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    emotionalen "Herzschmerz" (z.B. Liebeskummer) reden. Kleinkinder haben keine Angst betrogen und belogen zu werden, weil sie es (von naturaus) nicht kennen, sondern erst ERLERNEN/abschauen/kopieren ...

    Warum haben dann Kleinkinder Angst, verlassen zu werden, oder wenn sie die Mutter oder Ihre Beziehungsperson nicht mehr sehen, sie anfangen zu weinen


    Ich glaub du redest dir hier was schön, das sind Ur-Instinkte die lassen sich nicht so leicht wegmanipulieren oder einfach unterdrücken @:)

    @ Prions

    nein, das meinte ich nicht, aber trotzdem kennen Kinder eine "Art" Liebeskummer, die schon im Kleinkindalter anfängt und da bekommen sie diese Angst garantiert nicht vorgelebt. @:)


    Deshalb mein ich auch, das die Verlassensangst und Angst betrogen zu werden ein Urinstinkt sind - die meisten sind schlicht machtlos gegen diese Angst. Man kann vielleicht die Angst unterdrücken oder versuchen nicht zu zulassen, aber trotzdem bricht sie immer wieder aus :°(

    @ lw

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    Deshalb mein ich auch, das die Verlassensangst und Angst betrogen zu werden ein Urinstinkt sind - die meisten sind schlicht machtlos gegen diese Angst. Man kann vielleicht die Angst unterdrücken oder versuchen nicht zu zulassen, aber trotzdem bricht sie immer wieder aus

    Siehst Du, ich bin eben überzeugt davon, daß dieser Liebeskummer kein Uristinkt ist - wofür sollte er nützen? Zum Überleben? ??? Die Angst allein zu sein ist da eine andere Angst! Die Gruppe war zu Urzeiten wichtig zum Überleben - bot sie doch Schutz, Gesellschaft, Fortpflanzung, Jagderfolg usw. Aber die Angst von einem bestimmten (Sexuel-)Partner verlassen zu werden, soll zum Überleben nutzen? Nein, ich meine, es ist eine neuzeitl./moderne Erscheinung, die die Gesellschaft hervorgebracht hat. Kein Säugetier zeigt Liebeskummer gegenüber einem bestimmten anderem Tier aus der Gruppe - allerdings zeigen Tiere schon die Angst allein zu sein (Uristinkt (!) - sind eben Herden-/Hordentiere).


    Ich stimme Dir aber zu, wenn Du sagst, daß es sehr tief in uns drin sitzt (auch in mir!) und wir meinen, daß es eben "natürlich" ist, bei Liebeskummer zu leiden und entsetzt zu sein, wenn der Partner fremd geht. Aber bedenke, wie vielen Generationen diese Angst schon vorgelebt wurde und wie viele Generationen diese Angst schon erinnerlichten und mit einer entsprechenden Überzeugung an die nächste Generation weiter gaben ... Wirklich rational ist dies aber nicht. :-/

    @ Prions

    ich habe selber Kinder, lebe ihnen keinen Liebeskummer vor und trotzdem haben sie ihn

    Woher
    Medien???


    Glaub ich nicht, das ist einfach ein Gefühl, das sich bildet und mit der Reife mal schwächer mal stärker ist - wie Eifersucht!!! es gibt Menschen die nie im Leben eifersüchtig werden, und es gibt Menschen, da reicht nur ein Blick zu jemand anderen und die Eifersucht bricht aus!!!


    Wurde auch nicht vorgelebt oder eingetrichtert, aber unumstitten ist sie da.


    Gefühle, hängen vielleicht auch mit unserem Denkvermögen zusammen, da wir nun die einzigen so "hochentwickelten" Lebewesen sind, verändert sich dort vielleicht auch was.


    Wenn Liebe mit Füßen getreten wird, und das passiert beim "Betrug", dann sind das Schmerzen im Herzen und in der Seele, aber nicht weil irgendjemand das von einem erwartet, sondern weil man selber einfach so fühlt!!!


    Nimm z. B. die Trauer, warum heißt es ein Trauerjahr??? Weil man meistens soviel Zeit braucht um einen geliebten Menschen "zu verabschieden". Trauer ist auch ein Gefühl, das nicht vorgelebt wird, sondern man empfindet einfach so.:)*

    Prions

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    wofür sollte er nützen? ... Wirklich rational ist dies aber nicht.

    Was hat Rationalität mit Nützlichkeit zu tun. Und was haben Gene mit diesem oder jenem zu tun. Und was macht es für einen Unterschied, wie man zu seinem Liebeskummer kommt?


    Deine Rationalisierungen sind auch alles andere als rational :=o;-).

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    Was hat Rationalität mit Nützlichkeit zu tun. Und was haben Gene mit diesem oder jenem zu tun.

    Die Gene geben uns von Natur aus mit, was wir für's Überleben brauchen. Von daher läßt sich aus der Ecke "orten", was Liebe nun wirklich ist und ob man mit Frau und Geliebter klar kommen kann ...

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    "sinnvoll" im Sinne von "für das Überleben von Vorteil"

    Ich atme, um zu leben; aber ich lebe nicht, um zu atmen. Sinnvoll ist nicht das Atmen, sondern eventuell das, was ich tue, während ich gleichzeitig natürlich nicht aufhöre zu atmen.


    Will nur sagen, dass "sinnvoll" in dem von dir gebrauchten Sinne nicht sinnvoll ist ;-).