Muss mit 30 beschnitten werden ungewöhnliches Verhalten meines Arztes

    Hallo Zusammen,


    vor etwa 5 Jahren hatte ich zum ersten Mal größere Probleme mit der Vorhaut. Ich ging zum Arzt dieser riet mir zur Beschneidung. Damals habe ich auch schon hier nachgefragt und man hatte mir geraten den Arzt zu wechseln. Das tat ich damals auch und der neue Arzt versuchte es mit Salben. Das hat sehr sehr gut geholfen. Bis vor kurzem. Auf einmal scheint diese Verengung wieder da zu sein. Ich habe nun schon bereits dreimal eine eingerissene Vorhaut gehabt. Gut schmerzhaft.

    Ich wollte dann wieder zum Arzt gehen allerdings hat der Arzt an einen Jüngeren abgegeben sprich ist in Rente gegangen. Das war aber auch kein Problem mit dem neuen kam ich genauso klar wie mit dem anderen.


    Er verstand recht gut das Problem. Er sagte mir dann aber aufgrund der mehrfachen Verletzung hat sich die Vorhaut sehr stark verengt und jetzt kommt man nicht mehr drum herum doch eine Beschneidung durchzuführen. Er hat mir dann erklärt dass es verschiedene Möglichkeiten gibt die aber aufgrund der Verletzungen nicht in Frage kommen. Es würde also nur bleiben die Vorhaut einmal komplett abzuschneiden. Er nahm auch gleich noch einen Kollegen hinzu um das noch mal mit einer zweiten Meinung abzuklären. Das ist da so eine Praxisgemeinschaft. Und auch der zweite kam nach einigem gucken zu dem Schluss dass man idealerweise nur komplett abschneiden sollte.

    Es gebe aber noch die Möglichkeit ggf. ein bisschen zu retten so dass es dann keine sogenannte radikale Beschneidung wäre.


    Um das aber zu klären muss man sich den Penis im erigierten Zustand ansehen. Ich wurde dann gefragt ob ich eine Möglichkeit habe das in der Praxis herzustellen. Ich hab das erstmal verneint. Man sagte mir dann das wäre kein Problem man kann das auch mit Fotos gut ersehen.

    Ich soll also ein paar Fotos von meinem erigierten Penis machen. In bestimmten Blickwinkeln.

    Um nachher festzustellen ob man einen Teil der Vorhaut retten könnte wäre es notwendig dass man weiß wie lang sprich wie weit die Vorhaut insgesamt im erigierten Zustand ist. Ich soll deshalb noch mal zwei Fotos zusätzlich machen mit einem Lineal. Vom Ende der Vorhaut bzw. Penisspitze bis zum unteren Ende der Eichel. Und dann wäre es notwendig zu wissen wie lang die Haut insgesamt ist. Ich soll also auch den gesamten Penis vermessen bis zum Ende der Vorhaut.


    Die ganze Erklärung klingt für mich erstmal plausibel aber ich finde es sehr seltsam. Man hat mir erklärt dass man die Vorhaut quasi auseinanderfalten kann und sie doppelt so lang es als sie jetzt wirkt. Aber um nachher sicherstellen zu können dass das auch wirklich möglich ist gibt es ein paar Dinge die man beachten muss und wenn die Haut jetzt schon zu kurz ist dann wird es schwierig. Deshalb sind diese beiden Bilder zusätzlich wichtig.


    Es reicht den Ärzten auch wenn ich das z.b. auf dem Handy habe und ihnen zeigen kann.


    Ich muss dazu sagen ich bin jetzt Anfang 30 fast 31 und komme von dem Gedanken nicht weg dass das schon irgendwie seltsam ist. Und deshalb wollte ich einfach mal hier nachfragen ob diese Methodik so bekannt ist und ich mir vielleicht einfach einen Kopf mache wo ich keinen brauche.


    Mein Arzt hat gesagt da ist eigentlich nichts dabei man könnte das auch alles in der Praxis machen innerhalb von ein paar Sekunden aber dafür müsste ich einfach eine Erektion haben. Damit tue ich mich einfach schwer.


    Zumal mir halt jede Erektion ziemliche Schmerzen bereitet im Moment und ich auch keine Nacht mehr durchschlafe deswegen. Da ist es sowieso schon kompliziert überhaupt eine Erektion aufzubauen. Und dann auch noch in so einer komischen Umgebung fast unmöglich.


    Mich würde eure Meinung einfach mal interessieren und ob das bekannt ist.


    Dankeschön.


    LG

    Basti

  • 5 Antworten

    Für mich klingt das sehr ungewöhnlich. Selbst im nicht erigierten Zustand kann er doch die Vernarbungen lokalisieren und diese bei der OP entfernen.

    Auch von Vorhaut auseinanderklappen habe ich noch nichts gehört. Am meisten Vorhaut kann bei der sogenannten Sleve Resection Methode erhalten bleiben. Hier erfolgt die Schnittführung ein Stück oberhalb und ein Stück unterhalb der vernarbten Region, so dass die Vorhaut wirklich nur so viel gekürzt wird, wie wirklich nötig.


    Alles Gute!

    Eine Phimose kann man am erigierten Penis beurteilen. Wenn Du nicht in der Lage bist das mit 30 (zu alt für Schamhaftigkeit und alt genug um Deinen Körper gut genug zu kennen) nicht herbeiführen kannst oder willst, ist nicht der Fehler deiner Behandler.


    Ich kann gut nachvollziehen, dass dein Hausarzt zur Diagnose ein Bild sehen wollte. Die Einrisse führen zu Narben und diese Narben machen dann eine zusätzliche Verengung. Das ist dann keine "normale Anatomie" mehr. Auch ist wichtig, dass Du keine Paraphimose hast, denn dann sollte man sich mit der Therapie beeilen, sonst kanns Dich die Eichel kosten (die Vorhaut lässt sich bei weicher Eichel noch zurück ziehen, dann kommt eine Erektion und der verengte Vorhautring drückt der Eichel das Blut ab...). Dass die Kollegen ein Bild sehen wollten kann ich durchaus nachvollziehen.

    Ich weiß nicht, an was du denkst, aber was soll daran seltsam sein? Ich würde es life in der Praxis machen. Wenn es schmerzhaft wird, ist er ja dabei und kann so am besten sehen, wo es hakt.

    Du musst dich nicht schämen. Es ist ein Urologe, und eine Erektion gehört dazu wie das Husten beim HNO. Ich habe mich als junger Kerl auch das erste Mal in der Urologie im Krankenhaus gewundert, als der Arzt von jungen Ärztinnen (Schwestern?) begleitet meine Vorhaut vor und zurück geschoben hat... Ist aber normal.


    Das mit den Verletzungen hört man immer wieder, wenn man es längere Zeit mit Salben versucht. Ich würde jetzt, wo es alles schon so vernarbt ist, dass kaum noch etwas zu machen ist, komplett beschneiden lassen: Nie wieder Probleme.