Wie ist das nun mit den Ultraschalluntersuchungen in der SS????

    Hallo!


    Ich habe gerade gelesen, dass ab kommenden Jahr nur noch die 3 großen Ultraschalluntersuchungen erlaubt sein sollen - keine weiteren.


    Ich bin ja ein Gegner von reinem "Baby-TV" und finde es auch nicht so super, wenn werdende Eltern Bilder in 3D oder 4D ihrer Babys anfertigen lassen um sie rumzuzeigen, aber 3 Ultraschallutnersuchungen finde ich nun doch etwas arg wenig... Ich hatte vergangenen Freitag meinen ersten Arzttermin (5+2) und es wurde ein Ultraschall gemacht, da der Arzt eine Eileiter-SS ausschließen wollte. Man hat lediglich eine kleine leere Fruchthöhle gesehen (was zeitlich gesehen aber auch voll okay ist wie er mir versicherte). Bei 7+5 habe ich nun den nächsten Termin und da möchte er wieder einen Ultraschall machen um zu sehen, ob ein Embryo mit Herzschlag bereits vorhanden ist.

    Heißt das dann, dass ich 2 der 3 "erlaubten" Ultraschalluntersuchungen bereits habe machen lassen???


    Es geht mir nicht darum mein Baby ständig zu sehen oder zu beobachten, sondern mehr darum, dass es mir Sicherheit gibt dass alles okay ist. Gerade jetzt wo das Kind alles entwickelt und nicht "nur" wächst und zunimmt. Und wie soll der Arzt feststellen, dass alles in Ordnung ist, wenn er keinen Ultraschall mehr machen darf? Wie will er denn dann eigentlich untersuchen? Durch Rumdrücken auf dem Bauch oder wie?


    Ist halt mein erstes Kind und ich bin ehrlich gesagt sehr, sehr unsicher was das alles angeht und absoluter Neuling auf dem ganzen SS-Gebiet ;-) Könntet ihr mich vielleicht bitte aufklären? @:)

  • 42 Antworten

    Nein, du hast die 3 nicht verbraucht. Die 3 sind um die 12. Ssw, um die 20.ssw und um die 30.ssw. Immer, egal wieviele du vorher hattest.

    Wenn der Arzt eine Indikation sieht, darf er immer einen machen, auch 3D wenn nötig. Nur die "Pakete" und "Familienbilder" und so werden verboten.


    Natürlich gibt es aber auch Untersuchungen ohne Ultraschall.

    Die US-Untersuchungen zum Feststellen der Schwangerschaft gehören nicht zu den drei Screenings, die vorgesehen sind.

    Also wenn alles planmäßig verläuft, wirst du auf fünf US kommen.


    Ich vermute aber, dass nach wie vor deutlich häufiger Ultraschall gemacht wird. Lage der Plazenta bzw. des Babys, wenn nicht beim 3. Screening alles an der "richtigen" Stelle ist. Bei Schwangeren mit Schwangerschaftsdiabetes vermutlich auch engmaschig wie groß/schwer das Kind ist.

    Was mich wirklich freut ist, dass diese vielen CTG-Untersuchungen wegfallen. Mich nerven sie schon seit der 26. Woche damit und ich sehe keinerlei Sinn dabei. So lange es keine Auffälligkeiten gibt, gibt es einfach keinen nachgewiesenen medizinischen Mehrwert.


    Zitat

    Wie will er denn dann eigentlich untersuchen?

    Blutdruck, Urin, Abstrich, Tasten und Wiegen.

    Ich weiss gar nicht was an Baby-TV so schlimm sein soll. Für manche Patientinnen,vor allem nach langer KiWu-Phase, wiederholtem Abort oder mit Erfahrung eines Versterbens nach SSW 25 im Mutterleib kann dies helfen die Schwangerschaft gut zu überstehen. Ich arbeite im privaten Bereich und da sind schon 5 Ultraschalle allein für die regulären Kontrollen, dann ca. zwei in der Frühgrav um sicher zu gehen dass die Schwangerschaft keine Missed AB ist. Dazu kommt noch das Organscreening und dann noch Schall nach Wunsch.


    Keine Ahnung warum man das so negativ betrachten muss. Jeder soll seine Schwangerschaft für sich angenehm gestalten. Und nein, bevor man nicht eine Stunde mit dem Doppler volle Lotte auf das Kind hält, ist auch keine Auswirkung spürbar. Und jede Schwangerschaft verläuft anders. Du sagst jetzt du willst nicht bei jeder Kontrolle schallen, aber das kann sich auch noch ändern.

    Es gibt halt einfach keinen medizinischen Mehrwert durch die Untersuchungen.

    Du kannst 5 Min. nach einem unauffälligen Ultraschall aus der Praxis gehen und das Herz des Kindes hört auf zu schlagen.

    Zitat

    Für manche Patientinnen,vor allem nach langer KiWu-Phase, wiederholtem Abort oder mit Erfahrung eines Versterbens nach SSW 25 im Mutterleib kann dies helfen die Schwangerschaft gut zu überstehen.

    Ich hab teilweise ähnliches hinter mir und mir persönlich hilft gegen die Angst kein einziger Ultraschall. Eben weil er mich nicht vor einer weiteren schlechten Erfahrung bewahren kann.

    Gutes Körpergefühl durch Meditation und Yoga, eine kompetente und sympathische Hebamme, gezieltes Suchen nach Informationen über körperliche Abläufe und Statistik bringen da viel mehr als ein kurzer Ultraschall.


    Meines Wissens ist bis heute nicht geklärt, ob Ultraschall die Ungeborenen nicht doch stört.

    CTG stört nach meiner Erfahrung sehr wohl - so wie das Kind da bei mir zappelt und sich ständig wegdreht kann es nicht angenehm sein.

    Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass man alle 4 Wochen zum Arzt geht und da dann auch ein Ultraschall gemacht wird. Kann mir einfach nicht vorstellen was der Arzt sonst machen soll: Ein Abstrich wird ja nicht jedes mal gemacht und Blutdruck messen, Wiegen, Blut abnehmen, Eisenwerte bestimmen, Zuckertest usw. machen die Arzthelferinnen (weiß ich von einer Freundin, die beim gleichen Arzt ist!).


    Der Ultraschall selber ist ja sehr kurz und das verstehe ich nicht unter "Baby-TV", sondern mehr als "Nachschauen ob mit dem Baby alles in Ordnung ist und es gut versorgt wird". Wenn man jedoch nur einen Ultraschall macht weil man dem Baby zuschauen möchte, dann finde ich das total überflüssig...

    Du musst auch nicht alle 4 Wochen zum Arzt - ich lass z.B. die Hälfte der Vorsorge bei der Hebamme machen. Hilft mir wie gesagt persönlich mehr.

    Also beim ersten Ultraschall konnte der Arzt nur eine kleine, leere Fruchthöhle sehen, aber dennoch hat es mich enorm beruhigt, dass zumindest schon etwas "da" ist und seiner Meinung nach alles zum jetzigen Zeitpunkt okay zu sein scheint. Ich glaube da ist jeder Mensch anders und nicht jeder kann mit Yoga und Meditation viel anfangen.

    Und zum Thema Statistik: wenn ich mir die Statistik zu Fehlgeburten in der Früh-SS anschauen, dann wird mir Angst und Bange. Sowas ist total kontraproduktiv und verunsichert und verängstigt mehr, als dass es hilft.

    LilaLina schrieb:

    Du musst auch nicht alle 4 Wochen zum Arzt - ich lass z.B. die Hälfte der Vorsorge bei der Hebamme machen. Hilft mir wie gesagt persönlich mehr.

    Ich bin seit heute in der 7. SSW und suche seit 2 Wochen schon eine Hebamme. Bisher habe ich nur Absagen erhalten. Keine Ahnung wann Frauen sich eine Hebamme suchen sollen - vor der Zeugung des Kindes? 8-(


    Ich habe mich nun entschieden die Vorosrge beim Arzt machen zu lassen und suche jetzt nur noch für die Nachsorge eine Hebamme. Und wenn ich keine finde...tja, dann muss es wohl auch ohne gehen! Irgendwie...

    Das Verbot kommt daher, so hab ich das gelesen, dass man eben nicht weiß, ob es nicht Auswirkungen auf das Kind hat.


    Ich hatte aber auch keinen einzigen Termin ohne US, war bzw ist aber medizinisch auch notwendig. Wäre es das nicht gewesen, wäre ich wohl zu den normalen Vorsorgen eher zu einer Hebamme gegangen.


    Mir haben die vielen US aber auch keine Sicherheit gegeben, momentan stört mich das sogar.. und das scheiss ctg erst. 😂 Und das stört meinen Buben im Bauch derzeit auch extrem.


    Bei der Vorsorge, auch ohne US, wirst du aber zB auch mit dem Arzt oder der Hebamme über schwangerschaftsprobleme reden können. Es zwickt und zwackt ja ständig irgendwas 😂😅.

    Ja und das ist deine Erfahrung. Anderen gehts anders. Ich würde mir mehr Verständnis und Akzeptanz für Schwangere wünschen. Vor allem der Druck den andere Schwangere ausüben find ich mies.

    Da hat von der deppaten Cranio-Sacral bis zur Nachbarin eine in Stein gemeiselte Meinung. Ich seh die ganze Bandbreite an Untersuchungshäufigkeit bei mir und jede einzelne muss den Weg für sich finden. Es hilft nix wer sonst schwanger ist, die eigene Schwangerschaft ist davon nicht berührt.

    Selbes gilt auch für Geburtsmodi. Wer den Schnitt will, soll ihn machen, wer den Ultraschall will soll ihn bekommen und wer die 3D-Bilder liebt darf die haben.

    Zitat

    Selbes gilt auch für Geburtsmodi. Wer den Schnitt will, soll ihn machen, wer den Ultraschall will soll ihn bekommen und wer die 3D-Bilder liebt darf die haben.

    Sind die weiteren Ultraschalluntersuchungen denn VERBOTEN oder werden sie einfach von den Kassen nicht mehr bezahlt?

    Du musst nicht alle 4 oder später 2 Wochen zum Arzt, falls du das nicht wollen solltest. In Deutschland sind die Untersuchungen nicht Pflicht - und du könntest sie nach Belieben auch zwischen Arzt und Hebamme aufteilen oder ganz bei der Hebamme durchführen lassen.


    In Österreich sind 5 Mutter-Kind-Pass Untersuchungen beim Arzt verpflichtend, dazu werden 3 Ultraschalls (+ Feststellung der Schwangerschaft) von der Kasse bezahlt. Bei vorliegenden Indikationen natürlich auch mehr.


    Mir persönlich erschließt sich der Mehrwert von Ultraschall ohne Indikation auch nicht. Gerade in der Frühschwangerschaft kann man leider erstaunlich wenig beeinflussen, ob alles gut geht und entweder hält die Schwangerschaft - oder eben nicht. Und wenn die Frühschwangerschaft nicht (mehr) intakt ist, bekommt man das früher oder später eh mit.

    Später spüren die meisten Schwangeren Bewegungen vom Kind. Mir persönlich reicht das, um das Gefühl zu haben, dass beim Nachwuchs alles okej ist.


    Die WHO empfiehlt, glaube ich, während der Schwangerschaft 1 Ultraschall etwa mittig in der Schwangerschaft. Eben um festzustellen wie viele Kinder es sind und ob eine Placenta Praevia oder andere Indikationen vorliegen, die weiterer Untersuchungen bedürfen.


    In Schweden gibt es meines Wissens nur diesen einen Routine-Ultraschall in der 17. bis 20. Woche. Und mehr ausschließlich bei Bedarf. Mütter- und Neugeborenensterblichkeit sind in Schweden, wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe, sogar niedriger als in Deutschland oder Österreich.

    Ansiga9999 schrieb:
    Zitat

    Selbes gilt auch für Geburtsmodi. Wer den Schnitt will, soll ihn machen, wer den Ultraschall will soll ihn bekommen und wer die 3D-Bilder liebt darf die haben.

    Sind die weiteren Ultraschalluntersuchungen denn VERBOTEN oder werden sie einfach von den Kassen nicht mehr bezahlt?

    In Österreich kannst du schallen wie du lustig bist. Für DE weiss ich es nicht.


    Worum es mir geht, ist das gegenseitige Gehacke auf Frauen, die ihre Schwangerschaft anders begehen als man selbst. Vorwürfe, Panikmache, alles was nicht ist wie ich es mach ist unnütz.

    Ich wünsche mir mehr Solidarität unter Schwangeren:)* Ja, ein Schall ändert wenig, aber im Zentrum sollte stehen was für die werdende Mutter angenehm ist. Manche sind anfangs zweimal die Woche da, andere sieht man fünfmal in neun Monaten. Beides ist in Ordnung und keine davon die bessere Mutter.