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    Ist das ein Fazit aus der Untreue Deines Mannes? :-o Sehr schade und traurig :°_

    Ja, wobei es nicht die Untreue an sich war, die konnte ich ihm Anfangs noch verzeihen, es waren seine permanenten Lügen und das Misstrauen, das sich irgendwann auch nicht mehr abstellen lies.


    Wobei ich nicht mehr darüber weinen muß (trotzdem danke für den Trost), ich hab mich mit der Situation abgefunden und meinen eigen, nicht minder seltsamen, aber für mich zur Zeit passenden Weg gefunden.

    @ caliopea

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    Die gewisse Würzung beibehalten oder dich endgültig für deine Frau oder Freundin entscheiden

    Ich habe mich schon vor sehr langer Zeit für meine Frau entschieden x:) Wie es weiter geht, weiß ich nicht - nur weiß ich, daß ich mit meiner Frau alt werden möchte - sie ist ein Teil von mir ... :)z Nur gehört eben diese andere Seite ("Gewürzseite") auch zu mir und ich will sie verstehen - wo kommt sie her - kann und will ich/wir damit leben ... Ich möchte sie nicht unterdrücken, weil ich eben der Meinung bin, auch meine Frau hat ein Recht darauf, mich KOMPLETT zu sehen und zu lieben - nur dazu muß ich auch alles, was in mir ist zulassen und nicht nur die "netten" Teile zeigen ...

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    Ja, wobei es nicht die Untreue an sich war, die konnte ich ihm Anfangs noch verzeihen, es waren seine permanenten Lügen und das Misstrauen, das sich irgendwann auch nicht mehr abstellen lies.

    Das mit den Lügen ist wohl eine tragische Begleiterscheinung der Untreue - dummerweise wohl aus der Unfähigkeit, offen mit dem Thema umzugehen. Lieber versteckt man es und macht so wohl alles nur noch viel schlimmer. Ist aber interessant, daß Du mit der Untreue ansich hättest umgehen können? Darf ich fragen, wie lange Du es "ausgehalten" hättest? Und was Du da gemacht hast/hättest? Gleiches mit gleichem vergelten o.ä.???

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    was ich nicht möchte das man mir antut, tue ich auch anderen nicht an :)^


    und wenn ich mit jemandem lebe, muß er so ähnlich denken wie ich, sonst geht es nicht

    Exakt. Und man wird schwerlich einen anderen von einer völlig gegenteiligen Einstellung überzeugen können, wenn diese ihm weh tut.

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    Was ich nicht negativ sehe, kann mich nicht verletzen

    Bemerkenswert. DAS würde ich nicht schaffen - das ist "Selbstbetrug" auf höchstem Niveau. Aber ich erkenne durchaus, dass manche Menschen sich ihre Welt "schönreden" müssen, um überhaupt "überleben" zu können. Ich kenne auch so jemanden in meinem Umfeld. Ähnliches Phänomen: Einfach unangenehme Dinge verdrängen und vergessen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

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    Ich möchte nur für mich die Beweggründe verstehen: Warum ist man traurig und warum leidet man?

    Du hast doch schon sehr viele Beweggründe für die Sichtweisen anderer bekommen. Und darin liegt doch auch die Motivation für das jeweilige Handeln. Gefühle wirst Du schwer "wissenschaftlich" erfassen können. Emotionen sind auch nicht diskutierbar.(Deshalb dreht sich hier das Gespräch ja ständig im Kreis) Man hat sie oder nicht. Sie tun "weh" oder nicht. Das ist einfach so. Das sollte man einfach mal so stehen lassen.:-)

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    Das mit den Lügen ist wohl eine tragische Begleiterscheinung der Untreue - dummerweise wohl aus der Unfähigkeit, offen mit dem Thema umzugehen.

    Vermutlich ist das weniger eine tragische, als einfach eine folgerichtige Begleiterscheinung. Wenn man weiß, dass der Partner womöglich die Reißleine zieht und die ganze Beziehung in Frage stellt, wenn er von der Untreue erfährt, wird eben gelogen. Insofern hängt es schon sehr damit zusammen, wie der Partner reagiert, bei mir war es geradezu ausschlaggebend. Warum ist man unfähig, offen damit umzugehen? Ich denke, es hat mit Angst zu tun, denn in dem Moment, wo sich einer von beiden "öffnet", selbst wenn es ohne Lügen geschieht, verändert sich die ganze Beziehung.

    Ich konnte auch mit der Untreue an sich nicht leben, damit meine ich, ich habe und hätte sie nie geduldet. Aber ich habe es ihm trotzdem mehrmals verziehen(und eben einmal selbst eine Affaire begonnen). Irgendwann bin ich dann an einen Punkt gekommen, da hab ich ihm klipp und klar gesagt, dass ich nicht damit umgehen kann, dass ich ihm nicht wieder verzeihen werde und das eine neuerliche Untreue das definitive Ende unserer Ehe sein wird. Tja schlußendlich ist es dann genauso gekommen. Beim nächsten Mal hab ich ihn noch am gleichen Tag aus unserer Wohnung geworfen und tief in mir war ich erleichtert, dass das Drama endlich vorbei war.

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    Was ich nicht negativ sehe, kann mich nicht verletzen

    "ich baute 'ne Mauer um mein Herz


    keine Lovestories mehr, aber auch keinen Schmerz" von udo;-D


    nee, so will ich nicht leben:|N mir selbst was vorzumachen, alles positiv denken, schön denken? auf gar keinen fall. mich selbst hinter irgendeiner fassade verstecken?

    @ Kaja

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    DAS würde ich nicht schaffen - das ist "Selbstbetrug" auf höchstem Niveau.

    Würde ich nicht so sehen und sagen - dies mag für Dich so aussehen, aber für mich ist genau das Knackpunkt: Lebenseinstellung (siehe Tibeter)

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    Einfach unangenehme Dinge verdrängen und vergessen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

    Das ist etwas Anderes - dies meine ich nicht/keine Vogel-Strauß-Mentalität ... ganz im Gegenteil - ich denke es ist eher ein reflektierteres und bewußteres Wahrnehmen der Gegebenheiten - verarbeiten und DANN darauf reagieren, als nach den "ererbten" Schematas!?

    Mermaid Kaja

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    Sie tun "weh" oder nicht. Das ist einfach so. Das sollte man einfach mal so stehen lassen.

    Hm, da kann ich Prions schon verstehen. Ich finde es nicht so selbstverständlich, dass ich für die Emotionen meines Partners Verantwortung übernehmen muss. Insofern ist es wichtig, was hinter diesen Schmerzen steht, dann kann man leichter damit umgehen. In meinen Augen heißt Liebe nicht "tu nichts, was mir weh tut". Das würde heißen, man tritt auf der Stelle, setzt sich nie mit sich selbst auseinander, entwickelt sich nicht weiter.

    Monika

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    Warum ist man unfähig, offen damit umzugehen? Ich denke, es hat mit Angst zu tun, denn in dem Moment, wo sich einer von beiden "öffnet", selbst wenn es ohne Lügen geschieht, verändert sich die ganze Beziehung.

    da hast du ganz bestimmt recht, ich war damals sicher nicht in der Lage und vor allem war es auch ganz klar, daß er die Beziehung nicht öffnen wollte. Mit der Untreue meinerseits konnte er dann schon gar nicht umgehen.

    @ prions

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    mich KOMPLETT zu sehen und zu lieben - nur dazu muß ich auch alles, was in mir ist zulassen und nicht nur die "netten" Teile zeigen ...

    Was würdest du tun, wenn deine "Frau" deinen Weg nicht mehr mit dir gehen möchte und dich aus Liebe frei gibt, um dich frei entfalten zu können.


    Würdest du nicht den "Besten Teil" deines Lebens dafür riskieren???

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    Emotionen sind auch nicht diskutierbar.(Deshalb dreht sich hier das Gespräch ja ständig im Kreis) Man hat sie oder nicht. Sie tun "weh" oder nicht. Das ist einfach so. Das sollte man einfach mal so stehen lassen.

    Man kann aber ergründen, WOHER diese Emotionen kommen und WARUm man diese und nicht andere hat ...! :)z Zudem muß man rein gar nichts EINACH SO stehen lassen - in meinen Augen sollte man ALLES hinterfragen und versuchen es zu verstehen. Immerhin dreht sich die Sonne doch nicht um die Erde - obwohl es einst EINFACH SO war! :)z