• Intimrasur im Islam?

    Hallo, ich habe gehört, dass sich Moslems und Musliminnen aus religiösen Gründen Scham-, Achsel- und Beinbehaarung entfernen. Ist da was dran und wie weit ist die Rasur verbreitet? Gibt es regionale Unterschiede, z.B. zwischen Pakistan, Afghanistan, Iran, Usbekistan, der Türkei, Tunesien und Nigeria oder Sudan? Es ist für mich schwer vorstellbar, dass…
  • 26 Antworten

    An X-Cut!!!! Re: Tine

    1. Als Harem wird in arabisch-islamischen Ländern nach einem altertümlichen Sprachgebrauch der Wohnbereich der Frauen gemeint, und nicht wie hierzulande oft angenommen, die Masse der Ehefrauen eines Mannes. Deshalb kann der weibliche Teil der Schwiegereltern sehr wohl dem Harem eines Mannes angehören. Denn es ist regional zwar sehr verschieden, aber meistens ist das gesamte Immobiliengut absoluter Besitz des Mannes.


    2. Wenn für Sie der Islam das absolute Himmelreich ist, so ist das Ihre Sache und Ihr persönliches Vergnügen, dass Ihnen in unserem demokratischen Staat niemand nehmen wird. Aber wenn Sie daraus die Verpflichtung ableiten christlichen Frauen zu verleumden und zu beleidigen, dann sind Sie meines Erachtens entweder ein pathologischer Fall, oder leider sehr empfänglich für die verbrecherischen Argumente von diesen Krebsgeschwüren der Menschheit, wie etwa eines bin Ladens oder Adolf Hitlers.


    Dass eine solche Vorgangsweise höchst unislamisch ist, versteht sich wohl von selbst.

    Haare schneiden im Islam I

    Die Grundlage der islamischen Gesetzbarkeit und der mehr oder weniger verbindlichen Vorschriften für die individuelle und gemeinschaftliche Lebensweise ist


    1. der Koran


    2. die Hadith (Überlieferung), das sind autorisierte Sammlungen, in denen Aussprüche des Propheten Mohammed, seiner Frauen und seines engeren Freundeskreises festgehalten sind. Je nach Rechtsschule erkennen aber nicht alle Moslems die gleichen Hadith an. Die am weitesten Anerkannten sind die beiden Sammlungen von Muslim und Buchari, die es zum Teil auch in deutschen Übersetzungen gibt.


    3. das Urteil der Gelehrten (was immer das auch sein mag)


    In den Hadith-Sammlungen, die für die islamischen Verhaltensweisen also weitgehend verbindlich sind, wird in mehreren Überlieferungen vorgeschrieben, dass Männer und Frauen die Haare im Intimbereich kürzen müssen. Da die Überlieferungen vor einigen hundert Jahren geschrieben wurden, gibt es wegen dem zeitlichen Wandel im sematischen Gehalt der Wörter verschiedene Ansichten, ob die Haare ganz entfernt werden müssen oder nur gekürzt, und ob sie geschnitten, gezupft oder auch sonst wie entfernt werden müssen. Die Meinungen sind also sowohl regional, als auch nach Rechtsschulenzugehörigkeit etwas unterschiedlich. Moderne aufgeschlossene Moslems in klimatisch gemäßigten Zonen legen diesen Vorschriften natürlich keine Bedeutung mehr bei.


    Fortsetzung folgt...

    Haare schneiden im Islam II

    Es ist aber leider auch so, dass vor allem in ländlichen Gegenden mit streng hierarchischen Familiensystemen, die Frauen manchmal sehr brutal miteinander umgehen (vielleicht entspricht das der Brutalität mit der sie vielfältig von den Männern behandelt werden). Es sind hier die älteren Frauen tonangebend. Im Glücksfall sind sie eine gütige Stammes- oder Clanmutter, leider aber auch oft sadistische Tyranninnen. Wo Menschen sind menschelt's eben.


    Auch die Art und Weise wie Frauen ihre Körperlichkeit miteinander teilen ist regional sehr unterschiedlich. Ich habe Runden erlebt, wo Frauen nicht einmal ihr Kopftuch voreinander abnahmen (weil ja sonst eine einem fremden Mann erzählen könnte wie ihre Haare ausschaun), und solche, wo die natürliche Offenheit miteinander Tradition ist. Oft zwingen in medizinisch unterversorgten Gebieten die Bewätligung von Geburt und Regel die Frauen dazu ihre Körperhygiene gemeinsam zu verrichten, wobei auch das Wissen der älteren, erfahrenen Frauen weitergegeben wird. Das gilt natürlich nicht nur für Moslems.


    Darüber hinaus ist es speziell auch für die Männer vorgeschrieben Haare und Bart regelmäßig zu kürzen.


    Diese Tätigkeiten werden in allen Hadith unter Berücksichtigung der verschiedenen Auslegungen als Pflicht für alle gute Moslems angesehen.


    Re: re: Leila, von: echte Leyla!!!


    PS.: Die deutsche Sprache kennt nun einmal verschiedene Übersetzungen für Leyla, Leila, Layla, Laila, etc., so schön kann eine bunte Welt sein.

    Re: Cipramilla

    eine/r hat es richtig erkannt, einige Moslems tun's, die einigen nicht, allerdings ist es keine Pflicht sich einen Kahlschlag im Intimbereich zu verpassen. Dass man in der Hochzeitsnacht richtig rasiert sein soll, stimmt nicht, wie schon bereits erwähnt, die einen tun's die einen nicht.

    geht euch nichts an !!!!!

    wer will das eigentlich wissen ? So eine bescheuerte Frage !!! Habt Ihr keine anderen Probleme ?! Mein Gotttt !!!!!! Was geht euch eigentlich das an ob der eine oder die andere sich rasiert, ist doch scheiss egal, ob Moslem, Christ oder Jude, lasst die Leute doch das machen was Ihnen am meisten gefällt.

    Intimrasur im Islam?

    Fitra bedeutet natürliche Veranlagung oder Instinkt


    In einem Hadith über die Fitra sind 10 Sachen erwähnt:


    1. die männlichen Muslime zu beschneiden


    2. die Finger-und Fußnägel zu kürzen/zu schneiden


    3. den Schnurrbart zu kürzen


    4. den Bart bei Männern lang wachsen zu lassen


    5. den Siwak(Zahnbürste)zu benutzen


    6. Wasser in die Nase zu inhalieren


    7. Mund auszuspülen


    8. Gelenke und Fuß-und Fingerzwischenräume gründlich zu waschen


    9. Achsel-und Schamhaare zu rasieren,bzw.auszuzupfen


    10. Nach dem Toilettengang sich mit Wasser zu säubern


    Dieser Hadith wird bei Muslim, Abu Dawood, At-Tirmidhi erwähnt:

    Zitat

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:


    Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Zur Fitra (natürlichen Veranlagung) gehören fünf Dinge:


    Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel, das Auszupfen der Achselhaare und das Kurzschneiden des Schnurrbarts.

    Ibn 'Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:

    Zitat

    Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Schneidet den Schnurrbart kurz und lasset den Bart frei wachsen.

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:

    Zitat

    Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wenn einer unter euch sich (nach der Verrichtung seiner Notdurft) mit Steinen abputzt, der soll das mit einer ungeraden Zahl an Steinen (oder in einer ungeraden Zahl von Malen) tun. Und wenn einer unter euch die Gebetswaschung vornimmt, dann soll er Wasser in die Nase führen und es dann wieder ausblasen.

    Beschneidung:


    Die Beschneidung ist nicht nur eine religiöse Angelegenheit, sondern bringt viele hygienische Vorteile für Mann und Frau. Durch die Beschneidung des Mannes werden Infektionsgefahr, Entzündungen und Erkrankungen der Geschlechtsorgane vorgebeugt.


    Ibrahim (Abraham)(a.s.), ließ sich noch mit 80 Jahren(!), laut der Überlieferung mit einer Axt (!) beschneiden. Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:

    Zitat

    Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Der Prophet Abraham, Allahs Heil auf ihm, vollzog für sich die Beschneidung, als er im Alter von achtzig Jahren war, und bediente sich dazu der Axt.

    Man sollte die Beschneidung als 'Ibada (Gottesdienst) ansehen und auch erfüllen. Es ist Sunna, neugeborene Jungen am 7. Tag zu beschneiden, sowie ihnen einen Namen zu geben, ihnen die Haare zu rasieren und diese in Silber aufgewogen als Sadaqa zu spenden, und für sie 'Aqiqa oder ein Festessen zu machen. Für einen Jungen schlachtet man nach Möglichkeit 2 Schafe, für ein Mädchen nach Möglichkeit 1 Schaf. Dies aber je nach finanzieller Möglichkeit. Ein Hadith, in dem über 7 Dinge berichtet wird, die am 7. Tag Sunna sind, ist jedoch als Daeef (schwach) einzustufen.


    Bart: Den Bart lang wachsen zu lassen ist wadschib (verpflichtend) für einen Mann, ihn abzurasieren dagegen haram. Die Schöpfung Allahs (swt) wird so verändert, außerdem die natürliche Veranlagung unterdrückt und die Angleichung an das andere Geschlecht gefördert.


    In einem Hadith wird gesagt, dass Muslime ihren Bart lang wachsen lassen sollen, um sich von den Muschrikun (Götzenanbetern) zu unterscheiden. Bei der Hajj jedoch ist es Suna, dass man seinen Bart nur faustlang lässt und den Rest abschneidet.


    As-siwak: Der Siwak ist so ähnlich wie eine Zahnbürste, jedoch pflanzlich und vorteilhafter, da es gegen Bakterien und vor Zahnfleischbluten schützt und sogar-vorher in heißes Wasser gelegt-gegen Karies wirkt. Es ist Sunna, den Siwak bei folgenden Gelegenheiten zu benutzen:


    1. nach dem Wudhu


    2. bei/nach jedem Gebet


    3. vor dem Qur´anlesen (einem Hadith nach, kommt beim Qur´anlesen ein Engel immer näher, um die Ayat aus dem Mund des Rezitierenden zu hören, daher sollte man einen guten Mundgeruch haben)


    4. bevor man das Haus betritt


    5. vor Qiyam-al-Lail(dem nächtlichen Gebet im letzten Drittel der Nacht)


    6. nach dem Essen


    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:

    Zitat

    Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wäre es keine Härte von mir für die Gläubigen - oder im Hadith von Zuhair: für meine Umma (Gemeinde) - gewesen, hätte ich ihnen zur Pflicht gemacht, daß sie den Siwak vor jedem Gebet benutzen.

    Huzaifa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:

    Zitat

    Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, pflegte seinen Mund mit einem Siwak zu reinigen, wenn er in der Nacht für das Gebet aufstand.

    makruh: es ist makruh (unerwünscht), dass man sich den Schnurrbart kürzt, indem man sich die Haare auszupft oder mit Wachs rauszieht, man muß ihn beim Kürzen schneiden graue/weiße Haare sollte man sich auf keinen Fall auszupfen, da jedes graue Haar ein Licht ist zum jüngsten Gericht(-stag). Sich die Haare mit Schwarz zu färben ist auch nicht gut, da einer Überlieferung nach am Ende der Zeit ein Volk kommen wird, welches sich ihre Haare mit schwarz färbt und diese niemals den Geruch des Paradieses wahrnehmen werden.


    Sunna: es ist aber Sunna, sich weiße/graue Haare mit Henna oder Katim zu färben,Hauptsache nicht schwarz, das Färben erfolgt, um sich von den Nichtmuslimen zu unterscheiden.


    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:

    Zitat

    Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Weder die Juden noch die Christen färben ihr Haar. So unterscheidet euch von ihnen!

    Teil 2 kommt inscha´allah nächsten Donnerstag oder Freitag!!!!

    also...

    über islam kann ich dir nichts sagen. aber ich bin selbst armenier. und deine meinung über armenische und georgische mädels (beide christen) stimmt nicht bzw. ist total veraltet.


    ich weiß es nicht, wie es in den dörfern ist, aber in der stadt sind die mädels sogar emanzipierter als in west europa. die laufen alle auch mit viel kürzeren miniröcken und sind überall rasiert. kann mich erinnern, dass meine schwester sich sogar schon vor 10 jahren rasiert hat.


    wie es im benachbarten aserbaidschan ist (moslems) - weiß ich auch nicht. hatte ich noch keine

    Na ja, David, Du hast schon recht,

    nur ist Deine Interpretation wohl nicht ganz richtig.


    Ich war selbst in Armenien und auch Georgien (für die anderen: auch christlich) und Aserbaidshan (mosl.), allerdings noch zu SU-Zeiten. Das mit den sehr kurzen Miniröcken hab ich auch gesehn (außer in Aserbaidshan), interpretierte das aber damals schon anders: Mir schien es eher so, als wenn da westliche Schönheitsideale übernommen wurde, aber erstens verspätet und zweitens nur einige. Also emanzipierter halte ich für nicht richtig.


    Leider war mein Aufenthalt damals zu kurz, um eine Aussage über die Stellung zur Intimrasur zu sagen.

    hm...

    mein ex freund war tunesier und mein schwager ist es auch.


    sie rasieren sich tatsächlich unter den armen, der rest ist jedoch nur gestutzt. sie selbst mögen bei frauen absolut keine haare. würde aber nicht sagen, dass das alle tun, es gibt auch genug, die behaart rumlaufen, allerdings immer gestutzt.

    Re @ein moselm

    Hallo,


    mir schien die Frag schon ernstgemeint.


    Es ist Sunna - für alle Nichtmoslems - islamische Tradition, also keine 100%ige Pflicht aber empfohlen, den Intimbereich und die Schamhaare zu rasieren. Natürlich nicht von der Schwiegermutter.


    Das macht man/frau schon selber. Der Ehepartner darf natürlich.


    Ganz klar, die Intimzone gehört zu den Bereichen des Körpers, den nur der eigene Ehepartner (und natürlich Arzt/Hebamme) sehen darf!


    Und die Rawsur dient der Hygiene, die im Islam sehr wichtig ist. Auch für Männer!

    nun zu nigeria kann ich nur sagen kenne ich mehr den katohlischen teil und er ist in nigeria großer wie der moslemische.


    Zu rasur weis ich das beide,mann wie frau es aus hygenischen gründen machen.