@ LovHus

    Kannst Du mir noch einmal (auch wenn es evtl. nervt) auf dei Spünge helfen, wo nun der Unterschied zwischen eineer festen, langjährigen Beziehung OHNE Trauschein zu einer Ehe sein soll!? :)D


    Ich weiß, daß es da diverse rechtliche und finanzielle Vorteile gibt - auch, daß die Heirat mit allem drum und dran ein super schöner Moment ist und die Entscheidung FÜR diesen Schritt auch eine gewisse emotionale/evtl. bindende Wirkung hat (grad auf, bzw. bei Frauen). Aber so grundsätzlich???

    eowyn

    Zitat

    eigentlich war im Unterbewusstsein bereits im Voraus klar, sollten wir uns sympathisch finden ....wird es im Bett enden...

    Also nicht bewusst geplant - aber doch irgendwie erwünscht? Wie habe ich mir das vorzustellen? Man sitzt gemütlich beim Kaffee, man spürt das Prickeln... Irgendwann kommt doch die Entscheidung: "Wir gehen jetzt zusammen ins Hotel." Spätestens in diesem Moment würde ICH die Handbremse ziehen. Was hast du gedacht, in diesem Moment? "Er hat es ja auch schon so oft getan."? oder eher "Nein, ich denke jetzt nicht nach!" ? ???


    Musst nicht antworten, wenn es zu intim ist @:). Ich kann es mir nur einfach nicht vorstellen :-/.

    Prions

    Zitat

    Kannst Du mir noch einmal auf die Spünge helfen

    Klar: Heirate. Finde heraus, wie es sich anfühlt. Ich habe es oft beschrieben, aber so wenig wie ich den Schmerz einer Affäre nachvollziehen kann, wirst du wohl das Glück der Ehe - ohne das Erleben - begreifen. Und ich vertraue dir einfach mal, wenn du schreibst, dass eine Affäre nicht schmerzen muss. Eine Ehe ist ja auch nicht in jedem Fall nur Glück.

    @ Mae

    Zitat

    Was hast du gedacht, in diesem Moment?

    ehrlich gesagt, ich habe gar nichts gedacht - es war in diesem Moment einfach das Richtige....und ich würde wieder so handeln....


    Ob im Unterbewußtsein mein Mann eine Rolle gespielt hat??? Ich glaube nicht....es hat sich richtig angefühlt und ich habe so entschieden....ohne Reue...|-o schwer nachzuvollziehen, ich weiß, aber so war es...

    @ LovHus

    Zitat

    Finde heraus, wie es sich anfühlt. Ich habe es oft beschrieben, aber so wenig wie ich den Schmerz einer Affäre nachvollziehen kann, wirst du wohl das Glück der Ehe - ohne das Erleben - begreifen.

    Ja, das kann schon sein. Nur, wenn:

    Zitat

    Eine Ehe ist ja auch nicht in jedem Fall nur Glück.

    Dann sehe ich keinen großen UNterschied zu einer festen Beziehung. Aber Du hast natürlich Recht - Erfahrungen habe ICH in diesem Falle nicht - nur über Fremderfahrungen, bspw. meiner Eltern ... Und da sah das nicht besonders anders aus, als bei mir jetzt (mal abgesehen von Affären und Co.

    @ Mae

    Zitat

    Es FÜHLT sich anders an :)z. Aber das muss man erfahren haben - es lässt sich nicht beschreiben. ;-)

    Ja, das glaube ich gern - wobei mir viele erzählen, daß sich ja gar nix wirklich ändern soll (nach der Heirat), denn es ist ja schon alles toll - darum heiratet man wohl ... Aber ich meine, daß sich vielleicht das Verständnis ändert - da0 man doch irgendwie anders verbunden ist ...

    Nachtrag @ Mae

    Zitat

    Irgendwann kommt doch die Entscheidung: "Wir gehen jetzt zusammen ins Hotel." Spätestens in diesem Moment würde ICH die Handbremse ziehen.

    Mich würde jetzt mal interessieren, warum Du da die Handbremse ziehen würdest? Ist es Panik, Angst, Unwohlsein, Gewissensbisse ... - wenn ja, warum?

    @ Prions

    diese Gefühle hatten wir beide - trotzdem hat keiner von uns die "Handbremse" gezogen...es war einfach klar, dass wir jetzt zusammen ins Hotel gehen würden....ganz einfach ;-D;-D


    und warum zumindest ich diese Gefühle hatte??? Ganz einfach, es ist nicht alltäglich und in unserer Gesellschaft wohl auch nicht gut angesehen....;-D

    @ eowyn1

    Ja, das sehe ich auch so - darum rede ich hier ja immer von der gesellschaftl. Prägung. Dummer Weise muß das, was die Umgebung nun gut oder schlecht findet nicht unbedingt dem eigenen Bild von Gut und Böse entsprechen ... Aber so ist man schon in der Zwickmühle - hört man jetzt auf das eigene Bauchgefühl, oder eben darauf, was Frau Nachbarin o.ä. nun gut finden würde ...


    Grundsätzlich denke ich ja, daß die Gesellschaft (hier als Synonym für die uns umgebenden Menschen) in ihrer Meinung ganz schon verlogen ist - auf der einen Seite eine öffentliche Meinung verkündet und hintenrum großteils ganz anders handelt - sozusagen "Wasser predigen und Wein trinken" ... Blöd nur, daß durch diese Doppelmoral im Grunde ALLE ein Problem bekommen und neimandem geholfen wird. :-/

    Prions

    Zitat

    Mich würde jetzt mal interessieren, warum Du da die Handbremse ziehen würdest?

    Ging zwar an Mae, aber ich bin sicher, dass ich mit dem Grund zu tun habe - und nicht nur ihre innere Gefühlslage (bzw. das eine vom anderen nicht zu trennen ist).


    Der wichtigste Grund ist, dass die Hausaufgaben nicht erledigt sind. Wir haben für uns nicht geklärt, dass ein solches Verhalten des Partners für den anderen ok ist. Im Gegenteil, wir haben für uns geklärt, dass das NICHT ok ist. Wobei da so viel zu klären war, wie du für dich klären musst, wenn du dich fragst, ob es ok wäre, dich selbst zu verletzen. Es bedarf schon eines Fakirs, um lernen zu wollen, dass es nicht weh tut. Und wir sind sicher keine Beziehungsfakire ;-D.

    @ Prions

    ich hatte auch mal diese Moralvorstellungen und fand diese richtig und gut - bis ich eines besseren belehrt wurde....warum sollte ein Mensch an Treue festhalten, wenn der andere sich nach Lust und Laune austobt???


    Es hätte zwei Möglichkeiten gegeben:


    1. Ich akzeptiere es und gut ist's


    2. Ich trenne mich sofort, nachdem ich vom Betrug meines Mannes erfahren habe.


    ich habe eine 3. Möglichkeit gewählt:


    Ich bleibe bei meinem Mann, weil ich ihn liebe (so blöd es auch klingen mag, es ist so) und hole mir das was ich "vermisse" eben einfach woanders....

    Zitat

    dass man doch irgendwie anders verbunden ist ...

    Genau das ist es. Eine junge Kollegin, die letztes Jahr geheiratet hat, hat es ausgedrückt mit "Angekommensein". Das trifft es ein bisschen aber nicht komplett.


    Ich habe es schon mal erzählt: Für uns war die standesamtliche Trauung im Vorfeld nicht so wichtig. Ein Verwaltungsakt halt - die "richtige" Hochzeit, so dachten wir, würde in der Kirche stattfinden. Aber dennoch hat es, als der Standesbeamte dann sagte, dass wir jetzt verheiratet seien, bei uns beiden "wumms" gemacht. Und dann war doch DAS unsere "richtige" Hochzeit ;-D. Wie gesagt, schwer zu erklären :-/.



    Zitat

    warum Du da die Handbremse ziehen würdest?

    Ganz einfach: Weil ich keinerlei Bedürfnis nach Sex mit einem anderen Mann habe *schulterzuck*.


    Dazu kommt, dass ich mir IMMER des Katzenjammers bewusst wäre, der unweigerlich folgen würde. All das würde bei mir verhindern, dass es sich "richtig" anfühlen würd.

    @ LovHus

    Zitat

    Ging zwar an Mae, aber ich bin sicher, dass ich mit dem Grund zu tun habe - und nicht nur ihre innere Gefühlslage (bzw. das eine vom anderen nicht zu trennen ist).

    Und genau DAS finde ich immer seltsam - warum ziehst Du Dir den Schuh an, wenn Mae fremdgehen würde? Warum antwortest Du hier so? Warum machst Du grad mit DIESER Antwort Mae klar, was sie im Falle eines Falles von Dir zu erwarten hätte - daß es Dir weh tun würde und es damit im Umkehrschluß auch ihr wehtun würde ...


    Verstehst Du, was ich damit sagen will, LovHus? Ich denke, grad mit dieser/Deiner Antwort steckst Du Deinen Claim ab und grenzt Mae damit ein. Wie war das mit der eigenen Freiheit, die da endet, wo die eines Anderen beschnitten wird? Ich persönlich empfinde es als große Freuheit und als enormes Geschenk meiner Frau, mir eben keine Sorgen machen zu müssen, daß sie sich verletzt fühlt (denn verletzt habe ich sie nicht - sie würde sich nur verletzt fühlen!) und Angst haben muß, daß ICH unsere Beziehung mit einer Affäre beenden möchte (war nie der Fall).

    Zitat

    Warum machst Du grad mit DIESER Antwort Mae klar, was sie im Falle eines Falles von Dir zu erwarten hätte

    Das weiß ich doch sowieso ;-). Und er weiß auch, wie er mich verletzen würde :)z. Wenn ich nur daran denke, wie ich im Dreieck gesprungen bin, als er hier mal heftig geflirtet hat ]:D.

    @ eowyn1

    Rache sehe sich immer als nicht wirklich guten Grund für eine Affäre an und das klingt bei mir auch nicht wirklich danch, auch, wenn Dein erster Absatz evtl. auf den ersten Blick danach klingen mag:

    Zitat

    warum sollte ein Mensch an Treue festhalten, wenn der andere sich nach Lust und Laune austobt ???

    Vielleicht ware es eine Art Rache, die Dir die Entscheidung in diese Richtung offen zu sein erleichterte, aber entscheidend ist Folgendes:

    Zitat

    Ich bleibe bei meinem Mann, weil ich ihn liebe (so blöd es auch klingen mag, es ist so) und hole mir das was ich "vermisse" eben einfach woanders....

    :)*

    @ Mae

    Zitat

    Eine junge Kollegin, die letztes Jahr geheiratet hat, hat es ausgedrückt mit "Angekommensein". Das trifft es ein bisschen aber nicht komplett.

    so dachte ich auch - damal vor ca. 20 Jahren....irgendwann kam wohl das Gefühl der "Endstation" bei meinem Mann auf, und er versuchte wohl einen "neuen Start" um zu sehen, ob hier wirklich Ende ist oder noch was geht...


    Ich glaube, das bringt bei einigen Menschen einfach die Zeit mit sich - man kann nichts dagegen tun....:°(

    @ Prions

    Rache war es ganz bestimmt nicht - vielleicht im ersten Ansatz, aber bestimmt nicht der entscheidende Auslöser....


    Gegen die Liebe zu meinem Mann kann ich nichts tun....ich hab schon alles versucht...sie will einfach nicht "sterben" :-/

    @ Mae

    Zitat

    Das weiß ich doch sowieso ;-). Und er weiß auch, wie er mich verletzen würde :)z.

    Ja, ich weiß, daß Ihr das voneinander wißt - dennoch nutz LovHus hier grad die "Bühne" dafür, es Dir noch einmal vor Augen zu halten 8-) Und die Frage nach der Verletzung (warum, wieso und weswegen) haben wir wohl immer noch nicht wirklich geklärt!? :=o

    Zitat

    Ganz einfach: Weil ich keinerlei Bedürfnis nach Sex mit einem anderen Mann habe *schulterzuck*.

    Okay, das verstehe ich - man will Dich ja auch zu nichts zwingen!

    Zitat

    Dazu kommt, dass ich mir IMMER des Katzenjammers bewusst wäre, der unweigerlich folgen würde. All das würde bei mir verhindern, dass es sich "richtig" anfühlen würd.

    Den Katzenjammer verstehe ich nicht - der muß wie gesagt nicht sein und "unweigerlich folgen" muß dieser schon gar nicht! Da kommen dann die jeweiligen Partner ins Spiel und wie sie damit umgehen - in meinen Augen eben, wie erwachsen sie damit umgehen ...

    @ Heirat

    Zitat

    Genau das ist es. Eine junge Kollegin, die letztes Jahr geheiratet hat, hat es ausgedrückt mit "Angekommensein".

    Aber dieses Gefühl habe ich bei amo auch und dies auch ohne Schein. Eine Kollegin von mir meinte kurz vor ihrer Hochzeit zu mir, daß für sie das einfach dazu gehört - einfach, um das Ganze um die Familie "abzurunden" ... Das verstand ich auch - aber nicht, daß sich da was emotional ändern würde. Wie gesagt, denken/hoffe ich, daß es für die meisten Menschen schon vor der Hochzeit "perfekt" sein sollte und sie grad DARUM heiraten!?

    Prions

    Zitat

    Verstehst Du, was ich damit sagen will

    Ja, du hast es ja oft genug geschrieben. Leider verstehst du nicht, was ICH sagen wollte, wenn du von Claims und beschnittener Freiheit schreibst.


    Ein Wasserstoffatom ist nicht ein Proton und ein Elektron. Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile. Dieses Mehr des Ganzen, an dem wir beide teilhaben, wiegt die freiwillig gerne hingenommenen und nur scheinbaren Begrenzungen mehr als auf.