Ich kann euch allen auch noch ein nettes Beispiel dazu geben, wie vielseitig Fremdgehen sein kann:


    Ich kenne seit 2 Jahren aus meinem Fitnessstudio den A., wir haben uns immer sehr gut verstanden, nachher auch beim ihm mehrmals getroffen (aber nichts ist sexuell passiert, er ist schon ein Gentleman).


    Er hat eine Frau seit 15 Jahren, er war mit ihr verheiratet, hat sich dann aber scheiden lassen, aber beide leben heute noch miteinander und lassen sich gegenseitig nicht gehen.


    Er hat mir ehrlich und offen von seinem inneren Konflikt erzählt, dass er mich beneiden würde, wie frei ich doch trotz meinem Gefährten leben würde, er wäre auch lieber frei. Aber er würde so sehr an ihr hängen, obwohl sie doch einen sehr unterschiedlichen Charakter im Gegensatz zu ihm hat. Er wäre einfach an sie gewöhnt, und kann sie nicht verletzen.


    Er hat mich mit meinem Freund auch eingeladen, um mir ein besseres Bild von seiner Situation zu machen. So lernte ich auch sie kennen und muss sagen sie ist sehr sympathisch genauso wie er auch. Sie leben nur irgendwie in einem Dilemma.


    Ich meine als er mich kennengelernt hat, stand er erst auch wohl nur sexuell auf mich, ich habe dem aber nie nachgegeben, weil ich keine Nummer in einer Liste sein will (auch wenn er immer beteuert hat, er hätte sie jahrelang nicht betrogen, erst ich hätte ihn sehr gereizt). Ich bin halt misstrauisch bei menschlichen Aussagen im allgemeinen.


    Aber nach und nach im Lauf der Zeit habe ich gemerkt, wie er immer mehr sich in mich verliebt hat, immer wenn er mich jetzt sieht, geht die Sonne erst richtig auf, und das nicht nur aus Geilheit. Das verträumte Leuchten in seinen Augen gewinnt immer mehr an Intensität.


    Er hat mich erst letztens beim Einkaufen ganz fest umarmt, sog meinen Duft ein und wollte mich kaum aus seiner Umarmung lassen, dann diese Blicke dabei. Als ich mich endlich befreit hatte, hat er mir noch länger und traurig intensiv nachgesehen, als ich dann weggegangen bin.


    Aber ich würde mich nicht mit ihm einlassen wollen, weil seine Freundin nächsten Monat ihr erstes Kind mit ihm bekommt, da mische ich mich nicht ein. Ich spiele zwar sehr gern bösartige Spiele, aber nicht so welche, die mir zu ernst sind.

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    und jeder Einzelne für sich entscheiden muss, ob er verletzt ist oder einfach darüber hinweg sehen kann

    Ich behaupte, man kann kaum frei darüber entscheiden!

    Prions, das verstehe ich jetzt nicht. :-/ Wie passt das hiermit

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    Dann leide eben nicht! Es liegt an dem "betrogenen" Part, diesen Teufelskreis zu durchbrechen!!!

    zusammen????

    @ Mae

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    Wie passt das hiermit

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    Dann leide eben nicht! Es liegt an dem "betrogenen" Part, diesen Teufelskreis zu durchbrechen!!!

    zusammen ?

    Das paßt ganz gut zusammen. @:)


    Ich meinte das im Sinne von: jeder ist eben mehr oder weniger abhängig vom Umfeld und kann sich davon nur sehr schwer frei machen - daher wird er wohl kaum frei entscheiden können. SOLLTE er aber!!! Denn nur er kann den Teufelskreis durchbrechen - dazu gehört es aber auch, mit den Vorstellungen des Umfeldes zu brechen und NUR auf sich und sein Gefühl zu hören! DAS ist sicher schwer, aber durchaus machbar! :)*


    Ich habe das Ganze selber durch und weiß, vor welchen Hürden man steht. Aber wie man hier sieht, bringt es einen persönlich weiter - man wir wieder ein Stück unabhäniger. So interessiert es mich nicht besonders, was andere Leute zu meinem "Weg" meinen (wie man auch ier im Forum wohl sehen kann) - mich interessiert im Grunde selbst das, was meine Familie (also meine engster sozialer Kreis) dazu sagt, nur am Rande (sie dürfen mir ihre Meinung sagen, aber nicht aufdrängen!), denn gehen muß diesen Weg ganz allein ICH! Und ich muß damit klar kommen - vor mir und der Welt, die ich dazu "einlade" ... :-)

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    Ich will ja nur, daß der "betrogene" Part versteht, daß es nicht an IHM liegt - er/sie sich daher auch keine Vorwürfe machen muß und auch nicht an seinem Selbst bauen muß (Selbstwertgefühl usw.)

    Das ist ein Paradigma, was bei den meisten Menschen, die Affären haben, sicher auch nicht zutrifft. Ich kenne wirklich niemand (und es sind schon ein paar Beispiele) einschließlich mir, die nur wegen ein paar Prozentpunkten oder der Haarfarbe im Extremfall, eine Affäre haben. Was übrigens auch was wäre, was ich nicht wirklich akzeptieren könnte, jedenfalls nicht als Konzept. Wie gesagt, den meisten fehlt schon etwas mehr, weshalb es ja auch so häufig ist, dass Affären sehr intensiv werden.