, ich hatte mich sehr gefreut auf die Geburt und wollte unbedingt eine natürliche Geburt. Um 5 Uhr war ich im Krankenhaus mit regelmäßigen Wehen, um 13 Uhr wurde ich in den Kreisssaal verlegt und es sollte los gehen. Nach 5-6 Stunden Presswehen, waren meine Kräfte am Ende und es ging auch nichts vorran, es wurde ein Ultraschal gemacht und Blut vom Köpfchen genommen. Jetzt stand fest, der Kopf liegt falsch im Becken und mein Sohn bekommt zu wenig Sauerstoff. Endlich wurde ich erlöst, total entkräftet, zitternd kam ich in den OP, im OP hieß es dann zu meinem Mann, " Sie wissen schon wie das vor 100Jahren ausgegangen wäre, Kind und Mutter wären jetzt Tod"... :|N ... mein Sohn wurde endlich geholt, war blau angelaufen und musste beatmet werden. Ein Tag später wurde von meinem Becken ein CT gemacht und festgestellt das mein Sohn auf natürliche Weise nicht auf die Welt hätte kommen können, weil mein Becken zu eng ist. Kopfumfang waren 34cm. Die Geburt war für mein ein Trauma Erlebnis und ich wünsche niemanden so eine Geburt. Und hoffe den Menschen die immer Vorurteile haben, von wegen wieso klappt das bei so vielen nicht mit einer normalen Geburt, sollen so Qualen erst mal durch stehen..

    Cathy, das tut mir leid, was Dir passiert ist. :°_ Ich denke aber, es sagt hier niemand etwas gegen einen Kaiserschnitt, wenn eine natürliche Geburt nicht möglich ist! @:) Es ging ursprünglich in diesem Faden um Wunschkaiserschnitte, die ohne medizinische Indikation erfolgen.

    nein. es ging in diesem faden ursprünglich um die grenzfälle, denen suggeriert wird, dass es nicht möglich ist, natürlich zu entbinden. die rate von kaiserschnittgeburten ist heute definitiv höher als die rate von geburten mit tödlichem ausgang früher. genauso wie der prozentsatz angeblich nichtstillenkönnender frauen heutzutage so hoch ist, dass die menschheit eigentlich schon längst ausgestorben sein müßte.

    Der Vorwurf wurde nie den Frauen die entbinden gemacht sondern den Ärzten, die so tun als müsse man per KS entbinden.


    Es gibt Frauen, die nicht vaginal entbinden können. Es gibt Frauen, die nicht stillen können. Das spielt sich aber in einem recht niedrigen Prozentsatz ab.

    mein kopf (wobei ich nicht weiß wieviele cm der hatte, aber er war immer riesig und ist immernoch so groß dass mir keine frauenhüte passen) ist damals bei meiner geburt steckengeblieben... die herztöne wurden schwächer, die ärzte fingen auf einmal an zu rennen, und ich musste dann per saugglocke geholt wirden – irgendwie habe ich also wohl durchgepasst, aber knapp wars offensichtlich schon.


    persönlich würde ich, wenn keine medizinische notwendigkeit besteht mein kind übrigens auch lieber natürlich zur welt bringen.