Also zuerst mal zu den Postings von PIA und LovHus:


    Habt ihr wirklich noch nichts von dem vanginalen O gehört? Das ist sehr bedauerlich, denn das ist die Spitze! Einfach nicht mehr zu überbieten. Jedoch wissen nur ganz wenige Eingeweihte und sehr weise Menschen davon. Diese sprechen auch meistens in verschlüsselter Weise darüber, damit sie die einzigen Weisen bleiben. Oft kürzen sie auch ab und sagen nur Vango. Ist also fast schon etwas wie ein Tango.


    Aber denkt nun nicht, dass ihr den auch so leicht lernen könnt. Denn dieser Vango braucht schon sehr viel Übung und zwar sehr intensiv. Das ist dann ein Lernen pur. Also mindestens einmal am Tag und das mehrere Stunden lang. Für arbeitende Menschen ist das ohnehin nichts. Denn nach dem Vango ist man noch mindestens 2-3 Stunden bewusstlos. Da ist dann mit Arbeit nicht mehr viel drin. Der Vango ist also nur etwas für sehr Reiche, denen das Geld von allerlei Quellen zufließt und sie deshalb nicht arbeiten müssen. Oder nur so tun, als würden sie arbeiten, aber eigentlich denken sie nur an den Vango.. Oder vielleicht auch noch für Rentner möglich, denn die haben ja Zeit. Aber ob die Rentenr die lange Zeit der Bewußtlosikeit aushalten, das ist eine ganz große Frage. Dass sie es offensichtlich nicht aushalten, das beweist ja die Tatsache, dass die meisten Todesfälle im Rentenalter sind.


    So, das war nun im Humor-Mode geschrieben. Nimmt das vielleicht jemand Ernst???

    So, nun kommen wirklich echte Antworten:


    LovHus


    Du sagtest: "Ein Übungsprogramm würde ich ihr trotzdem nicht aufdrängen wollen."


    So würde ich es ohnehin nicht sehen. Ich glaube, es hat sich nun in der Diskussion herausgeschält, dass es nicht um BÜFFELN geht und auch nicht um ein "Lernprogramm". Dat TUN allein genügt eigentlich schon. Also ein "Lernen" durch das TUN. Allerdings sollte ein gewisses Wissen über das, was man die tiefen vaginalen erogenen Zonen nennt, vorliegen. Und ferner noch, dass in der Vagina nicht die schnellen reibenden Bewegungen den besten Erfolg bringen, sondern dass in der Vagina infolge der tiefer liegenden Nervenenden, ein gewisser Druck notwendig ist. Beim schnellen Rein-Raus wird in aller Regel der Druck nicht besonders stark sein und sich auch nicht auf die erogenen Zonen beschränken. Man gleitet dann an ihnen vorbei, ohne sie gezielt zu treffen. Wenn man also jeden Tag nur das Rein-Raus übt, dann kann es sehr lange dauern, bis ein Erfolg kommt. Oder er kommt gar nicht.


    Nun noch zu den "Aufhör- und Weitermachorgasmen". Ich würde sie lieber "kurzfristige" und "langfriestige" nennen. Die klitoralen sind oft recht heftig, aber relativ schnell wieder vorbei. Allerdings gibt es viele Frauen, die nachher trotzdem noch weiter machen können. Also es fängt alles wieder neu an. Beim vaginalen O dauert der O länger. Es soll Frauen geben, die in dem Stauts Orgasmus sogar für Stunden verweilen können. Aber dies ist sicher die sehr seltene Ausnahme. Normalerweise hält der vaginale O aber deutlich länger an als der klitorale. Also von 1 Minute bis zu mehreren Minuten. Auffallend ist auch, dass viele Frauen davon berichten, dass sie beim vaginalen O die Klitoris und sogar die Brustwarzen nach dem Orgasmus gar nicht mehr berührt haben wollen. Es ist sogar unangenhem. Also gleich wieder ein O nachher ist in diesen Fällen nicht mehr gewünscht. Es wird auch davon berichtet, dass sie nach dem O schnell einschlafen, weil sie so tief befriedigt sind, dass sie sich der angenehmen Ruhe und Entspannung hingeben wollen und dabei meisten schnell einschlafen. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.


    Nun zu den Wechseljahren. Ich bin sehr fest davon überzeugt, dass ein zufriedenes und für die Frau vollkommen erfüllendes Sexleben vor den Wechseljahren wichtig ist, damit sie während der Wechseljahe die Lust nicht ganz verliert. Sicherlich wird sie, wenn sie Beschwerden hat, wie z.B. die meistens vorkommenden Hitzewallungen, dann nicht gerade besonders große Lust auf Sex verspüren. Aber das kommt ja nicht unbedingt jeden Tag vor. Wer allerdings sehr hefitg unter diesen und anderen Beschwerden leidet, wird wahrscheinlich kaum noch Lust auf Sex haben. Aber gelegentlich wird es doch auch dann mal einen Tag geben, wo es besser ist. Und überdies hören ja die Wechseljahre ja auch wieder mal auf. Oft haben die Frauen auch Angst, dass die Vagina schmerzt wegen nicht ausreichender Feuchtigkeit. Aber das sollte man doch mit Gleitmitteln leicht beheben können.


    Ich glaube ferner, dass Frauen, die sich sehr vor den Wechseljahren fürchten und meinen, dass sie dann alt sind, mehr Probleme haben als Frauen, die das nicht glauben und sich darauf freuen, dass sie zumindest nach dieser etwas schwierigen Zeit wieder vollkommen normale sexuelle Reaktionen haben werden. Wie so oft, spielt der Kopf auch hier eine große Rolle. Wer meint, dass man nach den Wechseljahren alt und keine richtig Frau mehr ist, so eine Frau wird sehr wahrscheinlich tatsächlich dann alt werden und keine Lust mehr haben. Solche Erwartungen erfüllen sich dann auch.


    Nun meinst du, dass man gar nichts tun kann. Nein, das stimmt sicher nicht. Das Verständnis des Partners, seine Liebe und Zuwendung helfen sehr viel. Es ist für den Partner sicher nicht ganz einfach, denn er will ja Sex haben und somit ist es auch für ihn eine schwierige Zeit. Aber zusammen diese Zeit durchzustehen, das ist es nicht nur wert, sondern fügt ein Paar auch noch mehr zusammen. Das gegenseitige Verstehen in diesen schon ein wenig schwierigen Zeiten ist sehr notwendig und wird helfen. Dann sind diese Jahre viel weniger schlimme als man fürchtet. Also Kopf hoch und nicht jetzt schon verzagen. Probleme muss man annehmen und durchstehen. Wer aufgibt, der hat schon von vornherein verloren.


    So, nun zu dir, Texas79


    Ich schreibe eine neue Antwort für dich, damit dieses Posting hier nicht gar so lang wird.

    Hallo Texas79


    Ich kann deine Situation sehr gut verstehen. Die Lage, in der du bist, haben unzählige Frauen. Bei uns hat es auch eine ganze Zeit gedauert, bis es endlich so weit war, dass alles wirklich optimal war. Und wir lernen heute, im Rentenalter, immer noch! Man hört nie auf, etwas zu lernen.


    Warum es manchmal so schwierig ist, bei der Penetration etwas zu empfinden, habe ich ja schon ausfürhlich beschrieben. Denn es liegt weder an dir noch an deiner Vagina. Es liegt daran, dass das Gehirn erst lernen muss, diese Reize aufzuarbeiten. Der vaginale O kann zwar bei manchen Frauen ganz von selbst kommen, aber auch dann nur deshalb, weil sie einfach auch die Penetration haben wollen. Denn es geht ja nicht nur um den Orgasmus, sondern auch um das enge und liebevolle Sich-Nahe-Sein mit dem Partner. Eine echte Liebe ist somit schon auch sehr wichtig. Dann geht es jedenfalls einfacher. Ich will nun nicht sagen, dass du deinen Partner nicht liebst, weil du noch nichts empfindest. Ich will nur sagen, dass der vaginale Orgasmus ganz von selbst kommt, wenn man die Penetration trotzdem ausübt. Deinen Orgasmus kannst du trotzdem dann mit Hand oder oral bekommen, sodass du nicht frustiert sein musst,


    Dass der vaginale O erst nach Jahren kommt, ist keine Ausnahme. Wie ich schon mehrmals betont habe, liegt es auch am Partner und wie er auf dich eingehen kann. Aber um das zu tun, muss auch er wissen, wie er vorgehen muss. Lies doch auch mal die anderen Links, die ich angegeben habe. Sie sind in Deutsch und sehr leicht verständlich. Das wird dir sicher ein wenig weiterhelfen.


    Wie alt bist du denn? Sicherlich hast du noch viel Zeit vor dir, sodass du nicht verzweifeln musst. Bei uns hat es auch einige Jahre gedauert. Ich weiss zwar nicht mehr, wie lang es wirklich war, aber es können schon 2-3 Jahre gewesen sein. Aber es war trotzdem vorher auch sehr schön. Also freu dich an dem, was du hast und mach trotzdem mit der Penetration weiter. Und verkrampfe dich nicht. Wenn du mit aller Gewalt etwas erreichen willst, dann bist du nicht offen und gelöst genug, um es zu lernen. Warte also gedulgig und sprich vor allem auch mit deinem Partner, denn er muss es auch lernen, es dir wirklich schön zu machen. Aber ein gewissen Wissen ist auch für ihn notwendig.


    Dein Druck im Gepäck, wie du schreibst, ist nicht hilfreich. Geniesse erst das, was du hast, Du hast schon eine ganze Menge ereicht, indem du nun zum Orgasmus kommst. Und ob du es glaubst oder nicht, auch die guten Empfindungen, die zum klitoralen Orgasmus führen, müssen ebenfalls gelernt werden. Nur finden das viele junge Frauen und Mädchen schon bei der SB in jungen Jahren allmählich selbst heraus. Zuerst ist es nur ein leichtes angenehmen Gefühl und dann macht man deshalb weiter. Und dann wird es langsam stärker und auf einmal hat diese junge Frau oder das junge Mädchen einen Orgasmus. Aber auch dieser kann sich dann immer noch weiter verstärken mit den Jahren. Das alles hängt mit unserem Gehirn zusammen. Eigentlich müssen wir alles erst mal lernen. Den Tastsinn ganz allgemein, aber auch das Sprechen, das Laufen etc. All das lernt man ganz automatisch durch das Tun.


    Du wirst irgendwann einmal deinen vaginalen Orgasmus haben. Wann das sein wird, das weiss niemand. Denn jeder Mensch ist anders und feste Regeln kann man hier nicht aufstellen.


    Gib nicht auf und verkrampfe dich nicht. Je offener und freudiger du das erlebst, was du zu diesem Zeitpunkt erleben kannst, um so mehr Freude wirst du haben. Egal ob vaginal oder klitoral. Sogar den Orgasmus über die Brustwarzen kann man üben. Oder zumindest ein sehr starkes und anregendes Gefühl entwickeln, auch wenn eine Frau ert mal meint, da gar nicht so viel zu spüren.


    Wünsche dir viel Erfolg!!!


    Ja, noch was: Richte dich nicht nach den Pornos. Das ist fast immer alles nur schnelles Gerammel. Das führt zu keinem guten Orgasmus, auch wenn sie so aussehen. Ist meistens nur gespielt und davon kann man wirklich nichts lernen. Selbst bei Pornos mit SB wird fast immer nur schnelle gerieben, aber nicht mit Gefühl und nicht erforschend. Das Erforschen, das suchen nach den guten Stellen, das intensive "Hinhören" ("Hinspüren" sollte man besser sagen!) auf das, was du empfindest, das bringt dich weiter.

    Fremder

    Zitat

    So würde ich es ohnehin nicht sehen.

    Ja, fand ich auch. Aber du hattest dir so viel Mühe gemacht und dann kam doch recht kurz angebundene Kritik. Und du machtest den Eindruck, als würdest du nicht recht verstehen warum und woher, wo du doch nur helfen wolltest. Da wollte ich dir etwas näher bringen, was du da ohne Absicht angestoßen hast.

    Zitat

    Nun noch zu den "Aufhör- und Weitermachorgasmen". Ich würde sie lieber "kurzfristige" und "langfriestige" nennen.

    Das sind verschiedene Dimensionen. Es gibt kurze und langanhaltende Aufhörorgansmen, ebensolche Weitermachorgasmen. Viele, viele Kombinationsmöglichkeiten und letztlich ist jeder Orgasmus anders. Ich hatte diese Unterscheidung damals angesprochen, weil ich sie zum einen selbst beobachtet habe, ich sie zum anderen noch in keinem Buch zu Thema fand, das ich gelesen hatte und mich drittens die Jagd nach dem vaginalen Orgasmus, als wäre der klitorale irgendwie minderwertig, genervt hatte. Ich hatte auch zu einer Zeit nach dem G-Punkt meiner Frau gesucht, als sie da noch keine besonderen Empfindungen hatte und heute ist er einfach einer von mehreren Möglichkeiten. Dies aber sicher nicht, weil wir damals konsequent weitergeübt haben. Es kam mit der Zeit trotzdem. Ich würde aber auch heute noch keine Wertung reinbringen.

    Zitat

    Nun zu den Wechseljahren. Ich bin sehr fest davon überzeugt... Ich glaube ferner...

    Eigentlich hatte ich dich nicht nach deinen Überzeugungen gefragt, sondern ob die Studie etwas Wissenschaftliches zu dem Thema beizutragen hat. Du hast sie gelesen, du hast das Alter 40-60 erwähnt. Ich war mir nicht sicher, ob das eine was mit dem anderen zu tun hatte.

    Zitat

    Nun meinst du, dass man gar nichts tun kann.

    Das war eigentlich meine Frage: Ob man da was tun kann? Klar, was du schreibst wäre auch mein Weg. Dranbleiben, Durststrecken durchstehen, die Hoffnung nicht verlieren. Wenn es wissenschaftliche Ergebnisse gibt, die das noch sinnvoll ergänzen, dann wäre ich interessiert, davon zu erfahren.

    Fremder

    Zitat

    Die Forschungsarbeit ging jedoch hauptsächlich um den "Expanded Sexual Response” (ESR) Orgasmus. ... Der ESR O wird nur erzielt, indem mehrere Stimulationen gleichzeitig erfolgen und auch alle vom Gehirn gleichzeitig erfasst und verarbeitet werden. Das Zusammenspiel all der erogenen Zonen (also auch der Klitoris) ist dabei erforderlich.

    Auch hier würde ich keine Wertung reinbringen. Mal gefällt meiner Frau die simultane Stimulation, mal empfindet sie sie als ablenkend und störend. Keine Frau und kein Mann, bei denen ESR (noch) nicht zum "Programm" gehört, sollte sich darum einen Kopf machen.

    Hallo LovHus

    Zitat

    Auch hier würde ich keine Wertung reinbringen. Mal gefällt meiner Frau die simultane Stimulation, mal empfindet sie sie als ablenkend und störend. Keine Frau und kein Mann, bei denen ESR (noch) nicht zum "Programm" gehört, sollte sich darum einen Kopf machen.

    Werten ist nicht der richtige Ausdruck. Ich stimme dir zu, dass man sich über all diese Dinge zwar schon Gedanken machen sollte, denn ganz ohne Wissen tappt man manchmal im Dunkel und wenn man gar nicht weiss, was es alles noch geben könnte, dann tut man auch nichts dafür. Es sei denn, man ist ein Glückspilz und findet alles von selbst. Das kann ja schon geschehen, aber sicherlich nicht, wenn es um doch recht komplizierte Zusammenspiele geht. Wie viele Paare machen doch jahrelang oder sogar jahrzehnte lang immer dasselbe und wundern sich dann, dass es langweilig wird und die Lust allmählich schwindet. Andererseits sollte man keineswegs verbissen immerzu nur üben. Das Üben ist ohnehin nicht so wörtlich zu nehmen, denn es geht um das Lernen durch das Tun.


    Hätte ich vor 40 Jahren nicht zufällig einen Artkel im Ärzteblatt über den G-Punkt gelesen, dann hätte ich wahrscheinlich selber diesen nicht gefunden bei meiner Frau. Ein gewisses Wissen ist also schon hilfreich. Möglich oder denkbar ist es natürlich schon, dass wir den G-Punkt auch ohne das Wissen gefunden hätten. Nur hätten wir dann nicht gewusst, wie und warum das alles geschieht. Es hätte aber auch sein können, dass wir das alles nicht von selbst gefunden hätten. Wer kann so etwas beweisen?


    Die heutige Forschung hat uns viel an Hilfe angeboten. Sie kann auch zur Verwirrung fürhren, wenn man nicht alles versteht oder noch schlimmer, wenn man etwas falsch versteht. Ein gutes Beispiel ist ja hier unsere Diskussion in diesem Forum. Viele Frauen - so schliesse ich aus den Antworten - haben nun gemeint, der klitorale O sei nichts wert gegenüber dem vaginalen und sie müssten sich verteidigen. Diese Einstellung ist ungut und bringt nichts und schdadet vielleicht sogar. Andererseits können die neuesten Forschungen vielen Frauen und Paaren helfen, ein erfüllteres Sexleben zu finden.


    Es hat immer alles seine zwei Seiten.


    Bezüglich Wechseljahre habe ich leider keine wissenschaftliche Arbeit bezüglich der Urachen für nachlassende Libido während der Wechseljahre gefunden. Es wird nur immer darauf hingewiesen, dass die oft auftretenden körperlichen Unpässlichkeiten logischer Weise die Lust verringern, so lange sie andauern. Zum Glück haben die meisten Frauen nicht ständig diese Unpässlichkeiten und es gibt ganz normale Tage zwischendurch.


    Es wird aber auch immer wieder darauf hingewiesen, dass die Probleme nach den Wechseljahren aufhören und sogar das Sexleben intensiver und befriedigender erlebt wird. Aber auch hier kann man keine Regel aufstellen. Nach meiner Erfahrung spielt es ein große Rolle, wie es vor den Wechseljahren war und ob die Frau schon vorher wirklich ein erfülltes Sexleben hatte. Dann sind die Möglichkeiten viel größer, auch später noch guten Sex zu haben.


    Zu viel Furcht vor den Wechseljahren ist sicher auch nicht hilfreich. Auch der Partner spielt sicher eine große Rolle. Verständnis und Einfühlungsvermögen sind hier besonders gefracht. Und natürlich auch ein gelegentlicher Verzicht. Oder besser gesagt: ein Aufschub. Drängen sollte man die Frau nicht, das macht es nur noch schlimmer. Denn dann hat sie ein schlechtes Gewissen und ihre Probleme vermehren sich (seelisch UND körperlich). Ganz ohne Sex muss ja auch in den Wechseljahren nicht sein. Und meisten ist ja der Mann dann auch ein wenig älter und nicht mehr ganz so stark unter Druck. Also keine Angst, sondern Gelassenheit für die Zukunft! Ganz so schlimm wird es meistens gar nicht (Ausnahmen bestätigen allerdings auch diese Regel).

    das schon, aber trotzdem habe ich seit eröffnung des fadens das gefühl: ey, erzählt ihr kerls mir nix über meine orgasmusarten und die möglichkeiten, diese zu erreichen >:(


    kann ich sachlich auch gar nicht begründen!

    Dann ist das wohl eher kein Faden für dich, Seherin. Wobei ich "ihr Kerls" ziemlich verallgemeinernd finde. Ich habe dir bestimmt nichts Ähnliches geschrieben.


    Es scheint aber eine Menge Frauen zu geben, die das brennend interessiert. Wie sonst sollten sich tausende Probandinnen finden, die sich an Kabel anschließen lassen, um Forscher herausfinden zu lassen, bei welcher Stimulation welcher Nerv was in Hirn bewirkt, was zunächst nicht aber später doch zum Orgasmus führt. Das ärgert mich zwar nicht persönlich, im Sinne von " >:( ", verwundert aber doch deutlich in Richtung :-o und :-/ .

    Zitat

    Wie sonst sollten sich tausende Probandinnen finden, die sich an Kabel anschließen lassen, um Forscher herausfinden zu lassen, bei welcher Stimulation welcher Nerv was in Hirn bewirkt, was zunächst nicht aber später doch zum Orgasmus führt.

    Ähm, es gibt Geld dafür???

    Hallo


    Die Seherin

    Zitat

    das schon, aber trotzdem habe ich seit eröffnung des fadens das gefühl: ey, erzählt ihr kerls mir nix über meine orgasmusarten und die möglichkeiten, diese zu erreichen

    Ich weiß im Moment gar nicht, was du eigentlich mit dieser Aussage mitteilen wolltest. Meinst du, es geht einen Mann gar nichts an, wie und was seine Partnerin empfindet? Und meinst du im Ernst, dass ein Mann nicht dazu beitragen kann, dass man gemeinsam etwas findet, etwas ausprobiert? Ein gewisses Wissen ist dazu notwendig. Warum sollte man ein Wissen nicht teilen?


    Sex ist doch eine Sache, die immer zwei Menschen angeht. Ich spreche jetzt nicht über SB, sondern über Paarsex. Da kann es doch dem einen Partner nicht gleichgültig sein, was und wie der andere etwas empfindet. So etwas kann ich mir gar nicht vorstellen. Es sei denn, es geht um ONS oder sonstigen schnellen reinen Sex und nur um eine kurzfristige Befriedung. Aber doch nicht um eine Beziehung.

    Ich weiß, hätte ich gleich tun sollen, aber nun habe ich mir den Link zum fadenauslösenden Artikel im Ausgangsbeitrag angesehen. Und komme mir ein wenig vor wie in 1001 Nacht, nur in modern.


    Der Artikel stammt von H. Ümit Sayin, M.D. vom Institute of Forensic Sciences, Cerrahpaşa Medical School, İstanbul University, Cerrahpaşa, İstanbul-Turkey und wurde im Dezember 2012 im wissenschaftlichen Journal "Neuroquantology" veröffentlicht, von dem Wikipedia weiß:

    Zitat

    NeuroQuantology is a quarterly peer-reviewed interdisciplinary scientific journal that covers the intersection of neuroscience and quantum mechanics. It was established by Sultan Tarlacı in April 2003. It is abstracted and indexed in the Science Citation Index Expanded and according to the Journal Citation Reports, the journal has a 2013 impact factor of 0.439, ranking it 240th out of 251 journals in the category "Neuroscience".

    Der Artikel selbst steht unter der Rubrik "Altered States of Consciousness". Der komplette Titel des 23-seitigen Artikels lautet: "Doors of Female Orgasmic Consciousness: New Theories on the Peak Experience and Mechanisms of Female Orgasm and Expanded Sexual Response" und die .pdf-Datei dazu heißt: "sayin-neuroquantology-13-doors-of-female-orgasmic-consciousness.pdf".


    Seit Newtons Himmelsmechanik bedeutet wissenschaftliche Aufklärung wohl die Offenlegung von "Mechanismen". Und die Neurologie/Gehirnforschung lebt von der Hoffnung, dies auch für Bewusstseinszustände leisten zu können. Neuroquantology versucht dies wohl im Verbund mit der Quantenmechanik, der es gelungen ist, dem Begriff "Mechanik" wieder etwas Mystischen zu geben. Zumindest erkennt sie an, dass es da ein Messproblem gibt.


    Was hat die Autorin des Artikels getan? Aus dem Abstract:

    Zitat

    We have investigated the ESR [expanded sexual response] phenomenon using a specific ESR-Scale in a series of surveys among ESR-women, compared to the control groups and defined the main characteristics of ESR phenomenon in the human female.

    Ich verstehe, dass diese "ESR-women" für die Bewusstseinsforschung ebenso interessante Untersuchungsobjekte sind, wie LSD-Junkies oder tibetische Mönche.


    Aber wehe, wenn sich solche Forschung mit einer Leistungsethik verbindet: "Mensch, hol das Meiste aus deinem Potenzial!" und wer nicht erfindet wie Edison oder Klavier spielt wie Rubinstein oder kommt wie ??? ist ein Versager.

    Zitat

    Aber wehe, wenn sich solche Forschung mit einer Leistungsethik verbindet: "Mensch, hol das Meiste aus deinem Potenzial!" und wer nicht erfindet wie Edison oder Klavier spielt wie Rubinstein oder kommt wie ??? ist ein Versager.

    vielleicht ist escgerade das, was mich so nervt... und ich meine damit nicht "euch kerls" hier, sondern insgesamt die männer, die frauen gutgemeint den leistungsdruck erhöhen!

    Zitat

    Ja. Und die, wie ich schon anmerkte, mir was über die Qualität meiner Orgasmen erzählen wollen. Nee, brauche ich nicht und finde ich nicht OK.

    Jetzt hör mal zu, du Emanze!


    Hier unterhalten sich Männer(!) voller Engagement und Hingabe über EURE Orgasmen (also auch deine!), und da ja bekannt ist, dass der Mann von Wissenschaft und Logik (und um nichts anderes geht es schließlich beim weiblichen Orgasmus) WESENTLICH mehr Ahnung hat als die Frau, solltest du dir die Widerworte sparen und stattdessen den selbstlosen Helden hier huldigen und sie voller Dankbarkeit lobpreisen!


    Und eines noch: WENN ein Mann sagt, dass du auf diese oder jene Art und Weise die tollsten, herrlichsten und überhaupt weltbewegensten Orgasmen erreichen kannst.....DANN IST DAS AUCH SO!


    PS: :-]

    Dante, Deine Ironie ist mir ein wenig zu aufdringlich. Aber na gut, Aufdringlichkeit scheint ja hier ein Sub-Thema zu sein.


    Ich finde die Ironie (?) viel bemerkenswerter, dass in Instanbul die mit der Sexualität verbundenen Bewusstseinszustände am Institut für forensische Wissenschaften studiert werden. So nahe an der Kriminalisierung habe ich Sexualität schon lange nicht mehr gesehen. Aber vielleicht täusche ich mich und in der Forensik geht es auch um Entkriminalisierung.