Na ja, Prions, für mich wird aber auch eine Liebe geschmälert, wenn nichts oder wenig zurück kommt. Das muss ich zugeben. Hat sich halt in den Jahren des praktizierten Lebens bei mir so entwickelt. Schließlich denke ich ja (auch) an mein Glück. Was ich jetzt meine, kann man glaube ich aber nicht als "Loslassen" bezeichnen. Wirklich lieben kann ich immer nur eine Frau. Auch wenn es ein Gefühl ist, versuche ich doch, mit etwas Intellekt dieses Gefühl zu steuern. Was soll ich einer unerwiderten Liebe nachtrauern, wenn eine neue anklopft?

    Jede Liebe ist ein Konstrukt.


    Trotzdem gibt es sicherlich Fälle, wo sich zwei Menschen gegenseitig bedingungslos lieben!


    Meine Nachbarn von schräg gegenüber machen den Eindruck…


    Sollten sich jetzt UserInnen diesbezüglich hier wieder einmal "outen" müssen - sorry, euch glaub ich das nicht.

    ehrlichER

    Zitat

    Tendenziell stimme ich dir zu, Monika. Aber es gibt eine Dunkelziffer für problemlose Affären. Die kommen nämlich meist nicht an die Öffentlichkeit, schon gar nicht in problemlastigen Foren.

    Glaubst du, das sind gefühllose Affären? Ich redete nicht Problemen, sondern von Gefühlen und die gibt es in Affären meistens sogar reichlich, das heißt nicht automatisch, dass die Beteiligten unglücklich sind.:)z

    das Konstrukt Liebe? :-/

    Zitat

    Ein Konstrukt ist ein nicht direkt beobachtbarer Sachverhalt innerhalb einer wissenschaftlichen Theorie. Konstrukte sind somit gedanklicher bzw. theoretischer Natur. Das bedeutet nicht, dass der betreffende Sachverhalt nicht "existiert", sondern nur, dass er aus anderen, beobachtbaren Sachverhalten (sog. Indikatoren) erschlossen wird. Daher spricht man auch von latenten Konstrukten (oder latenten Variablen). Der Prozess des "Erschließens" heißt Operationalisierung.

    Komische Liebe, die ihr da spürt ;-)

    Zitat

    einseitige Liebe halt

    Muss (wie Prions schreibt) nicht so sein. Kann sein, dass mich das Ziel meiner Liebe (also mein Mann ;-)) auch liebt. Und eine Andere eben auch.


    So, wie es caliopeas Freund tat. Sie konnte unter diesen Umständen nicht mehr mit ihm zusammen sein. Sie hat es ja probiert. Und mir ginge es vermutlich genauso. :)z


    Dass sie sich von ihrem Freund getrennt hat, das heißt doch nicht, dass sie aufgehört hat, ihn zu lieben. Sie hat nicht gesagt: "Wenn du sie nicht lässt, dann liebe ich dich nicht mehr." Sie hat ihre Liebe also nicht an Bedingungen geknüpft (ginge ja auch gar nicht).

    Hallo Gentleman,


    ich bin zwar selbst ein Männer und jünger als du, kann aber deine Erfahrungen, insbesondere deine zwiespältigen Gefühle sehr sehr gut nachvollziehen. Ich habe Ähnliches erlebt, nur nicht in solchen Zeitraum-Dimensionen, wie den Deinen und ohne Kinder, Familie und dergleichen. Dennoch fand ich nicht, dass dies dadurch abgeschwächt werden würde. Meine letzte Beziehung dauerte 2 Jahre. Sie (die Frau) ist bildhübsch, erotisch, intelligent, reif - ich könnte noch mehr schreiben. Aber der Sex: sie verkrampft sofort - und ich hätte nie gedacht, dass vaginale Muskel dermassen stark sein können, dass ich nicht eindringen kann. Es sei denn mit äusserster Brutalität, was einer Vergewaltigung gleich käme. Der Hintergrund ist für mich zwar offensichtlich: extrem dogmatische erzkonservative, um nicht zu sagen kranke katholische Erziehung, wo gilt: Sex = böse und verdorben. Hängt ihr bis heute nach, eine Therapie oder auch nur der Versuch eines Umdenkens waren für sie nie drin und auch hierbei wollte ich sie zu nichts zwingen. Sexuell hat sie praktisch kein Interesse, egal was ich tat, um sie zu stimulieren. Und ich meine damit nicht blosses Technik-BlaBla. Ich habe ein wundervolles Essen gemacht, wofür ich tatsächlich Bücher und Internet zu Rate ziehen musste, da ich bis dato ein miserabler Koch war, der froh gewesen ist, wenn seine Ravioli nicht in der Mikrowelle verbrannt sind. Ich lud sie zu einem Dinner ein, machte ihr selbst nach 2 Jahren den Hof, war mal der Schmuse-Typ, mal der Italian Lover. Es ging sogar soweit, dass ich ihr einen Freibrief ausgestellt habe, es mit anderen Männern treiben zu können, denn ich wollte sie nicht verlieren. Was das alles in und mit mir angerichtet hat - ich glaube, das muss ich dir nicht erst erklären, das weisst du besser als ich. Aber im Gegensatz zu dir habe ich mich moralisch festgezurrt, hatte etliche Gelegenheiten, nicht nur für Seitensprünge, sondern versteckte dauerhafte Beziehungen, sprich: eine Geliebte. Nichts davon habe ich wahrgenommen, bis ich schliesslich das Gefühl hatte, gar kein richtiger Mann mehr zu sein. Und wenn, dann einer ohne Sexualleben. Es tat mir innerlich weh, sehr sogar, aber ich trennte mich von meiner Freundin. Ich denke nicht, dass dies für dich die richtige Lösung wäre, dafür weichen unsere Parallelen doch zu weit voneinander ab. Ich weiss auch nicht, ob ich dir damit in irgendeiner Weise helfen kann, glaube auch nicht, dass es eine Paradelösung gibt. Was ich dir ans Herz legen kann ist: vergiss deine Gewissensbisse. Das solltest du dir nicht antun. Ist meine Erfahrung, auf die ich gerne verzichtet hätte :)z