justuswerner

    das ist insofern schwierig, als der eöffner den file verlassen hat. wieder aufgenommen wurde er von einem teilnehmer, der genau die frage gestellt hat, was eigentlich aus irma la douce und ihrem schlachthofarbeiter geworden ist. weil diese frage nicht zu beantworten war, ist die diskussion dann so gelaufen, wie sie gelaufen ist.


    wahrscheinlich hatte die geschichte kein happyend, wenn sie denn gestimmt hat, so wie sie erzählt wurde. es waren ein paar ungereimtheiten drin, die mich zumindest aufhorchen lassen. angefangen hat es wohl im januar 2004 und bis april 2004 hatten sie keinen sex, weil sie noch weiter machte und er unter diesen umständen nicht konnte/wollte. vielleicht hatten sie ja bis heute keinen sex, weil sie immer noch weiter macht und er immer noch nicht kann/will. vielleicht lieben sie sich immer noch heiß und innig, aber platonisch halt. ein schelm, wer böses dabei denkt.


    letztlich gewonnen hat sie ihn mit dem hier mehrfach zitierten argument, sie fühle sich nach jeder begegnung mit einem freier wie durch die toilette gespült. nehmen wir mal an, die story stimmt und sie hat ihn geliebt, was hätte sie auch anderes sagen sollen? vielleicht, ich finde es geil und es macht mir spaß. dann wäre der gute silent wahrscheinlich sofort zusammengebrochen.


    vielleicht hat er aber auch ein kleines zuhälterchen in sich, von dem er vorher noch gar nichts wusste oder er leidet gern oder es macht ihn geil, wenn seine maus von anderen gefickt wird? die diskussionen, die in diesem forum geführt werden, sind voll von gelüsten die in diese richtung gehen. vielleicht hat er sich nicht mehr gemeldet, weil sein leben eine völig andere wende genommen hat.


    wir werden es nie erfahren, wenn silent sich nicht wieder meldet. deshalb wird dieser alte faden zuverlässig seinem mählichen ende entgegen gehen. trotzdem war es nicht verkehrt ihn nochmal aufzumachen. vielleicht hat ja der eine oder andere was gelesen, was ihn nachdemklich gestimmt oder im besten fall sogar eines besseren belehrt hat. nichts für ungut

    @ JonJoe

    Zitat

    Das geht so ein wenig in Richtung Selbstverstümmelung, da kann man ja auch nicht gleichgültig zusehen, mit der Einstellenung "soll die doch machen, mir tuts ja nicht weh wenn die mit der Rasierklinge ihr Oberarme tranchiert".

    Solange so jemand das aber macht und nicht ändern will bzw. nicht zum Therapeuten geht, scheint es aber offensichtlich 'besser' für ihn zu sein, sonst würde er es ja nicht tun. Ich selber hatte übrigens auch schon eine Phase in meinem Leben, in der ich geritzt habe. Und in diesem Moment tat es mir gut, es machte meine psychische Situation bedeutend erträglicher.

    Zitat

    Wir gehen übrigens mit jedem Beitrag ein Stück weiter ins Abstrakte und landen bald bei der Weißheit jeder solle tun und lassen was er für richtig hölt.

    Daran sehe ich absolut nichts abstraktes. Solange niemand anderem geschadet wird sollte das genau so sein.

    Zitat

    Und wie passen psychische und physische Abhängigkeiten in dieses Konzept? Alkohol-, Drogensucht, selbstverletzendes Verhalten? Der Mensch besitzt die Freiheit sich selbst zugrundezurichten.

    Die passen ganz genau so in dieses Konzept. Zugrunde richten kann man sich auf viele Arten. Man kann sich auch anpassen und selbst verleugnen - das wirkt unheimlich 'gut' und gesund auf die Umgebung, aber auf Dauer wird diese brodelnde Unzufriedenheit Deinen Körper genau so schädigen und sich irgendwann in ernsten Krankheiten manifestieren. Auch das ist jedermanns gutes Recht, sich sein eigenes Grab zu schaufeln.


    Jeder der süchtig wird nach irgendetwas hätte auch die Wahl gehabt die Finger von den Drogen zu lassen. Er hat es nicht getan. Etwas zog ihn dorthin, was auch immer. Er ist nicht einfach nur ein hilfloses Opfer gewesen, es war sein Wille - egal wie jung oder naiv. Wenn er irgendwann endlich bewußt die Verantwortung für sein Leben übernommen hat, dann wird er (hoffentlich) der Ansicht sein, dass diese schlechten Erfahrungen wichtig für sein Leben waren. Wenn er irgendwann sagen kann 'Ich bin froh und glücklich, dass ich so bin wie ich bin und meine Erfahrungen haben mich zu diesem einmaligen Menschen gemacht', dann hat er den Sinn des ganzen begriffen. Meine Meinung.

    ich möchte hier gerne eine frage an tine richten bzw an silent falls er mit seiner lieber darüber gesprochen hat und es posten oder per PN mitteilen möchte.


    ich sehe es so.


    jeder hat sexuelle bedürfnisse.


    prostituierte haben diese ebenfalls.


    was denken nun all jene, welche diesen beruf verurteilen ?


    die bedürfnisse werden bei der "arbeit" gestillt ?


    selbiges bezweifle ich dazu braucht es so viel mehr.


    vertrauen echte zuneigung etc.


    sie spielen etwas vor wie z.B. lust oder hören zu wären der arbeit.


    echt ist das sicher seeeeeehhhhr selten.


    tine ist der dir mögliche luxus deine art das gleichgewicht zu halten ? oder anders gesagt befriedigst du damit deine lust eben auf andere weise ?


    silent wie wird deine liebe damit fertig ?


    wer nicht antworten möchte hat mein volles verständnis.


    lg Rik aka Lastrada

    @ Lastrada

    Zitat

    tine ist der dir mögliche luxus deine art das gleichgewicht zu halten? oder anders gesagt befriedigst du damit deine lust eben auf andere weise ?

    Das Gleichgewicht zwischen was? Aber egal, wahrscheinlich kann man die Frage mit ja beantworten. Der Luxus kompensiert natürlich in vielen Fällen, was woanders fehlt. Evtl. auch emotional fehlt. Und er gibt auch Sicherheit. Einen Zusammenhang zu irgendeiner Lust kann ich da nicht sehen. Meinst Du damit, dass eine Prostituierte nicht mehr privat poppen kann und deswegen was anderes braucht statt dessen? Sowas hab ich noch nie gehört. Pop-Lust wird durch poppen gestillt.


    Inzwischen arbeite ich auch nicht mehr wirklich in der Branche, aber ich weiß ja noch wie's war. 8-)

    ich meine das poppen im beruf einfach nicht zwingend erregend / befriedigend sein muss.


    es ergibt sich das problem privat man braucht erregung und befriedigung welche man beim arbeit poppen nicht bekommt eben privat.


    viele viele menschen kommen allerdings mit dieser art von arbeit (beim partner) überhaupt nicht klar


    lg Rik aka Lastrada

    Und ich sehe nicht den Sinn diesen Thread wieder rauszukramen, den Threadersteller habe ich schon ewig nicht mehr gesehen. Ich habe den Thread damals am ersten Tag gelesen und der tauchte alle paar Monate wieder auf. Aber was neues ist von der Geschichte wohl nicht zu erfahren.

    Die einzige Frage die ich mir stelle

    Malzeit,


    die Sache an sich, sein Geld mit Prostituion zu verdienen halte ich für weniger schlimm, ich glaube, ich gehe manchmal mit fast dem gleichen Ekel zur Arbeit, obwohl es Einzelhandel ist.


    Schließlich verbringt man sein Leben dann auch damit, nur für irgendwelche Kunden da zu sein und mit Essen und Schlafen, also so wirklich toll ist ein Normalverdienerleben auch nicht, wenn man 6 Tage die Woche von 9 - 20 Uhr in so einen Schuppen stehen muß.


    Aber, kann er wirklich damit leben, das Sie jeden Abend mit anderen Männern schläft? Kann man Liebe gegen Geld teilen?


    Im Prinzip heißt es doch dann ein wenig: Schatz, ich gehe mit anderen Männern schlafen, damit wir uns ein neues Auto kaufen können, oder?


    Oder - um es noch deutlicher auszudrücken, für das Weihnachtsgeschenk hatte ich mit 3 Kunden Oralverkehr.


    Das würde mich persönlich stören.


    Nervtöter