Windei - wie geht es weiter?

    Ich weiß, es gibt ungezählte Forenbeiträge und Internetartikel, und ich könnte mich die nächsten Stunden totgooglen (hatte damit schon angefangen)... Vielleicht kann mir aber doch jemand die Recherchearbeit verkürzen bzw konkrete Fragen beantworten? Mein Kopf schwimmt eh schon so... Es ist etwas länger geworden, und zartbesaitete Frühschwangere möchten es bitte nicht lesen.

    Also. Ich war heut beim Frauenarzt, bei theoretisch 9+6, früher hab ich keinen Termin bekommen (bzw hatte ich vorletzten Montag, da konnt ich Bahnstreikbedingt nicht rechtzeitig hin und irgendwo dazwischenschieben konnten sie mich auch nicht). Bis dato hat sich auch alles normal angefühlt mit zunehmender Übelkeit, unendlicher Müdigkeit usw (Ich hatte letztes Jahr bzw letzten Zyklus schon zwei Fehlgeburten, 7. bzw 5. Woche, da hab ich recht rasch gemerkt daß was nicht stimmt, ich habe bereits drei Kinder und weiß daher, wie sich eine "normale" Schwangerschaft bei mir anfühlt), und hab versucht trotz der vorangegangen Fehlversuche vorsichtig optimistisch zu sein, wenn ich nun schonmal bis zur 10. Woche gekommen bin. Janun, und dann war da beim Ultraschall zwar eine zeitgerecht große Fruchthöhle zu sehn, aber nix drin. Mit etwas "nachgraben" konnte man noch Spuren von etwas sehn, was sie als Dottersack bezeichnet hat. Sie hat wirklich gründlich geschallt und nach Eckenhockern gekuckt (eine sehr hübsche Zyste am Eierstock hab ich auch noch...), aber es war einfach nur schwarz. Ich soll nächste Woche zur nochmal zur Kontrolle, aber da wird es genauso schwarz sein, und nein, mein Eisprung hat sich leider nicht nach hinten verschoben, ich mache seit über 10 Jahren NFP, war diesen Zyklus mit Messen sehr sorgfältig und kann meinen Eisprung einwandfrei festlegen.
    Die Frauenärztin war sehr kühl (ich war bisher bei ihrem Vorgänger, in anderen Praxen hätt ich vor Februar keinen Termin bekommen), und außer "Schade" und "mit steigendem Alter steigt eben auch die Fehlgeburtsrate" (ich bin 39) hat sie nichts gesagt, und ich war mit dieser jetzt doch nicht (mehr) erwarteten Info auch so überrumpelt, daß mir die ganzen Fragen nicht eingefallen sind und ich nur noch "heil" aus der Praxis wollte.

    Ich mein, ich weiß aus eigener Erfahrung daß man im Schall was übersehn kann

    aber davon gehe ich jetzt trotzdem mal realistisch denkend nicht aus, und möchte deshalb wissen, was mich jetzt erwartet.

    Als erstes: Es ist vermutlich möglich(?), daß der Abgang bis nächste Woche von selbst einsetzt. Gibt es irgendwelche Vorwarnungen? Wird das Fruchtwasser erst resorbiert bevor die Blutung einsetzt, oder platzt die Fruchtblase (mir sah das im Schall so groß aus (täuscht vielleicht?))? Ist zwar sicher nicht mehr als in eine Binde paßt, aber jetzt tagewochenlang zur Vorsicht eine tragen fänd ich auch doof. Was ist mit Eihäuten und Co? Sieht man die oder fallen die im Blutschleimgeschlodder nicht auf?

    Als zweites: Wenn beim nächsten Termin nach wie vor alles schwarz ist, kann ich vermutlich wählen zwischen Ausschaben und abwarten. Ich bin immoment noch etwas unentschlossen, eigentlich rollen sich mir schon beim Wort "Ausschabung" die Nackenhaare und ich würd sowas gern um fast jeden Preis vermeiden. Eine Blasenmole hätte man mittlerweile ja wohl erkannt? Andererseits war die Blutung die letzten beiden Male schon SEHR stark und unschön und das abzukürzen durchaus verlockend, zumal ich glaub ich langsam keinen Nerv mehr habe, irgendwas abzuwarten. Dazu folgende Fragen: Wird/kann das in der Praxis gemacht werden, oder eher in der Klinik? Was muß ich tun wenn Klinik? Ist man dann sowas wie ein "Notfall" und kriegt halbwegs zügig einen Termin oder muß ich da auch wieder wochenlang warten? Kann ich wählen ob ambulant? Kann ich wählen ob abgesaugt (was mir vom Kopf her lieber wäre) oder richtig geschabt wird? Es ist immer mit Vollnarkose oder? und ganz abgefahren: Kann dabei vielleicht die Schleimhaut gleich mit verödet werden? Ich hab seit ewig Hypermenorrhoe, seit dem letzten Kind zwar etwas weniger, aber von normal noch weit entfernt, und liebäugle deshalb schon ebenso ewig mit einer Endemetriumsablation. Da die Familienplanung mit dem dritten Fehlversuch nun endgültig abschlossen ist, könnt ich das ja nun endlich machen lassen. Am liebsten würd ich mich ja gleich noch sterilisieren lassen, aber das geht wohl nicht in einem Aufwasch ;-D

    So, ich glaub das wars erstmal, ggf schieb ich noch weitere Fragen nach. Danke allen die bis hierher gelesen haben, und für Antworten sowieso!@:)

  • 16 Antworten

    :°_Du weißt wie sehr ich mit dir leide. Es tut mir sehr leid:)-

    Das einzige was ich glaube beantworten zu können ist die Frage bzgl der Blasenmole. die stand bei mir zu Beginn meiner Schwangerschaft im Raum, wegen eines zu hohen hoch Wertes. Muss round about 7. Woche gewesen sein und ich musste deshalb zum außerordentlichen Schall in die Klinik. Die sagten mir damals, dass man das in der Woche ziemlich eindeutig sehen bzw. ausschließen kann.


    Vermutlich weißt du es, aber: auch Fehlgeburten können von Hebammen betreut werden.

    würde ich ja jeder Frau raten, eine Fehlgeburt welcher Art auch immer von einer Hebamme „betreuen“ zu lassen. Mir hat es sehr geholfen. Hast du ggf. noch Kontakt zu einer, von deinen drei Kindern? Mir konnte sie all solche Fragen (nur andere) beantworten und es hat mir einfach gut getan.


    Von Herzen alles erdenklich Liebe. Es istn nicht fair. Ich drück dich (falls du Umarmungen magst):°_:)*:)-

    Es tut mir sehr leid für dich. Da ich Anfang des Jahres eine FG hatte, kann ich dir zumindest meine Erfahrung mitteilen was KH betrifft.


    Ich habe mich für eine Ausschabung entschieden, da ich nicht der Typ bin, lange abzuwarten.


    An einem Mittwoch Nachmittag habe ich die Nachricht bekommen, dass das Herz nicht mehr schlägt. Ich habe dann direkt in KH angerufen. Donnerstagmorgen war dann die Anmeldung und Vorbesprechung. Freitagmorgen wurde der Eingriff ambulant durchgeführt. Ich war dann von morgens um 8 bis Nachmittags um 15 Uhr im KH.


    Also bei sowas bekommt man schon relativ schnell einen Termin.


    Ich hab es alles ganz gut verkraftet und hatte auch keinerlei Probleme danach.


    Alles Liebe für dich.

    Erstmal nur ganz kurz, Danke euch schonmal! :)_

    Die Blutlinie schrieb:

    Wenn da ein dottersack ist, kann es eigentlich kein windei sein?! Dachte immer dann muss das ganz leer sein?

    Puh, da bin ich grad überfragt. Müßte man wohl googeln. Soweit ich weiß ist ein Windei eine Fruchtanlage ohne Embryo, alles andere kann vorhanden sein. So habs ich im Kopf. Ich ärgere mich daß ich diese Option so gar nicht mehr auf dem Schirm hatte, dabei weiß mans doch eigentlich. Und, ob es wirklich ein Dottersack war wage ich fast zu bezweifeln, nach viel Suchen und mit viel Phantasie sah man eine Andeutung eines schwachen gebogenen winzigen Striches. Das kann im Prinzip alles und nichts gewesen sein.

    Eine Frage stellt sich mir noch: Was passiert eigentlich mit der Zyste? Wird vermutlich auch abgewartet? Hatte sowas noch nie. War zwar wegen Schmerzen auf der Seite in den letzten Jahren xmal beim Gyn, nie irgendwas gefunden, drum hab ich da jetzt auch nix drum gegeben. Und nu issi da. Naja.:-|

    Noch eine Frage, die vielleicht einfacher zu beantworten ist: Ich hab mir jetzt mal die Homepage von der hiesigen bzw nächstgelegenen Klinik (Rosenheim) angeschaut und bin völlig überfordert. WO sollte ich da überhaupt anrufen? Tausend Nummern, und keine scheint irgendwie passend zu sein? Ist ja weder Geburtshilfe noch Onkologie noch...? Äh.":/Irgendwie hab ich grad entweder das komplette Brett vor dem Kopf oder ich bin einfach nur doof, aber vielleicht kann mir jemand auf die Sprünge helfen?! Danke!@:)

    Durchgeführt wurde der Eingriff bei mir auch in der Gynambulanz. Melden musste ich mich telefonisch in der Patientenaufnahmestelle.


    Aber wenn du keine passende Nummer findest, ruf einfach die Zentrale an, die stellen dich ja in jedem Fall durch.

    Eine Blasenmole erkennt man oft nicht im Ultraschall, sondern erst in der Patho nach der Ausschabung.

    Das tut mir sehr leid für dich, vielleicht wäre aber ein Ultraschall mit besserem Gerät in einer gynäkologischen Ambulanz erstmal ganz gut?


    Dann hast du mehr Gewissheit und hängst nicht so in der Luft.

    Vielen Dank!!!
    Ich hab unter Gynäkologie irgendwie nicht den richtigen Unterpunkt gefunden. Brauch ich eigentlich eine Überweisung? Ich habe gesehn, da gibts auch ne emailadresse, bringt das was da zu schreiben oder ist die nur pro forma und da antwortet nie einer drauf? Und Goldnetz bieten sie auch an, da könnt ich das gleich mitfragen.:-)

    Ist Ambulanz und Notaufnahme eigentlich das selbe..? Ich war wegen der Fehlgeburt letztes Jahr schonmal in der Klinik weil natürlich Wochenende war, und ich glaube ich war in der Notaufnahme und bin dann irgendwo hin geschickt worden? Das Schallgerät war jedenfalls verglichen mit dem meiner FA ziemlich unterirdisch, sie macht auch pränataldiagnostik und das Bild war gestochen scharf und klar. In der Klinik hab ich hauptsächlich Rauschen gesehn (aber soooo schlecht daß man den Embryo übersehn konnte wars aber eigentlich auch nicht, mein Myom von etwa gleicher größe war eindeutig zu erkennen.":/Das nagt irgendwie immer noch an mir). Von dem her bin ich mir leider sehr sicher daß da wirklcih nichts zu sehen war und es nicht an der mangelnden Schallqualität lag.:-( Doof ist jetzt halt mit Feiertagen und so, sonst würd ichs gleich machen lassen, ist ja nicht so daß mit der Diagnose die Hormone und die ganzen Frühschwangerschaftsleiden einfach ausgeschaltet sind (auch wenn sie entsprechend der 11. Woche langsam etwas nachlassen, deshalb glaub ich auch nicht unbedingt an eine Blasenmole, die würde ja doch wie irre hCG produzieren?).

    Wenn der Streik nicht gewesen wäre bzw die Praxis etwas flexibler, hätt ich den ganzen Quark schon hinter mir.:-/ Nicht daß ich nach drei Fehlgeburten nochmal in Versuchung komme es nochmal zu versuchen, aber rein aus Interesse: Wie bekommt man denn einen "frühen" Termin? Ich lese hier immer wieder daß die Frauen gleich in der 5. Woche hinstiefeln, das will ich auch nicht unbedingt weil man ja noch überhaupt nichts sagen kann, aber früheste das ich je ergattern konnte war 8. Woche.":/Und in der Gegend hier nehmen die meisten Praxen gar keine neuen Patienten mehr auf. Ich dachte immer nur es gäbe keine Hebammen mehr (hab ich hier iü auch noch nicht), aber Frauenärzte? Mich nimmt das alles sehr wunder.":/

    Moin,

    den richtigen Unterpunkt brauchst du doch gar nicht. Ruf einfach bei der Zentrale an und frag nach der Gynäkologischen Ambulanz. Ich bin derzeit auch am warten und hab so am Montag mit einer Klinik in der Nähe Kontakt aufgenommen. Detailierte Frage haben sie am Telefon nicht beantwortet. Sie wollen untersuchen und die Möglichkeiten durchsprechen. Die Dame am Telefon meinte, dass eine Einweisung/Überweisung gut wäre, aber wenn was akutes ist, soll ich auch ohne einfach vorbeifahren.

    registrierterSenf schrieb:

    Doof ist jetzt halt mit Feiertagen und so, sonst würd ichs gleich machen lassen, ist ja nicht so daß mit der Diagnose die Hormone und die ganzen Frühschwangerschaftsleiden einfach ausgeschaltet sind

    Ja, mir gehts auch so, nur dass es schlimmer wird auch ohne Blasenmole. Bin jetzt auch in der 11 SSW. Weihnachten wird spassig. Meine Oma hat irgendwie nicht so richtig auf dem Schirm, dass das noch nicht "vorbei" ist und ich nicht alles essen kann ohne über der Schüssel zuhängen. Als ich ihr sagte, ich müsse mal schauen, ob das mit der Gans so geht, hat sie mir gleich gesagt: "Das geht natürlich! Die musst du essen! Was anderes gibts nicht!" :_DÄltere Leute eben.. Ich hab mir so SEA-Bänder gekauft und im DM Ingwerbonbons gegen Übelkeit und von Tetesept etwas gegen Sodbrennen. Ich bild mir ein, dass das ein kleines bisschen hilft. Vielleicht wäre das auch was für dich.

    registrierterSenf schrieb:

    Wie bekommt man denn einen "frühen" Termin?

    Ich hatte bei der ersten FG einen Termin in der 5 SSW, aber auch nur, weil ich SB hatte. Bei der jetzigen SS habe ich an dem Tag des positiven Tests eh einen Termin in der KIWU wegen Nachbesprechung und dann wurden dort noch schnell HCG und SD-Werte genommen, Progesteron und Heparin verschrieben. Beim FA dann in der 7ten. Mein FA hatte mir aber nach der ersten FG gesagt, ich soll sofort einen Termin ausmachen, wenn der Test positiv ist, weil er will dann mit Progesteron etc. unterstützen. Also vielleicht würde ich dann an deiner Stelle auf die bereits erfolgten Fehlgeburten hinweisen und um einen früheren Termin bitten. Ich weiß, dass ich beim nächsten mal zumindest sehr früh die SD-Werte überprüfen lassen werde (hab Hashi). Die waren schon in der SSW5 an der Grenze und für mich persönlich viel zu hoch. Zum FA würd ich aber trotzdem erst wieder in der 7 oder so gehen, sofern noch Progesteron daheim ist. Sie können ja leider eh nix machen, wenn keine Gerinnungsstörung etc. vorliegt. Selbst wenn der HCG nicht richtig steigt oder kein Embryo da ist oder oder oder, dann ist das ja leider so.