Monika

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    Frei zu entscheiden, das ist ja das, was ich diskutiert habe. Wann fällt man wirklich eine freie Entscheidung? Meiner Ansicht nach nur dann, wenn diese nicht hauptsächlich auf Gefühlen beruht, denn dann ist man nicht frei, sondern sich selbst ausgeliefert. Und die Entscheidung treu zu sein oder zu bleiben oder noch mehr, die Entscheidung sich zu trennen oder bei jemandem zu bleiben trotz im Grunde kranker Beziehung, kann alles auf Gefühlen beruhen, die im Grunde unfrei machen. Man möchte etwas Anderes, "kann" aber nicht. Vor sich selbst oder anderen kann man das aber super rechtfertigen, deshalb finde ich es schon wichtig sich selbst zu hinterfragen.

    Ich verstehe diese Abspaltung der Gefühle nicht. Die Gefühle sind doch ein ganz wesentlicher Teil von einem Menschen. Eine vernünftige Entscheidung berücksichtigt meiner Meinung nach zwangsläufig auch die vorhandenen Gefühle.


    Wer sagt denn, dass Gefühle (neben) anderen Faktoren keine Basis für eine Entscheidung sein dürfen? ??? Ich finde sie dürfen, ja sie sollten sogar ausführlich berücksichtigt werden.


    Wenn man eine bestimmte Entscheidung noch nicht treffen kann, dann will man eben noch nicht richtig. Dann hält man lieber an der Situation fest. Ist auch ok. Es kann sogar vernünftig sein (scheinbar) unvernünftig zu handeln. Dieses "Eigentlich möchte ich etwas, ich kann aber nicht" kommt mir unehrlich sich selbst gegenüber vor. Denn wenn man etwas will, und es nichts gibt, was ausreichend stark dagegenspricht, wird man es auch relativ leicht tun können. Solange man noch nicht anders handeln kann, bedeutet das, dass man es noch nicht (genug) will. z.B. weil man bestimmten Gefühlen (noch ?) Priorität einräumt. Entscheidungsfreiheit ist auch etwas, das man sich erarbeiten muss. Wenn man Verstand und Gefühl gegeneinander auspielt, statt sie zum eigenen Vorteil zusammen an einer Lösung arbeiten zu lassen, darf man sich nicht wundern, wenn man die Gefühle als Freiheitsverhinderd erlebt... ;-D

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    das beste hat man in solchen fällten trotzdem nicht. wenn ich das beste schon habe, suche ich nichts anderes mehr

    Ich weiß nicht, wie ich es Dir noch erklären soll - stell Dir vor, Du hast einen perfekten Kombi (großes Auto) - er fährt super, verbraucht nicht viel, dafür bekommt man viel rein, er geht nie kaputt ... Ab und an möchtest Du aber oben ohne fahren - im Sommer - und kaufst Dir deswegen NEBEN dem Kombi noch ein kleines Cabrio. Ist deswegen der Kombi nun schlecht? Nein, er ist immer noch der beste Wagen für Dich und Deine Bedürfnisse, nur gibt es ihn leider nicht als Cabrio - beim besten Willen wirst Du auch nie einen Kombi finden, der zeitgleich ein schnittiges, kleines Cabrio sein wird! :=o

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    Ich weiß nicht, wie ich es Dir noch erklären soll - stell Dir vor, Du hast einen perfekten Kombi (großes Auto) - er fährt super, verbraucht nicht viel, dafür bekommt man viel rein, er geht nie kaputt ... Ab und an möchtest Du aber oben ohne fahren - im Sommer - und kaufst Dir deswegen NEBEN dem Kombi noch ein kleines Cabrio. Ist deswegen der Kombi nun schlecht? Nein, er ist immer noch der beste Wagen für Dich und Deine Bedürfnisse, nur gibt es ihn leider nicht als Cabrio - beim besten Willen wirst Du auch nie einen Kombi finden, der zeitgleich ein schnittiges, kleines Cabrio sein wird!

    Der Vergleich geht aber auch ziemlich in die Putzfrau-Ecke. ;-D Welche Frau (oder welcher Mann) möchte schon ein symbolischer Kombi sein? :-o Also ich nicht. Und ich finde auch den Gedanken schrecklich, betrogen zu werden, NICHT weil man so unausstehlich geworden wäre, sondern fast im Gegenteil: Weil man zu angenehm íst, um verlassen zu werden. :-/