@ Sapient:

    Riechen tut es nach nichts. Allein vom Bild her würde jeder sagen, dass es Smegma ist. Das kann es jedoch nicht sein, da es überhaupt nicht abgeht. Dass es ein Pilz ist, wird auch immer unwahrscheinlicher, da ich bereits 5 Tage Canesten-Salbe mehrmals am Tag nehme, aber sich bisher noch nichts getan hat. Hervorgehobene Talg-Drüsen sollen laut meiner Recherche anders aussehen (eher ganz kleine Huppel).


    Um ehrlich zu sein, wollte ich einen Arztbesuch so gut es geht hinauszögern. Irgendwie kostet es mich in diesem Zusammenhang Überwindung. Dabei geht es nicht, um die Situation, wenn der Arzt vor einem steht, sondern eher darum, dass man am Empfang ja erst mal sagen muss, was los ist. Und da dies vermutlich einige Leute mitbekommen, wäre mir dies irgendwie unangenehm, da das den anderen Leute nichts angeht.


    Ich hoffe, irgendwie könnt ihr meine Sichtweise nachvollziehen, aber zur anderen Seite möchte ich auch endlich mal Gewissheit, was los ist. Vielleicht hat der ein oder andere ja Tipps, wie man eben beschriebene Situation irgendwie entschärfen kann, denn so langsam habe ich das Gefühl, dass ein Arztbesuch unausweichlich erscheint.

    Sag einfach, wenn du am Empfang gefragt wirst was los ist, dass es Privat ist, du dich unwohl fühlst, Durchfall hast, es nicht genau weißt, was gegen deinen schlimmen Husten haben möchtest *hust* etc.

    Auch wenn das Problem (hoffentlich) längst gelöst sein dürfte, möchte ich doch noch einmal etwas ganz allgemeines sagen:


    Bei solchen Problemen: ab zum Hautarzt!


    Sind so gut wie immer Ärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten.


    Wenn ich lese, dass sich immer wieder Leute schämen...seid doch nicht so blöd und naiv!


    Was denkt ihr, womit solche Ärzte ihr Geld verdienen?


    Die sehen sowas von morgens bis abends ständig.


    Das wird nur in einem medizinisch-wissenschaftlichen Licht betrachtet. Weder moralische Kisten, noch gerümpfte Nasen wird man da erleben. Für die ist das so normal, als ob ein entzündeter Finger verarztet wird. Das wird mal kurz angesehen. Dann gibts ne Salbe – oder so.


    Die verschreiben genau die richtige Salbe. Kein falsches Rumdoktern mit teuren Mittelchen, während man am Ende das eigentliche Problem noch verschleppt.


    Im Notfall gibts auch mal eine Cortisonsalbe oder ein Antibiotikum. Das kann man sich einfach nicht selber kaufen.


    Also nicht lange rumeiern und zum Arzt gehen.


    Wir leben im 21. Jahrhundert und Ärzte haben nebenbei Schweigepflicht.


    Die gehen das Thema so sachlich an wie Androiden.


    Also nicht immer diese lächerliche Scheu. Für Ärzte gibt es keine peinlichen Körperteile.


    Im allerschlimmsten Fall kann man mit so einem blödsinnigen verklemmten Zögern noch sein Leben riskieren – oder sein bestes Stück.


    Keinen Kopf machen, Chipkarte schnappen und los!

    Hallo nochmals!


    Ich war mittlerweile beim Hautarzt und folgendes kam bei raus:


    Er diagnostizierte eine lateinische Krankheit, dessen Namen ich mir nicht merken konnte, aber die Selbstrecherche ergab, dass es wahrscheinlich die Krankheit mit dem Namen "Lichen Sclerosus" ist. Sie ist bei mir in geringem Maße ausgeprägt. Unterhalb der Eichel befindet sich eine ca. 2 cm lange und 0,5 cm breite, weiße Schicht. Auf der Eichel ist ebenfalls ein weißer Fleck zu erkennen, jedoch nur schwach.


    Der Hautarzt meinte, dass meine Chancen nicht schlecht seien, mit zwei gewissen Salben einen Erfolg zu erzielen. Diese Salben sollte ich im täglichen Wechsel verwenden und zweimal täglich. Sie heißen "Prednitop Creme" (Hauptwirkstoff: Prednicarbat) und eine extra von der Apotheke angefertigte Salbe mit dem Namen "Neribas Salbe". Der Arzt meinte jedoch auch, dass wenn die Salben doch nicht wirken sollten, evtl. eine operative Maßnahme eingeleitet werden muss. Dies wird vermutlich der Fall sein, da ich nach ca. 4 Wochen noch keine Besserung feststellen konnte (eine Besserung müsste nach 4 Wochen erkennbar sein bei Erfolg). Frenulum Breve könnte ich vermutlich dadurch auch haben, da sich die Vorhaut nach Zurückschieben wieder um die Eichel automatisch zurückzieht und es auch etwas wehtut, wenn ich die Vorhaut sozusagen faltenfrei bekommen will durch Zurückziehen im steifen Zustand.


    Hoffe, ich konnte euch zu meiner Krankheit und Behandlung einiges verständlich mitteilen und es wäre gut, wenn sich noch der ein oder andere melden würde, was er über den Therapieverlauf und die Maßnahmen mit den Salben (die ja nicht helfen) denkt und ob ich mir evtl. noch eine 2. Meinung von einem anderen Hautarzt einholen soll.


    Danke bereits im Voraus!

    Zitat

    evtl. noch eine 2. Meinung von einem anderen Hautarzt einholen soll.

    Wieso denn noch eine 2te meinung ? Was bringt dir das jetzt? Wärste mal mit diesem Problem direkt zum arzt gegangen, hätten die salben vlt. geholfen. Da aber nach 4 wochen kein erfolg da ist muss dies jetzt operative behandelt werden. Und klar kann verstehn das dir dies nicht geheuer ist, und du um jeden preis, um eine operative behandlung rum kommen willst. Aber auch der 2te arzt wird dir mit sicherheit sagen das dies dann auch operative behandelt werden muss. Vertrau deinem arzt bei dem du jetzt bist, ich denke der wird dies nicht einfach mal aus spaß sagen wird. MFG und alle gute. :-)

    Zitat

    Wärste mal mit diesem Problem direkt zum arzt gegangen, hätten die salben vlt. geholfen. Da aber nach 4 wochen kein erfolg da ist muss dies jetzt operative behandelt werden.

    Die paar Wochen waren lediglich der Tropfen auf dem heißen Stein. Ich hatte das Problem doch schon Monate vorher, habe es jedoch weitgehend ignoriert, da ich halt keine Schmerzen hatte (und auch jetzt nicht habe) und die Verunstaltung durch weiße Flecken auch eher gering ist. So hab ich das halt immer mehr rausgezögert. Jedoch habe ich gelesen, dass es bei dieser Krankheit eine hohe Dunkelziffer gibt, da viele erst gar nicht zum Arzt gehen und sich überhaupt nichts daraus machen. Dementsprechend bin ich jetzt aber froh, dass ich den Schritt gemacht habe.


    Um ehrlich zu sein: Vor einer Operation habe ich eigentlich gar keine Angst. Im Gegenteil: Wenn dies die einzige Möglichkeit ist, bin ich sogar froh, wenn die OP kommt, damit ich endlich wieder Ruhe damit habe. Wollte also lediglich wissen, was ihr von einer 2. Meinung haltet, aber wie du bereits geschrieben hast, ist es wohl am besten, wenn ich dem Arzt jetzt auch weiterhin vertraue.


    Aber danke, dass du mir alles Gute wünschst :-)

    ch kannte die Krankheit auch nicht albernes ist gut das du zu einem Arzt gegangen bist...


    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Lichen_sclerosus


    Ich habe den Link benutzt um mich schlau zu machen und das ist echt heftig was du da hast.


    Ich denke die Diagnose ist richtig die der Arzt gestellt hat. Eine 2. Meinung ist denke ich nicht nötig aber kannst du gerne einholen wenn dir danach ist.


    Alles Gute für dich...

    Zitat

    das ist echt heftig was du da hast

    Heftig hört sich für mich so an, als ob es lebensbedrohlich ist, aber man sollte es schon behandeln lassen, da es ja nur noch schlimmer werden kann ohne Behandlung. So kann sich z.B. "Frenulum Breve" immer mehr verstärken oder es entstehen weitere weiße Flecken.


    Ich kann es nur irgendwie nicht fassen, dass ich solch eine eher seltene Krankheit habe, die noch dazu meistens nur bei Frauen vorkommt...

    Zitat

    . Im Gegenteil: Wenn dies die einzige Möglichkeit ist, bin ich sogar froh, wenn die OP kommt, damit ich endlich wieder Ruhe damit habe.

    Ach so ok, kam so rüber als hättest du ein ungutes gefühl mit dieser Op, weil es immerhin ums beste stück geht, aber deine einstellung finde ich gut :)^ .

    Zitat

    was ihr von einer 2. Meinung haltet, aber wie du bereits geschrieben hast, ist es wohl am besten, wenn ich dem Arzt jetzt auch weiterhin vertraue.

    Er ist arzt er muss ja wissen was du hast, und ich denke mal das er da schon genug ahnung von hat.

    Zitat

    Aber danke, dass du mir alles Gute wünschst :-)

    Gern geschen. :-)