Nachtrag

    Es ging nie darum den Anderen __absichtlich zu verletzten_ (wie es hier grad scheint) - es ging nur um die Annahme, wenn ich dieses oder jenes tue, könnte es unter Umständen den Partner verletzen ... Dies aber nur vor dem Hintergrund etwas lediglich anzunehmen, was man nicht definitiv weiß.


    Also ging es um fehlerhafte Annahmen um die Reaktion des Gegenüber! Oftmals kommen diese Annahmen eher aus dem Umfeld, als aus eigenen Beobachtunegn/Erfahrungen und isnd somit nur bedingt verwertbar.


    Wenn ich annehmen, "ich verletze meinen Partner damit, was ich tun werde, oder auch schon nur mit dem Vorhaben als Idee" macht es das "Darüber-Reden" noch unendlich schwerer als es eh schon ist.

    Also Variante 4:


    Ich spreche das Thema an, merke, dass es den anderen gar nicht verletzen würde und tue es dann ganz unbeschwert?


    LovHus' Beispiele bezogen sich aber auf die Situation, welche Möglichkeiten sich aufzeigen, wenn man (ohne es besprochen zu haben) davon ausgeht, dass der andere sich von meinem Tun verletzt fühlen wird.

    Ja, das ist eben genau das Problem: oftmals nimmt man einfach (ohne es wirklich zu wissen) an, der Partner würde viel weniger "verkraften" (im Sinne von "verstehen" o.ä.) als es in Wirklichkeit der Fall wäre.


    Ich war auch sehr überrascht, daß amo schon Verständnis dafür hatte - vielelicht auch jetzt erst aus der eigenen Erfahrung um ihren Soldaten!?

    Zitat

    Das tun wir doch hier :)z. Nur darum gibt es diesen Faden noch. ;-)

    Ja, finde ich auch und auch - sehr sogar! :)*


    Siche gibt es immer wieder "Schleifen", die immer und immer wiederkehren. Aber auch das ist normal (denke ich), weil man sich so immer wieder selbst hinterfragt: "sind meine Gedanken und Gefühle noch so, wie bei der letzten Schleife ...?" Ich persönlich merke bei mir viele Veränderungen, die grad durch die Beschäftigung, dem Besprechen (im Forum, aber auch außerhalb) und auch durch das wiederkehrende Durchdenken des Themas nahezu von "selbst" (fast unmerklich) geschehen.

    @ Prions

    Das denke ich auch, meine Einstellung hat sich innerhalb des letzten Jahres ja auch geändert. Auch wenn dies nicht von diesem Thema hier abhängig war.


    Aber es ist natürlich wichtig sich immer wieder neu zu überdenken.

    @ Kathi20

    Ja, die Beschäftigung mit einem Thema - welchen nun auch immer - bringt ja nahezu zwangsläufig neue Gedanken/Ideen durch neue Informationen mit sich. So verändert man sich, sein Handeln, aber auch schon allein sein Denken oftmals.


    Ich denke, man sollte sich immer bewahren, beweglich zu bleiben (auch geistig und emotional) und die Fähigkeit, sich ein Leben lang neu zu überdenken (vieleicht sogar "neu zu erfinden" ohne sich selber untreu zu werden) ...

    Beweglich zu bleiben muss ja nicht gleich heißen, unstet zu sein.


    Sich immer wieder "neu zu erfinden" (was immer das heißen mag und wie das gehen mag?!) hört sich an, als müsste man ständig bei Null wieder anfangen, weil man mit dem Erreichten nicht zufrieden ist oder mit dem bisherigen Leben nicht klarkommt.

    Zitat

    hört sich an, als müsste man ständig bei Null wieder anfangen, ...

    Daher setzte ich neu erfinden in Anführungsstriche und schrieb dazu, daß man SICH dabei nicht untreu werden muß/sollte ..., was eben heißt, daß man nicht jedes Mal bei NULL anfangen muß.

    Zitat

    vieleicht sogar "neu zu erfinden"

    Ich würde die Vorsilbe "er-" weglassen und sagen "sich neu zu finden". Ich glaube, alles ist in uns schon da. Die Aufgabe ist es, diese Potentiale freizulegen - eben zu finden. :)*

    Ja Mae, das kann gut stimmen - alles ist in und angelegt, wir müssen es nur freischaufeln, bzw. zulassen, daß es freigelegt wird. Man kann dies allerdings auch verhindern und noch einen Schaufen Erde oben drauf packen ... :-/

    Zitat

    wir müssen es nur freischaufeln, bzw. zulassen, daß es freigelegt wird. Man kann dies allerdings auch verhindern und noch einen Schaufen Erde oben drauf packen ...

    vielleicht sollte manches auch lieber nie freigeschaufelt werden:-/ dinge, die einem selbst nicht gut tun und anderen vielleicht auch nicht.

    eowyn

    Zitat

    dann würde ich mich doch liebe für die 3. Möglichkeit entscheiden und alles tun, damit es mein Partner nicht erfährt...

    Sag ich ja:

    Zitat

    Das Schlimme an 3. ist, dass es sich richtig anfühlt, solange es funktioniert

    So sicher ich bin, dass es eine Zeit funktioniert (nicht nur vertuschungsmäßig, sondern auch emotional), so sicher bin ich auch, dass diese "schöne" Zeit ein Ende haben wird. Die Frage: "Und dann?" sollte besser kein Tabu sein.

    Prions

    Zitat

    Nach verträglichen Alternativen zu suchen ..., fällt aber keinesfalls unter "es bleiben lassen"!

    Das kommt drauf an: Über etwas reden ist nicht das selbe, wie dieses etwas tun. Solange ich nur rede lasse ich das Tun bleiben. Wenn aber das Reden ein eigenständiges Etwas ist, gibt es zu diesem Etwas wieder alle drei Möglichkeiten.

    Kathi

    Zitat

    Warum können wir uns nicht mit unseren gedanken bereichern anstatt dem anderen ein Umdenken abzuverlangen

    Keine Sorge, die Bereicherung, vor allem aber auch die Auseinandersetzung jedes Einzelnen hier mit diesem Thema - und nicht das "du musst aber...", "das siehst du falsch..." - ist der Geist dieses Fadens. Sonst hätte er sich gar nicht so lange gehalten ;-). Allerdings ist schon richtig, dass man sich nicht zu schnell auf den Schlips getreten fühlen darf, denn es wird schon mächtig auf den Zahn gefühlt :)^:)z.