Hallo, *:)


    ich habe Diabetes Typ I und mir wurde direkt zu Anfang der Schwangerschaft zu einem KS geraten. Diabetes=Riesenbabies,trotz sehr gut eingestellten Diabetes. Schwachsinn!


    Ich habe mich trotz aller Horrorgeschichten auf eine normale Geburt eingestellt und gefreut.


    Leider hatte es mein Zwerg dann in der 31.SSW sehr eilig. Nabelschnur 2x um den Hals und seine Herztöne rasten in den Keller: Notkaiserschnitt!


    Als mir der Arzt sagte,dass sie den Kleinen nun per KS holen müssten,fing ich direkt an zu weinen. Klar wegen der Angst um den Zwerg,aber ich wollte ihn soooo gerne auf natürliche Art und Weise auf die Welt bringen.


    Das Schlimmste für mich war,dass irgendwie Jeder und Alle meinen Sohn vor mir gesehen haben,weil ich so lange mit der Narkose zu tun hatte. :-(


    Und ich werde wohl niemals den Moment erleben können,wenn mir mein Kind direkt nach der Geburt,völlig verschmiert auf den Körper gelegt wird. x:)


    Ich konnte zwar direkt nach dem Aufstehen im Rollstuhl zu meinem Sohn (der bereits gewaschen und gestriegelt im Wärmebettchen auf der Frühchenstation lag) ; und am nächsten Tag auch bereits alleine laufen,aber ich musste wegen den Fäden und der Narbe noch eine Woche im KH bleiben.


    Sollte ich noch einmal das Glück haben und ein Kind erwarten, werde ich KEINESFALLS freiwillig einen KS haben wollen. :|N


    Dieser Moment direkt nach der Geburt, muss unglaublich sein....

    @ :)

    *:)


    Interessantes Thema! Schade, dass aber immer so schnell verallgemeinert wird und viele der Meinung zu sein scheinen, dass sich ihre eigenen Erfahrungen 1:1 auf andere übertragen lassen :-/


    Ich habe meine Tochter normal entbunden (3.900 g, KU 37 cm) und es war ein Alptraum. Es war eine eingeleitete Geburt, ich hatte keine Wehenpausen, dem Kind gings auch nicht gut, die Nabelschnur war um den Hals, für eine PDA hatte erst jemand Zeit, als es schon zu spät dafür war usw. Ich hab keine Sekunde geglaubt, dass ich das überlebe und über meine Tochter konnte ich mich erst gar nicht freuen, ich war so fertig, dass mir alles egal war. Danach konnte ich 6 Wochen lang nicht normal sitzen vor Schmerzen, die Nähte (Dammschnitt und innere Risse) haben sich zum Teil entzündet und mussten nochmal aufgetrennt werden. Ich fand alles einfach nur grauenvoll und deshalb ärgert es mich immer, wenn ich von anderen lese, die meinen, nur weil sie eine "schöne" Geburt hatten, muss das bei jedem anderen auch so sein. Ich glaub gerne, dass das ganz anders laufen kann als bei mir und ich freu mich für jeden bei dem es so war. Aber eine normale Geburt kann auch schrecklich sein und über solche Sätze wie "Wenn das Kind erstmal da ist, sind alle Schmerzen vergessen!" kann ich nur lachen – das ist nicht bei jedem so.


    Mein zweites Kind kam per Kaiserschnitt zur Welt. Ich wollte an sich wieder eine normale Geburt, weil ich der Meinung war (und bin!), dass das im Normalfall für das Kind die bessere Variante ist. 8 Tage nach dem ET kam ich dann zum Einleiten ins KH und dort wurde dann beim Ultraschall (dreimal) ein voraussichtliches Geburtsgewicht von knapp 4.900 g und ein KU von 38,5 cm errechnet. Ich hatte ein Aufklärungsgespräch über die erhöhten Geburtsrisiken, die ab einem zu erwartenden Gewicht von über 4.500 g bestehen und es wurde die Möglichkeit Kaiserschnitt angesprochen. Ich sollte mir darüber Gedanken machen, bevor die Einleitung begonnen würde. Mir wurde nicht zum Kaiserschnitt "geraten", sondern ausdrücklich gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es auf normalem Wege klappen würde größer sein, als dass es nicht klappen würde. Ich habe mich dann für den Kaiserschnitt entschieden, weil ich es für sehr wahrscheinlich gehalten habe, dass es andernfalls ohnehin auf einen Not-KS hinausgelaufen wäre. Es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Meinem Sohn ging und geht es wunderbar. Ich habe ihn zwar erst nur kurz gesehen, aber ich war völlig überwältigt und konnte mich richtig über ihn freuen. Er war dann gleich beim Papa zum Kuscheln und nach ca. 1 Stunde habe ich ihn bekommen. Ich hatte überhaupt keine Probleme mit der Narbe, alles ist wunderbar verheilt. Als ich einen halben Tag nach dem KS aufstehen sollte, hab ich gedacht, ich muss sterben, aber es ging. Ich habe nach dem KS keine Schmerzmittel mehr bekommen, konnte mich mit sehr viel Zusammenreißen nach einem Tag um meinen Sohn kümmern und am 4. Tag sind wir nach Hause. Ich hatte noch eine gute Woche lang Schmerzen, die aber ohne Schmerzmittel auszuhalten waren.


    Im Vergleich zur normalen Geburt meiner Tochter war der Kaiserschnitt wie Wellnessurlaub ;-)


    Würde ich ein drittes Kind bekommen, würde ich es trotzdem auf normalem Wege versuchen wollen.


    Langer Rede kurzer Sinn: jede Geburt ist anders und jeder Kaiserschnitt kann anders sein. Dass hier zum Teil so pauschal geurteilt wird, finde ich völlig fehl am Platz.


    Grüße

    @ Chrissy:

    Du darfst aber eine eingeleitete Geburt, vor allem wenn ein Wehentropf noch mit ins Spiel kommt, nicht mit einer Geburt unter natürlicher Wehenlage vergleichen.


    Eingeleitete Wehen sind um ein Vielfaches stärker, weshalb zB in französischen KH die PDA schnellstmöglichst dazu dosiert wird-wieso man hier in Deutschland meist Stunden wartet, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Der Körper kann mit der Heftigkeit der "künstlichen" Wehen nicht wirklich klar kommen, da diese, wie du schon schriebst, ohne Pause und extrem heftig kommen. Ich kenne viele Frauen, die auf diese Art in Deutschland eine traumatische Geburt erlebten.


    Leider ziehen viele von ihnen, in meinen Augen, den falschen Schluß daraus, nämlich: Beim nächsten Mal lieber ein Kaiserschnitt, ich schaffe das nicht auf natürlichem Wege! Dabei hatte das mit natürlicher Geburt nichts zu tun.


    In meinen Augen wäre es nach so einer Geburt der notwendig, sich beim nächsten Kind erst mal an ein Geburtshaus zu wenden. Wenn eine Entbindung dort dann nicht möglich ist, kann immer noch der Kaiserschnitt her.


    Durch andere Foren (und auch persönlich) kenne ich jetzt auch mehrere Frauen, die diesen Weg gegangen sind. Gerade hat eine gute Freundin von mir auf mein Anraten im Geburtshaus entbunden, ihre erste Geburt verlief wie deine. Und während sie beim ersten Kind noch sagte, niemals wieder ein Kind zu wollen (und an diesem Entschluss auch viele Jahre festhielt, wirklich aus Panik vor der Geburt), war sie nach der Geburtshausgeburt entspannt und wollte gleich nochmal.

    Ich überlege gerade hier bringen viele das Argument "das KH bekommt mehr geld"... ok klar, nach DRG und Fallpauschale gibts natürlich mehr geld für nen KS.... dafür ist das Bett ja auch doppelt so lang belegt und die Mutter brauch meist deutlich mehr Pflege...


    seitdem so abgerechnet wird, kann ich mir kaum vorstellen, dass es effektiv nutzbringender ist... weil mehr Aufwand und längere Verweildauer und dafür mehr Geld. Dürfte eigentlich auf nahe zu das Gleiche rauskommen.

    Moni hat schon vieles vorweggenommen, ich würde mich da gern anschließen. Ich hatte auch eine engeleitete Geburt und die Schmerzen waren schlimm. Die Fruchtblase platzte und die Wehen gingen mit ein bis zwei Minuten Abstand los - mir war unbegreiflich, wie manche Frauen dann noch Treppen laufen, Kaffee trinken, seelenruhig ihre Sachen packen oder duschen gehen. Es hat mit förmlich von den Füßen gerissen und ich war zu nichts mehr in der Lage. Zu dem Zeitpunkt wusste ich auch nicht, dass sich eingeleitete Wehen offenbar ganz anders anfühlen - das alles besprach ich erst mit der Nachsorgehebamme.


    Wie dem auch sei. Auch ich bekam die PDA viel zu spät. So spät, dass sie falsch gelegt wurde und außerdem keine fünf Minuten später die Presswehen begannen. Ich kann froh sein, dass ich trotzdem weitestgehend unversehrt geblieben bin, mir die Saugglocke oder ein Notkaiserschnitt erspart geblieben sind und dann mein Sohn zügig auf der Welt war.


    Für mein nächstes Baby wünsche ich mir eine unkompliziertere Geburt. Wenn wieder einer Einleitung im Raum stünde, würde ich mich wohl weigern und tatsächlich einen Kaiserschnitt vorziehen. Oder eine frühzeitige PDA verlangen.


    Ich hoffe aber, dass mir die Komplikationen der ersten Schwangerschaft erspart bleiben und es ganz normal losgeht. Das wäre wirklich ein großer Wunsch von mir. :-)

    Hallo *mich auch mit einbring*


    Meinen ersten Sohn hab ich normal spontan zur Welt gebracht. Im Verlauf der letzten Jahre hatte ich 3 Fehlgeburten und eine Totgeburt (26. Woche) aufgrund einer Krankheit (APS), die mich quasi dazu zwingt in der SS Heparin zu spritzen. Der Rheumatologe hat mir einen "Schwangerschaftsfahrplan" erstellt gehabt, dass die Schwangerschaft in der 36. Woche per Kaiserschnitt beendet werden muss, da das Risiko zu gross wird (Blutungen etc. ) . Die Oberärztin auf der Entbindungsstation dagegen vertritt die Meinung, dass eine natürliche Geburt (die eingeleitet und überwacht wird), grundsätzlich viel mehr Vorteile hat, diese Ansicht hab ich auch grundsätzlich geteilt.


    Im Endeffekt ist die Geburt bei mir auf normalen Weg (Blasensprung ) losgegangen, die Wehen wurden auch sofort eiingeleitet, und leider wurde letztendlich doch ein KS gemacht, da sich die Plazenta abzulösen begann (sprich Not-KS).


    Und was wäre bei einer weiteren SS? Ich würde es wieder probieren, mein Kind auf normale Weise zur Welt zu bringen, mit erhöhten Vorsichtsmassnahmen (pda bereits während den Wehen für alle Fälle, viel häufigere Vorsorge als das in dieser SS der Fall war), und ich kann mir vorstellen, dass mir davon wahrscheinlich abgeraten werden würde . (ich weiss, ich beschreib ja jetzt sowieso eine Indikation für KS), ohne richtige Indikation ist für mich ein KS ziemlich fragwürdig. (ich weiss, dass "meine" Ärztin auch BEL auf normalen Weg entbindet, auch ein vorangegangener KS ist erstmal keine Indikation- was ja viele so vorraussetzen.)

    Hallo!


    Ich lese hier schon eine Weile mit. Es ist doch gut wenn eine Frau sich entscheiden kann wie sie ihr Kind bekommen möchte.


    Selbst habe ich drei Kinder bekommen.


    1. Geburt hat sehr lange gedauert (35 Std.) und da bekam ich in den letzten 5 Std. eine PDA, die hat mir sehr geholfen Kraft zu tanken. Eine Geburt ist anstrengend. Mein Sohn hatte sich auch noch die Narbelschnur um den Hals gezogen und kam blau zur Welt.


    War aber alles soweit in Ordnung, 3440 gr u. 36,5 KU.


    2. Geburt wurde eingeleitet da mir gesagt wurde mein Kind wäre unterversorgt (was Quatsch war ,das wurde im Nachhinein festgestellt), eigentlich wurde mir ein Kaiserschnitt eingeredet da mein Kind untergewichtig wäre. Von der Einleitung bis zur Geburt dauerte es drei Stunden. Es war so heftig das sie mir Wehenhemmer geben mußten, eine PDA sollte ich bekommen aber mein Sohn war schneller.


    Alles in allem war die Geburt für mich die Beste. Mein Sohn war 3500g schwer KU 35cm.


    3.Geburt ging recht schnell ca. 3 Std und spontan. Leider meinte die Hebamme wir bräuchten keinen Dammschnitt, böser Fehler, die Natur hat sich dan selber eine sehr unschönen weg gesucht ]:D .


    Tochter war ca.3300g schwer und KU 36 cm.


    Das gute war das ich nach jeder Geburt schnell wieder fit war.


    Allerdings finde ich das Ärzte einen schnell zum Kaiserschnitt überreden möchten, war zumindest bei meinen ersten zwei Söhnen so. Ich bin am Herz operiert und das sahen die als begründung, mein Kardiologe meinte das einer spontanen Geburt nichts im wege steht.


    Ich finde allerdings das jede Frau für sich entscheiden sollte und da keiner ihr reinreden sollte.


    Man bekommt keine Madaille weil man sein Kind natürlich zur Welt bringt und ebenso sehe ich das mit dem Stillen, es ist gut, wenns klappt toll und wenn nicht auch gut.


    Und ja ich habe gestillt, aber jeweils "nur" 4 Monate, beim ersten Kind war einfach "ebbe", beim zweiten mußte ich aughören weil ich ins KH mußte und beim dritten Kind hatte ich nach 4 Monaten keinen Nerv mehr....

    Meine Schwägerin mußte bei ihren zwei Kindern einen Kaiserschnitt machen, da es auf natürlichen wege nicht ging. Sie hätte lieber spontan entbunden.


    Eine Freundin von mir bekam Kaiserschnitt weil ihr dazu geraten wurde und bei ihr hat sich die Narbe doll entzündet :-/ .


    Eine Geburt zieht immer bestimmte Risiken mit ein.


    Meine Mutter wurde zuhause geboren und mein Opa hat geholfen da der Arzt zu spät kam.

    Zitat

    3.Geburt ging recht schnell ca. 3 Std und spontan. Leider meinte die Hebamme wir bräuchten keinen Dammschnitt, böser Fehler, die Natur hat sich dan selber eine sehr unschönen weg gesucht ]:D .

    Im allgemeinen verheilt ein Dammriss aber weitaus unkomplizierter als ein Dammschnitt. Aus dem Grund schneiden informierte Ärzte und Hebammen auch nicht mehr. Selbst der Kaiser"schnitt" wird mittlerweile vor allem gerissen (siehe Kaiserschnitt nach Misgav-Ladach Methode


    Und auch ein Dammschnitt kann weiter reissen (bei dir ging der Riss ja dann wahrscheinlich weit)-davor ist man leider nie gefeit

    MoniM


    Das mag sein, aber die Ärztin mußte bei mir ziemlich viel nähnen :=o .


    Und bei den vorigen Geburten war es nicht so schlimm.


    Ich empfand dies "natürlich" reissen bis zu Anus als sehr unangenehm ]:D ...

    also ich kann von meiner Schwägerin auch sagen.


    1. Kind mit KS weil angeblich unterversorgt in der 36SSW geholt, aber dann doch ganz ok nur eben zierlich...


    2. Kind als Brummer normal entbunden und 3. Kind nach langer Zeit geburtsstillstand wo dann rauskam, dass die Nebelschnur so kurz war, dass die Kleine einfach stecken bleiben musste (ist wohl ein Phänomen das es nicht oft gibt und auf dem US hats keiner so gesehen), also quasi Not KS.


    Sie sagt KS 1. war schlimm, darum musste Kind 2 unbedingt natürlich raus, und bei Kind 3 war der KS dann überhaupt kein Thema obwohl Notfallmäßig....

    war schon bei mehreren Sektien im Kreißsaal bzw OP.... ja die reißen wirklich, ist gewebeschonender als zu schneiden und heilt schneller.. kann man sich kaum vorstellen, aber ist echt so.


    Trotzdem wirkt das so brutal, dass ich bei meinem ersten KS gesagt hab "du lachst nie wieder über ne Frau die nach der OP leidend jammert". Sonst ist man ja schon mal dabei zu sagen "stellen sie sich nicht soooo an" ;-) oder sagen wir, es wenigstens zu denken, natürlich sagt man es so nicht.

    Ich kenn das, da bei mir alles so schnell und unkompliziert verlaufen ist, neige ich auch dazu alles nicht so schwer zu nehmen. Es ist natürlich einfach wenn bei einem selbst alles super war, ich will allerdings gar nicht wissen, wie ich reagieren würde, wenn ich stundenlange Wehen ertragen müsste, die Wehen eingeleitet hätten werden müssen oder mir alles aufgerissen wäre... ich bin in solchen Sachen ein ganz schönes Weichei...daher bin ich dankbar, dass es mir so leicht gemacht wurde!